23.12.2009, 17:36
Viele Tage sind seit dem schicksalhaften Morgen im Sturm vergangen. Der Winter ist endgültig gekommen, seit Tagen fallen immer wieder schwere Schneeflocken vom Himmel, doch stets nur kurz und nicht heftig, als wolle der Himmel sich bei den Wölfen für den Sturm entschuldigen. Die Wölfe hatten sich wieder gefunden, Dayon war spurlos verschwunden, doch keiner suchte nach ihm, der Schrecken saß noch zu tief und keiner wusste, was passieren würde, sollte Dayon zurückkehren. Moon und Ayala erholten sich derweil, sie waren noch immer schwach auf den Läufen und manchmal verwirrt, doch ging es ihnen schon viel besser. Falk und Eris waren bis jetzt nicht zurückgekehrt, das Rudel vermisste sie, doch auch hier herrschte Unsicherheit, vielleicht musste Falk erst zu sich selbst zurückfinden. Nyana hatte sich ebenfalls erholt und lebte sich in das Rudel ein. Zudem war nun die Ranz ausgebrochen und alle Fähen verströmten lockende Düfte, denen die Rüden nur schwer widerstehen konnten.
Banshees Rute fuhr sachte drch den Schnee, wirbelte ihn in kleinen Flocken auf, gab ihm keine Ruhe, immer und immer wieder scheuchte sie ihn auf, hoch und wieder runter, hoch und wieder runter. Ihre Augen lagen auf dem Rudel, das sich weitgehend am Rudelplatz versammelt hatte. Ein beunruhigender Duft lag in der Luft und auch si konnte sich nur schwer ruhig halten. Immer wieder glitten ihre Augen zu Acollon, der ganz in ihrer Nähe lag und rissen sich nur schwer von ihm los. Sie wollte schon seit einiger Zeit mit Ayala reden, wie es ihr ging, oder mit Hanako, ob ihre Mutter sich wieder erinnerte, doch all dies schien seltsam zurückgewichen zu sein, jetzt wo dieser Duft überall war und Acollon in ihrer Nähe lag. Selbst ihr eigener Tadel, dass sie sich um ihr Rudle zu kümmern hatte konnte sie nicht davon abhalten weiterhin dort im Schnee zu sitzen, ihn aufzuwirbeln und ab und an ihren Blick von dem schwarzen Körper ihres Gefährten anziehen zu lassen. Sie lächelte bei diesem Gedanken unverständlicherweise in sich hinein, streifte mit ihrem Blick kurz Acollon und suchte dann, wohl zum tausendsten Mal die Bäume nach der Schnauze Falks und Eris' ab. Vergeblich ...
Irgendwo am Fuße der Berge, in der Nähe eines Bächleins - eines dieser vielen Läufe, die sich die Berge hinunterstürzten und die es nur hier so zahlreich gab - blieb der hochgewachsene Rüde erst einmal stehen und keuchte. Dann senkte er den Kopf und trank das kühle Wasser, das seine Kehle so angenehm erfrischte. Dass es so lange dauerte, bis man aus der Bergregion herauskam - Falk hatte es völlig vergessen. Es war auch schon einige Jahre her, dass der Hüne aus dem Revier geflohen war und mordend durch die Lande zu ziehen begonnen hatte. Ja, das Revier - das Revier gab es nicht mehr. Nur ein undefinierbarer Geruch von Blut hatte in der Luft gelegen, ein Geruch, der schon beinahe verweht war, aber doch noch in der Luft lag.
Der Hüne hob den Kopf. Noch einmal drehte er sich um. Wenn er nun in den Wald ging, würde er das hohe Gebirgsmassiv zum letzten Mal gesehen haben und das Land um ihn herum würde flacher werden. Es war nun nicht mehr allzu weit bis zurück zum Revier des Sternenwind-Rudels - aber immer noch weit genug, dass der Rüde sich noch in aller Ruhe überlegen konnte, ob er tatsächlich dorthin zurückkehren sollte. Fast war es ihm lieber, er würde unterwegs eine Alternative auftun. Falk wusste nicht, wie man ihm dort begegnen würde - wenn er tatsächlich zurückkam. An jenem Herbstmorgen damals war er einfach davongelaufen. Was mit Eris geschehen war - er wusste es nicht. Vielleicht war sie ihm auch gefolgt und war irgendwo um ihn herum, aber warum sollte sie das tun? Der Hüne war dann gelaufen, tagelang, und er hatte die gesamte Zeit nicht an Ayala oder Dayon gedacht. Erst als ihm dieser Blutgeruch entgegenwehte und er seine verlorene Heimat betreten hatte, hatte der Hüne plötzlich eine große Traurigkeit gespürt. Zunächst hatte es sich dabei nur um sein ehemals so mächtiges Geburtsrudel gedreht, das nun verschwunden war. Er hatte sich in den Erinnerungen um seine Familie gebadet und hatte eine lange Zeit an Leahs, Blancas und Alderans Grab verbracht. Irgendwann hatte den Hünen das wieder zu Ayala und Dayon geführt - unweigerlich - doch richtig beschäftigt hatte er sich mit den Ereignissen noch nicht. Zu tief war noch die Wunde - wie tief war sie wirklich? Zu tief um nicht mehr zurückkehren zu können? Falk wusste es noch nicht.
Zeitweise hatte Eris getobt. Anderntags hatte sie nur geschwiegen, mal brodelnd vor Wut im Inneren, dann mit den Gedanken ganz wo anders. Jetzt tobte sie wieder.
Die schwarze, junge Fähe lief im Kreis über den leicht mit Schnee bedeckten Boden und auf ihrem Gesicht spielten sich die wechselnden Gemütszustände ab. Mal Wut, mal Empörung und mal der Gedanke, einfach zurückzugehen. Eris befand sich auf einer Lichtung im Wald des Sternenwindtals, sehr nahe der Reviergrenze. Falk hatte sie einfach stehen gelassen. Ohne ein Wort. Und nachdem sie ihm eine Weile gefolgt war, der Graue aber stur und mit den riesigen Schritten seines Weges gegangen war, hatte Eris die Schnauze voll gehabt.
Die Schwarze hatte viele Nächte gewartet, irgendwann musste der Blödmann ja zurückkommen, und selbst die winterliche Dunkelheit hatte sie ausgehalten, aber Herr Selbstmitleid hielt es nicht für angemessen, sie von ihrer Warterei zu erlösen.
Eris fühlte die Hitze hinter ihren Ohren, die sich bei ihr nur in ausgesprochenen Wutmomenten ausbreitete.
Ihr Fell war dick und weich geworden, nun da der Winter gekommen war, angenehm bei der Kälte, aber jetzt nicht angebracht.
"Falk, du Saubeutel, ich habe jetzt lange genug auf dich gewartet und wenn dir doch noch einfällt, deinen fetten Hintern über die Reviergrenze zu schwingen und du mir über den Weg läufst, dann möge dir Engaya beistehen!"
Es war erstaunlich, was für eine Lautstärke diese zierlich wirkende Fähe erreichen konnte, wenn sie wütend war. Dies fanden wohl auch einige Eulen in der Umgebung, die aus ihrer Döserei aufgeschreckt worden sind und nun kreischend davon flatternden.
"Kräh, kräh!",
äffte Eris sie genervt nach und drehte sich weg von der Lichtung. Sie stapfte durch den daunengleichen Schnee zurück zum Rudelplatz. Er war wirklich schön, der Schnee, das musste Eris trotz ihrer miserablen Stimmung zugeben und mit der Zeit tänzelte sie leichtfüßig über ihn hinweg. Irgendwie war der Tag schön und etwas unerklärliches, reizvolles lag in der Luft. Außerdem war die Luft so klar, wie schon lange nicht mehr. Eris atmete aus, so dass weiße Eiswölkchen in die kalte Luft aufstiegen. Sie erreichte die letzten Büsche des Waldes und kam auf den weiß gebetteten Rudelplatz.
Alle waren da, selbst Ayala und der Welpe, die mittlerweile wieder sehr viel lebendiger aussahen. Eris hatte ja den Ruf Banshees gehört, dass sie wieder aufgewacht waren ... Alle waren da, abgesehen von Dayon ... und natürlich Falk.
Inuki richtete sich auf sie hatte lange geschlafen und sie fror etwas vor der kälte. Sie strekte sich ausgiebig und schaute sich um es waren so viele neue Wölfe hier das sie etwas Angst bekam. Da die Welpin etwas abseits lag und nicht mitten im Rudel sah man sie auch nicht so gut im Schnee. Die kleine Fähe machte einen schritt und hörte wie der Schnee unter ihren Pfoten knirschte. inuki wusste nicht wer hier das Alpha war und so stellte sie sich etwas Abseits von einer Fähe hin die immerwieder in den Wald schaute.
.oO( Hmmm ich ware hier mal ich weiss auch nicht wo Hanako ist seit dem ich hier bin hab ich geschlafen ich weis nur noch wie wir hierher gekommen sind und da hab ich sie aus den augen verloren!)Oo.
Dachte sich die Kleine und setzte sich hin.
Der Schnee wirbelte im leichten Wind, getragen von der eisigen Kälte, die sich wie ein weißer Schleier über das Land gelegt hatte. Der Winter lag in der Luft, der herbe Geruch der Tannenzweige war überall zu riechen, und da war noch ein Geruch, der wohl jedem Rüden vertraut sein dürfte. Der Schwarze versuchte sich demonstrativ zurückzuhalten, es war eine Art Selbstheilungsprozess, er wollte dem verlockenden Angebot, welches ganz eindeutig von Banshee zu kommen schien, widerstehen. Doch noch nie in seinem Leben war ihm etwas schwerer gefallen als das. Schon seit einigen Tagen konnte Acollon sich selbst dabei ertappen, wie er seiner weißen Geliebten immer wieder verheißungsvolle Blicke zuwarf.
Dieser Tag schien dennoch seine Widerstandskraft und seine Willensstärke enorm testen zu wollen. Und wenn man genau hinsah, konnte man erkennen, wie der Schwarze langsam schwach wurde.
Unbewusst hatte sein Blick auf der Weißen gelegen. Ebenso unbewusst hatte er sich erhoben. Und noch unbewusster war ihm, dass das ganze Rudel anwesend war. Erst als er schon vor seiner Gefährtin stand, wechselte sein apathisches Verhalten um. Versuchend sich nichts anmerken zu lassen, gähnte er.
“Banshee, Du siehst heute gut aus“,
sagte er so beiläufig, wie es überhaupt möglich war. Er nährte sich seiner Gefährtin noch ein Stück und berührte mit seiner Schnauze ihren Kopf. Langsam leckte er ihr sanft und liebevoll über das Fell. Niemals hatte man ihn wohl so gesehen, den Sohn des Todes. Er wirkte fremdartig. Wenn man jedoch in seine Augen sah, konnte man wieder diesen Hauch von Kälte erkennen, diese Leere verschwand selbst jetzt nicht.
Die Pfoten des Schwarzen berührten nun die Pfoten, der weißen Schönheit, seiner Gefährtin.
Akái saß etwas abseits vom Rest des Rudels, als ihr ein kleiner Welpe im Schnee auffiehl. Er war weiß und deshalb hatte sie ihn während ihres ganzen abwesenden Vorsichhinstarrens wohl nicht bemerkt. Hatte die kleine geschlafen oder warum hatte sie sich zuvor nicht bewegt? Unsicheren erhob sich dir rote Fähe. Sie war noch recht jung, aber kannte sie das Gefühl alleine am Rande zu stehen und niemanden zu kennen. Etwas in ihr wollte verhindern, dass die kleine Weiße sich auch so fühlte. Bei ihr war es ihr Bruder gewesen, der ihr zeitweil seines Lebens dieses Gefühl genommen hatte, bis er... Sie schüttelte diesen Gedanken schnell ab. Unweigerlich musste sie sich nach dem schwarzen Rüden, den sie nacher hatte stehen lassen umschauen. Er war bei seiner Gefährtin und etwas in ihr lächelte bei diesem Anblick, auch wenn ihr Acollon nicht unbedingt sympathischer geworden war. Schnell wandte sie den Blick wieder zu der weißen Welpin und ging langsam auf sie zu. Sie wollte die Kleine nicht erschrecken und machte sich so durch große Schritte und einen etwas gesenkten Kopf aufmerksam, die Ohren freundlich nach vorne gerichtet. Welpen ließen sich leicht von Gefühlen anderer anstecken, dass wusste sie, und so überspielte sie ihre Unsicherheit allzu perfekt. Sie wusste nicht unbedingt gut mit Welpen umzugehen, doch da sie keine Mutter gefunden hatte, gesellte sie sich einfach mal in die Nähe zu diesem hier. Sie änderte ihre Richtung nur gering als die Kleine sich neben die Alphafähe gesetzt hatte. fast schon hatte sie geseufzt, doch wandte sie sich wieder ab. Vielleicht war sie ja die Tochter von...
.o(Ach Quatsch... Sie ist bestimmt einfach nur neugierig...)
Die Rote kehrte wieder zu ihrem Platz am Rande zurück. Sie hatte den Grauen nicht mehr gesehen. Darian schien sich irgendwo verkrochen zu haben. Auch die Schwarze, die sie am Anfang wieder aufgemuntert hatte, die ihr in gewisser Hinsicht geholfen hatte, war nicht da. Und auch dieser Hüne nicht, genauso wie der freche Jüngling, den er mal zurechtgestutzt hatte. Ihr Blick verlor sich wieder in der Weite. Dass die Ranz angebrochen war, war ihr durchaus bewusst. Doch was sollte sie damit anfangen? Einsam ließ sie sich nun ganz nieder, mit stolz erhobenem Kopf und misste die Gesellschaft der anderen nicht. Was sollte sie schon mit Gefühlsduseleien und dem großen Geschwafel von Liebe... Nein, den einzigen den sie je lieb gehabt hatte war tot. Die mit seltsamen Glanz belegten Augen schlossen sich, sie genoß die Stille und die Kälte des Winters. Das rote Fell schützte sie schließlich vor der Auskühlung. Zumindest den Körper, für die Seele war es nie warm genug gewesen.
Banshee sah sofort wieder zu Acollon, als er sich erhob und langsam auf sie zu kam, sie spürte, wie ihre Rute schneller zu wedeln begann und den Schnee um ihren weißen Körper herum tanzen ließ. Seine Berührung ließ ihren Körper erzittern wie nie zuvor, seine Worte entlockten ihr ein glückliches Wuffen, sie musste aufstehen und neben ihn tänzeln, sich gleichzeitig noch immer bewusst, wo sie war. Sie ließ sich nieder, stand jedoch sofort wieder auf den Pfoten, zum ersten Mal verspürte sie das Gefühl nicht stillhalten zu können, immer unter Strom zu stehen ... das Gefühl verunsicherte sie ein wenig. Schon war sie wieder weiter weg von Acollon, betrachtete Inuki, die sich in ihrer Nähe nieder gelassen hatte, warf einen lockenden Blick zu Acollon, spürte die Freude, die sich schon die ganze Zeit durch ihren Körper zog und sprang ungewöhnlich ausgelassen auf Akai zu.
"Ein wunderschöner Tag, nicht wahr? Kennst du eigentlich Inuki schon?"
Sie tänzelte die Schritte zu der Welpin und blieb neben ihr stehen, war strahlende Blicke umher, bevor sie wieder auf Acollon zu kam und seine Stirn kurz mit der Schnauze berührte, sie fühlte sich seltsam überdreht.
Hanako hatte sich mit einem zufriedenen Lächeln in den weißen Schnee gelegt und genoss für einen Moment das kühle Weiß an ihrem Fell. Seit den letzten vergangen Tagen wusste sie, dass es mehr als nur die Umstände gab, in denen sie lebten. Nun hatte sie dazu gelernt und wollte vieles verändern. Sie fühlte sich furchtbar wohl, war glücklich und das wollte sie nicht nur ihren Freunden im Rudel zeigen, sondern vor allem Hidoi. Wo war der stahlgraue Rüde nur hin, mit den schönen gelben Augen, in die sie so gerne sah? Fast tänzelnd erhob sich die weiße Fähe aus ihrer liegenden Position, die Ranzzeit war wohl auch eine der schönsten Zeiten im Jahr, sie fühlte sich glücklich und wie neu geboren. Vor allem für Hidoi verbreitete sie verführerische Düfte, die ihn anlocken und wohl beinah hypnotisieren sollten. Mit einigen umwerfenden Blicken und Bewegungen wollte sie dem Rüden imponieren und ihn zu sich holen. Egal, wie kalt er sonst war, in dieser Zeit, konnte nicht einmal er widerstehen, sie war sich so sicher.
Von ihrem Standpunkt aus konnte sie Banshee erkennen, die zu Inuki hüpfte und Hanako lächelte wieder glücklich, wedelte wild mit der Rute umher und rannte ebenso zu diesem Fleck.
"Inuki, schön dich mal wieder zu sehen."
Während sie den Blick der kleinen Welpin suchte, stupste sie diese an, dann erhob sie sich wieder aus ihrer Position und suchte weiterhin ihren geliebten Gefährten.
"Hidoi?"
Wo konnte er sich nur verstecken?
Hidoi strich ein wenig entfernt vom Rudel durch den Wald. In letzter Zeit konnte er kaum einen klaren Gedanken fassen, das hing vor allem mit Hanako zusammen. Ein grummeln entfuhr seiner Kehle, da er sich zum ersten mal in seinem Leben unsicher fühlte. Doch dieser verlockende Geruch überall in der Luft... Der Stahlgraue blieb stehen und drehte sich um. Die Ohren zuckten aufmerksam durch die Luft. Hidoi schnüffelte noch ein paar mal in der Luft und machte sich dann zögerlich wieder zurück zum Rudelplatz.
Er zog leicht eine Augenbraue hoch, als er sah wie Hanako und Banshee wie junge Welpen über den Platz hüpften und wollte sich auch schon gleich wieder umdrehen, um zu verschwinden. Doch leider hörte er da wie Hanako nach ihm rief, und er konnte gar nicht anders und trottete lächelnd auf sie zu. In einem sicheren Abstand blieb er sitzen und sah ihr eine Weile zu, bevor er antwortete.
"Na du? Machts spaß?"
seine Stimme war wie gewohnt tief und rau, allerdings erinnerte die Art wie er momentan sprach überhaupt nicht mehr an früher, als sei er wie ausgewechselt. Auch seine Rute wischte sachte über den Schnee. Irgendwie sah es schon lustig aus, wie da zwei weiße Wölfinnen durch den Schnee hüpften, wie kleine Kitze um eine Schneewelpin herum. In unmittelbarer Nähe war noch die rote Wölfin, die wie er sich erinnern konnte, Akai hieß. Acollon war auch da. Eigentlich waren alle da, bis eben auf den seltsamen Rüden Dayon und Falk. Eris konnte er auch nirgends sehen. Aber ehrlich gesagt interessierte ihn das gar nicht. Sein stechend gelber Blick hing unverwandt auf Hanako, was er selbst erst Momente später registrierte und sich dann zwang auf den See zu schauen.
Verdutzt betrachtete er seine weiße Fähe. Der Schnee um sie herum, schien ein reines Farbenspiel zu sein, verschmolzen mit dem Fell Banshees. Schon immer wusste Acollon um die Schönheit seiner Fähe, doch auch heute wurde ihm wieder bewusst, welch wirkliche Eleganz und welche Anmut in diesem kleinen Wesen vereint waren. Die letzten stressigen Tage hatten ihren Glanz fast verschlungen.
Der Schwarze gab sich, in Anbetracht seiner Gefühle und der Anziehungskraft der weißen Alpha, ziemlich gelassen. Wenn auch er sich immer wieder dabei ertappte, dass er mit der Rute wedeln wollte. Wahrhaftig, heute gingen mit ihm alle Anzeichen der Normalität durch, soweit man dies noch normal nennen konnte. Vielleicht war dieser Tag eine Gelegenheit wert, Banshee zu demonstrieren, dass sie ihm gehörte. Und er würde es ihr zeigen, mit jeder Faser seines Körpers.
Tatsächlich ließ er sich zu einem leichten Lachen herab als er die Fähen betrachtete. Es klang ziemlich ungewohnt, kurz, rau und vor allem seltsam kalt. Obwohl ein Lachen alles andere vermitteln sollte, als diese Eigenschaften. Der schwarze Rüde schloss die Augen und atmete die kühle vereiste Lust ein. Kratzend röchelte es an seiner Kehle. Eine für Acollons Geschmack, passende Zeit. Der Winter zog alles in seinen Bann, stehend der Kälte und der Rauheit.
“Banshee“,
wisperte Acollon so leise, wie es überhaupt möglich war. Nicht um sie zu rufen, sondern einfach nur um den Klang zu vernehmen. Immer noch war ihr Name aus seiner Schnauze eine schändliche Sünde. Es klang so lieblos, hassend und gefroren.
Inuki verstand das nicht warum die Fähen so komisch rumtantzten. Aber die kleine freute sich als sie Hanako sah. Auch als Banshee zu ihr trat freute sich die kleine das sie sich so gut mit allen verstand. Die welpin hatte vorher schon gesehen wie sich die rote Fähe ihr genähert hatte und nun erblickte sie sie wieder . Inuki richtete sich auf und tapste durch den Schnee zu ihr hin.
"Hallo! Wie heisst du eigentlich??"
Fragte sie die Fähe und blickte sie fragend an.
"Weisst du warum Hanako und Banshee so rumhüpfen?? Ich dachte sie sind große Wölfe so hab ich noch nie eine Wolfsfähe gesehen."
Die kleine verstummte und setzte sich neben der Roten hin.
Akái sah Banshee kurz an, als diese sie angesprochen hatte, hatte sie die Augen wieder geöffnet. Die Arme Welpin, so rumgeschubst zu werden war bestimmt nicht schön. Doch war es ihr auch relativ egal. Die Rote sah der Alphafähe nach als sie wieder zu ihrem gefährten zurücktänzelte, nur ein kurzer Blick strich über die beiden. Dann kam auch schonwieder eine andere Weiße, die wohl Hanako hieß, angeschossen, begrüßte Inuki und ging zu einem grauen Rüden. Die stechend gelben Augen hatten sie beobachtet, wahrscheinlich ihr Gefährte. Dass ihm das erst später bewusst geworden war, hatte die Rote auch bemerkt.
Schließlich wandte sie den Kopf zu der weißen Welpin. Inuki hieß sie also... Über ihre vorwitzigen Fragen lächelte Akái leicht. Sie versuchte sie möglichst 'welpengerecht' zu beantworten. Ihre Stimme schien weicher als sonst und die ganze Melancholie war etwas freundlicherem gewichen:
"Ich heiße Akái... Weißt du, gerade, weil sie große Fähen sind verhalten sie sich so. Schau dir doch ihre Freunde an, sie..."
Die Rote wusste nicht, wie sie nun die Ranz umschreiben sollte, deshalb ließ sie es lieber und beendete den Satz anders als sie zunächst vorgehabt hatte.
"...spielen jetzt gerne."
Den Blick der leeren Augen wieder in die Ferne wendend fuhr sie fort.
"Und dass du sie noch nie so gesehen hast, liegt wohl daran, dass sie sich immer nur zu dieser Zeit so verhalten."
"hmmmm ok danke für die erklährung."
Sagte Inuki fröhlich und Blickte die Rote noch etwas an sie war nett und das fand Inuki schön so langsam näherte sie sich dem Rudel etwas.
"Kennst du deine Mutter??? Ich kenne meine nur von den Geschichten meines Vaters aber ich bin mir nicht sicher ob das Stimmt ich weiss nur noch ab da was ab dem Moment wo mein Vater mit mir gesprochen hat. Ich kenne den rest nicht."
Die kleine senkte etwas den Kopf als sie diesen Satz fertig gesprochen hatte. Das verhalten der Fähen verstand sie immer noch nicht so ganz aber sie hoffte das sich das irgendwan mal verstehen würde wie alles andere. Was sie in ihren Jungen Jahren schon gelernt hatte.
.oO( Warum habe ich eigentlich nie so richtig lust zu Spielen und warum kenne ich meine Mutter nicht? Ich verstehe das alles nicht mehr)Oo.
Die weisse Welpin lies sich neben Akai zu Boden sinken seufzte kaum hörbar in einem leisen jaulen auf und schloss dan die Augen.
Hanako suchte weiterhin mit wild wedelnder Rute nach ihrem Gefährten, sie erkannte plötzlich das tiefe Grau, welches auf den Rudelplatz trat und praktisch mit den stechenden Augen alles absuchte. Freudig hüpfte sie in seine Blickrichtung, sodass er sie einfach sehen musste. Hdioi wollte sich tatsächlich wieder umdrehen, aber als er ihren Ruf gehört hatte, kam er auf sie zu. Sie war glücklich darüber und stellte sich ungeduldig auf ihre vier Läufe, wedelte mit der Rute und wartete auf seine Ankunft. Ein Lächeln lag auf seinen Leftzen, dass machte Hanako noch viel glücklicher. Er setzte sich etwas vor ihr hin und fragte sie, ob es Spaß machte. Was denn?
"Spaß machen? Was soll mir Spaß machen? Ich bin einfach nur....gut drauf!"
Grinste sie und stupste Hidoi sanft an, dann bemerkte sie seine Blicke und beobachtete auch ihn kurz. Wie immer versuchte er sich abzuwenden und gestand sich selbst nicht ein, dass er eigentlich auch etwas Nähe suchte.
"Hidoi...ich bin froh, dass du hier bist..."
Eris hatte die Szenerie auf dem Rudelplatz ein Weilchen beobachtet und sie war etwas peinlich berührt von dem, was sie sah. Das eigene Alpha-Paar, stolz, willensstark, autoritär ... plötzlich herumtollen zu sehen wie zwei Welpen, nur, weil die Ranz sich meldete ... nicht auszuhalten. Die Schwarze schüttelte sich die Schneeflocken aus dem seidigen Fell und schlüpfte aus dem Dickicht auf den weißen Rudelplatz. Sie ließ die grauen Augen über den Platz wandern. Auch ein zweites Paar umspielte sich und Eris ließ den Blick schnell weiterschweifen. Er überflog den schwarzen See, in dem sich die Schneeflocken ertränkten und blieb schließlich bei einem roten Farbfleck zwischen all dem Weiß hängen. Eris erkannte sofort, dass es Akai war, die Fähe, die sie vor der Suche nach dem Seelensammler kennengelernt hatte. Damals hatte sie sehr niedergeschlagen gewirkt, aber jetzt schien sie eigentlich ganz zufrieden.
Die Schwarze machte einen Bogen zu der roten Akai, sie war froh sie zu sehen, denn erstens hatte sie sich sehr nett mit ihr unterhalten und zweitens, schien auch sie nicht übermäßig aufgeregt angesichts der Ranz. Eris ging mit einem Lächeln auf den Lefzen zu ihr hin und ließ sich in den Schnee fallen. Sie wollte gerade etwas sagen, als sie plötzlich doch inne hielt ... da war doch was? Der Blick der grauen Augen lag auf einem Fleck Schnee, der irgendwie nicht schien wie ein Fleck Schnee. Eris kniff die Augen etwas zusammen und dann erkannte sie, dass das Schwarze dort zwischen eine feucht glitzernde Schnauze war, die weißen Atem in die kalte Luft blies. Eris blickte überrascht. Da saß ein weißer Welpe im Schnee.
"Hu-uch?",
war das einzige, was ihr in diesem Moment dazu einfiel.
Inuki erschrak erst als die schwarze sich neben ihr fallen lies.
"H....Hallo mein name ist Inuki."
Sprach die weisse welpin mit leiser Srtimme. Sie wusste nicht ob die Fähe nett oder unfreundlich war alsio senkte sie den Kopf erst einmal ein wenig und Blickte die Schwarze so von unten her an.
.oO( Ob sie wohl nett ist?? )Oo.
Fragte sich die Kleine in Gedanken und schüttelte den Schnee von sich während sie aufstand.
"Wie ist dein Name?"
Fragte Inuki schüchtern aber Neugierig und legte so den Kopf schief das ihre braunen fst schwarzen Augen die Fähe genau ankucken konnten.
Akái sah der Schwarzen entgegen. War das Eris? Als sie schließlich näher kam, war sie sich sicher, dass es die Fähe sein musste, die ihr am Anfang auf gewisse Art und Weise geholfen hatte. Die Rote lächelte sanft. Als die Schwarze sich neben ihr nieder ließ, war sie froh eine Fähe zu sehen, die nicht in die typischen tänzelnden 'Die-Welt-ist-schön' Reaktionen verfallen war. Inuki schien eingeschüchtert und Eris hatte die Welpin mit einem überraschten Ausdruck zur Kenntnis genommen. Die Rote lächelte immenoch, als sie der schwarzen Fähe die Begrüßung entgegenbrachte, die diese durch Inuki irgendwie verpasst hatte.
"Hallo Eris... Wie geht es euch."
Mit einem Blick auf Inuki sagte sie freundlich.
"Sie ist eine freundliche Fähe. Sie tut dir genausowenig wie Banshee, Hanako und ich."
Sich wieder an die Benannte wendend legte sie den hübschen Kopf leicht schief. Auch wenn ihr Blick nicht voll Freude war, schien sie doch schon etwas glücklicher.
"Darf ich fragen wo ihr herkommt? Ich hatte euch seit wir uns in Gruppen getrennt hatten nicht mehr gesehen..."
Akái wusste, dass es sie nicht unbedingt etwas anging, aber ihre Neugier war größer, auch wenn sie die Vorsicht nicht übertünchte. Ihre Rute wischte leicht durch den Schnee.
Ihr fiel ein, dass sie die Frage der kleinen Weißen nicht beantwortet hatte, doch schien diese die auch über die Aufregung jemand Neues kennenzulernen vergessem zu haben. Das erleichterete die Rote, denn wie sollte sie einer Welpin erklären, dass sie ihrer Mutter verhasst war und sie gemieden hatte? Bei dem Gedanken sträubte sich ihr Fell leicht, doch nach einem Blick zu Eris lag es wieder lang und geschmeidig an dem hageren Körper.
Inuki grinste leicht bei Eris worten das sie nicht beissen würde. Sie war froh zwei so netten fähen begegnen zu dürfen sie waren genauso net wie Hanakoauch wen diesezur zeit sehr komisch drauf war. Die kleine weisse blickte zu der Alpha und Hanako und verdrehte leicht die augen.
"Und das wollen erwachsene Wölfe sein."
Sagte sie leise und hoffte das es niemand hörte was allerdings unmöglich bei den guten ohren der wölfe war. Inuki grinste leicht und lies sich dan in den Schnee sinken der ziemlich kalt war und die kleine etwas zittern lies. [/SIZE]
Hidoi zuckte kurz mit den Ohren und betrachtete seine Gefährtin. Mal wieder wusste er auf ihre Worte nichts zu erwidern. Es war ungewohnt für ihn, dass sich jemand seiner Anwesenheit erfreute.
"Hm..."
machte er statt dessen nur, lächelte aber immer noch dabei.
"Na dann hüpf mal weiter. Du und Banshee sehen aus wie kleine Lämmer, die herum springen"
sagte er mit einem kleinen Anflug des Grinsens auf seinen Lefzen. Noch immer blieb er sitzen, rührte sich auf nicht von der Stelle. War besser so. Sein Blick wandte sich wieder zur Seite, auf den See, auch wenn er viel lieber Hanako angeschaut hätte, die seltsamer Weise heute noch schöner aussah als sonst. Leicht unruhig zuckte er mit den Ohren, behielt aber die vollkommen gelassen, wirkende Position bei.
[COLOR=teal] Der Hüne hatte begonnen zu laufen und war in einen schnellen Sprint verfallen. Seine kräftigen Beine hatten ihn in den Wald getragen, fort von der Aussicht auf die bereits nur noch schemenhaft wahrzunehmenden, stets verschneiten Gipfel der Berge, die seine Heimat waren. Aber diesmal war es anders, diesmal war es in Ordnung so. Für einen Moment fühlte Falk eine gute, warme Ruhe in sich, weil er sich das eben sagen konnte, er konnte sich sagen, dass es okay war, nicht weil sein stolzes, großes und mächtiges Rudel ausgelöscht oder fortgezogen oder was auch immer war - ja, diese Tatsache dauerte ihn sogar etwas - sondern aus dem einfachen Grund, weil er nun keinen Groll mehr in sich trug, weil es jetzt einfach beendet war. Verständnis für all den Schrecken konnte Falk immer noch schlecht aufbringen, aber mit sich war der Rüde, diese "Episode" betreffend, nun im Reinen. Er trug keine Schuld. Und zu keiner Zeit hatte er Schuld getragen an dem, was damals passiert war.
.oO(Ja, Leah, ja, Blanca und Alderan - es ist schon gut.)Oo.
Auch wenn es schön gewesen wäre, dachte Falk bei sich, wenn es niemals dazu gekommen wäre. Was wäre aus ihm geworden, hätte er diesen Schrecken nie kennengelernt? Der hochgewachsene Grauwolf seufzte und verlangsamte seinen Lauf. Bald würde er sechs Winter gesehen haben. Einen Großteil seines Lebens würde er zu diesem Zeitpunkt in tiefem Groll und als mordende Bestie verbracht haben. Die Alternative, die keine Alternative war, wäre es, mit Leah vielleicht einen zweiten - oder dritten? - Wurf zu planen? Ja, die Ranz stand wohl wieder bevor. Und eigentlich hatte Falk das nicht geplant - verbittert und kinderlos irgendwann abzutreten.
Riku saß da, unter einem Baum und hatte die Pfoten auf den kopf gelegt, sah sich um, noch nie hatte sie die Ranz in einem Rudel erlebt, sie sah sich um, die Fähen schienen nervös, sie musste leicht grinsen, nicht weil sie glücklich war, nein, einfach nur weil sie wusste das es lustig sein musste. Sie ließ den Blick schweifen, wo war Ayala? Seit damals fühlte die Graue sich für die Weiße verantwortlich. Sie sah viele unbekannte Gesichter, aber ehrlch gesagt wollte sie auch keins kennenlernen. Banshee mochte sie nach Ayala am meisten. Sonst niemanden, Acollon, nein, Dayon, sie wusste nicht Recht was sie von ihm halten sollte, sie hatte immer noch nicht erfahren was damals geschehen war. Sie gähnte, ihre Augen lagen lustlos auf dem Boden, was würde es schon bringen wenn sie rumhüpfen würde wie die Anderen, sie mochte eh keiner. Sie schloss die Augen. Wenn Saijiro da wäre, würde sie jetzt sicherlich herum hüpfen. Leise seufzte sie. Und sie hatte gedacht sie hätte ihn vergessen. Sie erhob sich und sah umher, wusste nicht Recht wohin mit sich, also ließ sie sich nach hinten fallen und setzte sich.
Inuki stand auf und lief ein wenig umher. Schlieslich viel ihr blick auf eine graue Fähe, die sich in dem Schnee niedergelassen hatte(Riku). Neugierig die anderen Rudelmitglieder kenen zu lernen ging die kleine auf die graue zu und setzte sich vor sie hin.
"Hallo wie heisst du??"
Fragte sie neugierig aber etwas schüchtern. Mit neugierigem blick schaute sie die fähe etwas schief an.
Die weiße Fähe lag unter einer von den Schneelasten gebeugten Tanne und stieß weiße Atemwolken aus. Sie sah den kleinen Wassertröpfchen zu, wie sie sich in der Luft verflüchtigten und unter den wirbelnden Flocken aus weißem Schnee untergingen. Wie mochte es sein, zu fliegen, durch die Lüfte zu tanzen, sich so leicht zu fühlen ...
Ayala sah in den grauen Himmel, die Gedanken kehrten immer wieder, drehten um, konfrontierten sie erneut. Sie wusste, dass sie nicht mehr die Alte war. Etwas in ihrem Innern war dunkler geworden, schwerer. Sie wäre damit fertig geworden, sie hätte es schaffen können - doch ihre Zweifel an sich selbst hinderten sie daran. Das Wissen, sich ihres Körpers losgesagt zu haben, erdrückte sie. Sie gab sich an allem die Schuld, SIE hätte auf Dayon aufpassen sollen, nicht umgekehrt. Er war zu schwach gewesen und sie konnte es nachvollziehen. Aber sie selbst hätte stärker sein müssen und die Gefahr erkennen sollen. Sie hätte Moon und auch Dayon schützen sollen. Nichts von alledem hatte sie getan, sie hatte versagt.
Falk hat dich verlassen ...
Die monotone Stimme in ihrem Kopf kehrte wieder.
Falk hat dich verlassen, du hast ihn verraten. Nun hat er in Eris eine treuere Gefährtin als dich gefunden.
Das Stechen in Ayalas Herzen wurde schier unerträglich. Keuchend schob sie ihre Schnauze in den feuchten Schnee, der angenehm kühlte. Langsam wich die Hitze wieder aus ihrem Körper und der Atem der Weißen ging etwas ruhiger.
Unsicher sah sie sich um, hatte jemand sie gesehen? Ayala zog sich seit den jüngsten Ereignissen immer mehr zurück, ihre Anfälle sollten niemanden belasten, niemand sollte ihre Schwäche sehen. Sie hatte schon genügend Demütigung erfahren, mehr konnte sie nicht ertragen.
Rikus Blick suchte immer noch nach der Weißen, wo war sie bloß, ging es ihr schlecht? Riku schüttelte den Kopf, bestimmt nicht. Ihre Augen lagen Ausdruckslos in der Ferne, als sie jemand ansprach zuckten ihre Ohren, sie sah in die Richtung aus der die Stimme kam, und erblickte eine junge Fähe. Mit leeren Augen musterte sie die Kleine kurz. Dann meinte sie, mit gefühlskarger Stimme:
"Mein Name ist Rikunare, Riku, und dein Name ist?"
Klang die Frage nach einer Frage? Nein wohl eher nicht, wohl eher hatte sie es einfach gemacht, da es höflich war, und da sie es immer so machte, es war ihr egal ob man sie als höflich oder böse abstempelte, sie wollte nur wissen wo Ayala war, denn sie machte sich ernsthaft Sorgen um die Weiße.
"Wo bist du verdammt?"
Flüsterte sie leise.
Banshee strich lächelnd um ihren Gefährten herum, sie musste sich es wohl oder übel eingestehen, dass sie es genoss, wenn er sie ansah und sie berührte. Das Gespräch der anderen verfolgte sie mit halbem Ohr, noch hing ihr Blick an Acollon, doch immer mehr begannen sich auch andere Gedanken dazu zu schieben. Ayala, die, wie ihr langsam klar wurde, nicht beim Rudelplatz war, dabei hatte Banshee fast die ganze Zeit ein Auge auf sie gehabt. Wo war sie nun wieder hin? Sorgen schoben sich vor die ausgelassenen Gedanken, einmal strich sie noch um Acollon herum, lächelte, dann sprang sie federnd zu der Stelle, an der sie Ayala zuletzt gesehen hatte. Ihr Geruch haftete an dem festgetretenen Schnee und Banshee konnte ihm mit Leichtigkeit folgen. Schon bald fand sie die weiße Fähe unter einer Tanne zusammengerollt, ihre Augen waren offen aber sie wirkte seltsam abwesend. Langsam kam die Leitwölfin näher und ließ sich schließlich neben Ayala nieder, sah sie mit freundlichen Augen an, leicht besorgt aber nicht mitleidig.
"Ich habe dich vermisst ... wunderte mich, als du nicht mehr beim Rudel warst. Woran denkst du?"
Die Frage war mehr oder weniger überflüssig, Falk, Dayon, Moon ... all sie mussten ihr durch den Kopf gehen, doch vielleicht würde es der Fähe besser gehen, wenn sie darüber reden würde ...
Jemand hatte sie gefunden.
Sie hatte es geahnt, dass ihre Zurückgezogenheit bald gestört werden würde, dass ihr jemand folgte.
Erneut drang ein leises Seufzen aus Ayalas kehle, das immer noch trocken und rau klang.
Jaja, jemand hat dich gefunden. Du kannst dich eben nicht einmal mehr richtig verstecken, du Versager.
Die Fähe zuckte zusammen, sie hielt das alles nicht mehr aus. Ihr Instinkt schrie förmlich flieh, verschwinde, renn einfach davon, flieh .
Doch was sagte ihr Herz dazu? Ihr Herz, das schon viel zu lange nicht mehr gefragt worden war, übertrumpht vom nagenden Gewissen.
Langsam hob Ayala den Blick, es war, als sähe sie Banshee das erste Mal wirklich.
Nicht bloß irgendwer hatte sie egfunden, nein, Banshee hatte sie gefunden. Ihre Schwester im Geiste, der sie vertraute.
Jemand, der auch ihr einst vertraut hatte. Das Nagen kehrte zurück, wühlte in ihr. Sie musste jetzt fragen, jetzt sofort, um zu leben.
"Banshee ... Schwester im Geiste, sag mir, vertraust du mir noch? Denn ich kann es nicht mehr, ich habe mich verloren."
Ayalas zaghafte Stimme war kaum mehr als ein Hauchen.
Inuki sah Kiku an und Antwortete ihr
"Mein Name ist Inuki ich bin noch nicht lange hier."
Mit diesen Worten drehte sich die kleine einmal um und schaute wo sie Akai erblicken konnte und da sah sie sie auch schon neben der schwarzen im schnee liegen. Die kleine mochte ale hier und hanako mochte sie im moment noch am meisten, da sie sie gewärmt und umsorgt hatte als dieser höllische Sturm war. Im Moment war die Weiße aber in einer komischen Phase die Inuki immer noch nicht ganz verstand. Aber sei es drum sie lächelte Riku nochmal freundlich an stand dann auf und tapste wieder zu Akai lies sich neben ihr in den Schnee sinken und schaute in Richtung Hanako.
Akái lächelte leicht, dass Inuki zu einer Grauen, die die Rote nicht kannte, wanderte und dann wieder zurückkam registrierte sie nur nebenbei, denn sie überlegte. Ja, wie ging es ihr eigentlich? Sie war nicht sonderlich glücklich, nicht sonderlich fröhlich aber bei weitem nicht mehr so apathisch und aggressiv wie am Anfang. Auch ein wenig der Verweiflung hatte sich gelegt. Kurz schwiff ihr Blick gen Himmel. Und ein wenig Hoffnung hatte ihr geholfen... Entstanden wohl auch ein wenig durch die Wut auf Acollon... Unbewusst sah sie zu dem schwarzen Alpharüden und ihre leeren Augen blieben auf ihm ruhen, bis sie bemerkte, wen sie ansah. Wieder an Eris wendetnt lächelte sie. Nun war sie sich sicher.
"Okay, dann werde ich euch wohl duzen, weil ihr... du dass willst. Insgesamt glaube ich, es geht mir besser... Ob dass nun gut ist oder immernoch mittelmäßig weiß ich nicht so genau..."
Ihre Antwort war seltsam ehrlich. Diese Schwarze hatte ein wenig ihres so raren Vertrauens erworben... Einfach durch ihre direkt, freundliche Art. Die hübsche Fähe noch einmal anschauend, lächelte sie kurz und sah dann zu Inuki. Die Kleine schien etwas ähnliches wie ein Wirbelwind zu sein, konnte nie still sitzen. Gerne wäre die Rote auch so, doch blieb sie still liegen und sah zwischen der Welpin und der Nachtschwarzen hin und her immernoch ein unbestimmtes Lächeln auf den Lefzen.
Leé seufzte und stand auf. Sie hatte sich, alleine, von den Erreignissen erholen müssen. Die ganze Aufregung und die Verwirrung der jungen Fähe musste sie schon alleine wieder in die Reihe kriegen. In dieser Zeit, in der die Fähe weg war, konnte sie in Ruhe über alles nachdenken. Nun stand die Fähe auf einer einsamen Anhöhe , mit geschlossenen Augen, sich vom Wind liebkosten lassend um der Stille des Winters zu lauschen. Ihre Ohren schnippten aufmerksam herum und als sie ein lautes Knacken wahrnahm, öffnete sie die Augen und schaute in jene Richtung, aus welcher das unerwartete Geräusch kam. Ihre Augen suchten nervös das, nicht weit entfernte, Gebüsch ab. Gleich darauf schoss ein Eichhörnchen heraus, das wie ein Pfeil über die blendend weisse Schneedecke schoss. Leés Kehle entfuhr ein genervtes Knurren und die Braune Fähe wendete sich ab. Der Wind wurde stärker und wehte den Pulverschnee, der vergangene Nach fiel, auf. Sie schloss die Augen und genoss die Erfrischung des Windes. Leisen Schrittes ging die Braune die Anhöhe hinunter und lief in den Wald. Zu dieser Jahreszeit glitzerte alles und die Bäume waren schwer bedeckt mit einer dicken Schneeschicht. Geblendet schloss Leé immer wieder ihre Augen. Der helle Schnee blendete sie. Die Fähe lief immer weiter, ohne zu wissen wohin. Sie genoss nur die Stille, die sie umgab. Leé dachte an Hanako. An Hidoi. Und an die kleine Inuki. Sie vermisste die Drei.
Banshee musterte Ayala eine lange Zeit schweigend, es war für die Weiße schwerer, als die Leitwölfin vermutet hatte, Selbstzweifel schien sie inseinen Klauen zu halten, obwohl sie für nichts, was passiert war die Schuld trug. Banshees Blick wanderte von dem Schnee, der vom Himmel tanzte wieder auf ihre Schwester und lächelte leicht.
"Du weißt, dass ich dir vertraue und es gibt keinen Grund, dieses Vertrauen aufzugeben. Was passiert ist zeigt nicht deine Schwäche, es zeigt deine Stärke, denn du liegst hier neben mir, lebst und redest und kannst dich noch immer leise freuen, obwohl du viel verloren hast."
Sie Sprache auf Falk zu bringen hielt sie für unangebracht. Sie fragte sich, wo er war und warum er nicht wiederkam, es musste schwer für ihn sein, sehr schwer, doch noch viel schwerer war es für Ayala und die ließ er einfach alleine zurück. Banshee war sich nicht sicher, ob sie Falk einen Vorwurf machen konnte, er hatte auch Gefüjle und er hatte mit ansehen müssen, wie Dayon seine Gefährtin opferte und die sich ihm gerne hingab, auch wenn sie zu stark unter seinem Einfluss stand. Banshee seufzte leise, behielt jedoch ihr Lächeln.
Ayala schloss ihre Augen. Wie sehr hatte sie die Worte Banshees vermisst, wie lange hatten sie nicht miteinander geredet. Die Stimme ihrer Schwester klang in ihren Ohren wie flüssiges Gold, rein und wertvoll.
Dankend hörte sie ihr zu, lauschte gebannt dem besonderen Klang der gewählten Worte. Zugleich glaubte sie auch die Gedanken, die darin versteckt waren, mitschwingen zu hören. Die Sorgen, die Ungewissheit.
"Banshee, ich danke dir für alles. Für alles was gewesen ist und für alles was in der Gegenwart herrscht. Doch ich kann nicht mehr an mich glauben, wie ich es einst getan habe. Es ist, als wäre meine Seele zweigespalten. Mich regiert die Angst, die zweite Seite könne jeden Augenblick aus mir herausbrechen - und alles übrige zerstören. Ich fliehe vor mir selbst ... doch wohin ich soll, weiß ich nicht."
Ayala sah der Weißen tief in die Augen, stand leise auf und blickte auf zu den schneebedeckten Bergen in der Ferne, als könne sie jemanden sehen.
"Erst wenn ich mir selbst vergeben habe, kann ich erwarten, dass andere mir vergeben. Erst wenn ich tot bin, wird meine Seele leben können."
In den Augen der Fähe standen Tränen, wie in Trance brach nun jedes Wort aus ihr heraus, ungeordnet, unbestimmt.
"Er wird nie zu mir zurückkehren, oder?"
Ihr Blick verharrte weiterhin auf den Bergen.
Banshees Ohren zuckten leicht, als Ayala sich erhob, sie wusste, dass alleine sie jetzt die Möglichkeit hatte Ayala zu helfen, ihr zu zeigen, dass sie falsch dachte ... oder aber niemand konnte mehr helfen außer Falk, doch der war irgendwo dort draußen ...
"Er wird wieder kommen, ich spüre es, einzig du bist für ihn wertvoll und er ist nicht so dumm, als dass er so einen Schatz lange alleine lassen würde."
Sie trat wieder neben die Weiße und sah mti ihr in die Ferne, nach einiger Zeit flüsterte sie leise, mehr zu sich selbst oder zu dem Wind, der um sie beide herum wehte und die weißen Flocken in der Luft tanzen ließ.
"Du irrst dich ... du musst dir nicht vergeben, denn es gitb nichts zu vergeben ... Dayon musst du vergeben und ich frage mich, ob einer von uns dazu fähig ist."
Sie schloss die Augen, konnte sie ihm vergeben? Eine leise Stimme antwortete ihr und sie lächelte, der sandfarbene Rüde konnte nichts für das Geschehen, Fenris hatte ihn verführt und sein schwaches Herz war ihm gefolgt ... vielleicht würde Ayala genauso denken, möglicherweise würden sie Dayon zurückholen können, denn wenn Banshee ehrlich war, so machte sie sich Sorgen, Dayon konnte alleine nicht überleben ...
Riku sah zu der kleinen hinunter, die kleine war ihr sympatisch. Sie ließ ein verlorenes Grinsen über die grauen Lefzen wandern und sah wieder über den Rudelplatz, nun erblickte sie Banshee, neben ihr, Ayala. Sie war beruhigt, sie wandte den Blick wieder an die Fähe, ausdruckslos und leer.
"Inuki also. Ich bin auch noch nicht lange hier, wir müssten zur gleichen Zeit gekommen sein, das ist ja ein Zufall!"
Meinte sie. Ihre Stimme klang nicht sonderlich föhlich oder freundlich, einfach leer. Riku würde sich nicht wundern wenn die Welpin sie nicht mögen würde. Sie stupste die kleine an, sie fand es nett von der Welpin, sie anzusprachen, daher meinte sie:
"Und wie geht es dir?"
Wieder klangg die Stimme nicht fragend, gleichgültig, Riku schrie sich innerlich an, warum bist du nicht freundlich zu der Kleinen, sie ist so nett zu dir. Rikun sah die Welpe kurz entschuldigend an, das erste Mal das man etwas aus ihrem Blick lesen konnte seit die Kleine mit ihr sprach, doch nach wenigen Sekunden setzte sich wieder der Schleier der Belanglosigkeit über die Lebensmüden Augen.
Die Weiße schüttelte den Kopf, war es aus Verzweiflung, war es aus Enttäuschung.
„Banshee, nein! Du sagtest, du vertraust mir wie einst. Wieso erzählst du mir Dinge, die nicht wahr werden! Du weißt ebenso wie ich, dass Falk nicht zurückkehren wird! Nie! Nie! Nie! Er wird für immer fort sein und mit ihm mein Leben.
Alles liegt zerstört und verschüttet da und ich soll nicht Schuld sein? Warum habe ich dann mein Gleichgewicht verloren? Ich … kann nicht mehr.“
Kraftlos sackte Ayalas Körper in den kalten Schnee, gebrochen, verbraucht. Sie würde nicht mehr aufstehen, so war es besser. Hier wollte sie bleiben. Noch einmal blickte sie auf zu Banshee, in ihren Augen standen Tränen.
„Schwester, ich habe nie, nicht für den kleinsten Augenblick in Dayon die Schuld gesucht.“ ,
hauchte sie müde, dann schloss sie die Augen.
Riku's Blick fiel auf Ayala, nur im Seiten Blick sah sie, wie die Fähe zu Boden krachte, sie sah sie mit geweiteten Augen an, für einen klitzte kleine Sekunde stand Angst in ihnen, sie wirbelte zu Inuki, als sie die Welpin direkt an sah, war schon wieder nichts zu erkennen.
"Entschuldige mich!"
Sagte sie perplex, nur an ihren Bewegungen konnte man sehen, wie ihr das alles zu kopf stieg. Ihre Schritte waren kantig. Und als sie endlich vor Ayala stand atmete sie tief ein, alles kam ihr ewig vor, sie sah zu Banshee.
"Was...?"
Fragte sie mit rauer, kalter Stimme, sie sah zu Der Fähe, nicht schon wieder, nicht noch einmal. SIe spürte wie ihr Herz gegen ihre Brust schlug, es wunderte sie, das sie überhaupt noch eines hatte, doch für den Moment gab es wichtigeres.
Banshee spürte einen schmerzhaften Stich in der Brust, als sie Ayalas Worte hörte, sie kantne dieses Gefühl des Schmerzes, es kam immer, wenn sie wütend wurde und doch nicht wütend werden konnte. Sie schüttelte den Kopf, ließ ihre Schnauze zu der der Weißen hinab gleiten und sie sanft küssen.
"Ayala, ich schwöre dir, dass er zurückkommen wird, ich schwöre es dir bei Engaya und Fenris, bei meinem Leben und bei meinem Tod."
Sie sprach mit fester Stimme und sah Ayala direkt in die Augen, sie wusste nicht, warum sie sich so sicher war, warum sie alles darauf schwor, doch eins wusste sie, Falk würde wiederkommen und wenn nicht, würde Banshee ihn suchen gehen, bis sie ihn finden würde um ihn mit all ihrer Macht zurück zu bringen. Langsam richtete sie sich wieder auf. Ihre Augen wanderten wieder in die Ferne, ihre Stimme wurde leise und sanft.
"Steh auf, Ayala, steh auf ... in dir ist mehr Kraft, als du denkst, in dir ist mehr Leben, als du vielleicht willst. Steh auf und stell dich neben mich. Ich bitte dich darum, tu mir diesen einen Gefallen."
Sie wandte sich leicht um, als Riku zu ihnen kam, ein flüchtiges Lächeln huschte über ihre Lefzen, nickte wortlos und bat Riku stumm sich ebenfalls zu ihr zu stellen.
In dem Meer von Verzweiflung hörte Ayala die sanfte Stimme Banshees, die sich durch die hohen Wellen kämpfte. Das Dunkel kam jedoch näher, es fraß selbst die Wogen. Alles verschwamm, wurde geteilt, setzte sich neu zusammen und wurde schließlich wieder eins. Dann trat Stille ein.
Eine Stille, die Ayala noch nie erlebt hatte, eine Stille, die neues Leben gab, eine Stille, die wärmte.
Beklommen öffnete die Weiße langsam ihre Augen. War es vorbei? War sie nun bei Engaya, durfte sie ihr besseres Leben leben?
Ayala spürte eine sanfte Berührung auf ihrem Fell, die sie erlöste. Noch einmal wiederholten sich die Worte Banshees, diesmal in der Realität.
Steh auf
Noch bin ich so leicht, doch wenn ich nun auf meinen Beinen stehe, wird die Kraftlosigkeit mit der Selbstaufgabe wiederkehren?
Steh auf.
Ich bitte dich darum, tu mir diesen einen Gefallen.
Oh Banshee ... du lässt Gerechtigkeit walten, wenn für niemanden mehr eine existiert.
Du kämpfst, wenn niemand mehr zu kämpfen bereit.
Du hilfst, wenn du auch selbst daran zerbrichst.
Du bist mein Schatten, der Wind in meinem Fell.
Ich werde aufstehen, alles von neuem über mich ergehen lassen, ich werde leben, einzig und allein für dich.
Die dünnen Läufe Ayalas stützen ihren mageren Körper, der Wind strich durch ihr weißes Fell. [/SIZE]
[COLOR=crimson] Banshees Blick tanzte wieder zu Ayala zurück, als sie sich leicht bewegte und schließlich langsam aufstand erfüllt ein tiefes Gefühl der Freude Banshees Herz und ganzen Körper. Ein Lächeln, tiefer als der Ozean zierte ihre Lefzen, als sie ihrer Schwester entgegenblickte, wartete bis sie neben ihr stand und brührte dann leicht ihr Ohr als sie ihre Schnauze näher brachte.
"Ich danke dir, Ayala, Schwester."
Es war kaum mehr ein Hauch im Wind, doch meinte Banshee ihn zu spüren, wie er zwischen ihnen tanzte und Kraft spendete. Sie drehte den Kopf leicht zu Inuki, forderte sie erneut auf zu ihr zu treten, ein innerer Friede hatte sie erfasst und sie wünschte sich von Herzen ihn mit diesen beiden Fähen zu teilen.
"Schließt die Augen."
Noch imemr lächelte sie und gehorchte sich selbst, Glück strömte durch jede Faser ihres Körpers. [/SIZE]
[COLOR=silver] Riku sah die Fähe an, se schluchzte, sie konnte nichts sagen, wusste nicht was, sie hatte nicht aufgepasst. Sie kannte die Fähe vielleicht nicht doch sie mochte sie. Sie sah wie sie sich erhob, sie atmete aus. Ein Lächeln umspielte ihre Lefzen, ein erleichtertes Lächeln, ein ehrliches Lächeln, das lange nicht mehr auf Rikus Lefzen erschienen war. Sie tat einen Schritt auf die Fähe zu, Glück durchströmte ihren Körper, sie fragte sich Warum? Warum war sie so glücklich? Sie kannte diese Fähe doch garnicht, aber irgendwas war da, was sie so mit ihr verband, vielleicht das sie beide sterben wollten? Sie flüsterte leise:
"Mach sowas nie, nie wieder!"
Sie drückte sich an sie als wäre sie schon lange vertraut und eine gute Freundin. Aber Riku hatte keine Freunde, sie hatte nur Wölfe, die sie beschützten wollte. Sie schleckte der Wölfin über den Kopf, sie wollte nicht, das sie dachte, das niemand da wäre, sie wollte, das sie wusste, das Riku aufpasste. Sie sah zu Banshee, gleichgültigkeit zog sich wie ein Schleier vor die Augen, dann schloss sie die Augen, für Ayala. Bilder schossen vor den Augen, Saijiro, ihre Mutter. Sie schlug sie auf, schluckte und schloss sie erneut, alles drehte sich.
.o0(Rikunare, Teufelskind!)
Schrie ihr Kopf, ihr Verstand schrie, mach die Augen auf, doch ihr Herz schrie, schliesse sie und lauf nicht weg.
Das Lächeln Banshees in diesem Moment würde Ayalas niemals vergessen. Die Nebel verschwanden, die Fähe sah nun alles klarer, deutlicher. Sie erkannte Farben wieder, die sie seit einer Ewigkeit nicht mehr wahrgenommen hatte. Ein tiefes Seufzen erfüllte ihre Brust.
Erst jetzt entdeckte Ayala die Fähe, die nun bei ihnen stand. Sie erschrak, hatte jemand Fremdes alles mitbekommen? Es ging doch nur Banshee und sie und vielleicht alle anderen ihr bekannten Rudelmitglieder etwas an. Vorwurfsvoll blickte Ayala zu Banshee, sie hatte es gewusst. Sie hatte die ganze Zeit gewusst, dass jemand anderes hier war!
Mach sowas nie, nie wieder!
Wie konnte jene einfach so ... diese Stimme! Ayala schloss die Augen, die Bilder tanzten vor ihren Augen, die verlorene Kontrolle über ihren Körper kam in ihr Gedächtnis zurück. Sie war so hilflos gewesen, so zerstört.
Eine tiefe Zuneigung zu jener Wölfin regte sich in Ayala, wie lange war sie nur bei ihr gesessen, als sie sich schon aufgegeben hatte?
Die Weiße trat näher zu ihr, deren Namen sie sich nicht mehr erinnern konnte.
"Ich danke dir."
Ayalas Schnauze vergrub sich in dem Fell der Fähe ein, nahm den süßlichen Duft auf.
Wieder blickte Ayala zu Banshee, ihr Blick sagte mehr alles andere. Ja, meine Schwester, ich danke dir auch. Dann schloss sie die Augen und genoss den Moment, der die drei Wölfe für immer verbinden sollte.
Lighto betrat ein fremdes Revier. Er schnüffelte ein bisschen rum.
"Es riecht nach vielen Wölfen. Scheint kein kleines Rudel zu sein."
, murmelte der Rüde und sah sich um. Es war kein Wolf zu sehen. Lighto lief einen Schritt weiter. Immernoch kein Knurren zu hören. Lighto blieb misstrauisch. Er verfolgte jede kleinste Bewegung die er sah. Der weiße Rüde hatte keine Angst doch er war misstrauisch. Er wusste wie manche Rudel waren. Langsam lief er weiter. Er duckte sich tief ins Unterholz. Langsam roch er das er den Wölfen näher kam. Er stand nun an der Rudelhöhle. Langsam richtete sich der Wolf auf. Ein schwacher Wind fuhr ihm über das gesicht.
Banshee lächelte glücklich, als sie spürte, dass die anderen ihre Augen geschlossen hatten, es war ein ganz besonderer Moment, er würde für immer in ihrem Gedächtnis haften und sie drei verbinden, auch mit Riku, der seltsamen unbindbaren Fähe. Langsam öffnete sie die Augen wieder, sah die anderen beiden neben sich stehen und berührte dann leicht die beiden schlanken Schnauzen.
"So sei unser Lebensbund besiegelt."
Der fremde Geruch hing schon etwas länger in der Luft, bis jetzt hatte Banshee ihn ignoriert, nun würde sie Ayala mit Riku alleine lassen, wissend, dass sie in guten Händen war. Noch immer glücklich lächelnd lief, es kam einem Schweben gleich, zum Rudel zurück, wo am Waldrand ein weißer Rüde stand und sich umsah. Die Unfreundlichkeit einfach in ihr Revier einzudringen ärgerte sie zwar, doch schien der Ärger weit weg zu rücken, ganz so, als gäbe es etwas größeres, wichtigeres auf der Welt, was alles andere verdrängte.
"Jìaye Fremder. Was führt dich in dieses Revier?"
Die Belehrung lag ihr auf der Zunge, doch sprach sie sie nicht aus, es war nichtig, nur das Leben zählte ...
Riku spürte das stupsen und wieder durchströmte eine Welle von Göück ihren Körper, sie dankte ihr, jemand dankte ihr. Ein tiefes schluchzen entfuhr ihrer Seele und drang in ihren Hals, kam aber nach außen nicht zur Geltung. Sie öffnete die Augen, augenblicklich verschwanden die Bilder. Sie sah Banshee nach und sah zu der Weißen, die ihr auf gewisse Weise sehr viel bedeutete. Ihre Augen waren starr auf die Umgebung gerichtet, niemand würde der Weißen zu nahe kommen, wollte sie es nicht, das Einzige was sie am Leben zu Halten schien war der Wille die Weiße zu Schützten.
"Er wird kommen, niemand würde eine so wunderbare Fähe wie dich im Stich lassen!"
Meinte sie, ihre Stimme war leise, so das es die Fähe hörte, bestimmend, aber auch freundlich und mit einem verhallenden Klang von Aufmunterkeit. Sie setzte sich und ihre gelben Augen lagen auf der Fähe und sie atmete kurz tief ein, der Schock saß noch tief, verschwand doch mit jedem Atemzug. Die Graue würde ab jetzt wohl nicht mehr aus der nähe Ayalas weichen, die Angst sie zu verlieren, oder gar zu enttäuschen, saß feste in ihrem Kopf fest, in gewisser Weise lag es wohl daran, das sie sie an Saijiro erinnerte, zwar war dieser immer freundlich gewesen, doch auch er hatte in seinem Leben Schattenseiten gehabt. Doch er war immer höfflich zu ihr gewesen, außerdem sahen sie sich sehr ähnlich, und es war so, als würde der Rüde vor ihr stehen, nicht so das sie Ayala als ersatz wollte, sie fühlte sich nur angezogen.
Eris ließ sich rückwärts in den pulverigen Schnee fallen und verlor ihren Blick in den gräulich weißen Wolken, die das Tal wie eine große Glocke umschlossen. Die zwei Fähen schienen beide nicht so recht zu wissen, wie sie sich fühlten, aber Eris tippte darauf, dass es wohl keine schlechte Laune war. Die Schwarze kräuselte etwas ihre Nase, die federleichten Schneeflocken setzten sich sanft auf das seidige Fell und irgendein unfassbarer Gedanke geisterte in ihrem Kopf herum. Das war noch etwas, was sie Akái fragen wollte, schon seit einiger Zeit ... etwas ...
Die nachdenklichen Falten um ihre Augen zogen sich wieder glatt und ihr Blick hellte sich auf. Ach so ...
Eris setzte sich wieder auf und sah zu der Feuerroten.
"Mhh, Akái! Was war eigentlich mit dir und, ach, wie hieß er noch gleich? Da -Darian? Mit dir und Darian passiert, als ich euch alleine gelassen hatte?"
Eris erinnerte sich, sie hatte sich verzogen, als der Rüde gekommen war und es ganz so wirkte, als wolle er mit der Roten allein sein und auch Akái schien ... oder auch nicht. Eris schnaufte eine anfliegende Schneeflocke beiseite und schaute etwas unbehaglich drein.
"Ehm, ich, es täte mir leid, wenn ich dich in eine unangenehme Situation gebracht hätte, indem ich dir seine Gegenwart vielleicht aufgezwungen habe, als ich weggegangen bin. Er war ja womöglich unschön aufdringlich oder so ... Er hat dich doch nicht belästigt, oder?"
Eris war die Sache ernst, auch wenn ihr Beitrag etwas stockend rüberkam. Schließlich hatten sie und die Rote sich damals gerade ein wenig angenähert, freundschaftliche Sympathien aufgebaut und dann war das vielleicht ... irgendwie ... ein "Vertrauensknick" gewesen.
Lighto sah die fremde Wölfin an. Er schaute sie erstaunt an und meinte dann:
"Ich komme von einem weitem Revier. Ich suche einen Platz zum bleiben. Wie lange ich bleiben will weiß ich nicht doch hoffe ich das ich hier wenigstens in Freiden euer Revier durchqueren darf."
Lighto sah sich um und dann wieder dir fremde Fähe.
oO(Ob ich hier bleiben darf?)Oo
Lighto seufzte. Er vermisste das Tal des Kristalls doch der Kristall hatte sein Rudel aufgelöst. Er hatte alle verjagt. Lighto schüttelte den Kopf. Er wollte nicht daran denken.
Ayala versuchte zu lächeln, als Riku sie mit der Anspielung auf Falk ermutigen wollte. Innerlich jedoch spürte sie wieder die Stiche, wie immer, wenn sie an ihn denken musste. Jene Nacht kam ihr wieder ins Gedächtnis, in der sie zu Falk gefunden hatte. Die Nacht, in welcher sie geglaubt hatte, alles sei ein Traum. Wie konnte das alles so schnell zerbrechen? Wieder wurde ihr bewusst, dass dies nicht geschehen wäre, hätte sie nicht ... Ayala schluckte. Sie hatte Banshee versprochen mit ihren Selbstvorwürfen aufzuhören. Doch wie sollte sie bloß mit allem fertig werden?
"Danke ... verzeih, ich habe deinen Namen vergessen.
Erzähl mir, was ist passiert in den letzten Wochen, in denen ich zwischen Tod und Leben schwebte, meine Erinnerungen daran sind verloschen."
Fragend blickte Ayala zu Riku.
Banshee legte den Kopf leicht schräg und musterte den Rüden erneut, jetzt etwas ruhiger, nicht mehr so übermütig und freudig, als hätte sie sich wieder ganz in ihre Rolle als Leitwölfin eingefunden. Langsam kam sie einen Schritt näher, das Lächeln war nicht erloschen.
"Von einem weiten Revier? Musstest du fliehen? Du kannst hier solange bleiben, wie du willst, solange du dich an unsere Regeln hälst. Mein Name ist Banshee, Leitwölfin dieses Rudels, würdest du mir auch deinen Namen verraten?"
Sie stand nun ruhig vor dem Weißen, er schien traurig oder zumindest an etwas trauriges zu denken, ihre Augen wurden ein wenig forschender, offensichtlich hatte er keine schöne Vergangenheit.
Lighto sah die Fähe an.
oO(Gleich die Alpha getroffen.)Oo
dachte er und grinste.
"Ich bin Lighto, ja ich musste fliehen. Doch mehr möchte ich nicht sagen. Ich bin aufjedenfall nicht gefährlich oder so ..."
Lighto grinste die Fähe an. Er dachte an das Rudel zurück und an den Kristall. Dann dachte er an seine Gefährtin.
"Ich danke dir. Ich bin lange gelaufen und würde mich gerne ausruhen."
Lighto legte sich da hin wo er stand. Er schüttelte kurz den Kopf.
Banshee betrachtete den Rüden, der sich als Lighto vorstellte aufmerksam. Sein Grinsen passte seltsam wenig zu seinen Worten, doch schien er kein Wolf zu sein, der seine Gefühl offen vor ihr ausschütten würde. Sie lächelte leicht.
"Willkommen im Tal der Sternenwinde, ruh dich nur aus, wir haben es in diesen Tagen sehr ruhig hier, nach einem Sturm scheint uns Engaya gut gewillt zu sein."
Sie machte eine freundliche, beschwingte Geste mti der Schnauze und ging dann ein paar Schritte davon, ließ Lighto sich ausruhen, doch setzte sich dann und ließ die Augen über die Rudelplatz schweifen. Sie hätter gerne mehr über den weißen Rüden erfahren, doch würde sie seine Ruhe keineswegs stören.
Lighto stand auf. Er war unhöflich das wusste er. Langsam näherte er sich der Wölfin. Sie schien echt nett zu sein.
"Erzähl mir bitte etwas über dein Rudel... Wie ist es entstanden? Wieviele Mitglieder habt ihr hier? Ich rieche das ihr ein großes Rudel seid."
Lighto sah die Wölfin an. Sie errinerte ihn sehr an Sky seine ehemalige Gefährtin. Lighto seufzte leise. Doch er ließ sich seine Gefühle nicht anmerken.
oO(Ich bin immer als herzloser Rüde durchgegangen warum sollte es jetzt anders sein?)Oo
Banshee freute sich, als Lighto aufstand und zu ihr kam, Interesse zeigte, sicher würde sie ihn später auch fragen können, wie er zu ihnen gefunden hatte, doch erstmal beantwortet sie gerne die Fragen.
"Wie es enstanden ist? Eine interessante Frage ... nichts sondelrich Spektakuläres. Meine Schwester Nyota udn ich hatten genug von unserem Geburtsrudel, wir haten nie wirklich in diese Familie gepasst, so sind wir fortgezogen, haben dieses Tal entdeckt und fühlten uns sofort heimisch. Hier habe ich zum ertsen Mal wirklich die Anwesenheit Engayas gespürt und ich wusste, dass ich hier bleiben wollte. Es fanden viele Wölfe zu uns und dann waren wir wohl plötzlich ein Rudel, es war irgendwie überraschend."
Sie lachte leise, es war eine seltsame Entstehungsgeschichte, sie war nicht mit Nyota gezogen, um eines Tages ein Rudel zu führen, doch es hatte sich eigentlich so ergeben und Banshee spürte ihre tiefe Zufriedenheit darüber.
"Ich weiß nicht, viele Wölfe haben sich uns angeschlossen, doch habe ich sie länger nicht gesehen. Zu dem hatten wir nur vor einem halben Mond eine schreckliche Nacht, in der wir viel verloren. Auch mein beta habe ich seit dem nicht wieder gesehen, doch weiß ich, dass er zurück kommen wird. Er ist irgendwo dort draußen ..."
Sie verstummte und sah Lighto an, war sich ncith sicher, ob sie die Geschichte des Seelensammelers erzählen sollte, wusste nicht, wie Lighto erzogen worden war, ob er an Götter glaubte, an etwas, das größer als sie, als die Welt, ja, größer als die Natur war.
Lighto sah Banshee an. Er wusste was sie meinte. Auch er hatte mal so angefangen wie sie. Der weiße Rüde lächelte.
"Ich hoffe es sehr für euch das das Rudel wieder zusammenkommt."
Lighto meinte seine Worte ernst. Er wusste was es heißt ein Rudel zu verlieren. Ein kühler Wind strich ihm durchs Fell. Lighto seufzte. Schon wieder packte ihn das heimweh. Schon wieder dachte er an Sky. Der weiße Rüde schüttelte den Kopf und kratzte sich hinterm Ohr.
"Du willst sicher wissen woher ich komme? Nun vor einiger Zeit ist ein Rudel gegründet worden. Cristall die Alpha nannte es Wölfe des Kristalls. Das Rudel wurde von einem Kristall beschützt. Doch der Kristall nahm uns unsere Alpha. Ich blieb alleine mit der Beta zurück. Wir zogen fort und führten das Rudel in einem anderem Revier weiter. Doch der Kristall folgte uns. Er tötete Sky die zweite Alpha und verscheuchte die anderen Mitglieder."
Lighto brach ab. Er konnte nicht weiterreden. Der weiße Rüde bemerkte das sich in den Augen tränen bildeten. Schnell schüttelte er den Kopf und die tränen spritzten weg. Er würde sich nix anmerken lassen.
Banshee sah Lighto eine lange Zeit lang an, sie sah die Tränen, die sich in seine Augen verirrten und die er hartnäckig zu verdrängen versuchte. Sie lächelte traurig, der RÜde hatte viel verloren, trotzdem gab er die Hoffnung nicht auf. Zwei Wölfe an etwas gestorben, das sie nicht verstand, doch es schien ebenso verwunderlich wie ihre eigene Geschichte zu sein.
"Es tut mir wirklich sehr leid für dich, Lighto, ich wünsche dir von Herzen eine schönere Zukunft ... du hast sie verdient. Komm mit, ich werde dir zwei Fähen zeigen, die ebenso Hoffnung brauchen wie du."
Sie trat langsam auf Ayala und Riku zu, hoffte die beiden nicht zu stören, doch schien es ihr wichtig, dass Lighto sie kennen lernten.
"Ayala, Riku, das ist Lighto."
Sie lächelte leicht und sah zwischen den dreien hin und her.
Lighto sah die zwei Fähen an. Sie sahen auch nicht gerade fröhlich aus.
"Heul."
murmelte der weiße Rüde kurz und sah sich um. Er sah Banshee an. Dann schüttelte er den Kopf. Er versuchte seine Gedanken zu ordnen.
"Hab ihr keine Rudelhöhle?"
fragte er vorsichtig um ins Gespräch mit den Zwei zu kommen.
Hanako sah ihren Gefährten mit einem Lächeln und sehr neugierigen Blicken an, sie erfreute sich irgendwie an seinen Worten, obwohl sie diese sonst immer sehr nachdenklich gemacht hatten und sie sich früher immer mehr von ihm gewünscht hatte. Sie stupste ihn freudig an und legte dann etwas fragend den Kopf schief.
Wie Lämmer? Was sollte dies denn bedeuten? Ihr schneeweißes Fell berührte das tiefgraue ihres Gefährten, der verlockende Duft, den sie mit sich trug, sollte ihn etwas mehr aufmuntern und vielleicht auch verwirren, dann ging sie wieder einige Pfotenlängen von ihm weg und suchte Banshee, mit der sie doch immer so viel Spaß hatte heute. Ihr Körper bewegte sich bei ihren Schritten mit einem Hauch von Verführung und ein tiefes Lächeln lag auf ihren Leftzen, sie schielte zu Hidoi zurück, der seinen Blick versuchte abzulenken. Niedlich. Sie brauchte keine Worte, um ihn irgendetwas zu sagen, im Moment reichten Blicke und ihr Körper auf seine seltsame und ungewohnte Weise.
Dann entdeckte sie Banshee wieder, die aber mit einem anderen Rüden beschäftigt war. So So. Grinsend beobachtete Hanako das Spielchen, dann ließ sie sich im Schnee nieder und suchte mit ihren Augen wieder ihren so süßen Gefährten.
Lighto roch das sich eine Fähe ihnen näherte. Er drehte sich um und sah die schneeweiße Fähe. Sie legte sich in den Schnee und sah nicht zu ihnen. Lighto sah sie verträumt an und wendete kurz danach seinen Blick wieder den zwei Fähen zu.
oO(Wie hießen sie gleich nochmal? Ayala und Riku glaub ich.)Oo
dachte der Rüde und sah die beiden an. Doch immer wieder drehte er den Kopf zu der weißen Fähe. Er fühlte sich bedroht durch sie. Die Fähe sah zwar nicht gefährlich aus doch Lighto konnte es nicht leiden wenn hinter Ihm Wölfe standen die er nicht kannte.
Akái sah Eris etwas perplex an. Mit Darian? Sie hatte im Moment gar nicht an den Grauen gedacht. oder doch? Sie überlegte... Nein. Die schwarze aufmunternd anlächelnd war kein Zweifel in den goldenen Augen zu sehen:
"Nein, das hast du nicht. Darian ist ein ganz netter Rüde. Wir haben uns unterhalten. Oder auch nicht. Schweigen und zwischendurch reden passt eher. Aber er hat mich nicht belästigt. Ich glaube dann hätte er ein Problem mit mir bekommen. Er scheint ja auch nicht da zu sein."
Suchend sah sie sich um. Doch sie fand den Grauen nicht. Nur der Geruch eines fremden Rüden lag in der Luft. Doch Akái scherte sich nicht weiter darum und sah sich jetzt auch nicht nach diesem um. Sie sah nur Eris wieder entgegen und war froh, die Schwarze bei sich zu haben. Unvermittelt fragte sie:
"Hast du eigentlich einen Gefährten?"
Sie wusste nicht wieso sie gefragt hatte. Und das sah man der Roten auch an. Die hübschen Zügen waren verlegen und verwirrt zugleich. Jedoch auf frohe Weise.
Riku sah Ayala an und kniff ihr ins Ohr, lange war sie nicht mehr so freundlich gewesen, und zu den anderen Wölfen würde sie es sicher nicht sein. Sie lauschte ihren Worten, kurz sah sie zu Boden, scharrte mit der Pfote und meinte dann:
"Es muss dir nicht Leid tun, mein Name ist Rikunare, Riku."
Sie sah zu Boden, sie konnte diesen Namen nicht mehr hören, er weckte Erinnerungen und Trauer. Früher hatten sie alle Rikunare genannt, dann hatte Saijiro sie Riku gennant, nun nannten sie alle so. Sie sah wieder zu Ayala.
"Weißt du, ich kam, als du mehr Tod als Lebendig warst, dannach hab ich mich zurückgezogen, ich hab nicht viel mitbekommen, von dem ganzen im Rudel hier, es ist die Ranz, die Fähen hüpfen umher es ist nichts wichtiges passiert!"
Meinte sie mit leiser Stimme. Zu gerne hätte sie der Weißen gesagt das Falk wieder zurück wäre, sie wünschte sich so sehr die Fähe glücklich zu sehen. Als Banshee zurück kam schnippten ihre Ohren nach hinten, sie legte den Kopf zur Seite und beobachtete die Alpha, sie nickte leicht und sah zu dem Fremden, ihre Augen waren hinter dem Schleier der Ausdruckslosigkeit verborgen. Sie musterte ihn kurz und sah dann in die Ferne.
"Ja wir haben eine Rudelhöhle, Lighto, ich bin Riku."
Sie sah zu Ayala, dann wieder zu dem Rüden, langsam ließ sie sich auf die Hinterpfoten fallen und sah umher, es störte sie nicht das Hanako hinter ihnen saß, es war ihr eigentlich ziemlich egal. Sie merkte aber, das es dem Rüden nicht gefiel. Sie sah zu Hanako, dann wieder zu dem Rüden.
23.12.2009, 18:03
Hidoi schnippte leicht mit den Ohren zurück und stubste Hanako sachte an, als diese für einen Moment neben ihm stand. Dieser verführerische Duft der seine Gefährtin umgab ließ seine Ohren wieder unruhig zucken. Was war nur heute mit ihm los? Sonst war er doch vollkommen anders, nicht so... 'verweichlicht' wie er es selbst immer bezeichnet hatte. Aber aus einem ihm unerklärlichen Grund, war das heute mal egal.
Langsam ließ sich der stahlgraue Wolf auf den Boden sinken und legte seinen Kopf platt auf die Pfoten.
Seine stechend gelben Augen verfolgten die Bewegungen seiner weißen Wölfin freundlich, sogar die buschige Rute wischte sachte hin und her. Was für ein seltsamer Tag. Irgendwie so verwirrend aber auch schön. Etwas seltenes in dem Leben des großen, grauen Hühnen.
Sein Blick glitt kurz herüber zu Banshee. Irgendwie war sie heute genauso komisch drauf wie Hanako, nur interessierte ihn das bei ihr nicht so wie bei seiner Gefährtin. Deshalb schenkte er dieser noch ein kurzes Lächeln und drehte seinen Kopf dann zu See herüber.
Ein glückliches Lächeln zierte ihre Lefzen, als sie durch den weissen Wald lief. Ihre Bewegungen waren fliessend und ruhig. Ihre Ohren spielten nach allen Seiten, so konnte kein Geräusch ihren wachsamen Ohren entgehen. Ihre Augen wanderten langsam durch den schneebedeckten Wald. Alles war still. Nur das leise knirschen ihrer Pfoten, die in den Schnee sanken, war zu höhren. Ihr Atem wurde schneller, ihr Herz klopfte auf seltsame Weise. Aufgeregt zuckte ihre Nase immer und immer wieder. Sie roch nur die Winterluft, gemischt mit Holz, Nadeln der Tannen und Harz, welches aus den Tannen floss, wenn ein Tier es beschädigt hatte. Leé blieb aprupt stehen. Ihre Ohren schnippten nach forne. Sie glaubte Stimmen, in unglaublicher Entfernung zu vernehmen. Vielleicht waren es Hanako und Hidoi. Leés buschige Rute wedelte freudig bei dem Gedanken an die Beiden. Wie sehr sie sie vermisste.
Zögernd hob sie den Kopf und öffnete zaghaft die braune Schnauze. Sie heulte eine Nachricht an die Sternenwinde. Wo seid ihr? , bedeutete das Heulen.
Leés wedeln verstummte. Ihr Gesichtsausdruck wurde ernst. Sie wartete in Erwartung einer Antwort.
"Nein"
Die Antwort klang erschreckend scharf und als sie das Wort in die Freiheit herausschleuderte war es wie ein Schnappen. Einerseits, als wolle sie die entlassenen Laute sofort wieder mit einem kräftigen Biss zerschlagen, aus Wut über das, was geschehen war, doch auf der anderen Seite war es ein sehr befreiendes Gefühl die Wahrheit ziehen zu lassen. Eris blieb einige Momente still, in denen ihr Atem ruhig ging. Sie fühlte sich auf gewisse Art besänftigt.
"Nein, ich habe keinen Gefährten. Ich hatte einen Gefährten, aber ... nun."
Eris blieb stumm, sie hatte nicht das Bedürfnis weiter darüber zu reden. Und sie hatte die Frage Akáis damit ja bereits beantwortet.
"Hattest du mal einen Gefährten?",
fragte Eris im Gegenzug und sah der Fähe ins Gesicht.
Sie seitzte einen Schritt vor den anderen, blieb stehen um sogleich wieder weiter zulaufen. Ihre Augen wanderten über die Landschaft, doch im Grunde nahm nur ihr Rechtes etwas von alle dem mit, das Linke wanderte nur trostlos mit. Die Fähe hob abermals den Kopf zum Himmel und witterte im Wind, während ihre Pfoten sie weiter über die Wiese trugen. Der Geruch von Wölfen lag in der Luft, kaum zu verfehlen und dennoch berdrückte sie der Gedanke daran, vielleicht wieder verstoßen zu werden. Unzählige Jahre weiter zu wandern und dann irgendwann wie ihre Schwester den erhofften Tod an den Felsen finden. Unruhig schüttelte die Fähe den Gedanken beiseite und trappte über die Wiese. Am liebsten hätte sie die Bewohner nach Einlass gefragt, aber sie wusste das es zwecklos gewesen wäre. Sobald ihre Schnauze hoch genug gewesen wäre um zu Heulen, wäre dennoch kein Ton an ihr Umfeld gelangt. Besorgt ließ Storm die Ohren hängen, lauschte aber dennoch den Geräuschen, man wusste ja nie wann Wölfe kamen und ob sie schnell die Flucht ergreifen sollte. Wieder kam sie zu stehen und sah sich um. Bäume erstreckten sich zu ihren Seiten und irgendwie fühlte sie sich verloren in den Weiten der Wälder zwischen all den Gestrüpp und zahlreichen Pflanzen und dennoch trieb sie ihre Wille voran. Immer wieder blieb sie zögernd stehen und starrte in die Ferne. Wenn sie doch nur einen Wolf treffen würde, der ihr wenigstens ein bisschen an Hoffnung zurückgab. Sie hoffte so sehr endlich einen Ort zu finden an dem sie leben könne, doch würde man sie verjagen, wahrscheinlich, nur weil ihre Stimme verloren war, unterdrückt von Angst, Trauer und den schrecklichen Bildern ihrer Vergangenheit. Warum wusste Storm nicht...
Lighto sah Riku an.
"Riechst du das auch? Jemand bewegt sich hier her.... Jemand neues.... Gehört derjenige zu eurem Rudel?"
Lighto schnüffelte. Er kannte den Geruch. Der weiße Rüde fing an mit dem Schwanz zu wedeln. Das konnte nicht sein. Storm lebte. Lighto schüttelte den Kopf. Er sah sich um doch konnte er die Fähe nirgends entdecken. Lighto srehte sich in die Richtung wo er die Fähe roch.
oO(Storm? Hast du überlebt?)Oo
fragte sich der weiße Rüde und schüttelte den Kopf. Er dachte an die Zeit zurück wo sie zusammen waren.
Hin und wieder hielt sie inne, starrte wie üblich in die Ferne und fragte sich wo sie suchen sollte, oder sollte sie das nicht? Weitere Minuten vergingen, zu zählen pflegte sie diese nicht. Ihr rechtes Auge wanderte zwischen den Stämmen hindurch beobachtete einige Vögel, die nicht mal mehr die Flucht ergriffen, wenn sie Storm sahen. Eigentlich war sie glücklich darüber, das die meisten Wesen nicht panisch davon rannten und ihr ein bisschen Gesellschaft schenkten, auch wenn sie die Fähe nie verstehen und sie auch diese nie verstehen würde. Nachdenklich hob die Braune den Kopf und witterte. Ihre Haltung war keineswegs angespannt, obwohl sie innerlich vor lauter Spannung fast zerriss. Dennoch konnte sie sich nicht wehren die Ohren an zulegen und dem Flüstern der Winde zu lauschen. Wenn es ihr helfen würde, dann wahrscheinlich jetzt und nicht später oder er ließ es bleiben und verspottete sie einfach, indem er immer wieder die Richtung änderte. Ruhig setzte Storm ihren Weg fort, hielt aber auf einer Hügelkuppe wieder an und blickte den sanften Hang hinab. Es kam ihr so unnatürlich vor, dass sie Wölfe sah; ein leichtes Zittern ging durch ihre Knochen und ließ sie zusammenzucken. Zuspät. Jetzt hatte sie gefunden wonach sie gesucht hatte, aber fürchtete sich die Fähe davor ihnen in die Augen zu sehen, mit ihnen zu reden, denn das konnte sie nicht. Starr stand sie dort, bewegte sich nicht und blickte nur stumm zu ihnen hinab.
Lighto blieb starr stehen. Er roch sie noch deutlicher. Es war keine fatamorgana, keine Hallizination. Lighto fing an mit der Rute zu wedeln. Sie hatte überlebt. Der weiße Rüde sah die Fähen an.
"Entschuldigt mich mal bitte, ich komme gleich wieder!"
Der weiße Rüde folgte dem Geruch von der Fähe. Er würde sie überall erkennen. Immerhin hatte er sehr lange mit ihr zusammen gelebt. Plötzlich blieb er stehen. Da war sie. Lighto wusste nicht warum doch er wurde langsamer, bis er stehen blieb.
WStorm?" fragte er leise.
Er sah sich die Fähe an. Ihr linkes Auge war jetzt total blind, das konnte er sehen. Langsam lief er auf sie zu und blieb auf ihrer Rechten seite stehen.
Sie beobachtete den weißen Wolf, der langsam einen Weg zu ihr fand. Einen Moment verschwand er aus ihrem Blickfeld, doch tauchte er sogleich wieder auf. Eine Weile blieb die Fähe nur ruhig stehen und wartete, worauf war ungewiss. Schließlich wand sie den Kopf und ihr Gesicht erhellte sich. Sie kannte diese Züge, diese Stimme und die Art wie er mit Worten umging. Ohne zu etwas anderem in der Lage zu sein wedelte sie mit der Rute und sah ihn unverholfen an. Storm wusste nicht ob er es verstehen würde, aber ihre Stimme blieb stumm.
oO(Du bist es...und ich bin es....Lighto was machst du nur hier....ich...ich...würde dir sogern sagen...wie sehr ich dich vermisst habe, aber...aber...ich kann es nicht....Lighto versteh mich einfach und sieh mich an. Versuch aus meinen Augen zu lesen, sonst weis ich nicht wie ich je mit dir wieder reden sollte...)Oo
Nachdenklich legte sie den Kopf auf die Seite und stupste den Weißen mit der Nasenspitze an. Ihre Augen wanderten zu den anderen, dann wieder zu Lighto. Kurz verharrte die Fähe in ihrer Bewegung, dann wedelte sie wieder mit der Rüde und schmiegte den Kopf an sein Brustfell. Sie hatte ihn so lange nicht gesehen und hatte eigentlich nicht mehr daran geglaubt ihn je wieder zusehen.
oO(Lighto...sie sind alle tot...sie...du...ich..weis nicht mehr weiter...)Oo
Ihr rechtes Auge suchte seine beiden Augen und fixierte sie eine Weile. Wieder nickte die Braune zu den anderen und wedelte leicht irritiert mit der Rute. Storm wollte einfach nur zu wissen geben, dass sie wisse wolle wer die Alphas waren und wie er hier her kam, doch war es gar nicht so einfach ihm es ohne Worte zu erklären. Wieder huschte ein Lächeln über ihr Gesicht und legte die Ohren nach vorn.
Lighto sah die Fähe an. Er lief auf sie zu und schleckte ihr über die Schnauze.
"Ich hab dich vermisst..... Und.... haben die anderen..... haben die .... haben die anderen überlebt?"
Lighto sah Storm an. Er hatte die Fähe vermisst.
Die Fähe schüttelte nur unruhig den Kopf und sah wieder zu Lighto. Gern hätte sie ihm alles erzählt auch wenn es schwer gefallen wäre, doch sie konnte nicht. Traurig ließ sie die Ohren hängen und blickte zu Boden. Ihre Schwester war tot bei ihrem Bruder wusste sie es nicht und die anderen hatte es wahrscheinlich auch nicht geschafft, doch das würde der Weiße nie erfahren. Ihre Augen schwiffen trostlos in die Ferne und beobachteten einen Schwarm Vögel, die aber schnell wieder aus ihrem Blickfeld verschwanden. Nachdenklich hob Storm die Stirn und blickte zu den anderen Wölfen. Erst jetzt merkte sie wie angespannt sie war und verzog wieder leicht das Gesicht.
oO(Lighto...was hast du nur so lang gemacht....wo warst du und wie kamst du hier her und....)Oo
Immer noch leicht geschockt und zugleich erfreut das er hier war wand sie sich wieder um und blickte einen Moment in seine Augen. Nochmals zupfte sie an seinem Pelz, deutete mit der Schnauze zu den anderen und schleckte ihm über die Schnauze. Schien er sie nicht zu verstehen, oder wollte er es nicht. Storm wusste nicht ob es gut war so lange hier zu bleiben ohne das jemand anderes vielleicht davon wusste.
Rikunare ... Ayala sprach diesen voller Anmut aus, als wäre es von großer Bedeutung.
"Welcher Herkunft ist dein wunderschöner Name, Rikunare - ich darf dich doch so nennen,oder?"
Die Fähe legte ihren weißen Kopf schief und sah Riku fargend an.
Als sich Lighto näherte, lächelte sie ihn freundlich zu uns entgegnete ihm:
"Schön, dass du zu uns gefunden hast, Lighto. Ich bin Ayala, Gamma dieses Rudels."
Dann wandte sie ihre volle Aufmerksamkeit wieder Riku zu - diese Fähe hatte so etwas Besonderes ... Ayala mochte sie schon jetzt sehr.
Hanako lächelte Hidoi wieder und wieder zu, dann erhob sie sich wieder und tapste mit sanften Schritten durch den Schnee, sie waren leicht, hinterließen nur einen kleinen Abdruck in dem hohen Weiß und Hanako spürte Gefühle in sich, die sie noch nie zuvor so wahrgenommen hatte wie jetzt. Wie ging es wohl Hidoi? Sie wollte ihm so unglaublich nah sein in diesen Momente, würde er da mitspielen? Was ging in seinem Herzen vor? In seinen Gedanken? Da spürte Hanako einen anderen Willen in sich. Einen tiefen Willen, den sie sich wieder einmal erfüllen möchte.
Welpen.
Würde sie mit Hidoi vielleicht Welpen bekommen? War die Zeit nicht schon gekommen? Die weiße Fähe hatte ein gutmütiges Lächeln auf den Leftzen, sie stand ruhig auf der Stelle, kein Muskel ihres Körper zuckte, da vernahm sie einen Ruf. Leé! Auch diese Fähe war ihre Tochter, nur nicht ihre Leibliche, wie würde sie wohl damit umgehen, wenn Hidoi und Hanako Welpen bekommen würden?
"Meine Tochter, wir sind auf dem Rudelplatz, er ist voller Schnee, es ist wundervoll. Komm doch zu uns, ich möchte dir eine Frage stellen!"
Heulte Hanakon in die Richtung, aus der das Heulen von ihrer Tochter Leé kam, dann sah Hanako wieder zu Hidoi und schenkte ihm einen verliebten Blick.
"Hidoi, darf ich dir eine Frage stellen?"
Fragte sie ihn, als sie langsam auf ihn zuging und vor ihm stehen blieb, immer wieder mit diesem verführerischen Duft und dem zweideutigen Blick in den ruhigen Augen der weißen Fähe.
Akái bemerkte, dass sie seltsamerweise eine Stelle an Eris Charakter gefunden hatte, die verletzt war. Nein, dass hatte sie nicht gewollt. Ganz und gar nicht. Doch so wandte sie kurz den Blick nach unten. Diese Fähe war wenigstens mutig genug ihr eine klare Antwort zu geben, nicht auszuweichen. Die Rote hingegen hätte sich versucht herauszureden. Doch fühlte sie sich Eris eine Antwort schuldig zu sein. Sie hatte nie einen Gefährten gehabt. Wieso auch? Diese verdammte Einsamkeit der Roten war für keinen von Bedeutung. Inzwischen für sie selbst wohl auch nicht mehr. Deshalb sahen Akáis goldene Augen nun wieder zu der schönen Schwarzen:
"Nein und ich hatte niemals einen. Meine Wanderschaft habe ich alleine bewältigt. Und letzten Endes..."
Sie schluckte. Sie musste es zugeben. Ja letzten Endes musste sie es sich selbst auch eingestehen.
"...war es alles umsonst."
Ein kurzer Seufzer ging über ihre Lefzen, doch dann legte sich ein unerschütterliches Lächeln auf diese. Als wäre es festgefroren sah sie Eris an.
Eris würdigte der Härte der letzten Worte eine kurze Stille, in der sie, den Blick nachdenklich auf den weißen Boden gewandt, das Gefühl zu fassen versuchte, welches mit ihnen schwang. Doch irgendwie entwischte es ihr und sie beschloss, ein anderes Mal darüber zu rätseln. Die Schwarze sah zu Akái. Autsch, sie hatte es zwar lieber, wenn die Stimmung eines Wolfes heiter war, aber so ...
Eris atmete tief die kalte Luft durch die Nase ein und ein brennender Schmerz durchfuhr sie sogleich, dass der Schwarzen Tränen in die Augen stiegen. Sie blinzelte die salzigen Tropfen beiseite und musste etwas lachen.
"Also, ich würde nicht sagen, dass deine Reise umsonst war. Und schon gar nicht letzten Endes. Vielleicht ist das hier ja noch nicht das Ende, sondern nur ein Zwischenstopp. Und am richtigen Ende deiner Wanderschaft dann, findest du den Frieden in irgendeinem Rudel oder aber ... er begegnet dir hier."
Die Schwarze lächelte Akái aufmunternd zu.
"Du kannst außerdem aufhören so einsern ein Lächeln aufzubehalten, wenn dir nicht danach ist. Ich hatte immer gehofft, man fühlt sich in meiner Gesellschaft nicht zu irgendetwas gezwungen, sondern kann so sein, wie man ist."
Eris´ leichtes Lächeln verwandlte sich in ein Schmunzeln.
"Also, zumindest, wenn man sich ohne diesen Zwang so weit zusammen reißen kann und nicht in Raserei verfällt. Dann wäre es mir doch lieber, wenn du in den Wald gehst."
Die amüsierten Züge lösten sich langsam und Eris blieb wieder eine Weile still, dann ließ sie sich ein wenig in den Schnee sinken und blickte auf den See.
"Aber, irgendwie ist es doch ein kleines Stechen im Herzen, wenn alle ihre Liebe gefunden haben und nur wir allein zurückbleiben. Obwohl ... du bist nicht älter als ich und ich fühle mich wirklich noch nicht, als wäre das mein letzter Winter ... also, ich glaube, wir brauchen uns noch keine Sorgen machen."
Wieder schlich sich ein kleines Schmunzeln über die Lefzen der schwarzen Fähe. Nein, das konnte noch nicht alles gewesen sein.
Akái seufzte wiederum. Wie Recht die Schwarze doch hatte. Das Lächeln verschwand von ihren Lefzen und sie legte den Kopf auf ihre Pfoten. Den Blick immernoch auf Eris gerichtet dachte sie kurz nach. Dieses Stille hier war schön, bevor sie sie mit belanglosen Worten durchbräche würde Akái sich schämen. Stimmt. Sie waren hier zu zweit einsam. Oder eher alleine? Man konnte schlecht mit zweien einsam sein... Dieser gedanke ließ sie kurz schmunzeln, bevor sie einemal tief Luft holte und mit weißen Wölkchen doch antwortete:
"Ich hoffe du hast Recht... Aber Frieden finde ich erst, wenn ich ihn tot weiß. Anscheinend sind wir auch die Einzigen, die 'normal' geblieben sind, soweit man dass sagen kann."
Ihr Blick wanderte. Tatsächlich waren in ihrer unmittelbaren Umgebung nicht mehr so viele Wölfe wie vorher. Banshee fehlte zum Beispiel. Doch das war nun nicht von so großem Interesse für die Rote. Sie sah wieder zu Eris, hob den Kopf und gähnte kurz.
"Tut mir Leid, ich habe nicht viel geschlafen..."
Und tatsächlich zierte kurzzeitig ein ehrliches, verlegenes Lächeln ihre Lefzen. Ihre Ohren zuckten hin und her.
"Sag mal, kann es sein, dass ziemlich viele Neuankömmlinge hier sind?"
Ja, der Geruch von Fremden lag in der Luft. Aber was hatte das Akái schon zu kümmern? War sie hier nicht noch selbst fremd?
Als Leé Hanakos Antwort vernahm, zischte ihre Rute freudig umher. Gleichzeitig zierte ein glückliches Lächeln ihre Lefzen. Sie lief eilig in die Richtung Hanakos. Ihre Läufe schienen über den Boden zu fliegen und Leés Körper schien leicht wie eine Feder zu sein. Ihre Muskeln und Sehnen waren ausgeprägt und doch wirkte die junge Fähe zierlich. Ihr ausgreifender Gang verschmolz mit der zauberhaften, schneeweissen Umgebung. Während sie Lief dachte sie aufgeregt:
.oO(Was Hanako mir wohl sagen möchte?)
Sie schaute ernst nach vorne, als sie sich dem Rudelplatz näherte. Witternd hob sie leicht die Schnauze. Sie nahm den Geruch zweier Wölfe wahr, welche sie nicht kannte. Der Geruch Hanakos und Hidois liess ihre Augen leuchten.
Lautlos durchbrach sie das Gebüsch am Rande ds Rudelplatzes. Sie betrat mit fliessenden Schritten den Rudelplatz und trabte dann zu Hanako. Wedelnd umsprang sie ihre Mutter.
"Hanako! Oh wie freue ich mich, dich wieder zu sehen!"
rief sie glücklich. Mit geschossenen Läufen, rasch wedelnd, blieb sie vor der Weissen stehen und blickte sie liebevoll an. Ihre Augen zeigten etwas neugieriges auf die Frage, doch sie entschied, Hanako von selbst fragen zu lassen.
Hidoi blickte langsam auf, als Hanako zu ihm herüber kam. Unsicher drehte er ein Ohr zurück. Oh nein, diesen Blick kannte er. Jetzt hatte sie wieder mal einen festen Entschluss gefasst. Als sie kurz darauf auch noch verkündete etwas besprechen zu wollen, seufzte der Stahlgraue und setzte sich auf. Ein kurzes Schmunzeln huschte über seine Lefzen als er Hanako anblickte und wie Leé aus dem Wald geschossen kam. Irgendwie war das jetzt schon seine Familie... oder?
"Ja Hanako?"
fragte er noch einigermaßen ruhig und gelassen und sah zu seiner Gefährtin auf.
Lighto sah Storm misstrauisch an.
"Storm was ist mit dir los? Warum sagst du nichts?"
Lighto schüttelte traurig den Kopf und schleckte Storm über die Schnauze.
"Komm ich stelle dich Banshee vor. Der Alpha des Rudels. Andere Mitglieder habe ich leider noch nicht kennengelernt."
Lighto seufzte. Dann sah er die Fähe interessiert an und wartete auf ihre antwort.
Ein Lächeln spielte wieder über Gesicht und erhellte es deutlich. Mit einem kurzen Nicken und einem freudigen Wedeln der Rute gab sie nur zu verstehen, dass sie damit einverstanden, gar ein bisschen glücklich war. Sie machte einen Schritt nach vorn, legte den Kopf auf die Seite und schleckte Lighto noch einmal über die Schnauze. Kurz ließ sich die Fähe auf die Hinterhand nieder und starrte in die Ferne. Sie überlegte wie es wohl war, wieder in einer Gemeinschaft zu leben, war es überhaupt noch möglich, oder entsprach es nur reinem Wunschdenken, ein Traum, der so schnell wie eine Seifenblase wieder zerplatzte. Storm blickte den Rüden aus ihrem rechten Auge eine Weile schweigend an. Hatte er endlich bemerkt das ihre Stimme nicht mehr da war, einfach verschwunden? Nochmal drückte sie ihren Kopf in seinen Pelz und erhob sich dann wieder. Sie wusste sich damit umzugehen ohne Worte Gedanken zu vermitteln, doch nicht jeder schien es gleich zu verstehen. Jedoch hatte sie vertrauen in den Weißen. Sie hoffte das er sie verstehen würde, wie auch immer er es anstellen sollte.
Rikus Blick wanderte dem Weißen nach, ihm galt ein kurzes, bedächtiges Nicken, dann sah sie die Fremde, ihre Augen lagen mit leerem Ausdruck auf dieser, sie war Omega, daher blieb sie an ihrem Platz und beobachtete die Fähe nur ausdruckslos, als sie Ayalas Worte hörte, zucktne ihre Ohren nach hinten. Tonlos zogen sich ihre Lefzen kurz in die Höhe.
.o0(Rikunare Teufelskind!)
Schallte es in ihrem Kopf. SIe schluckte, wenn Ayala es so wollte, von ihrem Gefühlsausbruch hatte man nach außen hin nichts mitbekommen. Sie sah die Weiße an und meinte dann mit leiser Stimme:
"Wenn du es wünschst!"
Sie sah auf, woher kam ihr Name, aus der Schnauze einer Wölfin, die Riku hasste. Sie sah zu Boden, wie sollte sie erklären? Sie sah zu Ayala und meinte dann mit kalter Stimme:
"Das... Das ist eine lange Geschichte, meine Liebe!"
Meinte sie und lächelte schwach, dann setzte sie sich neben die Fähe und lehnte sich leicht an sie.
Eris hatte ebenso den schmalen Kopf auf die Pfoten gelegt und blickte Akái nun nachdenklich von der Seite her an. Es war schon erstaunlich, dachte sie. Man spürte so stark wie viel Leben und was für ein vielseitiges Wesen sich hinter der steinernen Fassade der Roten verbarg, wenn diese einmal kurz zu bröckeln anfing.Und dann so wenig Glauben an sich selbst ... Eris beschloss, die merkwürdige Bemerkung über den Frieden vorerst unangetastet zu lassen, doch vielleicht würde sie mit der Zeit ja mehr über die Rote erfahren ...
Sie hob die Schnauze und witterte. Die Fähe hatte recht, gleich zwei Neuankömmlinge.
„Mhh, ja, stimmt. Das sind ganz sicher zwei neue Gerüche.“
Eris dachte an die Suche nach dem Seelensammler zurück und musste seufzen.
„Obwohl man das in letzter Zeit sowieso nie so richtig sagen kann. Während der Suche um den Seelensammler und Varloc sind einige hinzugestoßen und mindestens genauso viele sind fortgegangen. Ich sage dir, ich kenne hier nicht einmal die Hälfte mit Namen, obwohl ich schon ein Weilchen dabei bin. Ich weiß nicht, ob es schon immer so war, aber soweit ich das mitbekommen habe, leben die Rudelmitglieder gerade ziemlich aneinander vorbei. Jeder macht sein eigenes Ding."
Die Schwarze hob ihren Kopf und streckte sich ausgiebig, dann sah sie zu Akái.
"Sag mal, hast du Lust etwas herumzugehen? Wir schlagen hier noch Wurzeln."
Akái sah ihr weiterhin entgegen. Dieses Rudel schien also in einer etwas haltlosen Phase zu stecken. Ob die Ranzzeit die Paare und Freunde wieder zusammenbringen würde? Eigentlich konnte dies ihr ja auch egal sein. Doch war es dies seltsamer Weise nicht. Wieso fand sie es aufeinmal wichtig, andere glücklich zu sehen? Sie kannte nichtmals halb so viele Namen zu all den Gesichtern hier wie die schwarze Schönheit vor ihr. Bei ihrer Frage hob die Rote den Kopf an. Die buschigen Ohren zuckten kurz. Als würden sie überlegen, ob es sich lohnte. Doch ihr Gefühl hatte sofort die Antwort parat gehabt:
"Du hast Recht. Ein wenig die Pfoten zu vertreten und die Langeweile abzuschütteln wäre nicht schlecht..."
Sie sah sich um. Ruckartig sah sie wieder zu Eris und lächelte verlegen. Doch wirkte die wiedereinmal allzu unecht und doch konnte man es nur aus dem Gefühl heraus ahnen, weder sehen noch beweisen.
"Nicht, dass das Reden mit dir langweilig wäre... Im Gegenteil..."
Die schlacksige Fähe erhob ihren Körper schnell auf die dünnen Läufe. Unentschlossen blieb sie stehen, sah sich um.
"Wohin willst du denn?"
fragte sie leise und sah dann mit ihren goldenen Augen erwartungsvoll zu Eris. Doch die Leere schwand immernoch nicht wirklich aus dem kühlen Glanz.
Gähnend regte sich der Schwarze und hob den Kopf aus dem tiefen Schnee. Er war tatsächlich eingeschlafen. Eine ungewohnte Kälte durchdrang ihn. Der Schnee war bereits in sein Fell eingefroren und war dort vereist. In dicken eisigen Strähnen hing es nun an seinen Flanken herunter. Acollon schüttelte sich und erhob sich langsam. Der spürte wie die Risse, die seine Pfoten zierten, aufbrachen und warmes pochendes Blut hervor sickerte. Genervt über sein plötzliches zeigen von Müdigkeit, sah sich der Schwarze um. Er hatte sich etwas vom Rudelplatz entfernt.
Als er ein paar gewagte Sprünge aus dem eisigen Schnee machen wollte, musste er mit einem Entsetzen feststellen, dass seine Pfoten keine Kraft mehr hatten und beim Aufsetzen nachgaben. Er flog einen leichten Abhang hinunter und landete hart auf einem kleinen Felsen.
Zu dem unangenehmen Ziepen in den Tatzen kamen nun noch die dröhnenden Kopfschmerzen hinzu. Seufzend knurrte der Fenrissohn leicht.
Unbeweglich blieb er dort liegen, wo er hart gelandet war.
“Ob ich mich jetzt dazu entschließen sollte, mal ab und an zu schlafen?!“,
fragte sich der Alpharüde selbst und zog unwillkürlich die Stirn in Falten. Was wiederum ein Fehler war, denn die Kopfschmerzen wurden damit stärker.
Schwer atmend erhob sich der Rüde nach einer Weile. Nun stand er da, auf dem kleinen Felsen auf vereisten Tatzen und dröhnenden Kopfschmerzen.
Der weiße Rüde lächelte die Fähe an. Er nickte ihr zu und lief voraus zu Banshee und den beiden Fähen die er kurz kennen gelernt hatte. Lighto sah sich immer wieder um. Ihm gefiel es hier im Revier. Er würde es nicht gerne wieder verlassen wollen, doch er wollte Storm auch nicht alleine lassen. Wenn sie es möchte würde er ihr folgen. Lighto dachte daran als sie zu der Alphafähe liefen.
"Storm gefällt es dir hier? Ich würde gerne in diesem Revier bleiben... aber wenn du gehen willst werde ich dir folgen."
Lighto sah Storm wieder an. Dann lächelte er Banshee an und die zwei Fähen die im fremd waren.
"Darf ich vorstellen? Das ist Storm meine Gefährtin."
meinte der Rüde und grinste sie an. Er verschwig ihnen das Storm ihre Stimme weg war.
Mit einem kühlen Blick nahm der Schwarze die Witterung auf, etwas erstaunt, dass zwei fremde Gerüche ihm in die Nase stiegen. Acollon zog die Lefzen hoch. Vielleicht hatte seine Gefährtin die beiden Fremden schon begrüßt, oder waren sie vielleicht noch gar nicht entdeckt worden?
Widerwillig machte sich der Schwarze, fast humpelnd, auf den Weg. Jeder Schritt zog einen unangenehmen Schmerz mit sich. Doch Acollon ließ sich davon nicht beeindrucken und nach einigen Schritten hatte er bereits vergessen, dass er eine Blutspur durch den Schnee zog.
Leise fiel der Schnee von den Bäumen, als er an ihnen vorbei lief. In der Ferne konnte er eine kleine Ansammlung von Wölfen erkennen.
Mit erhobenem Kopf blieb er stehen und sah sich den zwei Fremden an. Der eine war ein Wolf, dessen Fell dem Schnee glich und man ihn kaum davon zu unterscheiden mochte. Die andere war eine braune Wölfin.
Dort wo er war, blieb der Sohn des Todes stehen. Die graue Fähe, Riku, war ihm nicht unbekannt, doch wusste er nicht viel über sie. Eigentlich wusste er gar nichts über die anderen Wölfe dieses Rudels, obwohl er Alpha war. Seine Einsamkeit hatte ihn oft gebannt.
“Willkommen“,
knurrte der Schwarze den beiden Fremden zu und schenkte der grauen Fähe nur ein mattes, kaum zu erkennendes Nicken.
Storm folgte den Rüden schweigend. Was hätte sie auch anderes tun können, denn immerhin war es ihr Wunsch gewesen die Alphafähe oder den Rüden zu sehen. War es ihre einzige Chance nicht wieder durch die Wildnis zu streifen, allein und ohne Anschluss an ein Rudel, wenn der Begriff auch völlig fern lag. Nachdenklich blieb die Braune stehen und senkte leicht den Kopf. Und auch sonst war ihre Haltung nicht aggressiv gar sehr friedlich, etwas anderes blieb ihr auch nicht übrig. Schweigend blickte sie einen Moment zu der Fähe, dann sah sie wieder zu Boden und beobachtete ein paar Erdkörnchen. Ihre Worte blieben fern und das war wohl auch das was Storm so beunruhigte. Bis jetzt war erst Lighto wieder damit zurecht gekommen, auch nur widerwillig, wie sie dachte, denn man konnte ihm anmerken, dass er doch lieber mit Worten umging als mit Gesten. Die Braune schüttelte stumm den Kopf und sah kurz zu dem schwarzen Wolf. Wer es war blieb ungewiss. Wieder wanderte ihr rechtes Auge zu der Fähe. War es das?
Eris grinste der Roten zu, als diese wohl meinte, in ein Fettnäpfchen getreten zu sein.
"Das habe ich jetzt auch gar nicht so aufgenommen. Ich weiß schon, was du meinst.",
antwortete sie auf die etwas verlegen wirkende Reaktion Akáis. Eris ließ den Blick zum weißen Himmel wandern, dann den Waldrand entlang und schließlich blieb er an Ayala hängen. Die weiße Fähe war mit den Neuankömmlingen zusammen, die Eris so nun zum ersten Male richtig wahrnahm. Sie war mit Riku in ein Gespräch verwickelt ... die beiden hingen wohl ständig zusammen seit der Nacht, in der Dayon als Seelensammler enttarnt worden war ... Außerdem war der schwarze Alpharüde Acollon zu Erstaunen Eris´ da, man sah ihn ja nicht sonderlich oft.
Alles Dinge, die sie momentan nicht zu interessieren hatten, aber der Anblick Ayalas brachte die Schwarze auf eine Idee.
"Mhhah! Ich weiß was. Jemand hat mir mal etwas von einer Rudelhöhle erzählt. Wir könnten ja ein wenig durch den Wald streifen, auf der Suche nach ihr, ja?"
Der erwartungsvolle Ausdruck in Eris´ Gesicht verwandelte sich allerdings sehr schnell in eine kraus geszogene Stirn.
"Komisch eigentlich ... wenn wir eine Rudelhöhle haben, warum nutzt das Rudel sie dann nicht?"
Nach einigen weiteren Momenten des Grübelns zuckte Eris leichtfertig die Schultern und verwarf den Gedanken. Die beiden Fähen würden es ja sehen, wenn sie dort waren ... also, wenn die Rote denn wollte.
Der schwarze Wolf war fast im Begriff zu knurren, der Kopf dröhnte immer schmerzhafter. Kurz schloss Acollon die Augen. Als er sie wieder öffnete, konnte er nun die klaren Umrisse erkennen. Die Braune hatte ihn für einen kurzen Moment angesehen. Ihr Schweigen war nicht allzu schnell gebrochen, das konnte Acollon erkennen.
“Willkommen im Tal der Sternenwinde“,
fuhr er fort. Seine kalten Augen lagen auf dem weißen Rüden. Die Leere die in ihm herrschte war für ihn nichts Neues, doch es kam ihm gerade so vor, als sei er noch verlassener als denn je.
Seufzend beendete er seine Ansprache:
“Mein Name ist Acollon, Alpharüde dieses Rudels. Was habt ihr hier zu suchen?“,
bekannt für seine raue Art, machte er dem wieder aller Ehre. Weiterhin sickerte leicht Blut auf seinen aufgerissenen Pfoten.
Akái sah Eris an. Eine Rudelhöhle? So etwas gab es im Sternenwind Tal? Diese Frage schien auf die hübschen Züge der Roten gemeißelt zu sein, als ihr Blick an Eris haftete. Den Kopf unmerklich schüttelnd befreite sie sich aus dieser Starre und fragte überflüssiger Weise:
"Eine Rudelhöhle? Ich wusste nicht, dass sich in diesem Revier eine befindet. Warum ist das Rudel dann hier draußen? Ich mein... Du hast schon Recht."
Als hätte sie die Gedanken der Schwarzen gelesen. Doch war dies nun relativ unwichtig. Etwas freudiges, abenteuerlustiges funkelte in den goldenen Augen auf. Ein Hauch von dem Feuer, dem Temperament ihrer Seele. Ein Hauch von dem Frieden eines frohen Herzens. Doch schlug ihres immernoch ein wenig schwer. Eris machte es immer ein wenig leichter. War sie soetwas wie die Freundin, die Akái nie gehabt hatte? Vorsichtig, wiedereinmal vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen, äußerte sie seltsame Worte:
"Lass uns gehen. Als Freunde?"
Eris hatte den Impuls laut loszulachen, aber sie rief sich zur Ruhe. Sie hatte sagen wollen, als was sie denn sonst hätten gehen sollen, als Liebende? Der Angelegenheit den abwehrenden Scherz einhauchen, aber ... diesmal wollte sie nicht. Diesmal spürte sie das Verlangen es ernst zu nehmen. Akái meinte es ernst, das merkte sie. Sie sah die Rote mit vorsichtigem Blick von der Seite an.
"Als Freunde?",
wiederholte sie zögernd. Sie senkte den Kopf ein wenig und sah zu Boden. Doch als ihre grauen Augen wieder den Blick der Fähe zu ihrer Seite trafen, lächelte die Schwarze.
"Als ... Freunde dann."
Die nächsten Bewegungen waren zügig und schon stand Eris einige Wolfslängen vor Akái. Sie drehte sich um und fragte, als wäre nichts geschehen:
"Kommst du?"
Doch ganz konnte sie die Freude über die neue Bindung nicht verbergen.
Akáis Herz machte einen Sprung. Am liebsten hätte sie Eris umgerannt wie es kleine Welpen taten. oder tun sollten. Doch beherrschte sie sich. Nur ein lebendiges, schüchternes und doch sehr glückliches Lächeln still auf die Lefzen der Roten. Als Freunde... Also hatte sie tatsächlich jemanden gefunden, der sie so mochte wie sie war. Das Eris schon weiterging registrierte sie erst als diese sie aufforderte mitzukommen. So als wäre es schon immer so gewesen. Akái nickte und die hohen Läufe folgtn Eris. Sie fühlte sich seltsam leicht. Und selbst der leere Glanz des Goldenen wich etwas frohem. Schon jetzt lohnte es sich dafür zu kämpfen hierzubleiben. Vielleicht dafür zu kämpfen endlich Frieden zu finden. Als sie schließlich zu Eris aufschloss ging sie weiter und sah sich dabei um. Die Luft schien klarer zu sein als zuvor, als hätten die Worte der schwarzen Fähe sie gereinigt. Von dieser Angst, die tief in ihrem Herzen geschlummert hatte, die aufgehorcht hatte bei dem Zögern, dass Akái nicht entgangen war. Nein, soetwas entging ihr nie. Doch die leise Freude von Eris ließ ein Stück der gebrochenen Flügel ihrer Seele heilen. Ja, sie würden bestimmt noch einiges erleben. Zusammen. Als Freunde. Dieser Gedanke ließ Akái nicht aufhören zu lächeln. Als wäre ein Knoten von stählernen Fesseln gesprengt worden. Plötzlich blieb sie stehen und sah sich um. Die Schwarze war schon ein Stück hinter ihr, Akái war etwas abwesend weitergelaufen. Ein klares Lachen drang zum ersten Mal, seit dem er tot war, aus ihrer Kehle. Ein schönes Lachen, dass ehrlich und seltsam melodisch in der Luft lag.
"Wo geht es eigentlich lang?"
Eris konnte ihre Züge in diesem Moment nicht beherrschen. Zu überrrascht von dem Lachen Akáis. Von seiner Schönheit. Sie war stehengeblieben und starrte die aufgeblühte Gestalt vor sich an, eine Zerstreutheit auf dem Gesicht, dass es schon lustig war. Eris musste einiges aufbringen, um sich wieder zusammenzureißen, vor allen Dingen ihren Gesichtsausdruck. Sie schüttelte den schwarzen Kopf und lief das kleine Stück zu der Roten, räusperte sich energisch.
"Äh, langgehen? Wo es langgeht ..."
Eris schloss die Augen und verdrehte sie in Gedanken.
"Tut mir leid, ich bin grad´ nicht ganz da."
Die beiden Fähen waren soeben in den Wald eingetaucht und Eris sah sich um. Hier hatte sie Ayala gleich bei ihrem ersten Zusammentreffen hingeführt, allerdings waren sie nicht sehr weit gekommen.
"Eine Weile können wir noch gehen und uns auf meine bisherigen Erfahrungen verlassen ... aber dann hört es auch schon auf und wir müssen uns auf gut Glück und eigene Pfote durchschlagen, in der Hoffnung, unser Ziel aus reinem Zufall heraus zu finden ... Sehr ernüchternd, was?"
Eris grunzte, aber im Grunde war sie ganz glücklich. Das konnte doch nur ein kleines Abenteuer bedeuten und allein war sie auch nicht.
Akái lächelte immernoch vor sich hin als sie Eris ansah. Ein kleines Abenteuer erwartete sie also. Die Rote blickte erst jetzt wirklich in Eris Augen und fand darin auch ein wenig Glück, was ihres noch sehr viel vergrößerte. Als hätte die Schwarze den Horizont des traurigen Herzens erweitert um die Freude, die ihm genommen worden war.
"Das merke ich, auch wenn ich das Problem selbst manchmal habe... Nun dann, wenn deine Erfahrung endet werden wir uns wohl so weiterschlagen müssen, was meinst du?"
Obwohl sie Eris ansah, dass sie nicht nein sagen würde wartete Akái auf eine Antwort bevor sie weitergehen wollte. Die Rote sah sich im Wald um. Sie war nur in einem anderen Teil gewesen. Und dort war sie auch auf keine Rudelhöhle gestoßen, also würden die beiden wohl auf eigene Pfote finden, was sie suchten. Fortwährend blieb das Lächeln auf ihren Lefzen und ihr Herz summte eine leichte Melodie, die die Lefzen zu gerne mitgeformt hätten. Doch das Talent eine solch eigenartige Melodie zu summen war ich nicht gegeben. Sie ließ es lieber sein.
Beim Klang der Stimme Rikus zuckte Ayala zusammen. Sofort spürte sie die innere Unruhe der Weißen. Entschuldigend blickte sie zu ihr.
Rikunare - es war so ein wunder schöner Name und vor allem passte er unglaublich zu der anderen Fähe. Doch dies wollte Riku sicher nicht hören. Es schien etwas mit ihrer Vergangenheit auf sich zu haben. Was mochte ihr widerfahren sein?
Ayala schnippte mit ihren Ohren, um sie vom feuchten Schnee zu befreien. Wie bitter die Vergangenheit doch war ... wohl nicht nur bei Ayala.
"Riku, ich möchte nicht über dich richten. Ich werde den Namen wählen, den du möchtest. Mit dem du dich wohlfühlst. Was auch immer in deiner Vergangenheit passiert sein mag, ich werde dir zuhören, wenn du sprechen möchtest und ich werde schweigen, wenn du nicht bereit bist."
Ayala verzog ihre Lefzen zu einem vielsagenden Lächeln, stand auf und ging auf einige Kiefern zu, die ein dichtes Geflecht bildeten. Riku würde ihr folgen, wenn sie wollte, es war ihre Entscheidung. Die Weiße kroch unter die schützende Schicht auch Zweigen und Kiefernnadeln und sah zurück zu Riku. Im stillen sprachen ihre Augen Worte der Zuneigung.
Eris nickte etwas geistesabwesend.
"Na dann mal los.",
murmelte sie und setzte sich langsam in Bewegung. Die Pfoten platzierten sich unsicher voreinander, denn Eris war gerade eben in die schauerlichsten Vorstellungen verfallen, was passieren könnte, wenn sie und Akái sich verliefen und den Rudelplatz nie wieder fänden. Ein böser Schneesturm käme an und sie befänden sich mitten in der tiefsten Nacht, im Nirgendwo des Sternenwindtals, nichts ahnend schlummerten sie, während ihr Verderben sich auf eisigen Pfoten anschlich. Eris rief sich selbst aus ihren banalen Ideen zurück in die Realität.
Liebes, du könntest dich ja immer noch auf deinen Geruchssinn verlassen und so zurück zum Rudel finden. Aber das Tal ist groß ... vielleicht wären wir schon längst über die Reviergrenze! Das würdest du aber auch wieder riechen. Aber was, wenn der Schnee die Markierung verwischen würde?
Bevor das zu weit ging mit ihrer lebhaften Fantasie, sie hatte ja schon mehr als genug Erfahrungen damit, erinnerte sich Eris daran, dass Akái immer noch neben ihr stand. Ihr Blick klärte sich und als sie die Rote ansah, ließ sie ein paar verlegene Geräusche verlauten.
"Es wird uns schon nichts zustoßen, immerhin waren wir ja beide schon auf Wanderschaft. Nur auf uns gestellt. Da wird uns so ein kleiner Spaziergang im Schnee nicht ins Verderben treiben ... hehe."
Eris sagte das, als hätte Akái ihren kleinen Monolog mitbekommen, was vielleicht ein wenig seltsam wirkte. Aber das Stichwort Wanderschaft war gut.
Die Schwarze räuserte sich mal wieder.
"Aber sag mal, Akái, wie bist du eigentlich auf die Wanderschaft gekommen? Wenn du so darüber sprichst, scheint sie ja ziemlich lang gewesen zu sein."
Als Eris sich umsah, kam ihr innerlich die Frage auf, weshalb sie sich eigentlich wegen so ein bisschen Schneestaub, denn mehr war es ja nicht, Panik machte. Als sie aber wieder aufblickte, war Neugierde in ihrem Blick, gespannt etwas über das Leben der Roten zu erfahren.
Akái lächelte. Sie sah Eris an. Doch als sie nach dem Grund ihrer Wanderschaft fragte, wurde ihr Gesichtsausdruck ernst. Es war auch keine Fröhlichkeit in ihrer Stimme, als sie ihr verdrießlich, aber vorwiegend traurig antwortete:
"Ich bin geflohen. Vor meinen Eltern und dem Tod meines Bruders, Jadon. Vor diesem grauenhaften Bild in meinem Kopf. Und ich bin losgejagdt. Losgejagdt um den Mördeer zu finden, der mir all dies eingebrockt hat."
Ihre Stimme wurde immer leiser. Alleine das Aussprechen seines Namens ließ ihr Herz wieder schwer werden. Mit einem unwirschem Lächeln versuchte sie den Nachklang ihrer eigenen Worte aus ihrem und Eris Gedächtnis zu verbannen.
"Aber ich werde wohl oder übel aufgeben müssen."
Wieder diese Lächeln. Ein wenig unecht und traurig. Sie sah nach vorne.
"Wollen wir gehen?"
Inuki wachte langsam aus einem tiefen schlaf wieder auf sie war noch sehr müde und blieb deshalb liegen. Die welpin nahm zwar alles wahr aber dennoch ies sie die augen geschlossen. Sie wusste ned was in den letzten Tagen geschehen war da sie tief und feste geschlafen hatte.Inuki merkte das neue im Revier waren was ssie im moment allerdings ned gerade interessierte. Sie war noch etwas müde und döste vor sich hin.
"Oh ...",
sagte Eris nur und verstummte dann. Sie mied Akáis Blick, ließ den ihren beim Gehen über den Boden streifen. Die Traurigkeit die die Stimme der Roten mit jedem Wort weiter erstickt hatte, war kaum auszuhalten. Eris schien eine tiefe Wunde aufgerissen zu haben und sie scholt sich selber dafür, dass sie das eben noch lebendige Lächeln vertrieben hatte.
Sie dachte allerdings weiter darüber nach, während sie stumm der Aufforderung Akáis folgte und sie den noch bekannten Weg entlangführte.
Eine tiefe Wunde aufgerissen ... aufgerissen. Es stimmte, die Wunde schien nie annähernd verheilt zu sein, nicht im Ansatz. Es war mehr, als hätte die Rote einen Mantel darüber gelegt, einfach weitergemacht, denn sonst wäre sie daran gestorben. Und wenn sie jetzt den Mantel anhob, dann war alles wieder da oder, es war immer noch da.
Als Eris den gedankenverlorenen Blick wieder hob, merkte sie, dass sie an der letzten bekannten Stelle angekommen waren. Die Schwarze musste unweigerlich Akái ansehen und die eiserne Stille brechen.
"Wir sind da. Ab hier geht es frei nach Gefühl.",
sagte sie leise, aber hielt den Blick aufrecht mit ihren starken, grauen Augen.
Riku sah der Fähe nach, kurz lag ihr Blick unentschlossen auf dieser, dann ging sie zwei Schritte auf sie zu, sah sie mit fragendem Blick an, dann setzte sie sich wieder neben sie sah zu Boden und die Augen wurden wieder verschleiert, sie musterte kurz Ayala, sah dann wieder weg, dann flüsterte sie leise:
"Rikunare bedeutet in einer fernen Sprache, die meine Eltern beherrschten, eigentlich das ganze Rudel... es bedeutet Teufelskind..."
Sie sah auf den Boden, wut stieg in ihr auf, dann sah sie zum Himmel, sah wieder zu Ayala und meinte dann mit leiser Stimme:
"Nenne mich wie du willst, beide Namen sind mit Erinnerungen verbunden!"
Sie wandte den Blick wieder gen Himmel und seufzte, ja so war es, das war nicht ihre Geschichte, sie wusste nicht ob Ayala dies auch wissen wollte. Ihre Augen wanderten zum Boden und sie merkte in ihrem Bauch ein komisches Gefühl, ein Gefühl das sie lange nicht mehr gehabt hatte. Unsicherheit.
Lighto sah den schwarzen Rüden an.
"Ich bin Lighto und das ist Storm."
der Rüde sah den anderen Wolf an. Er roch das Blut und sein Magen fing an zu knurren. Der weiße Rüde bekam Hunger doch er verdrängte dieses Gefühl.
" Was hast du gemacht?"
fragte er den Rüden frei heraus. Er wusste nicht wer er war doch er konnte sich diese Frage nicht verkneifen.
Akái war ihr stumm gefolgt. Sie hing ihren Gedanken nach und schreckte erst auf, als Eris erneut das Wort erhob. Sie nickte und lächelte leicht.
"Dann werden wir uns auf ins Abenteuer stürzen..."
Sie wollte nicht länger an ihre Vergangenheit denken. Sie hatte es schon zu oft in den Stunden ihrer einsamen Wanderung getan. Doch jetzt war sie nicht mehr alleine, die Schwarze war da. Und das erfreute sie. Leicht wedelte ihre buschige Rute. Die Rote sah an Eris vorbei.
"Und wolang wollen wir gehen?"
Ihre Stimme war wieder munter und fröhlich. Sie entkam endlich ihrem Alltag und das wollte sie genießen. Ihre goldenen Augen sahen rechts an Eris vorbei. Sie kannte das Revier nicht annähernd gut genug um zu wissen, wo es lang ging. Doch die Schwarze hatte gesagt sie wusste es auch nicht. Also auf gut Glück. Denn irgendwann musste selbst Akái doch Glück haben, oder?
Ayala hörte schweigsam zu. Jedes Wort Rikus bedachte sie, wägte es ab. Einerseits schien es als sei schon ein band des Vertrauens da, andererseits konnte Ayala Rikunare schlecht einschätzen. Jene machte Andeutungen, doch wollte sie auch näher darauf eingehen?
Teufelskind ... die weiße Fähe ließ sich nichts anmerken, konzentriert verharrte ihr Blick in Rikus Augen. Was mochte ihr widerfahren sein? Innerlich rief alles in Ayala Erzähl weiter, sprich.
Doch wieder begann Riku zu stocken, so, als wäre ihr erst bewusst geworden, was sie gesagt hatte.
"Wer hat dir diesen Namen gegeben?"
Hoffend, dass die andere sie nicht falsch verstünde wartete Ayala auf Antwort.
Die Fähe stupste den weißen Rüden leicht an und schenkte ihm ein Lächeln, bevor sie den Kopf an seine Schulter schmiegte. Nachdenklich senkte sie wieder den Blick von seinen Augen und sah den schwarzen Rüden an. Sie roch es auch, das Blut, aber sie sagte nichts dazu, schwieg so wie sie es schon immer getan hatte. Schweigend ließ sich Storm auf die Hinterhand nieder und sah zwischen Lighto und den Schwarzen hin und her, dann verzog sie wieder leicht das Gesicht und senkte den Kopf. Das war kein einfacher Rüde, den man so einfach seine Missachtung schenken sollte, das schien Lighto aber noch nicht zu wissen. Storm jedenfalls blickte den Schwarzen kaum an und hielt den Blick gen Erden, wo sie sich keine Sorgen machen musste falsch eingeschätzt zu werden, obwohl das meisten doch geschah, ohne das die Fähe es wollte. Ihr kam es wie eine Ewigkeit vor und die bedrückende Stille zwischen ihnen frass sie fast innerlich auf; nervös zuckte sie mit den Ohren und sah nochmals zu Lighto. Es war so schön das er wieder da war, doch hatte er sich verändert?
Hanako wollte gerade anfangen, mit ihrem Gefährten über all die Dinge, die in ihrem Kopf nur so herumschwirrten, zu reden, als Leé aus dem Gebüsch gesprungen kam und wild um ihre Mutter umher huschte. Hanako war glücklich, ihre Tochter wiederzusehen, auch wenn sie dabei immer wieder ihre eigene Mutter vermisste. Hanako seufzte kurz, schleckte Leé liebevoll über den Kopf und stupste sie dann etwas neben sich, damit sie wieder ihren Gefährten Hidoi ansehen konnte. Der Stahlgraue sah die Weiße aufmerksam an und Hanako wusste, dass er wohl sehr eigensinnig erst auf ihre Frage eingehen würde, aber vielleicht würde der heutige Tag auch für sie alle etwas ändern? Die anstehende Ranz und die ganze Verführung, von der sie hoffte, dass sie auf Hidoi eine Wirkung nahm? Es würde schon alles gut gehen, da war sie sich ziemlich sicher.
"Hidoi und auch an dich, Leé, gilt diese Sache. Nun steht doch die Ranz an, ich denke, das es kaum zu übersehen ist und ich war noch nie so glücklich. Doch habe ich dabei auch einen Gedanken gehabt, der in mir Fragen stellte, nun muss ich diese Frage an dich stellen, Hidoi.
Möchtest du...nicht mit mir...Welpen bekommen..? Und auch du, Leé, was denkst du denn über...Geschwister...?"
Hanakon hatte sich ebenfalls hingesetzt und sah ihren Gefährten und ihre Tochter nun abwechselnd an.
Leé stand aufmerksam neben ihrer Mutter. Ihre Rute wedelte sachte Hin und Her, in der Erwartung auf Hanakos Frage. Schon als die weisse Fähe zu sprechen begonnen hatte, wusste Leé, was ihre Mutter sagen wollte. Leé wartete und blickte prüfend in das Gesicht Hidois. Sie beschloss, vorerst nichts zu sagen, denn hauptsächlich sollte Hidoi damit einverstanden sein. Insgeheim wusste sie schon, was sie Hanako sagen würde. Sie würde sich natürlich über weitere Geschwister freuen. Leé blickte Hanako an und dachte nach. Sie dachte, wie es wäre Geschwister zu haben. Kleine süsse Fellbündel. Sie wäre dann eine grosse Schwester. Das war sie ja ohnehin schon, bei Inuki. Aber irgendwie kannte sie die Welpin Inuki nicht. Sie war ihr zwar nicht Fremd doch es verband die Beiden nichts, ausser dass sie dieselbe Ziehmutter haben.
Rikus Lefzen zitterten leicht, sie sah Ayala lange in die Augen, bis sie den Blick apupt abwandte, in ihren Augen schimmerte die Vergangenheit, die Trauer. Sie hob den Blick und sah auf den Rudelplatz, starr waren die Augen nach vorne gerichtet, leise wimmerte sie kurz, dann meinte sie mit zitternder Stimme:
"Meine Mutter..."
Rikunares Blick wanderte zu Ayala hoch, sie schluckte. Dann sah sie gen Himmel und der schleier der Lieblosigkeit setzte sich erneut über die Augen der jungen Fähe.
"Meine Mutter war eine schwarze Wölfin, genau wie mein Vater, beide hatten sie blaue Augen, wie alle anderen meiner Geschwister auch, nur ich, ich war grau und hatte gelbe Augen, die Zeichen eines Teufels meinten meine Eltern, daher mein Name, ich durfte nicht trinken, und doch töteten sie mich nicht, aus Angst der Teufel würde sie töten. Mein einziger Freund war Naku, mein Bruder. Doch dieser sonderte sich von mir ab, nicht ganz freiwillig, aber er tat es, als ich dann alt genug war, wurde ich verbannt, man jagte mich wie ein Wolf seine Beute."
Ihre Stimme klang kalt, und doch verspürte man trauer und hilflosigkeit, sie senkte den Blick und vergrub die Schnauze in Ayalas Fell. Langsam atmete sie aus und sie spürte wie das Fell das um ihre Schnauze lag sich erwärmte, sie hatte darüber gesprichen, zum zweiten Mal in ihrem Leben, das zweite Mal mit einem Wolf den sie liebte. Sie kniff die Augen zusammen. Dann winselte sie erneut leise.
"Ayala, ich habe Angst, Angst um dich..."
Ihre Augen blieben geschlossen, doch ihr Pulz raste, sie durfte nicht, sie hatte sich geschworen soetwas nie wieder zu tun. Nicht nocheinmal sollte ein geliebter Wolf sterben, ihre Augen öffneten sich und ihr Verstand sagte ihr, sie solle sich von Ayala entfernen, doch ihr Herz ließ es nicht zu, es war wie ein Zwang sich an die Fähe zu stützen, sie wimmerte, sie durfte nicht.
Eris ließ sich darauf ein, das Thema zu wechseln. Sie wollte zwar gern mehr über Akái erfahren und ihr vielleicht auch helfen, aber das hatte Zeit ... irgendwann würde sich sicher ein passender Moment ergeben.
Die Schwarze schaute auf und stand nun wieder vor dem Problem, wo es langgehen sollte. Sie ließ den Blick schweifen. Weiß, weiß und nochmals weiß. Alles sah so ziemlich gleich aus.
Eris wollte sich gerade an die Rote wenden und ihr überlassen, welche Richtung sie wählen sollten, als sie sich selbst zügelte.
Moment, sie hatte die Idee zu diesem Ausflug gehabt und dann sollte sie auch die Verantwortung dafür übernehmen. Wenn irgendwas schief ging, dann sollte auch sie Schuld sein und Akái durfte ihren Unmut darüber zu Recht an ihr auslassen ... und -im Gegensatz zu Eris- sündenlos sterben. Eris befand sich damit als gute Reiseführerin und blickte sich vorsichtig um.
Ein großer Teil ihrer Umgebung bestand aus dornigem Gestrüpp, also schloss sie den Weg schon einmal aus und erwählte nach ihrem Bauchgefühl einen kleinen Bach, eher schon ein Rinnsal, als den Anfangspunkt ihrer Reise. Sie blickte Akái an und deutete mit der Schnauze auf den Bach.
"Was hälst du davon? Am Bach entlang?"
Als Ayala Rikus Geschichte gebannt lauschte, keimte in ihr seit langem wieder der Drang nach Gerechtigkeit. Sie fror, wenn sie jedoch aufblickte und sich in Rikus Augen spiegelte, wurde ihr wieder warm ums Herz.
Langsam lief die Fähe näher auf die Graue zu, drückte ihren Kopf an die Schläfe der anderen und lauschte deren Atem.
"Sssssscht ... ich bin doch hier - bei dir. Hab keine Angst um mich, vertrau mir - ich werde leben, um deinetwillen, um Banshees willen und ..."
Ayalas Stimme brach - sie war nicht fähig seinen Namen auszusprechen. Sie hauchte es leise in die kalte Luft, die Worte trug der Wind davon.
Langsam fing sie sich wieder und hob ihren Kopf.
"Du musstest viel erleiden, hier sollst du sicher sein."
Nach einer kurzen Pause erklang Ayalas Stimme noch einmal, leise, fragend.
"Lass uns aufeinander aufpassen, ja?"
Riku schwieg, sie drückte sich nur an die Fähe, sie würde sie niemals alleine lassen, niemals, immer mehr vertraute sie der Fähe, immer mehr zuneigung empfand sie für sie. Sie wedelte leicht bei ihren Worten. Sie schleckte Ayala durchs Fell. Als sie ihre Frage hörte wurde ihr ganz heiss und ihr Atem stockte kur, Ayala wollte auf sie aufpassen? Sie flüsterte leise:
"Ja, bitte!"
Sie ließ sich von dem Wind das Fell zerzausen und sie sah auf, sie lächelte leicht, ein ehrliches offenes Hoffnungsvolles Lächeln, offen für alles.
"Ich hoff du weißt, das du mich nie wieder los wirst?"
Sie lächelte und schleckte Ayala über den Kopf. Nun war Rikunare ihr zweiter Schatten.
Inuki war wieder eingeschlafen und als sie aufwachte war sie erschrocken, dass sie so lange geschlafen hatte.Sie sah sich um und stand auf. Langsam tapste die Welpin in richtung Futterkammer um sich was zu Futtern zu suchen. Sie riss sich ein Stück fleisch ab und legte sich damit auf den Rudelplatz und begann genüsslich zu futtern. So genüsslich kauend sah sie sich um und sah Leé bei Hidoi und Hanako stehen. Sie selbst stand auf und fras das letzte Stück fleisch auf ehe sie zu Leé hinlief und sich neben sie setzte(weis ja ned genau wo ihr alle seid)
Sie lächelte die Wölfin an erhob sich wieder und schnupperte die gegend ab.
Akái lächelte Eris an. Sie war eine herzensgute Fähe. Denn sie hatte das vorige Zögern der Schwarzen sehrwohl bemerkt. Die Rote sah zu dem bach und nickte.
"Das ist eine gute Idee, Eris."
Sie setzte ein paar Schritte vor und sah dann die Fähe neben ihr an. Immernoch lächelte sie. In ihren goldenen Augen lag ein liebevoller Glanz, der sie in gewisser Art und Weise schmückte.
"Und was machen wir, wenn wir angekommen sind?"
Sie sah sie noch kurz an, ging dann jedoch weiter. Eris würde ihr schließlich auch im Lauf antworten können. Akáis Pfoten hinterließen seichte Spuren im Schnee, als sie zu besagten Bach ging. Ihr Blick galt kurz der Ferne. Das konnte ein schönes Erlebnis werden. Es würde eines werden. Da war sie sich sicher. Den Bach entlanglaufen, ein wenig herumstreunen und eine Freundin an der Seite haben. Da konnte doch nichts schiefegehen. Oder?
Mit einem Lächeln gab Ayala Antwort. Oh ja, sie wusste genau, was es hieß, Riku zur Freundin zu haben, sie wusste, was es hieß, jemanden zu haben, mit dem man unwiderruflich verbunden war.
Selbst wenn man dies gar nicht wollte, wenn man versuchte zu vergessen. Sofort kehrten die Bilder Falks zurück - und Dayons.
Nein, sie wollte nicht vergessen, niemals ... doch sie wollte ihre Handlungen rückgängig machen, die sie von sich selbst entfremdet hatten.
Ayala drückte sich noch enger an Riku, so als wäre jene die einzige Möglichkeit des Schutzes vor ihren eigenen Gedanken.
"Ja besondere Wöfin, ich weiß, was es heißt, dich als Freundin zu haben...und ich danke dir für deine Treue, die mich begleiten wird, so wie meine Gedanken mit dir sein werden."
Die Worte klangen nach Abschied, nach Trennung. Doch hatte ihre Verbundenheit erst jetzt den Beginn - und würde fortdauern, bis Engaya Veränderung wünschte.
Der Rüde hatte seine Entscheidung getroffen. Und das hatte seine gesamte Motivation völlig verändert. Sein Lauf hatte sich völlig verändert. War der Rüde zuvor mal gerannt - ganz so, als würde er verfolgt und manchmal fühlte er sich auch verfolgt - und dann wieder langsam getrabt, so lief er jetzt beständig. Er würde zurückkehren. Heute noch wollte er zurückkehren. Dabei hatte Falk keine genaue Vorstellung davon, wie lange er tatsächlich noch brauchen würde und wie weit das Tal der Sternenwinde eigentlich noch entfernt war. In seiner Vorstellung - auf die er sich nicht mehr recht verlassen wollte - war es mal sehr nahe und mal auch unglaublich weit weg.
Falk hatte lange gezweifelt, gezweifelt, ob er wirklich in das Tal der Sternenwinde zurückkehren sollte oder ob es nicht besser war, sich ein neues Rudel zu suchen. Er hatte an Ayala gedacht. Und auch an Dayon. Aber vor allem an Ayala. Und dann hatte er sich irgendwann so gefühlt, als ob er unbedingt zurückkehren musste. Ja. Zumindest noch einmal um mit Ayala zu reden und alles zu klären. Das zumindest hatte sie verdient.
.oO(Immerhin...hat sie mich ja auch nicht im Stich gelassen. Als ich damals in meinem Herzen immer noch ein Teil von Leah war. Das muss ich ihr jetzt zurückgeben. Ich muss ihr zumindest die Chance geben, sich erklären zu können. Zumindest das.)Oo.
Grimmig verzog der Hüne das Gesicht und rannte noch etwas schneller. Bald würde er zurück sein - bald. Er konnte Ayala und die anderen fast schon riechen. Was auch immer ihn dort erwarten würde - er würde damit zurechtkommen. Auch zurechtkommen müssen. Dann konnte er immer noch gehen.
Eris trabte neben Akai her. Jaah ... was machten sie eigentlich, wenn sie angekommen waren? Das ... war eine sehr gute Frage. Eris wurde etwas heiß unter ihrem schwarzen Pelz. Nicht doch, sie langweilte die Rote hoffentlich nicht allzu sehr. Das wäre die Krönung. Sie schleppte Akái in den Wald, sie hatte keine Ahnung, wo es langging, sie stocherte in Wunden aus der Vergangenheit herum und jetzt sollte sie sie vielleicht auch noch langweilen? Eris linste zu der Roten und musste sacht lächeln. Naja, eigentlich ging sie ganz selig vor sich hin, also konnte es nicht so schlimm sein.
"Mh, sehen wir es einfach mal als Erkundungstour. Es ist ja nicht gesichert, dass wir die Höhle tatsächlich finden, also hat es sowieso eher etwas von einem Trip ins Ungewisse. Wir können auch jederzeit umdrehen, wenn es uns zu doof wird ... also, sag Bescheid, wenn es der Fall sein wird."
Eris betrachtete die umflossenen Steine im klaren Wasser des Bächleins und begann nach einer Weile von Ufer zu Ufer zu springen. Etwas außer Atem, fragte sie bald mitten in der Bewegung:
"Sag mal, wen kennst du eigentlich alles aus dem Rudel? Wir sind ja beide nicht so auf dem besten Stand, vielleicht können wir unser Wissen ergänzen?"
Die Schwarze sprang zu Akái und lief nun wieder neben ihr her, blickte sie erwartungsvoll von der Seite an.
Der Rüde gähnte lautlos, trotz seiner Müdigkeit versuchte er aufmerksam seine Umgebung im Auge zu behalten. Doch teilweise war es ziemlich schwer, denn sein Körper stellte sich nicht mehr auf kommende Gefahr ein, sondern eher auf einen langen erholsamen Schlaf. Langsam schlenderte Diablo einen kleinen Laufpass entlang. Seine müden Pfoten hinterließen leichte Schleifspuren, eigentlich eher untypisch für den sonst so wachsamen und vorsichtigen Wolf.
Mit einem Mal wurde dem grauen Rüden bewusst, dass er dieses Revier doch wohl gut kannte, und schon einmal in den vergangenen Mondkehrwenden hier verweilt war, damals hatte er sich mit einem schwarzen Rüden angelegt, der wohl ziemlich genervt von Diablos lächerlich draufgängerischen Art war. Gut verständlich, konnte der Rüde zugeben, damals war er noch ein junger dynamischer und aufgedrehter Jüngling gewesen, der sich in den Kopf gesetzt hatte, unbedingt die Wölfin, die damalige weiße Alphafähe zur Gefährtin zu nehmen. Der Schwarze, anscheinender Gefährte der Weißen, nicht ganz so zufrieden mit dem Verhalten seinerseits. Doch die Jahre waren dahin gesiedet und aus dem überheblichen Jungwolf war ein reifer, nachdenklicher und ruhiger Wolf geworden. Viel war in der Zeit seines Wegbleibens aus diesem Revier passiert. Viele Wölfe hatten seinen Weg gekreuzt und viele Kämpfe zierte seine Vergangenheit. Er konnte zahlreiche Narben vorweisen, die von seinen lehrreichen Auseinandersetzungen stammten. Seine Sorgen waren schon mittlerweile ein Schatten, der ihn nicht los zu lassen scheinen wollte. Sein ausgeprägter Drang ein Rudel und eine Familie zu finden, hatte für andere Wünsche in seinem Herzen keinen Platz mehr gelassen. Nachdem er seine Familie rücksichtslos im Stich gelassen hatte, war es wohl mehr oder weniger das schlechte Gewissen, das ihn plagte.
Nach einer Weile sah er wieder auf, seine müden Augen weiteten sich für einen Moment, er stand nahe zweier Wölfe, anscheinend Fähen, die eine pechschwarz, die andere in einem seltenen Rot. Ruhig verharrte er, seine Müdigkeit verbot ihm jegliche schnelle Reaktion. Was er in den vergangenen Jahren ebenfalls verloren hatte, war seine freche Schnauze und seine Aufdringlichkeit. Er hatte lernen müssen, zu warten, und dies tat er. Er betrachtete ruhig die beiden Fähen und gab weder Laut noch Reaktion zum Besten. Seine starren, ruhigen und fast kalten Augen sahen müde herab. Lange versuchte Diablo schon seinen Schlafbedarf zu ignorieren, die Wachsamkeit, ja gar die Angst der näher rückenden Feinde, war einfach zu fest in seinem Verstand. Seine Gedanken ließen ihn nicht zur Ruhe kommen.
Viele Niederlagen lagen auf dem gegangenen Weg und prägten die Tiefsitzende Demütigung. Mittlerweile war er jedoch zu einem stattlichen Rüden herangewachsen der sich durchaus zu verteidigen wusste. Doch Kämpfe waren nicht wichtig für das Überleben, sie waren nur ausschlaggebend für Macht und Dominanz, oder gar Autorität.
Akái sah Eris an. Sie konnte wohl eine Pause vertragen, denn die beiden mussten bestimmt schon lange gelaufen sein. Dann blieb die Rote unverhofft stehen. Wen sie alles kannte? Kurz überlegte sie. Dieses Rudel war ihr eigentlich gänzlich fremd, doch ob das bei Eris nun anders was, wusste sie auch nicht.
"Ich glaube wir sollten mal eine Pause einlegen. Wie lange sind wir gelaufen?"
Bemerkte sie bevor sie sich an die eigentliche Frage waagte. Die goldenen Augen wirkten mit einem abwesenden Glanz belegt. Sie dachte nach. Als erstes hatte die Rote den schwarzen Alpharüden Acollon kennengelernt... Ja, danach war sie zu Banshee gegangen, hatte Eris und Darian getroffen. Darian... Wo war der Rüde eigentlich abgeblieben? Akái wusste es nicht... Kurz sah sie auf ihre Pfoten. man hatte ihr sonst nur die kleine Inuki, Arakuna, die ihr auf Anhieb unsympathisch erschienen war und den Jüngling Arthür vorgestellt. Aber wirklich kennen? Sie hatte eine Unterhaltung mit dem schwarzen Rüden geführt und eine mit dem Grauen, doch war diese unterbrochen worden. Wirklich kennen tat sie wohl nur die Schwarze.
Mit einem Seufzer sah sie auf. Dann lächelte sie. Ihre melodische Stimme klang bedacht, doch war sie dabei auch sehr neutral:
"Als erstes traf ich Acollon. Kurz darauf durfte ich Banshees, Darian und deine Bekannschaft machen. Inuki, Arakuna und Arthür kenne ich nur sehr flühtig. Mit beiden letzteren habe ich nichteinmal ein Wort gewechselt. Als wirklich kennen scheine ich nur dich... Der schwarze Alpharüde würde folgen und danach Darian... Aber wie es um den Rest steht kann ich dir nicht sagen... Ich weiß nicht so genau."
Etwas verlegenes war in ihrer Mimik, dann ließ sie sich auf die langen Hinterläufe nieder und legte den Kopf leicht schief, sah auf das kahle Dach, wo sonst die grünen Frühlingskinder den Sonnenstrahlen den Weg hinab zum Boden versperrten. Eigentlich war sie hier doch noch relativ fremd...
"Wen kennt ihr hier?"
Die Rote war sich sicher, dass die hübsche Schwarze mehr kannte als sie. Waren Akái denn welche entfallen, die sie kannte? Sie wusste es nicht, doch scherte sie sich nicht weiter darum. Wenn sie sich nicht an sie erinnern konnte, konnte sie sie ja eigentlich auch gar nicht gekannt haben.
Akái sah wieder vom Himmelszelt ab. Da fiel der Fähe ein Wolf ins Blickfeld, den sie nicht kannte. Die goldenen Augen blitzten ihm entgegen. War er auch aus diesem Rudel? Wenn ja, was tat er hier so weit draußen. Sie versuchte sich zu erinnern, aber diesen Rüden, wie sie deutlich witterte, hatte sie nichteinmal flüchtig gesehen. Wieder sah sie zu Eris.
"Den Rüden dort hinten auch?"
Jetzt sprach sie etwas gedämpft, da sie nicht um die Ausprägung des Gehörs des ihr fremden Rüdens kannte. In ihr war wieder das natürliche Misstrauen erwacht, doch starrte sie den Fremden nicht an. Wenn er ihren Blick nicht gesehen hatte, könnte er meinen die Rote habe ihn nicht entdeckt.
Banshee hatte sich zurückgezogen, lag nachdenklich und mit verträumten Augen auf den niedrigen Klippen am See, so hinter einem kleinen Felsen, dass man sie vom Rudelplatz aus nicht sehen konnte. Ihr Blick war auf die Berge gerichtet und sah doch durch sie hindurch, tanzte manchmal zu den Wellen unter ihr um sich gleich darauf wieder in der Ferne zu verlieren. Sie hatte nachgedacht, zuerst über das Rudel und Nyota, doch schließlich wurde sie sich bewusst, warum sie hier her gekommen war. Es war ende Winter, manchmal meinte sie schon den Hauch des Frühling in der Luft zu spüren und der Duft der Fähen lag schon längere Zeit in der Luft. Die Paarungszeit war gekommen und plötzlich sah sie sich vor einer Frage, über die sie noch nie nachgedacht hatte. Welpen. Sie liebte diese kleinen Fellbälle, als sie noch jünger gewesen war hatte sie gerne bei ihrer Mutter gessesen und sie darüber ausgefragt, wie es war Welpen zu bekommen, doch mit dem Jahr, das nun vergangen war, hatte sie auch viele Dinge zurückgelassen und etwas unerschüpflich Wertvolles erhalten. Sie Gewissheit mehr zu sein, als eine einfache Fähe, mehr zu sein, als eine Leitwölfin ... sie war das Leben und nun stellte sich ihr eine Frage, die sie verwirrte. Durfte das Leben Leben zeugen? Noch dazu mit dem Tod? Was ergaben Leben und Tod, welch ein Wunder würde dabei herauskommen, wohin würde Engaya sie führen? Doch kaum hatten sie ihre Gedanken auf diesen Weg geführt, wurde ihr klar, dass sie sich nichts mehr wünschte, als eben dieses Wunder zu sehen, ein weiteres kleines Geheimnis aufzuklären und Acollon, sich und dem Rudel etwas zu schenken, das kein anderer Wolf je zu sehen bekommen würde. Immer wieder war ihr Blick zum Himmel gewandert, hatte an Engaya gedacht, woltle mit ihr reden, erfahren, was sie wollte, doch je länger sie dort oben gelegen hatte und dnach Antworten gesucht hatte, desto mehr wurde ihr klar, dass genau dieses Suchen und nicht Aufgeben die Antwort war. Sie hatte sich erhoben, zuerst zögernd, sich ihrer Entscheidung noch nicht vollkommen bewusst, doch als dann ein leichter Wind aufkam und ihr durchs Fell fuhr, hatte sie gelächelt und kurz die Augen geschlossen.
.oO(Welpen ...)
Mit federnden Schritten sprang sie nun den Fels hinab, landete sanft auf dem moosigen Boden und sah sich kurz um, wo war Acolln? Wo war überhaupt das ganze Rudel? Sie musste sich eingestehen, dass sie absolut keine Ahnung hatte, was in den letzten Stunden passiert war. Aus einer Laune heraus lief sie in den Wald hinein und begann kurz darauf leise nach Acollon zu rufen.
"Acollon?"
Sie überquerte eine kleine Lichtung, wandte sich dann wieder mehr dem See zu und rief noch einmal, der Wind war schwach, keine Witterung wurde ihr zugetragen, trotzdem war sie entspannt und glücklich, sie würden sich schon zu Wort melden.
23.12.2009, 18:22
Leichtfüßig tappste Kaede am Rande des Reviers entlang. Sie war sich nicht sicher, ob sie es wirklich wagen sollte das Revier betreten sollte oder nicht. Nur weit entfernt konnte sie Wölfe ausmachen. Sie sollte sich wohl doch lieber hier am Rand halten. Jeder andere Wolf würde jetzt wohl jaulen. Einfach um sich bemerkbar zu machen. Kaede schaute hinüber, wo sie die anderen Wölfe vermutete. Nein das konnte sie nicht. sie war einfach zu ängstlich. Schon von zu vielen rudeln war sie weggeschickt worden.
Ein paar mal lief sie noch hin und her und dann setzte sie sich auf den kalten Boden. Ihre smaragdegrünen Augen blickten nun starr auf das Revier. Deutlich roch sie die Markierung. Dann hob sie entschlossen ihre Schnauze zum Himmel.
"Hört micht wer? Ich komme von weit her. Ich bin hungrig und alleine."
Damit verstummte sie. Sie hatte keinerlei Idee, was sie sonst noch sagen könnte. Seufzend rollte sie sich zusammen und legte ihren Kopf auf die Pfote. Sie war jedoch bereit, jeden Moment aufzuspringen. Ihre zierlichen Ohren hatte sie aufgerichtet und nahm jeden Laut war. Jedoch war nicht sonderlich viel zu hören. Noch nicht. Noch hörte sie nur das Rauschen des Windes und weit entfernt das Rauschen von Wasser. Leicht zuckte sie mit ihrer Pfote. Ihre augen konzentrierten sich in die Richtung aus der sie die Wölfe roch und ihre Ohren zuckten leicht umher. Sie hoffte nur, dass man sie freundlich empfangen würde. Eigentlich waren Wöfle freundliche wesen. Doch in letzter Zeit hatte sie genügend andere Erfahrungen gesammelt...
Sie hob den Kopf. War da nicht ein Geräusch gewesen? Ängstlich sprang sie auf ihre Pfoten. Nein sie musste sich getäuscht haben. alles war still ...
Hidoi blickte seine Gefährtin nach diesen Worten doch recht erstaunt an. Welpen? Hätte man ihn das früher gefragt, oh, da hätte er denjenigen für komplett bescheuert und verrückt gehalten.
Welpen, das sind bloß nervende Miniwölfe, die versorgt werden müssen, und die man nicht alleine lassen darf, weil sie sonst alles mögliche anstellen würden, oder sich selbst was antun würden.
Zumindest hatte er das früher immer gedacht. Heute allerdings, wusste er nicht mehr so recht, was er davon halten sollte... Gewiss, er war auch einmal ein Welpe gewesen und unter anderen Umständen hätte er bestimmt auch eine Menge Unsinn angestellt, aber so war es nun einmal nicht gekommen. Leicht unsicher sah er Hanako an.
„Hm...“
.oO°(Währe ich denn, ein guter Vater?)
schoss es ihm durch den Kopf. Da fiel ihm auf, dass er schon viel zu Weit gedacht hatte. Diesen Gedanken nach zu urteilen, würde er gerne Welpen mit seiner geliebten Gefährtin bekommen, aber wollte er das wirklich, oder hatte er sich schon längst entschlossen? Ein leiser Seufzer entfloh seiner rauen Kehle. So wie es aussah, schon.
„Wenn du das wirklich möchtest...“
Es war kein gleichgültiger Satz, der alleine sie entscheiden ließ, sondern ein Lächeln auf seinen Lefzen verriet, dass er einverstanden war, wenn auch sein eigensinniger Stolz verborgen im Hinterkopf noch immer nachhackte, ob es richtig wäre. Würde es schon.
Banshee blieb stehen, kaum war der erste Ton des schwächlichen Heulens erklungen. Kurz wurde ihre Haltung angespannt und kampfbereit, dann verklangen die Worte und sie schnippte leicht mit den Ohren. Eine Fremde, offensichtlich allein und schwach, kein Grund zur Besorgnis. Sie warf noch einen sehnsüchtigen Blick zum See, der zwischen den Bäumen hervorschimmerte und an dem irgendwo Acollon sein musste, dann wandte sie sich um und lief mit ruhigem Schritt in Richtung des Geheuls. Ihre Pfoten glitten so sanft über den feuchten, von Moos durchsetzten Boden, dass es schien, als würde sie schweben, ihre Gedanken lagen bei ihrem Gefährten, während sie schweigend dahin lief. Sie sehnte sich so danach ihn zu sehen, ihm von ihren Überlegungen zu berichten, doch scheinbar war das gesamte Rudel verschwunden, einzig die heulende Fähe hatte ihr gezeigt, dass sie nicht mehr alleine in diesem Tal war. Sie schnippte erneut mit dem linken Ohr und sog dann die Luft ein. Noch immer kein Wind, jedoch schien sie der Fähe sehr nahe zu sein, der Geruch lag unmissverständlich in der Luft. Kurz darauf sah sie graues Fell durch die Bäume blitzen, dann erkannte sie eine schlanke Wölfin, etwa in ihrem Alter, mit leuchtenden Augen und wachsamem Blick. Sie trat mit einer fließenden Bewegung zwischen den Bäumen hindurch und lächelte leicht.
"Willkommen."
Mit sanften, aber interessierten Augen glitt sie über die Fähe und stellte fest, dass sie stärker war, als man auf dem ersten Blick annahm, starke Muskeln durchzogen ihre Läufe und den Rücken.
"Ich bin Banshee, Leitwölfin und Herrin dieses Tales. Wie ist dein Name?"
Kaedes Blick glitt in die Richtung aus der sie die Wölfin heran kommen spürte. Sie schaute aufmerksam und als die wölfin aus den Bäumen hindurch glitt und kurz vor ihr stehen blieb, ging sie automatisch ein paar Schritte zurück. Sie hörte ihr zu, während sie sie Willkommen hieß und ihr ihren Namen nannte. Leicht neigte Kaede den Kopf um ihr die Unterwürfigkeit und Ehrehrbietung zu zeigen. Dann blickte sie die wölfin ängstlich an.
"Ich bin Kaede. Seid gegrüßt!"
Ihre Augen glitten musternd über den Körper der Wölfin. Auch sie war stark und musste in ihrem Alter sein. Doch sie sah auch die leichte Sehnsucht nach etwas, von dem Kaede nichts wusste in ihren Augen. Ganz vermochte die Wölfin dies anscheinend nicht verbergen. Kaede seufzte leicht und zog kurz die Lefzen hoch, bevor sie die Wölfin wieder leicht von schräg unten anschaute und abwartete.
Was würde sie nun wohl tun. Sie würde sie hoffentlich nicht verjagen. Noch länger, konnte sie nicht ohne ordentliche Nahrung und Wasser auskommen. Wenn sie sie wenigstens ein wenig jagen lassen würde. Dann könnte sie auch weiter ziehen und suchen. In ein Rudel zu kommen war nicht leicht. Vor allem nicht wenn man so war wie Kaede. Ihre Ohren hingen nun leicht seitlich runter um die unterwürfigkeit weiterhin zu zeigen.
Banshee ließ mit einem leisen Lächeln die Stille etwas länger zwischen ihnen stehen, es war offensichtlich, dass die Fähe namens Kaede interessiert und gleichzeitig unterwürfig zurückhaltend war. Aber sie hatte aufmerksame Augen, die ebenso zielsicher und prüfend über ihren Körper glitten wie die Banshees über den Körper der Fremden. Der kurze Blick in die Augen und Banshee wusste, dass Kaede alles aufnahm und verarbeitete, was in ihr vorging, oder besser gesagt, was sie bereit war zu zeigen. Erneut musste sie lächeln, Kaede war etwas Besonderes, ohne Zweifel udn noch dazu ihr erstaunlich ähnlich.
"Jìaye, Kaede. Was führt dich in dieses Revier?"
Die Antwort war einigermaßen offensichtlich, trotzdem fragte sie, es waren die unausgesprochenen Regeln einer Zusammenkunft zwischen zwei sich fremden Wölfen in einem Revier. Und sie mochte diese Regeln, sie ließen die Wölfe stets voreinander Respekt bewahren und erweisen und bei dieser Fähe tat Banshee das gerne. Sie war sich sicher, dass sie dies verdiente.
Immer noch war Kaedes Blick auf die andere Wölfin gerichtet. Nur ein leichtes zucken ihrer Ohren verriet, dass sie die Wölfin auf den ersten Blick sympathisch fand. Eigentlich konnte Kaede nur hoffen, dass die wölfin dies verstand. Ihre Augen blitzten einmal kurz auf als die Wölfin sie fragte, was sie hier wollte. Endlich mal wer, der die Regel achtete. Jemand der sie nicht sofort mit Bissen davon jagte. Kurz schleckte sie sich über die Lefzen und man sah kurz ihre weißen Zähne die gefährlich spitz aussahen.
"Ich.. Eigentlich bin ich auf der Suche nach einem Rudel"
Man konnte es Kaede ansehen wie schwer es ihr viel zu reden. Zu erzählen was sie wollte und warum sie hier war. Wie sollte eine fremde Wölfin auch verstehen warum kein Rudel sie angenommen hatte. So genau wusste Kaede dies doch auch nicht. Doch sie musste ehrlich bleiben. Dieser Wölfin wollte sie nichts Vorenthalten.
"Ich bin schon lange unterwegs. Habe verschiedene Rudel kennen gelernt. Versucht Mitglied in einem Rudel zu werden. Sie alle haben mich davon gejagt. Vielleicht eilt mir ein schlechter Ruf vorweg. Ich weiß es nicht genau. Ich weiß nur, dass ich aus meinem Rudel verjagt wurde, weil sie mich an dem Mord einer unserer Wölfe beschuldigten"
Ihre augen blickten ängstlich in die Richtung der ihr noch fremden Wölfin.
"Doch ich war es nicht. Gewiss nicht. Ich hatte nichts damit zu tun. Ich weiß wer es war. Ich verstehe nicht warum sie mich nicht leiden konnten. Warum sie mir diesen Tod angehängt haben. Ich komme in kein Rudel. Alle meinen ich bringe Unglück. Viele wissen, dass ich es nicht war doch... Ihr seid weit weit weg von meinem Ursprungs Rudel. Ich weiß nicht ob ihr die Geschichte kennt. Ich wollte ehrlich zu euch sein. Ich werde ja sehen, was ich davon habe"
Damit schwieg die wölfin. Sie hatte alles so weit wichtige erzählt. Sie konnte nur hoffen das es richtig gewesen war. Wenn sie nun weiter ziehen musste würde es eben so sein. Sie würde ein Einzelgänger werden. Jagen müssen ohne vorher zu fragen. Verachtet werden. Schmerzhaft bei diesen Gedanken verzog sie ihre Schnauze zu einem leicht krausigem Ausdruck und ihre Augen verengten sich kurz. Ihre Ohren hingen wieder Unterwürfig zur seite hinab.
Banshee hatte der kurzen Geschichte Kaedes aufmerksam und ohne den Blick von ihr zu wenden zugehört, nachdem die Stille langsam wieder aufzog begann auch eines ihrer liebevoll freundlichen Lächel auf ihren Lefzen zu tanzen. Die Fähe beeindruckte sie, das erste, was sie ihr, einer fremden Leitwölfin, die sie ebenso davonjagen konnte wie all die anderen, erzählte, war die Geschichte einer traurigen und einsamen Wanderschaft. Banshee wusste, dass Kaede die Wahrheit sagte, es war so klar und rein in ihren Augen abzulesen, als hätte Engaya selbst es dort hinein gezeichnet, liebevoll mit sanften Linien um den Glanz ihres Blickes noch schöner zu machen. Wahrheit und Ehrlichkeit waren zwei Impressionen, die ein jedes Lebewesen strahlen ließen und ihrer Gestalt etwas Anmutiges und Wunderschönes verliehen. Banshee liebte sie. Unglück dagegen war für sie nur eine Umschreibung die Lebewesen erfunden hatten um die Taten der Götter zu vertuschen und es dem Schicksal anzuhängen, welches selbst wieder nur eine Umschreibung war, um etwas Höheres als sie selbst zu verbergen, vor Blicken, die genau dasselbe taten und vielleicht hofften, irgendwann ihre eigenen Lügen zu glauben.
"Kaede, ich bin beeindruckt von deiner Offenheit und Ehrlichkeit. Du erzählst mir deine Geschichte bereits im dritten Atemzuge und ich weiß, welch ein Risiko dies für dich darstellt, denn wer weiß, ob ich nicht ebenso handeln werde wie all die Leitwölfe vor mir. Doch fürchte dich nicht, ich sehe in denem Blick die Wahrheit tanzen und die Ehrlichkeit lässt deine Augen lächeln, ich weiß, dass deine Geschichte wahr ist und Unglück existiert nicht, nicht in diesem Tal."
Sie atmete kurz aus, lächelte Kaede dabei freundlich und offen an und fuhr dann mit einer leichten Schnauzenbewegung fort.
"Von deinem schlechten Ruf habe ich ebenfalls noch nie gehört, allerdings wäre dies auch kein nennenswerter Nachteil gewesen, denn ich hätten ihn nach dieser Begegnung sofort als Lüge verworfen ... ich freue mich, dich in diesem Tal willkommen zu heißen. Mein Rudel wird dich gerne aufnehmen."
Während all ihrer Worte hatte sie Kaede betrachtet, die Fähe hatte sich ängstlich und mit offensichtlich schmerzhaften Erinnerungen unterworfen. Unterwerfung wirkte bei ihr seltsam, ganz so, als würde sich etwas vor ihr beugen, das sich aufrecht neben sie zu stellen hatte, ebenbürtig. Banshee lächelte.
Lighto stand da und sah Storm hinterher. ER vermisste die Fähe jetzt schon aber er konnte nicht mit ihr gehen. ER drehte sich um und lief in die entgegengesetzte richtung. Wie er langsam bemerkte war er in die steppe gerannt. Lighto schnupperte in der Luft.
oO(Hier ist noch ein anderer wolf)Oo
dann sah er sich um. Er sah den Rüden schon von weitem. Langsam schlich er sich ran und meinte:
"Heul! Ich bin Lighto und wer bist du?"
Er sah sich den Rüden an und wedelte mit der Rute.
Eris ließ einen ausgelassenen Seufzer hören und sank langsam auf den Boden. Der Wind war aufgerfrischt und fuhr der Schwarzen durch den weichen Pelz. Sie ließ den Blick zum dunkelgrauen Himmel schweifen.
"Ja, es wird wohl bald dunkel.", bemerkte Eris nachdenklich. Sollten sie nicht doch lieber zurückgehen? Wenn sie und Akái sich zu weit an die Reviergrenze verliefen, könnten sie vielleicht irgendwelchen barbarischen Wolfsherden in die Pfoten fallen. Aber dagegen stand, zurück zum Rudelplatz zu traben, wo die liebestollen Paare sich umgarnten und es tierisch langweilig werden würde.
Na, die Entscheidung lag ja nicht ganz bei Eris, Akái würde sich sicher auch noch äußern.
Die Schwarze hatte den Kopf auf die Pfoten gelegt und hauchte die kalten Schneeflocken auf dem Boden an, bis sie zu schmelzen anfingen. Sie war ja schon etwas länger in dem Rudel, als Akái, aber es änderte sich ja ständig und wirklich eingelebt hatte sie sich nicht. Sie lebte eher mit den Veränderungen, auf jeden Fall gab es mehr Leute, die sie nicht kannte, als welche, mit denen sie schon gesprochen hatte.
"Mhh, ich bin so ziemlich in das Rudelleben reingeplatzt.", erinnerte sich Eris. "Banshee habe ich natürlich als erstes kennengelernt, sie ist ja Alpha. Dann Ayala ... Acollon, Dayon, Falk und schließlich Dich. Worüber ich übrigens sehr froh bin, endlich gibt es mal wieder jemanden, mit dem ich reden kann."
Die Nachtschwarze lächelte die Feuerrote an. Sie hatten sich auch merkwürdig kennen gelernt, Akái hatte damals gerade den Kopf im Schlamm stecken gehabt.
"Tja, dann hast du mir Inuki vorgestellt und wir sind aufgebrochen. Ich glaube, das waren auch schon alle."
Eris juckte die Nase, als sie einen neuen Geruch in der kalten Luft der Dämmerung wahrnahm. Sie wollte gerade etwas sagen, als Akái ihr zuvor kam. Sie sprach leise, mit Vorsicht, um die Aufmerksamkeit des scheinbar fremden Rüden nicht zu erwecken. Vielleicht auch ein Barbar? Es war jedenfalls eine schlaue Vorgehensweise. Eris drehte ganz behutsam den Kopf zur Seite und linste einen Hang hoch. Dort im Dämmerlicht stand wer.
"Keine Ahnung, wer das ist. Der kommt nicht von hier.", flüsterte sie Akái zu. "Hast du ´nen Vorschlag, was wir jetzt machen?"
Bastar schnüffelt in der luft...sein atem ist ruig und wirkt gelassen.
Doch das teucht.Der Rüde mustert das Wolfsrudel in seiner nähe.
Eine welle von Mistrauen und neugier überkommt ihn und er spitzt die ohren.
Sollte er sich vorsichtig annähren?Oder doch lieber hier stehen bleiben?
Ob ihn wohl jemand entdecken würde?
viele fragen quälten ihn.
Seine dunklen Augen mustern jeden einzelnen von ihnen.
Doch nicht feindlich.Eher neugierig.
Aber er hatte Angst...Angst schon wider vortgetrieben zu werden,und wider kein zuhause zu haben.
Doch er wusste ja nicht einmal, ob das rudel ihn haben wollte, geschweige denn entdecken würde.
Seine art wirkt eingeschüchtert, doch dann bemerkt er das gespräch zwichen den wölfen.
Es schien noch einen neuen zu geben.
Bastar war aufmerksam ,dennoch still.
Der Boden brannte dem Rüden förmlich unter den Füßen. Falk war völlig außer Atem und seine Lungen schmerzten, doch er verengte die Augen zu Schlitzen, biss die Zähne fest zusammen und zwang sich, noch schneller zu laufen. Es konnte nicht mehr weit entfernt sein. Oder war es doch noch weit weg, weiter weg, als er dachte? Plötzlich witterte der Hüne etwas, einen fremden Wolf, er rannte direkt darauf zu - würde der Fremde verschwinden? Oder würde es zu einer Konfrontation kommen?
Der Fremde verschwand nicht. Sofort drosselte Falk das Tempo und schlitterte die letzten Meter über den rutschigen Waldboden. Wenige Schritte vor dem Fremden, der sich als Lighto vorstellte, kam Falk zum Stehen. Der Hüne musterte den Weißen ihm gegenüber kritisch. Konnte er ihm vertrauen? Oder erübrigte sich die Frage völlig, weil der andere einfach nur total vertrauensselig war und jeden angequatscht hätte, auch wenn es der Teufel in Person wäre. Trotzdem entschloss sich Falk dazu, erst einmal eine gewisse Distanz zu wahren. Er war ja auch nicht irgendwer. Der Mörder aus den Alpen - oder so.
"Also du bist Lighto und wer ich bin, ist erstmal egal. Ich bin mir keiner Schuld bewusst in ein fremdes Revier gelaufen zu sein, und wenn es doch so sein sollte - ich hab's eilig."
Falk hob den Kopf und schnupperte, ließ den weißen Rüden dabei jedoch nicht aus den Augen. Er erinnerte sich an Dayon - der Rüde, von dem er gedacht hätte, er sei sein Freund.
"Nein, hier ist reviertechnisches Niemandsland. - Also was zur Hölle willst du?"
Der kräftige Grauwolf tänzelte. Er war zwar völlig außer Atem und hätte eine Pause verdammt nötig gehabt, doch alles zog ihn unwiderstehlich zurück ins Tal der Sternenwinde. Er wollte nicht länger bleiben. Er wollte weiter.
Banshee, noch immer auf eine Antwort Kaedes wartend, hatte sich gerade setzen wollen, als ihr ein fremder Geruch in die Nase stieg. Sofort wurde ihre Körperhaltung angespannt. Es war ein Rüde und er hatte nicht geheult, ihre Nackenhaare stellten sich auf. Ohne den Kopf zu bewegen suchte ihr Blick zwischen den Bäumen nach einer Bewegung, dann erkannte sie einen graue Rüden, in Schatten gehüllt. Ihre Kopf bewegte sich in seinen Richtung, dann sah sie die Angst, die in seinen Augen stand. Ihr linkes Ohr zuckte leicht, dann warf sie Kaede einen entschuldigenden Blick zu.
"Ich bin gleich wieder bei dir, wie es aussieht haben wir da noch einen Fremden."
Sie war noch immer etwas angespannt doch die Angst im Blick des Fremden hatte sie besänftigt. Wenige Wolfslängen vor ihm blieb sie stehen und sah ihn direkt an.
"Fremder, weißt du nicht, dass es verboten ist das Revier eines Rudels zu betreten ohne um Erlaubnis zu fragen? Ein jeder Leitwolf hätte das Recht dich zu vertreiben oder zu töten."
Ihre Stimme war ruhig und machte keinerlei Anschein diese Worte mit einer ebensolchen Aktion zu verdeutlichen, dennoch zeigte ihre Körperhaltung Besitzanspruch.
Rikus Blick lag auf Ayala. Sie drückte sich an die weiße Fähe, viele Worte brannten auf ihrer Zunge, nur welche sollte sie aussprechen? Sie überlegte kurz, entschied sich dann doch für die Worrte die kurz und ehrlich waren, und damit auch alles sagten was ihr auf der Zunge lag:
"Ayala, ich hab dich lieb, und ich bin froh das es dich gibt!"
Ihre Augen lagen wachend auf ihr. Sie schleckte der Fähe über den Kopf, dann sah sie sich die Fremden an, es waren viele Neue. Sie sog ihre Gerüche ein, und plötzlich drang da auch ein seltsam bekannter Geruch an ihre Schnauze, ihre Ohren zuckten nervös, ihre Augen sahen verwirrt zu Ayala, ab und zu zuckte die Nase noch geschockt hin und her. War das wirklich Falk? Der Falk. Ayalas Falk? Erneut witterte sie und nun war sie sicher, ihre Rute wedelte ungezähmt, sie freute sich so für Ayala.
"Aya, Aya, Aya!"
Rief sie aufgebracht und ungewöhnlich fröhlich.
"Ich hab es dir gesagt, ich hab es dir gesagt, ich wusste es, ich hatte Recht, er könnte dich niemals alleine lassen. Er ist zurück!"
Sie stupste die Fähe an und trippelte um sie herum. Das war sie also, die gleichgültige Fähe. Die niemanden an sich heran ließ. Das hatte sie ja toll gemacht, sie wollte nie wieder jemanden lieben, doch was tat sie denn hier gerade? Es war egal, sie wollte immer bei Ayala bleiben.
Ayala, ich hab dich lieb, und ich bin froh, dass es dich gibt!
Ayala schloss die Augen, genoss die Worte, die sie in ihrem Herzen einschließen würde - bis zu dem Augenblick, an dem sie der Reserven bedurfte. Bis zu einem Moment der Resignation ...
Es war nur wenige Tage her, an denen ihr Wunsch zu sterben alles andere verdrängt hatte. Sie hatte keine Kraft gehabt, war immer noch anhängig gewesen von einer Macht, die sie beinahe zu überwältigen gedroht hatte. Ohne Riku und Banshee ... in Ayalas Augen sammelten sich Tränen.
Was sie den beiden zu verdanken hatte, war unbeschreiblich. Sie hatte im richtigen Moment jemanden gehabt, der ihr zeigte, wie wertvoll das Leben war.
Hatte Dayon jemanden gehabt? Ayala schluckte. Sie hatte ihn nicht mehr gesehen, seit ... Wie ging es ihm? Was war geblieben vom "alten" Dayon? Der Fähe wurde klar, wie sehr sie diese Fragen aus Furcht vor der Realität verdrängt hatte.
Aya Aya Aya
Von fern drangen die Laute Rikus an ihr Ohr. Ayala schreckte hoch, erwachte aus ihrem Gedankenstrom. Allmählich schalteten sich ihre Sinne wieder ein und die vorige Verwunderung wich einer Art Trancezustand.
Kaum war Ayala klar geworden, worüber Riku so aufgeregt war, war sie unfähig sich zu bewegen. Still stand sie da, angespannt, ihre Augen starr nach vorne gerichtet.
In ihrem Kopf herrschte ein Chaos, durchdringend, unerschöpflich, lähmend und unaufhaltsam.
Ein Chaos, das sich zusammensetzte aus einer einzigen Silbe: FALK
Lighto sah den Rüden traurig und neugierig an.
"Ich möchte mich nicht mit dir streiten."
murmelte der Rüde abwesend. Erst jetz nahm er seine Umgebung wahr. Er sah sich um und fragte:
"Wo bin ich den hier gelandet?"
Der Rüde ging mit der Nase zum Boden und fing an daran rumzuschnüffeln. Dann sah er in die Richtung zurück zum Rudel. oO(Soll ich da wieder hingehen? Warum kann ich nicht mit Storm gehen? Ich vermisse sie jetzt schon)Oo Der Rüde schüttelte den Kopf und sah den anderen neugierig an.
Riku erschrack leicht, was war denn mit Ayala los? Fragend sah Riku die Fähe an. War alles in Orddnung, langsam und zögerlich stupste sie sie an. Unsicher spielten ihre Ohren. Dann huschte ihr Blick nervös über die Weiße. Scheu meinte sie:
"Aya, alles in Ordnung?"
Ihre Läufe tänzelten umher, ihr Kopf jedoch stockte. War Ayala so überascht, oder geschockt? Vielleicht verletzt? Ihre Augen flitzten über den Rudelplatz. Vielleicht war es auch falsch das Falk dawar und Ayala war deswegen so steif. Unsicher drehte Riku die Ohren, sie witterte erneut. Nein, das musste Falk sein, das konnte niemand anderes sein. Das war dieser Rüde den sie als aller erstes von diesem Rudel gesehen hatte. Der erste den sie 'berührt' hatte. Naja, sie hatte ihn gestreift. Er war auch da gewesen als es Ayala so schlecht gin, der Geruch hing tief in ihrem Gedächtnis. Es musst der Große sein. Sie sah wieder zu Ayala, besorgt musterte sie die Fähe, flüsterte ihr dann beruhigende Worte zu. Ihre Ohren spielten immer noch nervös.
Bastar legte die ohren an und unterwarf sich der Wölfin, die anscheinend ein Alpha war. Bastar Winselte und sah sie mit großen augen an.
"Es...es war nicht meine absicht..i..ich..m..mein name ist Bastar.."
stotterte er und seuftzte leise. Was sie jetzt wohl mit ihm machen würde?
Er wartete ab und ging von dem schlimmsten aus.
Dennoch nahm er ihre ruige Stimme wahr und lies sich davon etwas beruigen.
Er spürte wie seine pfoten sich in den boden unter ihm drückten, aber er blieb unterwürfig, und voller respekt ihr gegenüber.
Bastars gesichtszüge zeigten immernoch Angst.
Banshee legte angesichts dieser etwas seltsamen Reaktion des Fremden den Kopf schräg und ließ ihre Rute zum Zeichen der Beruhigung hin und her schwingen. Die Angst in seinem Blick verstärkte sich, dabei hatte sie nicht den Eindruck, als würde sie sonderlich gefährlich wirken. Er war seltsam, aber immerhin nicht gefärlich. Sie versuchte etwas ungefährlicher auszusehen, freundlich zu lächeln und ihn zu beruhigen.
"Nun, manchmal übersieht man die Reviergrenze, kein Grund zur Sorge. Jìaye Bastar, ich bin Banshee, Leitwölfin und du bist hier in meinem Tal ... was führt dich zu uns?"
Sie setzte sich, den Kopf noch immer schräg und recht entspannt die Pfoten nach vorne geschoben. Insgesamt fand sie sich ziemlich unbedrohlich.
Bastar spitze die Ohren wieder, er sah ihr in die Augen.
"Naja....ich...ich suche eigtnlich ein..ein neues Zuhause..."
Seine Stimme klang etwas verunsichert aber warm und drohte wohlkaum zu keiner bösen Absicht. Seine Angst ging, doch der Respekt blieb. Bastar versuchte möglichst keinen Fehler in seinem verhalten zu machen und setzte sich vorsichtig hin.
"Freut mich sehr Banshee..."
Sein Atem hatte sich wider verlangsamt.
Banshee verlagerte ihren Kopf auf die andere Seite, ihre Rute klopfte leise und freundlich auf den feuchten Boden, ihr Blick war auf Bastar gerichtet.
"Ein Zuhause? Bei uns ist jeder willkommen, wenn du hier bleiben willst, steht dir jede Pforte offen, wir nehmen dich gerne in unsere Gemeinschaft auf."
Sie nickte leicht, wandte sich dann zu Kaede um, die noch immer dort stand und noch immer zu überlegen schien, kein anderer Wolf war bis jetzt aufgetaucht.
"Das dort ist Kaede, sie ist soeben hier angekommen. Der Rest des Rudels ist am Rudelplatz, Kaede und ich werden uns wohl gleich dorthin begeben, begleitest du uns?"
Bastar sah sie freudig an.Er nickte eifrig und folgte der Wölfin.ER war überglücklich endlich ein zuhause zu haben,und Banshee überaus dankbar.Ob ihn die anderen Wölfe wohl mögen würden?Darüber machte Bastar sich aber im moment am wenigsten gedanken.Für ihn zählten nur das hier und jetzt.Er mochte Banshee von anfang an.Schon allein die bergrüßung von ihr hatte er genossen.Bastar schüttelte sein gruaes,glänzentes Fell und Folgte der Fähe dann wider.Der Rüde betrachtete seine Umgebung ganz genau.Bis sein Blick auf Kaede viel.Er musterte sie mit einem eigenartigen schleierblick,der dennoch freundlich wirkte.
Falk tänzelte inzwischen stärker. Zuerst war es nur ein Wippen gewesen, ein leichtes Federn der Pfoten, inzwischen hibbelte er nahezu von einem Bein auf das andere. Er wollte weiter. Dabei wusste er immer noch nicht, wie nahe er schon am Revier war. Wenn er sich so umsah, so kam ihm das doch alles sehr bekannt vor - möglicherweise lag das Tal der Sternenwinde doch näher an den Bergen als er gedacht hatte? Der Hüne bedachte sich. Als er damals fortgelaufen war, war er in Schlangenlinien gelaufen. Als er zurück zu den Bergen gelaufen war, war er ebenfalls Schlangenlinien gelaufen. Das war alles schon wieder so lange her...
Die Stimme Lightos ließ ihn aus seinem Gedankenstrudel abrupt wieder auftauchen.
"Huh - was?"
Er musste kurz warten bis der Adrenalinspiegel sich wieder gesenkt hatte, dann seufzte er tief und beinahe geräuschlos. Erst jetzt merkte er, wie müde er tatsächlich war. Aber er musste noch durchhalten. Er konnte jetzt nicht schlappmachen. Jetzt noch nicht. Wenn er seine Sachen im Revier geregelt hatte, könnte er vielleicht darum bitten vor der Weiterreise noch im Revier ruhen zu dürfen. Falk gähnte. Ach ja - Lighto...
"Pass mal auf..."
Seine Stimme klang eher bockig als gereizt, doch die Aggressivität in Falks Tonfall war nicht zu leugnen.
"Ich habe keine Ahnung, wer du bist. Du hast Gott sei Dank auch keine Ahnung, wer ich bin. Ich laufe jetzt seit Stunden, seit den Bergen, um genau zu sein. Wenn du ein Zuhause brauchst - läufste halt mit mir mit. Ich kenne meine Schnarchnasen da bei den Sternenwinden recht gut, die lassen so gut wie jeden rein. Wenn du was anderes willst - läufste auch mit. Ich will weiter, okay? Verstehst du, ich will wirklich weiter."
Die Aggressivität hatte Falks Stimme beim Reden immer mehr verlassen. Seine Stimme war schleppend geworden, hatte müde geklungen. Dennoch bedachte Falk den Weißen jetzt mit einem wach-blitzenden Blick aus den schwarzen Augen, dann rannte er weiter.
Falk ...
Alle Möglichkeiten ging Ayala nach und nach durch. Sicher irrte sie sich, sicher gingen mit ihr alle Sinne durch - und auch Riku musste sich getäuscht haben, jene kannte ihnm schließlich kaum.
Nein, er konnte nicht zurückgekommen sein, zu lange war er schon weg. Er würde nie mehr zurückkehren.
"Ja, ... alles in Ordnung, Riku."
Ayala schluckte. Der Wind war schwächer geworden, falls Falk wirklich in der Nähe gewesen sein sollte, konnte sie seinen Duft inzwischen nicht mehr aufnehmen.
"Ich dachte nur für einen Moment, du hattest Recht. Aber wir haben uns getäuscht. Er wird nicht kommen."
Ihre anfangs so überzeugte Stimme war leiser geworden, brüchiger.
Warum fürchtete sie sich nur so vor seiner Gegenwart? War es die Ahnung endgültig zu sehen wie sehr er sie dafür hasste, was passiert war? War es die Angst zu begreifen, dass er sie nicht mehr liebte?
Falk von Scharfenberg, ich liebe dich.
Die Weiße dachte an die Sommernacht am See zurück. Die Sternenwinde hatten über ihnen den Nachthimmel erleuchtet, die Grillen hatten musiziert, der Mond hatte alles in besonderes, weißes Licht getaucht ...
Und sie hatte ihm gesagt, dass sie ihn liebte.
Sie hatte seine wirkliche Antwort nie erhalten. Nie die, die sie sich gewünscht hatte. Und trotzdem war diese Nacht der Beginn gewesen.
Wie lange mochte dies her sein? Es kam Ayala vor wie eine Ewigkeit.
Und nun schien dies alles so entfernt, so zerstört.
Banshee lächelte Bastar zu, er schien aufgetaut zu sein, von Angst keine Spur mehr. Na also. Mit einigen, schnellen Schritten war sie wieder bei Kaede, nickte in Richtung des Sees und schnippte mit dem rechten Ohr.
"Komm, Bastar und ich gehen zu den anderen zum Rudelplatz."
Sie wandte sich um und Kaede folgte ihr gemütlich. Mit einem Lächeln brachte sie sich wieder auf Bastars Höhe, während sie mit kleinen aber recht schnellen Schritten auf den See zuhielt.
"Bastar, darf ich fragen, woher du kommst? Wie bist du in dieses Tal gekommen?"
Sie lächelte freundlich und interessiert, hoffte nicht zu neugierig zu wirken.
Kaedes Blick war Banshee die ganze Zeit gefolgt und sie hatte auch das Gebärden des anderen Wolfes gesehen. Nun kam Banshee wieder auf sie zu und meinte, dass sie nun zu dem Rudel gehen würden. Der Rüde musterte sie mit verschleiertem Blick und sofort ließ Kaede die Ohren zur seite kippen und senkte den Kopf zum Boden. Sie unterwarf sich ihm, jedoch als Banshee los ging und er ihr folgte, tapste auch sie langsam hinterher. Dabei schaute sie sich immer geduckt um, um sich auch ja alles zu merken. auskennen würde sie sich sowieso müssen und falls ihr etwas zustoßen sollte. Sie konnte nur hoffen, dass die Wölfe sie alle akzeptieren würden. Ihr Blick glitt wieder zu dem Rüden, jedoch unauffällig, da sie immer hinter den beiden Wölfen blieb um ja nicht zu stören oder aufzufallen...
"Wie viele Wölfe gehören denn zu dem Rudel? Sind die auf der Lichtung alle. Mehr witter im ich moment nicht"
Damit verstummte sie wieder und lief kaum hörbar und leichtfüßig durch den Wald. Sie spürte die kühle Erde unter ihren Pfoten und die Nadeln die ihre Schritte abfederten. Leise zwitscherten ebenfalls die Vögel und man hörte das seichte rauschen eines Baches. Kaedes Blick war aufmerksam und strahlte noch immer Angst, Verwirrung und unterwürfigkeit aus.
Lighto knurrte leise.
"Ich habe ein Zuhause. Und von dir möchte ich keine Hilfe."
Lighto sah den Rüden wütend an. Dann drehte er sich um und lief langsam wieder zurück.
oO(So ein unhöflicher Kerl)Oo
dachte er sich und knurrte immer wieder leise. Er sah nicht zurück. Er hatte es nicht nötig sich mit einem Fremden zu streiten. Doch immer wieder schweiften seine Gedanken zu Storm. Warum war sie wieder gegangen? Immer wieder fragte er sich das. Lighto blieb stehen. Er war wieder im Revier und hatte es nicht bemerkt. Langsam tappste er weiter. Und dann roch er Banshee mit einem anderem Wolf. Sie waren wohl auf dem Weg zum Rudelplatz. Lighto beschleunigte seinen Schritt bois er dann rannte. Endlich hatte er Banshee eingeholt.
"Heul!"
meinte er zu den anderen Wölfen und meinte dann zu Banshee:
"Banshee? Vor dem Revier ist ein fremder Wolf. Ich kenne ihn nicht doch er scheint euch gut zu kennen."
Der weiße Rüde sah Banshee neugierig an. Dann musterte er die anderen Wölfe.
Banshee wandte sich Kaede zu und überlegte einen Moment lang. Wenn sie ehrlich war, hatte sie keine Ahnung, wie viele auf dem Rudelplatz waren, es schien so, als wäre das gesamte Rudel in alle Himmelsrichtungen verstreut, hoffentlich war überhaupt jemand dort.
"Es gehören viele Wölfe zum Rudel, jedoch scheinen sie alle irgendwo im Revier herum zu streunern, ich hoffe, wir treffen andere. Es ist nunmal die Zeit der Ranz und wenn sich da das Rudel etwas trennt ist das meiner Meinung sogar von Vorteil."
Sie grinste verschmitzt, zwinkerte Kaede zu und wollte gerade einen weiteren Satz hinzufügen, als Lighto hervorgestürzt kam und eine Nachricht brachte, die sie abrupt anhalten ließ. Ein für Lighto fremder Wolf, der sie alle gut kannte ... Falk?! Angespannt, die Ohren aufgestellt wandte sie sich an den Weißen udn musterte ihn scharf.
"Ein Rüde? Hat er dir seinen Namen gesagt? Falk, Falk von Scharfenberg? Ist er groß, sehr groß? Grau? War er irgendwie abweisend, mürrisch, misstrauisch?"
Alles, was ihr in der kurzen Zeit zu Falk einfiel ratterte sie herunter und starrte Lighto begierig an, hatte er etwa Falk wieder gefunden? War Falk noch da?
Lighto sah Banshee an
"Ja er war mürrisch und groß. Er hatte wohl keine gute Meinung vom Rudel. Leider hatte er keinen Namen genannt."
Lighto sah Banshee an. Kannte sie diesen Rüden?
"Er schien ziemlich misstrauisch zu sein und wollte nicht mit mir reden. Und er sah ziemlich abweisend aus."
Lighto schüttelte den Kopf.
"Ban? Storm hat das Revier verlassen ..."
Der weiße Rüde brach ab, die Tränen schossen ihm in die Augen doch er schüttelte sie wieder weg.
Bastar musterte den fremden wolf, der anscheinend Lighto hies ,und sah dann ncoheinmal zu Kaede.Er lächelte ihr warm und freundlich zu, er sah ihr kurz in die augen und dann wider zu dem für ihn fremden Wolf.Banshees frage wollte er ihr nachher beantworten.Doch jetzt war .wie er fand,kein guter augenblick dafür.Desshalb wartete Bastar einfach ab, er spielte mit den ohren und lies die Rute sachte hin und her schweifen.Der Rüde war nicht sehr gesprächig, aber trotzdem freundlich und liebevoll.Er blieb nachdenklich und fragte sich wer Falk sei.
.oO(Keine gute Meinung vom Rudel?)
Konnte das Falk sein, ihr Falk? Banshees Ohren zuckten nervös, alles passte, es musste er doch sein, aber konnte es sein, dass er keine gute Meinung von ihnen hatte? War er deshalb fort und würde nicht wieder kommen? Oder hatte ihn die Sache mit Dayon so schwer getroffen? Sie grub geistesabesend mit der rechten Pfote in die weiche Erde. Dann sah sie auf, wollte eine Frage stellen, als Lighto ihr die Neuigkeit mit Storm überbrachte. Ihre Augen wurden traurig. Lighto und Storm hatten sich sehr nahe gestanden.
"Lighto, es tut mir so leid. Was ist passiert?"
Sie trat einen Schritt näher zu ihm und berührte sanft das Fell an seiner Schulter, dann seine Nasenspitze. Besorgt sah sei ihn an, sie hatte die junge Fähe nicht kennen lernen können, zu der Zeit war anderes geschehen, doch Lighto schien Storm zu lieben oder zumindest geliebt zu haben.
Ein eisiger Wind ging umher, doch ein Rüde trotzte dem. Es war sehr kalt, doch Akash lief weiter. Der Wind blies Akash genau ins Fell, dabei bekam der Rüde etwas kalt. Trotzdem lief er tapfer weiter. Sein Bauch gab zeichen, das er Hunger hat, was dem Rüden noch mehr auf die Nerven geht. Immer weiter in der Hoffnung, bald was zu finden. Seine Läufe taten schon etwas weh, so lange lief er schon. Doch lief der Rüde weiter. Seine Rute war nach unten gerichtet, seine Ohre nach vorne. Plötzlich nahm seine Schnauze einen Geruch war. Der Geruch war sehr stark, doch sehr schwer herauszufinden. Denn der Wind machte dies fast unmöglich. Dann gelang es dem Nachtschwarzen Rüden aber doch. Der Geruch stammte von Wölfen, er war sehr stark, das musste heißen das hier ganz in der nähe ein Rudel sein muss. Akash lief weiter. Bis er das Revier erreicht hatte. Ein lautes Heulen gab er von sich, Es durchbrach den Wald. Damit kündigte er an, dass ein junger Wolf ein neues Zuhause sucht. Auch kündigte er an, dass er im Frieden komme. Dann wartete Akash gespannt auf eine Antwort.
Lighto sah Banshee trautig an.
"Storm hält nix in diesem Rudel. Sie hatte ihre Stimme verloren und will sie wieder suchen."
Lightos stimme zitterte doch er schüttelte seinen Kopf.
"Sie ist in unser altes Revier zurück."
Lighto brach ab. Mehr konnte er einfach nicht sagen. Der Wind rauschte durch sein Fell und Lighto genuss es den warmen Wind im Gesicht zu spüren. Er sah Banshee an und meinte:
"Kennst du diesen Wolf?"
Banshee schüttelte traurig den Kopf, berührte Lighto erneut an der Stirn und meinte dann leise:
"Sie sucht ihr Glück, sei nicht zu traurig, wir sind immernoch bei dir."
Sie lauschte auf, als eine Heulen das Tal erfüllte, ein Fremder stand an der Reviergrenze und bat um Einlass, kam offensichtlich in Frieden und suchte eine neue Heimat. Sie schnippte einmal mti dem Ohr, seltsam viele Fremde verirrten sich hier her, ob dann die Schnauze und antwortete.
"Ich gestatte dir das Revier zu betreten. Komm zu uns, im Westen wirst du uns finden."
Als sie geendet hatte wandte sie sich wieder Lighto zu, wiegte den Kopf hin und her und nickte schließlich. Falk, ihr Falk, wenn es denn ihr Falk war ...
"Er ist mein Beta ... wenn es denn Falk von Scharfenberg war. Er ist seit dem letzten Herbst verschwunden, als hier Chaos ausgebrochen war. Ich wusste nie, ob er zurückkommen würde oder nicht."
Sie sah in die Ferne, sie vermisste ihn, ja, er war rau und unnahbar, zynisch und des öfteren ziemlich muffig, trotzdem hatte sie sich immer auf ihn verlassen können, war er immer da gewesen, hatte sich für das Rudel und all die Wölfe eingesetzt ... war ihr Falk gewesen. Und jetzt?
Akash stand ganz stiel da, als ein Heulen erklang, das ihm den Einlass in das Revier ankündigte. Vorsichtig lief Akash weiter, im Westen müssten sie sein, sagte das Heulen. Der braune Rüde lief immer wieder weiter, bis er den Geruch von Wölfen stark war nahm. Immer schneller wird er, immer neugieriger auch. Der Wind blies kühl durch sein braun, weißes Fell, sie Ohren waren nach vorne gerichtet. Spielerisch schnippten sie. Seine Rute war eingeklemmt, seine Augen funkelten. Dann nahm er in der Ferne, kleine Punkte wahr, die sich bewegten. Das musste das Rudel sein, das ihm geantwortet hat. Seine Schritte wurden langsamer, der Wind erschien kühler. Dann stand er kurz davor, die kleine Gruppe zu erreichen. Kurz vor ihnen, blieb er stehen:
„Hallo zusammen. Mein Name ist Akash, ich komme von weit her, auf der suche nach einem neuem Rudel. Wie sind eure Namen?“,
Als er zu ende gesprochen hatte, setzte er sich auf seine Hinterläufe. Seine Ohren waren nach vorne gerichtet, seine Rute immer noch eingeklemmt. Gespannt wartete der braune Rüde auf die Antwort.
Bastar mustert den neuen Rüden sehr energisch und beschnuppert ihn kurz ,mistrauisch nahm er dann abstandt von ihm.Bastar war weder ängstlich noch feindlich,trotzdem brachte er dem fremden Rüden respekt entgegen.Aber er unterwarf sich nicht...jedenfalls nicht so wie er es bei Banshee oder Kaede tun würde.Kaede mochte er von Anfang an. Er wusste nicht warum aber sie gefiehl ihm.
"Also mein Name ist Bastar...!"
gab er leise zu verstehen und setzte sich dann neben Kaede.
Dass der Fremde nicht von hier kam behagte Akái nicht sonderlich, doch ließ sie sich erst einmal ruhig auf die Hinterläufe sinken. Sie dachte kurz nach, doch dann antwortete sie der Schwarzen mit einem leichten Lächeln.
"Ich denke wir sollten hier bleiben, wir sind zu zweit und kein Rüde kann es mit zwei Fähen gleichzeitig aufnehmen. Falls er ein Späher ist haben wir so oder so keine Chance dem Rudel zu entkommen, dem er angehört, soweit es uns feindlich gesinnt ist. Doch ich denke bei dem Rüden dort an einen Einzelgänger, sonst wäre er längst wieder verschwunden um Bericht zu erstatten."
Die goldenen Augen sahen Eris herrausfordernd aufblitzend an. Sie waren beide erfahrene Wanderinnen, sie wussten beide sich zu verteidigen und beide hätten zu dieser Zeit der Ranz eine Wirkung auf Rüden, die ihnen vielleicht nicht gefallen, aber nützlich werden könnte. Dann lachte Akái leise auf, spähte nur für eine Sekunde zu dem Rüden und sah Eris dabei gelassen an.
"Lass uns ersteinmal Überlegen, wie wir weiter gehen. Schließlich wollen wir am Ende ja fündig werden, nicht?"
Sie sprach wieder in normaler Lautstärke, schließlich sollte der Rüde nicht denken sie würden ängstlich tuscheln. Die Rote ließ sich nun vollends nieder uns sah zu der Schwarzen hoch. Sie ignorierte einfach, dass dort ein fremder Wolf stand, so als hätte sie ihn nicht bemerkt. Doch bei der kleinsten Annäherung konnte sie aufspringen und sich umdrehen, denn der schmale Rücken war ihm zugewandt. Sie vertraute Eris ein wenig das Beobachten an und lauschte dafür um so grünlicher. Man merkte, dass ihr ihr kleines Abenteuer Spaß bereitete. Und der Spaß brachte auch ein kleines bisschen Glück in das kleine Herz.
Falk hörte nur das Trommeln seiner eigenen Pfoten auf dem weichen Waldboden. Also war Lighto ihm nicht gefolgt. Der Hüne seufzte erleichtert im Lauf und konnte nun auch seine Aggressivität deuten, mit der er den Fremden angesprochen hatte; sie rührte nicht nur von seiner Ungeduld her, nein, der Gedanke, seine wunderbare Einsamkeit und gedankenfreundliche Stille einbüßen zu müssen hatte ihm nun überhaupt nicht zugesagt.
.oO(Wie lange dauert es wohl eigentlich noch? Auf noch mehr solcher Zwischenfälle...kann ich auch wirklich gut und gerne verzichten... Was mit Lighto jetzt passiert? Möglicherweise...steht der auch schon morgen...heulend an der Reviergrenze...)Oo.
Falk blieb stehen und lachte keuchend. Dann wurde er rasch wieder ernst.
.oO(Warum bleibe ich überhaupt stehen?)Oo.
Und dann traf es ihn wie einen Blitz.
.oO(Halt, ist das-)Oo.
Ja, es war so. Er war die ganze Zeit daran entlanggerannt. An der Grenze zum Revier. Aber...
Falk setzte sich erst einmal und mahnte sich selbst zur Ruhe. Es war unmöglich. Das hier konnte ein ähnlicher Geruch sein. Er war doch noch gar nicht so lange unterwegs. Die Berge lagen nur wenige Kilometer hinter ihm. Oder kam ihm das nur so vor? Wie weit war das Revier tatsächlich von den Bergen entfernt?
Er stand wieder auf. Dann zögerte er. Sollte er sich einfach mal ankündigen? Um zu sehen, was-
Er hatte den Gedanken noch nicht zu Ende gedacht, da entfuhr seiner Kehle bereits das Heulen.
Inuki hatte nach ihrer rumschnupperei der gegend nichts besonderes gefunden und hatte sich hingelegt um zu schlafen..Sie wusste nicht warum aber sie war immer ziemlich Müde.. Nach dem sie ziwmlich lang geschlafen hatte richtete sich die Welpin auf und sah sich um (wer isn wo?) Sie befand sich immer noch auf dem Rudelplatz und hatte so gut wie nichts mitbekommen. Die wieisse sah sich neugierig um konnte aber durch ihre verschlafenen Augen ned sehen wer da war oder wer ned. schlieslich gesellte sie sich iwieder zu hanako und Lee und Hidoi. Sie setzte sich in etwas abstand zu ihnen hin und beobachtete..die Welpin war ziemlich gewachsen und wuchs der Jungwölfin entgegen.
Der Rüde saß immernoch neben Banshee auf seinen hinterläufen und begann langsam sich zu langweilen.
Trotzdem genoss Bastar die frische Luft und lauschte dem Heulen das aus der Ferne zu ihnen hinüber drang.Es war das Heulen eines Rüden,das ihm aber nicht gerade bekannt vorkahm.Gebannt starrte er ins Leere und wartete ab.Noch immer schwieg er vor sich hin und dachte nach.
Ein Zittern durchfuhr Ayalas Körper. Aus ihrer Kehle drang ein kläglicher Laut, kaum mehr als ein Winseln. Nervös sah sie zu Riku - hatte sie es auch gehört?
Ayalas Atem ging schneller - Falk von Scharfenberg war zurückgekehrt - zurück zum Rudel der Sternenwinde - zurück zu ihr?
Überwältigende Emotionen bestehend aus Freude, Angst, Aufregung und unendlich vielen Fragen überkamen sie, durchströmten ihre Sinne und lähmten sie. Er ist wieder hier
Was hatte sich verändert? Hatte er sie vermisst? Hatte er überhaupt an sie gedacht, die letzte Zeit? Hatte er ihr verziehen? Konnte er ihren großen Fehler, ihren Verrat, überhaupt vergessen? Würde alles wieder werden wie damals? Oder hatte er womöglich eine Fähe gefunden, die zu ihm passte, die ihn eher glücklich machen konnte?
Immer wieder kehrten diese Gerdanken zurück und nahmen ihren Geist ein, sodass der Körper nicht fähig war sich zu regen, Antwort zu geben - überhaupt zu entscheiden, was sie nun tun sollte.
Das selbstgefällige Auflachen, das Funkeln in den Augen und diese überzeugte Gelassenheit. Die Rote schien das als waschechte Herausforderung zu nehmen. Eris schloss kurz die Augen. Sie war kein Feigling, aber sie fühlte sich auch nicht getrieben, an den Klippen zu wandern. Sie öffnete die Augen wieder und als sie Akái angestrengt lauschen sah, merkte Eris, dass die Rote das unbedingt gebraucht hatte. Mal wieder etwas Freude und Ausgelassenheit und wohl auch ein wenig Spannung. Eris blies leise pfeifend den Atem aus und behielt den Wolf, der langsam immer weiter mit der Dunkelheit verschmolz, im Auge.
"Gute Analyse.", sagte die Schwarze ernüchternd aus dem Mundwinkel, aber man merkte, dass sie der ganzen Sache doch etwas Amüsantes abgewinnen konnte, denn ein winziges Lächeln zierte ihre Lefzen.
"Ich weiß nicht, ob-"
Eris erschrak und das Herz pochte ihr bis zum Hals. Der Ruf durchfuhr sie wie ein Blitzschlag. Auf ihrem Gesicht herrschte eine unendliche Verwirrung und hundert Fragen auf einmal überschlugen sich in ihrem Kopf.
Falk!? Falk! Sie hatte es doch gewusst, dass der sture Dummkopf zurückkommt! Er konnte Ayala nicht so stehenlassen, sie waren doch beide einsam, er liebte sie doch verdammt noch mal! Eris fühlte zwischen der unbändigen Freude auch etwas Erleichtertes und etwas Wütendes. Ayala hatte nicht mit ihr geredet, seit sie zurückgekommen war. Entweder war sie sauer auf Eris gewesen, weil sie Falk nicht zurückgeholt hatte oder enttäuscht, weil sie nicht dagewesen war. Aber sie war dagewesen! Das wusste Ayala nur nicht.
Alles und doch nichts verständliches war auf Eris´ Gesicht zu erkennen.
Der Schwarze hatte sich von den fremden Wölfen etwas entfernt, Banshee war dazu gestoßen. Acollons Miene war etwas verbittert, mit blutigen Pfoten würde er Beute verjagen, und er selbst hatte vor, bald auf die Jagd zu gehen. Er hatte einen riesigen prachtvollen jungen Hirsch gesehen, vorhin, kurz bevor er eingeschlafen war. Diesen Hirsch würde er seiner Gefährtin schenken, als Zeichen seiner Zuneigung und als Geschenk zur Ranz.
Acollon neigte den Kopf zum Himmel, und schaute in das graue Wolkenwerk über ihn. Er entschloss sich, seiner Gefährtin nicht mehr länger aus dem Weg zu gehen, es würde ihm zwar schwer fallen, sich zu beherrschen, doch er konnte sich auch nicht ewig auf der Kante halten. Seine Gefährtin, Banshee, war attraktiver denn je, und sie schien auf eine Art und Weise auch verführerischer geworden zu sein. Mit gerunzelter Stirn setzte sich der Schwarze in Bewegung und ging geradlinig auf Banshee zu. Mit aufrechten Ohren und angehobener Rute, setzte er ein leichtes Lächeln auf.
“Banshee“,
murmelte der Rüde und versuchte die Kälte aus seinen Augen zu verbannen, doch es gelang ihm nicht so recht, die Leere war schon zu lange in ihm gewesen.
Das Blut an seinen Pfotenverklebte etwas und stillte die Blutungen, sodass die rote Spur im Schnee verblasste.
Akash sah den Rüden vor ihm lange an, wusste nicht was sagen. Seine Rute war eingeklemmt, seine Ohren nach vorne gespitzt. Der braune Rüde sagte dann aber:
„Nun, freut mich dich kennen zu lernen. Wer ist hier den der Alpha?“,
Fragte Akash neugierig. Er wusste aus Erfahrung, dass er seine Klappe nicht zu weit öffnen sollte, dass er sich sonst nur Feinde macht. Um dem Rüden vor ihm zu zeigen, dass er sich unterwirft, legt sich Akash auf den Rücken. Das machte bei allen immer einen guten Eindruck, diesmal hoffentlich auch. Gespannt wartete er auf die Antwort, ode3r auf die Reaktion.
Bastar leckte sich über die Nase und sah Akash an.
" Freut mich ebenfalls!",
meinte er dann leise und bedeutete dem fremden mit einer Kopfbewegung zu Banshee das sie das Alphatier war. Die anderen Leittiere hatte er selbst noch nicht gesehen.Schlieslich sah er wider ins leere. Wie lange er wohl noch warten musste die anderen zu sehen? Langsam wurde der graue Rüde ungeduldig.
Kaedes Augen waren noch immer auf die Alphawölfin gerichtet und sie blickte nur kurz den neuen Wolf an, der zu ihnen gestoßen war, nachdem Banshee ihm es erlaubt hatte. Als sich Bastar neben sie setzte zuckten ihre Ohren ängstlich zur Seite und ihre Schnauze fuhr in seine Richtung. Ihre Augen drückten Panik aus. Was wollte er? Sicherheitshalber duckte sie sich ein wenig und deutete ihm so, dass sie auch im untergeben war und ihm nichts tun würde, solange er ihr nichts tun würde. Schon lange hatte sie nicht mehr eine solche angst und verwirrung gespürt. sie vermied es zu Banshee zu blicken. Diese war gerade mit einem anderen Wolf beschäftigt und es ging sie nichts an. Sie hoffte, dass nicht nocht mehr Wölfe kommen würde. Am liebsten würde sie alleine sein. sie hatte solche schreckliche Angst.
"Bitte tut mir nichts Bastar!"
Diese Worte entwichen Kaedes Kehle bevor sie überhaupt richtig reagieren konnte. Sie waren leise gewesen. Nur für den Wolf neben ihr zu hören so hoffte sie. Warum hatte sie nur solche Angst. Sie hoffte hier wenigstens einen Wolf zu finden, der ihr helfen würde. Ihr helfen würde, dass sie nicht so ängstlich wäre, doch das glaubte sie nicht. Sie Glaubte nicht, dass jemand sie mögen würde. Traurig senkte sie kurz ihre augen, doch blickte sie dann schnell wieder den Wolf neben ihr an. Banshee hatte sie schon als Vertrauenswürdig empfunden sofort und auch Bastar schien ihr freundlich jedoch war da imer noch diese Angst, die sie vor allen hier anwesenden Wölfen hatte. Ein leichtes zittern durchlief ihren Körper jedoch sah man wenn man genau hinsah, dass sie es versuchte zurück zu halten.
oO (Warum habe ich nur solche Angst. Der Wolf neben mir scheint doch nett zu sein. Banshee ist ebenfalls nett. Sie hat mich trotz allem aufgenommen! Warum fürchte ich mich?)
Kaede blickte noch immer den Wolf an jedoch verhärteten sich ihre Muskeln, ohne ihr zu tun. Sie fühlte sich, als ob sie jeden Moment weglaufen könnte. Und eigentlich wollte sie dies auch, jedoch musste sie warten. Es waren die Regeln in einem rudel. Sie konnte nicht einfach dann weg laufen, wenn sie es wollte oder eigentlich auch musste. Sie zitterte wieder und ihren Augen schienen und ängstlich und bittend zugleich. Jedoch verharrte sie ansonsten ruhig da und wartete ab. Sie sah, dass Bastar sich anfing zu langweilen ebenso bemerkte sie die Unterwerfung des anderen Wolfes. Wie sie Unterwerfung in Form des auf den Rücken legen hasste... Da konnte einem so viel passieren.
Bastar sah Kaede in die augen und neigte seinen kopf zu ihr. Unsicher nährte sich seine Schnautze ihrem fell und rieb für eine kleine sekunde den kopf an ihrem Hals. Er hoffte sehr arg das sie jetzt nichtmehr soviel Angst vor ihm haben würde. Er mochte sie sehr gern,trotzdem verspürte auch er einen großen repekt der Fähe gegenüber. Reden tat er wirklich nicht viel und wirkte eher zurrückhaltend, aber er arbeitete viel mit Körpersprache und Ausdruck. Seine freundlichen Augen blickten sie an und er lächelte leicht.
"Hab bitte keine Angst....Kaede....!"
23.12.2009, 19:12
Abermals durchlief ein Schauder die Fähe. Kaede schaute Bastar ungläubig an. Sie spürte kurze Zeit seine Schnauze an ihrem Fell und ihre augen schienen nun mehr Verwirrung denn Angst auszustrahlen. Sie blickte ihn weiter hin an, jedoch richteten sich ihre Ohren ein wenig auf. Solange kein anderer Wolf kommen würde, würde es gewiss so bleiben. Ganz sachte und kurz bewegte sich ihre Rute, bevor sie wieder leicht eingeklemmt verharrte. Jedoch senkte auch sie ihre Schnauze und berührte den Rüden kurz damit um ihm zu zeigen, dass sie versuchte keine Angst vor ihm zu haben und ihn nett fand.
oO (Wieso kann mich dieser Wolf bloß so schnell leide. Sonst haben mich immer alle vertrieben. Es ist so anders hier...)
"Warum tust du das? Wieso hasst du mich nicht und tust mir weh?"
Sie dachte nicht am geringsten daran, dass es den Wolf verwirren könnte. Immer war sie gehasst worden. Immer hatte man sie angegriffen. Warum sollte es hier anders sein. Kaede war sehr verwirrt und wartete still ab, was weiterhin passieren würde.
Bastar sah sie warm an. Er verstandt nicht genau was sie meinte.
"Warum ... sollte ich dich hassen? "
Der Rüde lächelte sie an und wartete ab. Wiso hätte er sie hassen sollen? ER hatte sie sehr gern und legte den kopf schief. Die Ohren hatte er gespitzt und seine rute bewegte sich gleichmäßig hin und her.
Ihr Blick schaute in die Augen von Bastar. Er hatte seinen Kopf schief gelegt und sah sie warm an. Die frage von ihm verwirrte sie. Warum er sie hassen sollte. Ja warum eigentlich. Warum hatten sie alle gehasst. Verwirrung blitzte in ihren Augen auf.
"Naja ich.... Immer und überall.... Ich...Sie mochten mich nicht und...Taten mir weh..hassten mich"
Kaede brach ab. Schon der zweite Wolf, der von ihrer Vergangenheit erfuhr. War sie nicht hierher gekommen um zu vergessen. War sie nicht hier her gekommen um ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Schon lange war ihr Bewusst, das dies nicht ging und doch hoffte sie es immer noch. Doch sie glaubte, dass sie diesem Wolf vertrauen konnte. ebenso wie Banshee. Wer weiß vielleicht würde es ein guter Freund werden.
~ Er scheint lieb zu sein. Er hat nichts gegen mich. Ich sollte ihm wirklich ein wenig vertrauen. Doch ich sollte ihm nicht hier erzählen. Nicht hier mit den anderen Wölfen. Wenn überhaupt in Ruhe und alleine. Wenn überhaupt.. Es wird sich zeigen, ob er so ist wie er sich gibt ... ~
"Ich werde dir erzählen... Doch nicht hier wenn du verstehst. Nicht vor den anderen.. Ich.. es ist schwer... Ich muss dir vertrauen können... Ich.."
Damit neigte sie kurz ihren Kopf zur Seite und ihre Rute lockerte sich ein wenig. Jedoch war sie noch immer angespannt und wartete ab was weiter passieren würde. Würde der Rüde lieb sein. Würde er ihr nichts tun. Würde sie ihm erzählen können. Fragend hob sie ihren Kopf wieder und blickte ihn noch immer ein wenig geduckt an.
Banshee sah Lighto noch imemr erwartungsvoll an, doch der Wolf, der zuvor noch geheult hatte tauchte nun auf und so wandte sie sich langsam von dem Weißen ab und trat einige Schritte auf den Fremden zu, der sich mittlerweile an Bastar gewandt hatte.
"Du suchst wohl mich, Fremder ... ich bin Banshee, Leitwölfin, wie ist dein Name und was fürht dich in dieses Tal?"
Ihre Augen lagen jedoch nur kurz auf ihm, ein leises Flüstern und der Geruch von Acollon, vermischt mit Blut, tanzte zu ihr herüber. Sie fuhr herum und sah ihn langsam auf sich zu kommen, Wärme breitete sich in ihrem Inneren aus, sie begann und lächeln, es war, als würde der Druck, der die ganze Zeit auf ihr gelastet hatte bei dem Anblick des Rüdens verschwinden, Acollon war wieder da ... endlich. Sie spürte schon wie sich ihre Pfoten zu bewegen begannen, sie wollte ihm von ihrem Entschluss erzählen, sie wollte mit ihm alleine sein, wollte ihm gehören, doch stockte ssie. Der Fremde, sie mzusste mit ihm reden, konnte ihn nicht stehen lassen. Langsam wandte sie sich wieder um, die Augen auf den Fremden gerichtet wartete sie ungeduldig ab, wusste, dass sie unhöflich war, doch zog alles in ihr zu Acollon, sie meinte seinen Atem bereits auf ihrer Haut zu spüren.
Lighto sah Banshee hinterher. Er schüttelte den Kopf und sah in die Ferne. Ind iesem Rudel hatte er eigentlich nichts verloren und trotzdem blieb er hier. Er sah sich um. Hier war alles freidlich. Es kamen immer wieder neue WFlfe doch es gab keine streitereinen oder sonstiges hier. Zumindest bekam der wei/e RLde davon nichts mit. Lighto schleckte sich Lber die Lefzen und sah weiter gerade aus. Wieso ist Sky gegangen? fragte er sich und sah in die Richtung in die die braune F4he gegangen ist. Sie hatte ihre Stimme verloren und nun hatte sie ihn verlassen. Der RLde schLttelte den Kopf. Er musste sich von solchen Gedanken ablenken. Er sah Banshee zu wie sie den Fremden ansprach. Dann wandte er sich weg und lief in weg. Er lief eine Zeit lang nur rum und achtete nicht wo er hin lief. Auf einmal bemerkte er eine rote Blutspur im Schnee.
"Der schwarze Rüde ..."
Lighto sah sich um. Dann folgte er der Blutspur. Er sah den RLden im Schnee liegen und lief auf ihn zu. Er sah geschw4cht aus. Doch seine Pfoten waren Blutverkrustet. Die Verletzung musste schon einige Tage alt sein. Er stuppste den schwarzen an und sah ihn neugierig an.
"Geht es dir gut?"
Akash betrachtete die Fähe, die anscheinend Banshee hieß genau. Dann antwortete er:
„Mein Name ist Akash, ich bin auf der suche nach einem Rudel. Nach langer Wanderung, kam ich an eure Revier Grenze und so kam ich zu euch.“
Als Akash beendete sah er sich etwas um, bevor er seinen Blick wieder an die weiße Fähe richtete. Seine Rute war stark nach unten gerichtet, seine Ohren frech nach vorne gestellt. Er war bester Laune. Der Nachtschwarze Rüde setzte sich auf seine Hinterläufen und betrachtete die Fähe genau. Seine Augen funkelten, wegen der Sonne. Akash wusste nicht was sagen, dann aber viel ihm doch was ein:
„Darf ich euer Rudel begleiten und dein treues Mitglied werden?“,
Nach dieser Bitte, senkte sich Akash etwas zu Boden, sah sie mit lieben Augen an, dann wartete er ab, was sie sagen würde.
Bastar sah sie mitfühlend an und nickte leicht. Er wusste ganz genau was sie spürte. Da er in seiner Vergangenheit ebenso viel mitgemacht hatte wie sie, war er so schweigsam geworden. Aber trotz allem versuchte er so sanft wie möglich zu der Fähe zu sein um sie nicht nochmehr zu verängstigen.
" Hab bitte keine Angst mehr ... ja? "
Der Rüde lächelte sie wieder an. Er versuchte ihr wirklich mit allen mitteln die Angst zu nehmen und sie dazu zu bringen, sich etwas wohler zu fühlen. Bastar Hatte sie wirklich sehr gerne, doch warum er sie so mochte wusste er nicht. Mit einem mahl viel ihm auf, das sie irgendwie besonders hübsch war. Langsam glaubte der Graue übergeschnappt zu sein. Aber es war ja eigentlich nur die Wahrheit ...
Banshee nickte leicht, den Kopf schräg gelegt und musterte Akash. Sie hörte, wie Lighto zu Acollon ging und ihre Pfoten zuckten. Trotzdem blieb sie sitzen und lächelte den Rüden vor ihr an, er schien freundlich und ehrlich, kein Grund zur Sorge. Sie nickte erneut.
"Willkommen Akash, gerne darfst du in diesem Revier verweilen und dich meinem Rudel anschließen, bleibe so lange du willst, du bist immer willkommen, solang du dich an die Regeln hälst."
Sie lächelte noch immer, mittlerweile saß sie leicht schräg, den Blick immer wieder auf Acollon gleitend, gleichzeitig jedoch starr sitzen bleibend. Dann, ohne dass sie darauf vorbereitet war, erklang ein Heulen, sie erkannte die kräftige, selbstbewusste Stimme sofort, ohne es zu merken, stand sie plötzlich auf den Pfoten ... Falk, es war wahr, er war wieder da. Ihr Körper erzitterte, Freude überkam sie in raschen Schauern, Falk, ihr Freund und Berater. Sie riss die Schnauze in die Höhe, ein Funkeln in den Augen.
"Falk, komm zu uns!"
Ihre Freude ihn wiedersehen zu können würde sie ihm sagen können, wenn er bei ihnen war, sie würde Ayala holen, die Fähe würde sich so freuen, all die Vorwürfe und Sorgen, die sie sich gemacht hatte, wären dahin. Falk war wieder da! Die Rute gestrafft stand sie mit leicht gespreizten Läufen da, die Schnauze in den Wind und nur ab und an die Augen von Acollon zu Akash huschen lassend.
Kaedes Blick verweilte auf Bastar. Sie hörte ihn zu ihr reden. Sie verstand seine Aufforderung, sie versuchte ihr nachzugehen doch so ganz gelang es ihr nicht. Plötzlich zuckte sie leicht zusammen. Er sah sie so komisch an. Leicht verzog sie ihre Lefzen und beobachtete ihn genauer. Dann leckte sie sich kurz über die Schnauze
"Ich werde es versuchen....Bastar..."
Mehr sagte sie nicht. Mehr musste sie nicht sagen... Jedoch zitterte sie wieder leicht. Warum konnte sie diesen zwei Wölfen und insbesondere ihm dem grauen Wolf nur so sehr vertrauen. Was hatte er an sich, dass sie ihm erzählte. Ja ihn sogar mochte. Es war sehr verwirrend. Immernoch verweilten ihre Augen auf ihm. Wendeten sich nicht ab und zuckten auch nicht. Sie schien die außenwelt komplett vergessen zu haben. Ihre augen hatten sich an dem Wolf verfangen. Dann jedoch schüttelte sie energisch den Kopf und schaute nur noch ein wenig verwirrt drein. Ja man konnte ihr die Weisheit ansehen. Viel hatte sie in ihrer noch kurzen Lebenspanne erlebt, gesehen und gelernt. Doch immer wieder wa da dieser verwirrte ausdruck. Sie konnte sich schlecht erinnern. Wollte sich nicht erinnern. Doch ihm wollte sie erzählen. Er sollte erfahren. Wenn er wollte. Er schien ebenfalls schweres durchgemacht zu haben. Wenn es ihn nicht belasten würde. Nicht belasten würde ihre Geschichte zu kennen. Er war schweigsam. Ebenso wie sie. Vielleicht fühlte sie sich deshalb so zu ihm hingezogen. Doch sie konnte es einfach niht deuten. Es war zu schwer für sie. Ihre Rute schwenkte nun locker von Rechts nach Links. Ihre Ohren waren leicht aufgestellt und nur ihre Augen zeigten ihre Verwirrung. Eine Pfote war leicht angezogen. Jedoch zuckte sie nicht mehr sondern stand still. Ganz still fast als wäre sie eingefroren.
Seine Augen vernahmen erst nur ein Wirbel Schnee und das grelle Weiß, das ihn umgab, als er eine Stimme zu sich sprechen hörte. Dann fielen Acollon erst die schwarzen Augen und die ebenfalls schwarze Nase auf. Es war der Weiße Neuling. Lighto, war sein Name gewesen, so glaubte zumindest Acollon. Der Schwarze erhob sich, es schien mühelos und fast so, als sei nichts an Schmerzen zu fühlen. Die Verkrustung an den blutigen Pfoten rissen und der Spannung und fingen wieder an zu bluten. Mit genervten Augen fixierte er den Weißen.
“Mir geht es prächtig“,
dass dieser Satz für Sarkasmus triefte, muss man an dieser Stelle nicht dazu sagen. Acollon schüttelte sich den Schnee aus dem Fell und musterte wieder anschließend den Weißen.
“Wie war doch gleich Dein Name? Lighto?“,
sagte er beiläufig und in einem gewohnten kalten Ton. Er lauschte und witterte, so, dass man es nicht erkennen konnte, die Ohren bewegten sich nur leicht, doch er versuchte den jungen Hirsch, den er als Geschenk für Banshee zur Ranzzeit schenken wollte, ausfindig zu machen.
Der graue sah Kaede weiterhin an. Sie tat ihm sehr leid. Er sah ihre verwirrung, und deutete darraus, das sie ebenso viel mitgemacht haben musste wie er. Vorsichtig nährte er sich wider mit der schnautze. Ebenso vorsichtig rieb er ernneut seinen kopf an ihrem weichen Hals und standt dann auf. Bastar schüttelte sich und schnüffelte kurz in der Luft, ehe er sich wider hinsetzte. Etwas unsicher zuckte er mit einem ohr und sah Kaede wider an. Wie schön sie doch war und wie prächtig ihr Fell glänzte. Der Rüde fand, dass das Fell der Fähe in der Sonne noch schöner aussah als es sowiso schon war. Er leckte sich ernneut über die Schnauze und sah kurz in den Himmel bevor er seinen Blick wieder dahin wandt, wo er vorher gewesen war ...
Kaedes Blick, der auf Bastar festgefroren schien, wendete sich erst leicht, nachdem seine Schnauze abermals an ihrem Hals rieb. Dann stand Bastar unvermittelt auf und sie schaute zu ihm hoch. Dann ließ sie sich auf ihr Hinterteil fallen und knickte ebenfalls mit den Vorderpfoten ein um sich hinzulegen. Sonderlich bequem lag sie nicht da. Eher in der Form , dass sie sofort aufspringen konnte, doch war sie sehr geschafft von ihrer langen und mühsamen Reise. Kurz schloss sie die Augen, bis sie wieder den Blick von Bastar auf sich spürte und die Augen zu ihm gewendet öffnete. Kurz konnte man ein sehnendes glimmen in ihnen erkennen, was aber sofort wieder von ihrer Verwirrtheit überschattet wurde. Dann glitt ihr Blick kurz zu dem anderen Wolf und ängstlich verzogen sich ihre Lefzen. Noch immer hatte sie Angst, dass einer der anderen Wölfe sie nicht mögen würde. Gewiss würde es welche geben. Mit diesem Gedanken konnte sie nur nicht klar kommen. Erschaudernd stand Kaede schnell wieder auf und tappte ein wenig hinter Bastar und schielte an ihm vorbei. Plötzlich überkam sie wieder all ihre Angst und mit panisch aufgerissenen Augen stand sie leicht bebend da. Dieser Wolf erinnerte sie. Er war es nicht das war klar, doch die Erinnerung machte sie fertig. Schützend schmiegte sie sich an Bastar. Vollkommen vergessen hatte sie, dass sie auch ihn erst eben kennen gelernt hatte.
"Banshee... Kann ich ein wenig...Hm.. Mich entfernen bis ihr fertig seid?"
Bittend schaute sie hinter Bastar zu Banshee. Hoffte auf eine Antwort. Selbst wenn keine kommen würde. Sie würde gehen müssen. Nicht für immer nein. Nur ein wenig aus der Weite des Wolfes. Musste sich beruhigen. Musste vergessen. So konnte das doch nicht weitergehen. Ein Leben in Angst. Was war das für ein Leben. Es war aussichtslos. Es hatte keinen Sinn.
Geduckt stand sie da. Ihre augen bittend und panisch zu gleich.
~Sollen sie doch denken was sie wollen. Banshee hat mich aufgenommen. Beruhig dich Kaede. Du musst nur kurz weg. Versuchen zu vergessen. Wenn sie es erlaubt.. Und wenn nicht?~
Abwartend stand sie da und außer ihr bebender Körper regte sich nichts an ihr. Sie spürte das Fell des grauen Wolfes. Hoffte einfach, dass er sich nicht gegen sie wenden würde. Hatte seine Blicke auf sie noch nicht ganz verdrängt ...
Lighto sah den Rüden an. Sogar ein Blinder hätte bemerkt, dass der Rüde Schmerzen hatte. Doch er sagte nichts.
"Ja ich heiße Lighto. Seit einiger Zeit bin ich in diesem Revier. Und wie heißt du?"
Der Rüde lächelte freundlich doch seine Gedanken schweiften ab. Wieder dachte er an Storm. Wie schon früher konnten sie nicht miteinander reden. Lighto schüttelte sich. Der Schnee regte ihn auf. Er wollte die Wärme der Sonne spüren. Er sehnte sich nach der Sonne, nach dem Licht und nach einer Freundlichen Fähe. Lighto sah sich um in der Umgebung und lächelte.
"Da kommt wohl ein Hirsch auf uns zu."
meinte der Rüde beiläufig und sah sich um. Er roch in der Luft den Hirsch.
Der Rüde stellte sich schütztend vor Kaede.Er wollte sie etwas beruigen.
"Lauf nur ... sie wird dir nicht böse sein."
Freundlich lächelte Bastar sie an und sah kurz zu Banshee und den fremden Wolf. Auch er kannte den Rüden irgendwoher...Aber er wollte garnicht wissen warum er ihm so bekannt vorkahm. Noch einmal sah der Graue nach hinten zu Kaede und zwinkerte ihr zu. Seine Rute bewegte sich gleichmäßig hin und her, und ernneut zuckte eines seiner Ohren. Er laß die Angst aus ihren Augen . Bastar hob den Kopf und stieß ein Heulen aus, dann wechselte er noch einmal die Blicke zwichen den anderen Wölfen ehe er ihn wider auf Kaede richtete.
Für einen moment sah er ihr in die Augen.
"... und wenn du Hilfe brauchst ... dann ruf mich, ja?
er lächelte erneut aufmunternt zu ihr.
Angespannt stand Kaede da. Sie vernahm seine Worte, doch war sie vorerst unfähig sich zu bewegen. Wenn sie Hilfe brauchte. Plötzlich drehte sie sich panisch um und rannte davon. Nicht allzuweit. Sie würde schnell wieder da sein können. sie hoffte Banshee würde ihr Verhalten nicht missbilligen.
Im Schnee sah man deutlich ihre Spuren, doch hier war sie nicht auf der Flucht. Nach einigen Minuten blieb sie erschöpft stehen. So hatte sie sich die Ankunft bei einem neuen Rudel nicht vorgestellt. Warum war es bloß so gekommen? Verwirrt ließ Kaede sich in den weichen Schnee fallen. Dank ihres dicken Felles spürte sie die Kälte nicht und rollte sie leicht zusammen. So lag sie da und dachte über ihre Angst, ihre Reaktion und ihr früheres nach. Sie fühlte sich einsam, doch fand sie es nicht fair Bastar auch noch weg zu locken, so blieb sie still da liegen wo sie war.
~Was soll das ganze Theater. Kaede reiß dich zusammen und zeig, dass du eine starke Wölfin bist. Sei nicht immer so feige. Angst ist dumm und dämlich. Du sollst hier ein neues Leben anfangen. Doch wenn du so anfängst wird das sowieso nichts. Hilfe ich kann nicht ich habe Angst~
Trot allen Bemühungen blieb sie still im Schnee liegen. Der Gewissens Konflikt in ihr blieb bestehend. Keine Seite gewann die Überhand. Doch dann stand sie nach einigen Minuten entschlossen auf. Es sollte doch auch mal genug sein.
Tapsend tat sie einen Schritt in die Richtung aus der sie gekommen war. Dann blieb sie doch wieder zweifelnd stehen. Durchringen konnte sie sich wieder kurze Zeit nicht. Langsam bewegten sich ihre Pfoten auf der Stelle. sie wollte zu Bastar zurück keinen Zweifel. Auch wenn sie ihre Gefühle nicht richtig Verstand und Orten konnte, wusste sie, dass sie ihn gern hatte. Er ein guter Freund war. Er sie beschützt hatte. Sie war ihm etwas schuldig.
Mit einem Satz preschte sie nach vorne zu den anderen Wölfen. Kam leicht außer Atem dort an. Sie war doch nur kurze Zeit weggewesen. Alle standen noch wie vorher. Den neuen Wolf musterte sie nicht. Duckte sich nur vor Banshee um ihr ihre Entschuldigung auszudrücken und ihre Unterwerfung abermals zu zeigen. Dann tapste sie so an ihr vorbei auf Bastar zu. Vor ihm blieb sie ebenfalls stehen und duckte sich nochmals. Nicht so weit wie vor Banshee. Sie war die alpha, doch ihm war sie ebenfalls etwas schuldig
"Ich stehe in eurer beider Schuld."
Meinte sie nur leise und stand dann still da. Nun lag es in Banshees Pfote, was sie mit ihr machte. Es lag an Bastar, was er tat. Nur einmal kurz stupste Kaede ihn leicht an der Schnauze an und setzte sich dann einfach hin ...
Bastar war die ganze Zeit an der selben stelle geblieben. Nur einmal war er kurz aufgestanden und hatte sich geschüttelt, oder mal gestreckt. Der Rüde hatte die ganze Zeit über den anderen Wölfen zugehört und sie alle bis auf das kleinste detail gemustert, denn er sollte ja wissen, wer sich in dem Rudel aufhielt, und wie er die Wölfe hier einzuschätzen hatte. Plötzlich nahm er den Geruch von Kaede wahr, und sah sich etwas aufgeregt um.
Als die Fähe ihn sachte anstupste,wurde er etwas verlegen, und stupste sanft zurrück. Auch wenn er es sich nicht so richtig eingestehen wollte,hatte er sie die kurze zeit wo sie weg war, vermisst. Wie nur konnte er so schnell, eine fremde Fähre so gern haben? Es waren wider viele fragen die ihn zu erdrücken versuchten. Langsam lies er die forderpfoten sinken un dlegte sich hin. Den kopf legte er sanft auf die Pfoten. Der Rüde genoss die frische Luft, wie auch die anwesenheit von kaede.
Als Bastar sie sanft zurück stupste wurde sie ebenfalls leicht verlegen und schaute ihm zu, wie er sich hinlegte. Sie wusste nicht genau, was sie nun machen sollte. anscheinend dauerte es länger mit Banshee und den anderen wölfen, also konnte sie sich ja eigendlich mit Bastar unterhalten. Nur über was... Ihre Geschichte wollte sie wenn überhaupt ganz alleine erzählen, jedoch...
"Wie bist du hier her gekommen Bastar?"
Fragt sie dann mit leiser stimme, die trotz all ihrer vorherigen Angst fest und melodiös klang. Gespannt wartete sie ab, ob er antworten würde. Es kam ihr so komisch vor, dass sie so vertraut mit ihm umging. Das hatte sie noch nie gemacht. Niemals war sie einem Wolf so nah gewesen. Hatte ihn nach kurzer Zeit schon vermisst. Sie war verwundert über sich selbst. Wer oder Was tat dies in ihrem Körper. Für eine Jungwölfin wie sie, die noch dazu alleine gewesen war, war diese Frage unmöglich zu beantworten.
Leicht zuckte ihre Pfote und mit einem leichten seufz Geräusch legte auch sie ihren Kopf auf die überkreuzten Pfoten und musterte Bastar schräg von der Seite liegend.
Er war wirklich hübsch, Man konnte es nicht anders nennen und doch streubte sich was in Kaede, sich dies einzugestehen. Sein graues Fell stand mit dem weißen Schnee nicht sehr im Kontrast und trotzdem viel er auf. Stach einem ins Auge. Oder lag es daran, dass Kaede kaum ihren Blick von ihm wenden konnte?
Ärgerlich schüttelte sie wieder den Kopf und schaute betreten zur Seite. Die anderen Wölfe kaum beachtend lauschte sie kurze Zeit auf die Geräusche um sie herum. Doch viel war nicht zu hören. Weit entfernt das schwache Bach Rauschen und der Wind, der seine Geschichten erzählte. Leicht verzogen sich ihre Lefzen und sie erhob kurz den Kopf und sog die frische Luft ein. Dann ließ sie den Kopf wieder auf ihre Pfoten sinken und starrte leicht an Bastar vorbei, wobei sie immer noch auf eine Antwort auf ihre Frage wartete. Oder eben auf eine Abweisung, dass er nicht erzählen würde. Sicher würde sie auch dies akzeptieren ...
Noch eine Weile lang betrachtete Acollon den weißen Rüden. Interessant war, dass der Schwarze nicht gleich wissen wollte, wann Lighto sein Ende erfasste. Etwas erstaunt, aber nicht sonderlich wütend darüber legte der Rüde die Stirn in Falten.
“Acollon“,
meinte er knapp. Sonst war der Schwarze nicht der Typ, der sich gerne auf ein Gespräch mit irgendwelchen neuen Rudelmitgliedern einließ, generell zog er doch eher die Einsamkeit vor, auch wenn der Tod, sein Vater, nicht mehr nach ihm zu trachten schien. Aber es war eh nur eine Frage der Zeit, bis der Schwarze sich wieder gemeinsam mit Banshee und den anderen Rudelmitgliedern gegen Fenris stellen musste. Den Hirsch beachtete Acollon nicht mehr. Er kannte dessen genaues Gewicht, dessen Alter und Stärke, das müsste genügen um dieses prachtvolle Tier seiner Gefährtin zu schenken. Weiter hinten auf dem Rudelplatz sah Acollon seine Geliebten. Für einen Moment vergaß er vollkommen die Anwesendheit aller anderen Wölfe, dachte darüber nach, dass es Zeit war, sich Banshee ganz zu offenbaren.
Mit einem leichten, dennoch kühlen Lächeln, fand er sich wieder in die Realität ein.
“Mein Hirsch“,
meinte der Schwarze mit einem breiten und fiesen Grinsen, dennoch konnte man die deutliche Drohung im Unterton nicht überhören. Langsam setzte Acollon eine Pfote vor die andere. Hielt auf dem halben Weg und drehte sich zu dem Weißen um:
“Ich hoffe, Du entschuldigst“,
meinte er kühle, und nickte in Richtung Hirsch.
Bastar hob den kopf und sah zu Kaede. Wie er hier her gekommen war?Er musste überlegen.
"Hm ... also ich würde sagen..mit deinen ... Pfoten."
Für einen moment musste der Rüde grinsen, lenkte dann aber schnell wider ab.
"Nun, ich kahm von Süden ... aus einem anderen Rudel ... schlimme zeit ... die Sonne brannte den ganzen Tag auf uns nieder und es gab tausend Waldbrände."
Dann brach Bastar ab.Er wollte ebenfalls erzählen, doch er fand das es die anderen Wölfe fürs erste nichts anging. Wenn Kaede ihm erzählen würde, würde ihr auch erzählen. Wenn sie überhaupt mit ihm darüber reden wollte. Nochimmer sah er die Angst in ihren augen, und legte seinen kopf dann dicht neben ihren.
Eigentlich wollte er sie auch fragen woher sie gekommen war, und warum, doch das lies er bleiben, er fragte es wan anders. Vieleicht wenn die beiden alleine waren oder so. Immer wider sah er sie on der Seite her an.
Sie war so schön. Der graue Rüde nahm die kälte unter seinen Pfoten kaum wahr. Ihm wurde es aufeinmal ganz warm ...
Als Bastar anfing zu erzählen musste Kaede kurz ihre Lefzen hochziehen. Mit seinen Pfoten, wer hätte das gedacht. Als er dann kurz nur von seinem anderen Rudel erzählte, lag Mitleid in ihren Augen. Waldbrände waren für ein Rudel etwas schlimmes. Auch für alle anderen Tiere... Doch dann schwieg der graue Wolf ihr gegenüber. Legte seinen Kopf an den ihren. nun konnte sie ihm aus der Nähe direkt in die Augen sehen. Sie Blinzelte nicht, sondern offenbarte ihm ihr erstaunen und ihre Verwirrung über diese Tat, jedoch blieb sie schweigend so liegen.. Vielleicht würde er ein anderes mal erzählen.. Vielleicht könnte sie dann auch erzählen... Dieser Wolf war etwas besonderes.. Ganz sicher war sich Kaede da nun. Kurz drehte sie ihren Kopf in die Richtung der anderen Wölfe. Sie bemerkte sie aufgeretg Banshee war. Sicherlich wartete sie au fden schwarzen Wolf, der noch ein wenig von ihnen entfernt war. Sicher kannten die beiden sich gut, wenn sie nicht sogar Gefährten waren...
Leicht seufzte Kaede. einen Gefährten hatte sie noch nie wirklich gehabt. Dieses eine mal..
Mit einem Kopfschütteltn verdrängte Kaede diesen schrecklichen Gedanken. Trauer lag nun in ihren Augen, jedoch kaum noch Angst. Sie fühlte sich sicher bei dem grauen Wolf... Es interessierte sie, wie alt er war.. sie konnte ihn schlecht einschätzen.. Doch es kam ihr ein wenig unhöflich vor, nach seinem Alter zu fragen... doch gewiss würde er sie verstehen... Und wenn nicht? Der Zweifel nagte an Kaede... Was wenn sie ihn damit vertreiben würde.? Wenn er beleidigt sein würde? Wenn er gehen würde, oder sie angreifen würde?
Nein letzteres sicher nicht... Wie schwer es war sich zu entscheiden...
"Bastar ich..."
Kurz brach sie ab
"Wie alt bist du?"
meinte sie dann verlegen und schaute ihn mit leicht schräg gestelltem Kopf an. Ihre Ohren hatte sie ebenfalls ein wenig weggeklappt. Jedoch schaute sie ihm weiter hin in die Augen. Sie konnte weit in sie sehen... Sah ihren Kopf, mit den ängstlichen und traurigen Augen... Wartete auf seine Antwort
"Ich bin 3."
meinte sie dann leise... Wartete wieder ab.. Bewegte ihre Rute leicht im Schnee... Sie lag nicht entspannt nein aber sie lag und das sollte schon was heißen... wie selten lag sie richtig entspannt? Niemals wenn jemand in der Nähe war... Niemals.. es wäre viel zu gefährlich.. Man käme nicht rechtzeitig hoch... sowieso war das Leben gefährlich... Doch so musste es anscheinend sein.. Wieder seufzte Kaede leicht und musterte den Rüden...
Bastar sah sie wider von der seite her an.Vorsichtig blintzelte er und sah dann wider gerade aus.
"Ich ... bin zwei. "
murmelte er. Langsam nahm er tausend gerüche wahr und begann langsam, sie alle von einander zu unterscheiden. Vor allem der geruch von kaede speicherte er. Sie roch so gut. Darin bestand kein zweifel,da war der Rüde sich sicher. Langsam überfiel ihn die Müdigkeit und ein langer aber leiser seuftzer entfuhr dem Wolf. Etwas erschöpft blintzelte er ins leere, und dachte eine weile nach. Auch über Kaede. Trotzallem überlegte er auch, ob er nichtmal einen moment mit Kaede irgendwohin gehen könnte, wo beide allein sind, und mal in ruhe sprechen könnten. Das Reden würde der Fähre bestimmt helfen. Jedenfalls in Bastars Augen.
Aber sicher war er sich nicht. Trotzdem wollte er es versuchen. Wenigstens einen Anfang wagen. Vorsichtig standt er auf.
"Banshee wird uns bestimmt nicht böse sein. "
Mit einer Kopfbewegung zeigte er in richtung Wald.
Sofort schoss Kaede ein Gedanke durch den Kopf...
~Er ist jünger als ich. Hätte ich nie gedacht ...~
Sie sah, dass er müde war und dann als er in den Wald deutete blickte sie zu Banshee. Es wäre das zweite mal, dass sie ohne Fragen gehen würde. Würde sich das nicht negativ auswirken ... Doch dann stand sie auf und schüttelte sich kurz
"Banshee tut mir Leid.. Ich muss mit Bastar reden... Bitte.. Sei nicht böse"
damit duckte sie sich kurz und ging dann in den Wald. Nicht weit, nur dass die anderen Wölfe sie beide nich mehr hören konnten. Ihr war bewusst, dass Bastar folgen würde. Sie setzte sich hin und leckte erst über ihre Pfote und dann über ihre Schnauze... Dann schaute sie in die Richtung aus der sie gekommen war und erwartete Bastar ...
Bastar sah nochmal zurrück. Seine schwarzen Augen sahen sich um.Mistrauisch und unfreundlich. Dann richtete er sie wieder auf Kaede. Er lächelte wieder und sah sie innig an.
"Jetzt sag ... was hast du so Schlimmes erlebt das deine Augen die Angst ziert? "
Anscheinden wusste der Rüde ganz genau was er sagte.
Sein blick richtete sich wider in ihre Augen. Dann setzte er sich vorsichtig und spürte, wie der schnee unter seinen pfoten,durch seine Körperwärme zu schmilzen anfing. Er rieb sich mit der linken Pfote kurz über das Gesicht. Dann sah er die Fähe wider an. Sein warmes und liebevolles lächeln blieb. Doch seine Augen sagten nun garnichtsmehr über ihn aus. Sein Blick war nicht leer..aber auch nicht gerade vielsagend.
Ruhig verharrte der graue Rüde, wartete auf Zeichen, wartete auf gegebene Antworten, auf nicht gestellte Fragen, wartete auf eine Reaktion. Doch sie kam nicht, keine direkte. Langsam kam Diablo seinen kleinen Vorsprung herunter, nur langsam, Schritt für Schritt. Sein Gang sprach von Selbstvertrauen, Selbstsicherheit und Gelassenheit. Seine tiefdunklen Augen funkelten nicht, aber sie waren auch nicht dumpf. Geradewegs treu sahen sie zu den beiden Fähen. Stolz, anmutig und leise. Den Kopf nicht zu einer arroganten Position erhoben, aber auch nicht demütigend zu Boden gerichtet. Zielstrebig, doch nicht aufdringlich. Leicht rau und kalt, dennoch Loyalität und Ehrlichkeit in den Augen stehend. Wahrlich, der hitzköpfige Jüngling war ausgetauscht durch einen starken und recht stattlichen Rüden.
Erst als er vor den beiden Fähen stand, wagte er ein leichtes Lächeln und eine ebenso unmerkliche Verbeugung.
Er starrte die Fähen nicht an, musterte sie nicht, betrachtete sie nicht, doch sah er sie ganz offen an. Nicht neutral, dennoch auf Distanz.
“Mein Name ist Diablo dé Amés Noir, Wind des Nordens, getragen aus den alten Ländern und zum zweiten Verweilen in diesem Revier. Sagt mir doch, ihr schönen Fähen, sind die Alphawölfe die Gleichen geblieben? Banshee, die wunderschöne Weiße und Acollon der Teufelsrüde?“,
seine Worte klangen fremd, dennoch passte sie auf sein Erscheinen, sein ganzes Wesen. Und erst jetzt zeichnete sich die gleiche Güte wie vor vielen Jahren in seinem Gesicht ab.
Aber nicht nur die Güte, sondern auch die herben charakteristischen Züge, die er der rauen See zu verdanken hatte, fanden auf diesem Gesicht Platz. Sein Fell hatte sogar nach einigen Mondwenden immer noch diesen leichten Salzgeruch der See, des stürmischen Meeres. Seine Augen erinnerten an die Tiefen dieses Meeres, an dieses Wilde und dennoch dieses Stetige und Ruhige.
Diablo wartete auf eine Antwort.
Inuki hatte geschlafen und erhob sich nun Genüsslich streckte sie sich und gähnte Herzhaft.. Schlieslich schritt sie richtung Wald. Sie hatte sich am Rudelplatz herumgetrieben und schlenderte nun zu den anderen. In der ferne erblickte sie eine kleine Gruppe Wölfe und konnte darunter auch Banshee riechen. Mit einem leisen lächeln schritt sie vorran und blieb bei der Gruppe stehen.
"Tag ihr.."
Sagte sie kurz und freundlich und sah richtig glücklich aus..Es freute die weisse einfach endlich ein Rudel zu haben und nicht ewig ziehen zu müssen.
Kaede sah Bastar noch einmal zurückblicken und dann jedoch warm lächelnd auf sie zuschreiten. Sofort erhellten sich ihre Augen für einen Moment liebevoll, vervielen dann jedoch wieder in die Traurigkeit wie zuvor. Sein Lächeln blieb, auch nachdem er gesprochen und sich gesetzt hatte, jedoch waren seine augen ausdruckslos geworden. Kurz zweifelte Kaede. Sollte sie ihm wirklich erzählen. Ihm anvertrauen... Sollte sie es wagen? Dann begann sie stockend zu sprechen
"Ich...Angst... Früher.. Es war so... Warte...
Ich habe eigendlich schon immer Angst...Mein altes Rudel...Es hat mich verjagt.. Ich ziehe fast 2 Jahre meines Lebens alleine umher.. Mir eilt ein schlechter Ruf vorher.. Kein Rudel hat mich aufgenommen...
Damit verstummte sie.. mehr konnte sie vorerst nicht sagen.. Nicht die ganzen schrecklichen Einzelheiten... Er sollte sich nicht mit ihrem Dreck abgeben müssen. Leicht jaulte sie auf. Blickte ihn wieder an
"Und was ist mit dir?"
Richtete sie ihre Frage an ihn. Es interessierte sie. Sie hoffte, dass er ihr ebenfalls vertrauen würde. Wer weiß.. vielleicht würde sie sich irgendwann überwinden ihm alles zu erzählen.. Vorerst sollte es reichen. Ihre augen flehten nun nach zärtlichkeit. Es war ihr nicht bewusst, jedoch hatte sie Angst. Angst vor der Vergangenheit. Sie saß verzweifelt da. Starrte stumpf vor sich hin. Dachte an früher. Zwar wartete sie auf eine Antwort... Sie würde zuhören sobald er sprechen würde.. Doch noch sprach er nicht. Noch saß er still da. Nichts konnte man ihm ansehen. Doch ihr umso mehr. Alles tat ihr weh.. Innerlich... Sie saß da.. bewegte sich nicht... Spürte nicht den Schnee.. War sich seiner Anwesenheit kaum noch bewusst... Es tat ihr alles so schrecklich Leid.. sie konnte es kaum ausdrücken... Sie hob kurz ihren Kopf. Schaute ihn mit glasigen Augen an. Schien durch ihn durch zu schauen. Eigentlich wartete sie nur darauf, dass Banshee sie wütend zurück rief. Sie aus dem Rudel verbannen würde... Es wäre ihr gutes Recht. Sie war gerade erst aufgenommen und lief schon ohne Erlaubnis weg. Wobei sie hatte geredet... Aber Junge Wölfe sollten eigentlich warten. Warten bis sie dran waren...
Hanako betrachtete mit sanften Augen ihren Gefährten und lächelte, sie würden also eine Familie zeugen, hanako freute sich schon unendlich sehr darauf, sie liebte Welpen, sie würde das schon irgendwie alles unter einen Hut bekommen, da war sie sich sehr sicher. Die Leftzen noch immer geformt zu einen Lächeln stupste sie Hidoi mit ihrer Schnauze an und ging mit wedelnder Rute langsam um ihn herum. Der verführerische Duft der Fähe wanderte um den Rüden umher, fesselte ihn, Hanako wusste es, sie spürte es, der Trick würde klappen, auch dieses Mal.
Mit einem zärtlichen Blick zu Hidoi tapste sie vorsichtig aber lockend etwas vom Platz weg, sie suchte mit ihren Augen eine ruhige Stelle für Hidoi und sie, wo sie kein Wolf stören würde, wo die Liebe für sie alleine da stand. Die weiße Fähe richtete ihren Blick kurz auf ihre Pfote, dann grinste sie wieder leicht zu Hdioi, sie spürte, dass er folgen würde, welcher Rüde würde dies nicht tun?
Mit dieser Gewissheit beschleunigte sie ihren Schritt mehr und mehr, sie tänzelte fast über den Boden, über den Schnee, wartete nur so auf Hidoi und hoffte inständig, dass der tiefgraue Rüde mit den stechenden gelben Augen wusste, was er tat. Er sollte nicht unüberlegt mit ihr eine Familie haben, nur, um ihre Wünsche zu erfüllen, es steckten da auch Gefühle hinter und diese wollte sie auch von ihm spüren. Aber Hanako war sich sehr sicher, dass der Stahlgraue hinter seiner harten Schale etwas sehr weiches hatte, was er wohl auch nur ihr schenkte.
"Hier ist es wundervoll ruhig."
Flüsterte Hanako mit einer sanften Stimme, die ihre Lust der Wünsche trotz dessen wieder spiegelte, es verzauberte sie alles so sehr, ihre Rute wedelte noch immer leicht, war aber bereit dazu, den Weg frei zu geben für ihren Gefährten.
Bastar lächelte die Fähe weiterhin an. Dann schüttelte er den Kopf.
"Es war nie viel gewesen...es war eine heiße gegend...wenigstens 3 brände im Monat...es war hart...viele meiner freunde sind bei diesen bränden gestorben..wurden eingefangen und als mäntel verarbeitet..."
Der Blick des Rüdens hatte sich nicht verändert. Er war leer geblieben. Trotzdem war irgendetwas liebevolles darin zu finden. Seine schwarzen Augen schienen so durchdringlich zu sien, das es der Fähe schon bald so vorkommen musste, als ob er ihr direkt ins Herz sehen würde. Bastar sah all ihren schmerz, ihre Trauer...Ihre Angst. Er verstandt gut,wie sie fühlte. Trotz allem wollte er nicht weitererzählen. Zu aller erst wollte er, das die Fähe weitersprach. Aber der Rüde drang sie zu nichts.
Sie musste nicht sprechen wenn sie nicht wollte.
Das war ihr überlassen. Er fing den blick von ihr auf, der sich nach zärtlichkeit zu sehnen schien. Jemand...der sie festhielt wenn sie viel..jemand, der bei ihr ist wenn sie es am meisten braucht..jemanden dem sie vertrauen konnte...! Bastar nährte sich ihr langsamund etwas unsicher, und setzte sich so neben sie, das sie sich leicht anschmiegen konnte, wenn sie wollte. Er wollte ihr auf garkeinen fall in irgendeiner weise wehtu, oder sie kränken. desshalb ging er so sanft wir möglich mit ihr um.
Auch ihr zierlicher Körper war von allem Bösen geschützt.
ER würde sie beschützen falls etwas passierten würde, und er würde sein leben für sie lassen, wenn es soweit kommen würde. Aber noch war es ja nicht soweit,und er wollte die ganze sache langsam angehen ... warten ... wie sie reagieren würde.
Hidoi sah seiner Gefährtin mit einem leichten Ohrenzucken nach. Leicht unsicher im Inneren setzte der Stahlgraue, große Rüde langsam eine Pfote vor die andere. Schließlich verließ er den Rudelplatz und hob den Kopf wieder etwas. Seine Ohren drehten sich hin und her, die Schnauze zog sich kraus, während er in der Luft nach ihrem betörendem Durft schnupperte. Gleitend flogen seine riesigen Pfoten über den Schnee, er war in einen gemächlichen Trab gefallen. Noch immer schwirrten zweifelnde Gedanken in seinem Kopf herum. Er würde also Vater werden? Wäre er denn ein guter Vater? So ein rauer Krieger wie er... Es würde schon werden. Schließlich hatten es so verhasste Wölfe wie seine Eltern auch geschafft ihn auf zuziehen. Zwar auf ihre andere Weise und doch lebte er. Immerhin etwas.
Sanft war sein Blick auf die schöne, weiße Wölfin gerichtet, die inzwischen auf einer verschneiten Lichtung stehen geblieben war. Auch er wurde langsamer und senkte den Kopf ein wenig. Sogar seine Rute schwang ganz sachte ein wenig hin und her. Wenn man diesen Hidoi mit dem vor ein paar Monaten verglich würde man den Kopf schütteln und daran zweifeln, dass er noch der Selbe war. Schließlich blieb er neben Hanako stehen. Seltsamer Weise fand er dieses Mal keine Worte sondern fuhr einfach nur kurz mit der Schnauze durch ihr dichtes Fell am Hals.
Leé schaute gedankenverloren Hidoi und Hanako hinterher. Dann drehte sie sich um und trabte Richtung Rudelplatz. Ihre Ohren waren unachtsam nach hinten gelegt. Die junge Fähe dachte an ihre richtige Familie. Es war das erste Mal, dass die Braune an ihre verstorbenen Eltern und Geschwister dachte. Leés Augen wurden matt und schienen wässrig zu sein. In ihren Augen spiegelte sich das Feuer, welches die Fähe einst, als sie noch eine Welpin war, verändert hatte. Langsam begann der bereits vertraute Wald der Sternenwinde zu verschwimmen. Ein seltsamer roter Schein lag auf den Bäumen und Blättern. Es flackerte unheimlich und zögerlich drangen Flammen durch die Bäume und züngelten sich unaufhaltsam an den Stämmen der alten Eichen und Birken hoch. Grauer Rauch umschlang Leé und die Fähe schloss ruhig die Augen. Sie schien förmlich den Rauch auf ihrer Haut zu spüren. Die Hitze des Feuers umgab sie...die Fähe hob den Kopf und rannte in das Feuer hinein. Die Flammen umschlossen sie und züngelten um ihre Schnauze. Ihre Augen blieben ruhig. Doch ihr Herz klopfte wild. Leé wollte atmen und hatte das Gefühl zu ersticken. Hilflos versunken in ihre Vorstellung legte sie sich nach Luftrangend hin. Immer wieder versuchte die Fähe zu atmen, doch es misslang ihr. Sie japste verzweifelt und wälzte sie sich. Das Feuer kam immer näher und schien ein Teil von ihr geworden zu sein. Wild zuckende Bilder schwirrten vor ihren Augen vorbei. Bilder, die sie niemer gesehen hatte, nach dem Tod ihrer Eltern und nach dem Feuer. Sie sah immer wieder das Rudel ihrer Eltern. Die verzweifelten Augen, pochenden Herzen und sterbenden Seelen der Wölfe, welche versuchten dem Feuer zu entkommen. Immer wieder tauchten Fetzen ihrer Vergangenheit auf. Ihre Mutter, die sich schützend über sie legte. Die Wärme ihres braunen Pelzes. Kurz sah sie die Augen ihres Vaters, wie sie sich schlossen und ein Hauch aus seinem Rachen. Dann plötzlich sah sie eine Lücke im Feuer und raffte sich auf und rannte. Sie sah sich panisch nach hinten um und sah, dass ihr Vater ihr folgte. Doch er rannte wie in Zeitlupe. Leé sprang durch die Lücke und fühlte die gut tuhende kühlere Luft auf ihrem Körper. Sie liess das Feuer hinter sich und drehte sich nach dem Feuer um. Sie sah wie ihr Vater auf sie zurannte, die Augen starr durch sie hindurchgerichtet. Leé jaulte kurz und laut vor entsetzen auf. Noch nie war ihr Alptraum so zu ihr vorgedrungen...
Das Feuer löste sich auf, doch ihr Vater war noch da. Sein schwarz glänzendes Fell trug noch den roten Schein des Feuers, als er durch sie hindurchrannte und sie umwarf...
Ein gähnend schwarzes Loch schien sie nun in sich zu reissen. Es fühlte sich beruhigend an und doch atmete die Braune heftig und ihr Herz raste. Sie war ohnmächtig geworden. Von ihrem Wahnsinn umgerissen...Leé öffnete zaghaft die Augen und sah, wie ein dunkler Schatten im Wald verschwand. Doch Leé schloss niedergeschmert die Augen und merkte, dass sie sich das nur eingebildet hatte. sie hatte die Augen nie richtig geöffnet. Ohne klaren Gedanken versank sie in die Nachtschwarze Tiefe der Ohnmacht ...
Akái sah Eris genauso überrascht an, wie sie dastand und aus allen Wolken fiel. Die roten Ohren kannten diese Stimme zwar nicht, doch hatte sie an Eris' Reaktion aus Falk geschlossen. Ihr Blick blieb an der Schwarzen hängen, sie öffnete den Fang um etwas zu fragen, da huschte die Silhouette des Rüdens näher zu den beiden. Unmerklich tapste die Rote mit ihrer Pfote auf die der schwarzen Fähe. Sie wollte Eris warnen und sah aus goldenen Augen misstrauisch einem Grauen entgegen, dem ein seltsamer Geruch anhaftete. Sie verbarg ihr Misstrauen nicht, dass hatte sie mit Eris an ihrer Seite nicht nötig und alleine vielleicht auch nicht. Sie senkte den Kopf gering zur Begrüßung, als er sich vorstellte und nach den Rudelführeren fragte. Die Anrede des Rüdens überging sie, auch wenn er ihr durchaus nicht mehr so unsympatisch vorkam, aus der Nähe. Mit einem kurzen Blick zu Eris antwortete sie leise, aber mit klarer und heller Stimme, die wie immer etwas melodisch klang:
"Unsere Rudelführer sind Banshee und der Teufelsrüde. Warum wollt ihr das Wissen, Diablo dé Amés Noir?"
Sie benutzt absichtlich den Namen, den er für Acollon benutzt hatte, den ihrer Erfahrung nach traf er - zumindest teilweise - sehr wohl zu. Der Schwarze war selbst ein wenig Schuld, dass die Rote ihn nicht mehr als sympatisch einstufte. Aber das war er eigentlich auch nie gewesen, wenn sie da so drüber nachdachte. Noch einen Blick zu der schwarzen Fähe werfend, wandte sie den hübschen Kopf dem Rüden zu.
"Mein Name ist Akái und meine Weggefährtin kann sich wohl selbst vorstellen, wenn es ihr beliebt."
Falk hatte sich bereits begonnen zu wundern. Nun gut, er hätte niemals geglaubt, dass sie begeistert alle zu ihm gerannt kommen würden und ihn überglücklich zurückbegrüßen würden. Nein, daran hatte er nicht geglaubt. Realistischer war für den grauen Hünen mit dem schwarzen Rücken die Vorstellung gewesen, sie würden ihn hochkant sofort wieder rauswerfen.
Nach einer für Falk unerträglich langen Zeit des Schweigens hatte er schlechte Laune bekommen. Wieso ignorierte man ihn? Zumindest eine Abfuhr - zumindest das hätte man ihm zubilligen können... Und in diesem Moment fragte sich der Hüne, warum er überhaupt zurückgekommen war.
.oO(Weil ich die Dinge klären will. Das erwarte ich ja auch von Freunden. Dass man nicht mehr so...so mit mir umspringt. So wie damals. Und das sollte ich auch tun. Was du nicht willst, das man dir tu... Ja.)Oo.
Er wollte bereits unaufgefordert tiefer ins Revier hineinlaufen, da vernahm er plötzlich Banshees Antwort. Der Hüne stoppte, setzte den bereits erhobenen Fuß wieder ab und lauschte dem Hallen der bekannten Stimme nach. Hatte er auch nicht geträumt? War es nicht nur der Wunsch nach einer bekannten Stimme in ihm gewesen, der seinen Ohren einen Streich spielte?
Seine Ohren... Jetzt erst bemerkte es Falk - das ärgerliche Zucken seines rechten Ohres, das er bereits vergessen und verdrängt hatte; es war wieder da und wie lange womöglich schon! Der graue Rüde mochte gar nicht daran denken, wie oft er sich seither vor anderen Wölfen mit diesem närrischen Gezucke zum Hampelmann gemacht hatte. Wann hatte es begonnen? Damals - als das mit Ayala und Dayon...?
.oO(Ayala.)Oo.
Falk antwortete Banshee kurz, kündigte an, dass er das Revier betreten würde und in Frieden käme. Den Rest würde er dann klären. Der Hüne atmete tief ein, fühlte dem frischen Schwall Luft in seiner Lunge noch kurz nach, dann verfiel er in einen sanften Trab. Ayalas Geruch schien plötzlich überall zu sein - und er war unglaublich intensiv...
Banshees Ruf hallte durch das Waldstück, die plötzliche Freude schwang deutlich mit. Freude ...
Diese emotionale Regung tief im Innern, begann erst jetzt langsam aufzkeimen. Überhaupt hatte die überwältigende Angst vor der Wahrheit das Begreifen der wirklichen Botschaft bisher verwehrt. Ihr Gefährte war zurückgekehrt, IHR Falk, der sie beschützt hatte, der ihr das Gefühl gab, wichtig zu sein. Dieser Hüne mit der so schweren Vergangenheit - wie auch sie. Für einen kurzen Moment dachte Ayala zurück an ihr früheres Rudel, an die, die sie so sehr in ihr Herz geschlossen und viel zu früh verloren hatte.
Die letzten Wochen waren die Gedanken daran, dass Falk womöglich zu Leah gegangen war - für immer gegangen war - unauslöschlich gewesen. Immer wieder hatten sie an ihr genagt, sie wieder mit ihrer Schuld an dem Ganzen konfrontiert.
Doch es war vorbei, der Albtraum hatte endlich ein Ende. Falk lebte! Egal was sich verändert hatte, egal, wie verschieden sie geworden waren, sie liebte den Hünen. Falk war Falk, daran konnte sich nichts geändert haben.
Ayala lief los, seinem Duft entgegen.
Banshee schloss erleichtert die Augen, als sie erneut die Stimme von Falk durch das Tal hallen hörte, er kam, er kam zu ihnen ... Ayala! Sie musste ihn gehört haben, Riku war bei ihr, vielleicht würden die beiden ihm zusammen entgegen gehen ... Banshee lächelte. Viele Sorgen wurden hinweg gespült, sie sah wieder zu Acollon, er schien sich gerade von lighto abwenden zu wollen, doch verschwinden würde er jetzt nicht mehr können, Banshee hielt schon auf ihn zu. Plötzlich tauchte Inuki aus dem Wald auf, der Kopf der Leitwölfin drehte sich verwundert zu ihr, Banshee blieb stehen. Sie hatte Inuki schon längere Zeit nicht mehr gesehen, viel zu lange, wurde ihr klar. Sie hatte sie sicher bei Hanako udn Hidoi gewusst, eine ganze Zeit lang und nun wurde sie sich bewusst, dass Inuki eigentlich gar nicht mehr bei irgendjemand sein musste, sie war nicht mehr der kleine Welpe, der hilflos in ihr Revier gefunden hatte, die Weiße war zu einer Jungfähe herangewachsen. Banshee scherte leicht aus und kam auf Inuki zu, lächelnd und ihr Erstaunen nicht verbergend.
"Hallo Inuki ... ich habe dich lange nicht gesehen, aber nun stelle ich fest, dass es dir gut geht und du nicht mehr der kleine Welpe bist, um den man sich sorgen muss. Ich freue mich, dass ich dich endlich wieder sehen kann. Sie mal, wir haben einige Neue Wölfe, dort hinten ist ..."
Sie bemerkte, dass Bastar nicht mehr da war und auch Kaede fehlte, zuerst drehte sie sich erstaunt einmal um, dann fiel ihr undeutlich ein, dass Kaede etwas zu ihr gesagt hatte, als sie voller Spannung auf Falks Antwort gewartet hatte. Banshee lächelte breit.
"... waren mal Bastar und Kaede, sie machen gerade einen kleinen Ausflug, aber da ist Lighto, der weiße Rüde, unterhalte dich doch ein wenig mit ihm."
Banshee stupste die Weiße sanft an, drehte sich dann um und lief, sprang schon fast, auf Acollon zu. Sie erreichte ihn, suchte aber nicht nach seinem eigentlichen Ziel, nur er war wichtig.
"Acollon ... ich habe dich überall gesucht."
Sie kam näher, berührte seine Schnauze, fuhr ihm durchs Fell und schloss erneut die Augen.
Inuki sah an sich herunter und ja es Stimmte sie war nicht mehr der kleine Hilflose Welpe der sich fürchtete..Nein sie war eine schneeweisse Jungfähe geworden und war gertenschlank. Langsam drehte sie sich dem Rüden zu und schritt langsam auf diesen zu. Inuki war noch nicht ganz ausgewachsen aber ein schönes Stück gewachsen. Erst lächelte sie noch Banshee hinterher ehe sie sich ganz dem Rüden zuwand und weiter auf ihn zuging...Sie hatte ihn noch nie gesehen..Lighto...Nein sie kannte ihn noch nicht. Neben ihm blieb sie stehen und sah ihn mit gesenktem Kopf von unten her an.
"Du musst Lighto sein..Banshee hat mich gerade hierhin "empfohlen" Wir kennen uns noch nicht..mein Name ist Inuki.."
Sprach die weisse mit freundlicher Stimme und Spilte leicht mit ihren Ohren während ihr Blick auf de rüden lag.
Lighto sah die junge Fähe an. Sie errinerte ihn an eine Freundin von im doch sie war zu jung. Er lächelte freundlich aber kühl.
"Hallo Inuki. Nein ich glaube nicht das wir uns kennen. Ich habe dich noch nie gesehen ..."
Lighto sah zu Banshee und dann zu der Fähe.
Inuki sah Lighto noch eine weile an ehe sie den Blick kurz anwandte und in der gegend schweifen lies.
"Nunja ich war bis jetzt immer nur am Rudelplatz ..."
Sprach die Fähe leise während sie den Blick wieder zu dem Rüden wandte der ebenfals weiss war. Auch wenn er kühl antwortete Er war nett. Leise lächelte die weisse und sah sich erneut um, als ob sie etwas suchen würde...Aber sie suchte nichts..Inuki wusste nicht warum sie das machte... Schlieslich wand sie sich wieder an den Rüden und lies sich auf die Hinterhand nieder.
"Wie lange bist du schon hier?"
Fragte sie erneut und legte den Kopf leicht schief.
Kaedes Blick schien sich ein wenig zu verhärten, als Bastar ihr all die schlimmen Sachen erzählte. Als Mäntel wer trug denn bitte Mäntel aus Wolffell... Immer diese Menschen. Abfällig schaute Kaede Bastar kurz an und dann stupste sie ihn an.
"Erzähl doch weiter..."
Meinte sie zu ihm. Dann schmiegte sie sich an ihn und wartete ab. Oder wollte er etwa, dass sie weiter erzählen sollte.... Erst sollte er ruhig sprechen.. Sie war schon gespannt, was er ihr erzählen würde. Sehr gespannt. Sie zog kurz ihre Lefzen hoch und meinte
"Oder willst du nicht erzählen?"
Sanft schaut sie ihn an und ihre Augen glänzten leicht. Sie wusste nicht genau, ob Banshee ihr Verhalten billigte, doch war ihr es auch egal. Sicher akzeptierte die Alphawölfin dies. Hoffte Kaede irgendwie doch tief im innersten. Doch es waren ihr eben einfach zu viele Wölfe geworden. Da bot sich die Gelegenheit an. Klar nicht allzulange würden sie beide wegbleiben, sie würden gleich wieder zurück kehren und sich den anderen dann auch vorstellen.. Das musste sein... Leicht lächelnd wand sie sich wieder an Bastar. Es schien, als ob er tief in sie blicken würde und sie ließ es einfach zu warum sollte sie sich auch verschließen? Es gab keinerlei Grund. Immernoch wartend auf seine Antwort saß sie da und lauschte nebenbei dem wind, der ihr viel erzählte. Sie blickte ihn wieder an und stupste ihn abermals an die Schnauze. Liebevoll sah sie ihn an...Hoffentlich sprach er gleich weiter... Sie wollte erst seine Geschichte hören.. Dann würde sie ihm gewiss auch ihre erzählen.
Die Schwarze lehnte sich verschlossen ein Stückchen zurück, als der graue Rüde auf sie und Akái zukam. Die eine Pfote hatte sie instinktiv vor die Rote geschoben, um ihr Schutz zu bieten. Eris sah den Fremden aus funkelnden Auenga n.
Er war selbstsicher in seinem Auftreten und geradlinig bei dem, was er tat und genau das ließ sie vorsichtig werden. Sie fand es recht, sie mochte es sogar, wenn sich Wölfe so gaben, wie sie waren und sich für andere nicht verbogen, aber es ließ auch ein wenig Widerwillen in ihr aufkeimen. Die offene Art war auf eine Weise aufdringlich, mit der die Schwarze nicht umzugehen wusste. Das Misstrauen blieb in ihren Augen.
"Eris van Blanvalet.",
stellte sie sich knapp vor und sah dem Fremden mit dem besonderen Namen fest in die Augen. Nach diesem Augenblick, wandte sie den Kopf und sah zu Akái. Leise sagte sie:
"Meinst du nicht, wir sollten unseren Spaziergang abbrechen? Es ist dunkel und wird kalt und ..."
Sie fühlte sich unwohl dabei, ihr kleines Abenteuer zu beenden, aber sie war mit den gedanken woanders.
Mit einem klein wenig schlechten Gewissen und dem Blick zu Boden gewandt, fuhr sie fort:
"Der Ruf eben kam von Falk, weißt du und ich habe keine Ahnung, wie lange er noch vorhat im Revier zu bleiben ..."
Eris sah noch einmal zu dem Fremden hoch, der einen merkwürdigen Duft mit sich trug, und hoffte, ihre Freundin nicht zu enttäuschen.
Bastar sah Kaede ebenso liebevoll an, wie sie ihn. Er mochte ihre schönen Augen sehr.Dann sprach er leise, aber zögernd weiter:
Naja...viele von uns..wurden auch zum Zirkus gebracht oder ...als atraktion in Tierparks...irgendwann waren nur noch 4 oder 5 von uns übrig. Darunter ich.Also zog ich weiter.Von Rudel zu Rudel. Doch entwder vertrieben sie mich wider,oder sie nahmen mich erst garnicht auf.
Der Rüde zuckte nur mit den Schultern. Dann überlegte er einen moment, ehe er sie wider ansah und sie fragte, ob sie ebenfalls weiter erzählen möchte. Er hörte ihr gerne zu. Ihrer süßen und sanften stimme. Er selbst hatte so sanft gesprochen wie nur möglich. Um ihr nicht nochmehr angst zu machen. Für einen sekundenbruchteil schloss er die Augen und genoss den ruigen Wind der ihm kurz durch das Fell fuhr. Dann war es für einen Augenblick so still, dsa er sogar Kaedes Atem hörte. Lag es an seinen guten Ohren oder war es wirklich so still gewesen? Der graue kümmerte sich nciht weiter drum. Er hoffte nur instirnig das sie ihm weiter erzählen würde. Noch dazu hoffte er , das es ihr bald besser ginge. Jedenfalls wenn sie ihm etwas mehr erzählt hatte. Doch Bastar zwang sie nicht. Wenn sie nicht erzählen wollte,müsste sie nicht. Das würde er ausserdem verstehen. Die beiden kannten sich erst kurze zeit,und es gibt nicht sehr viele Wölfe, die sich schon nach so kurzer zeit vertrauen. Doch ihr vertraute er. Mehr als er es je geglaubt hatte.
Akái sah zu Eris. Es war ihr verständlich, dass die Schwarze ihren Freund wiedersehen wollte, auch wenn sie ein wenig Enttäuschung verspürte, so war die Freude für Eris und das Verständnis größer. Die Rote sah ihre Weggefährtin an und nickte. Sie würde schließlich auch danach verlangen, wenn sie einen Freund wiedertreffen könnte und Gefahr drohte ihn sonst niemals mehr zu sehen. Sie lächelte leicht, doch dieser Ausdruck verschwand aus ihrem Gesicht als sie sich dem Rüden zuwandte.
.o(Dann führen wir ihn also direkt mit zum Rudel zurück...)
Der Gedanke an die liebestollen Paare und die langweilige Zeit ließ sie innerlich aufstöhnen, doch war in den goldenen Augen nur ein Mustern zu sehen. Eris konnte Diabolo sagen, dass sie wieder zurückgehen würden. Den Weg konnte man von hier aus noch gut finden, wenn sie weiter gegangen wären hätte sich das Unterfangen wohl schwieriger gestaltet. Akái wartete auf eine Reaktion, ob nun von der Fähe oder dem Rüden. Und jetzt fiel ihr ein, wonach er roch; es war das große Wasser, das sie einmal in ihrem Leben gesehen hatte. Ja, dieser raue Geruch hing in seinem Fell.
Lighto lächelte die Fähe an. Sie schien genauso neugierig zu sein wie er. Sofort fing der Rüde an die Fähe zu mögen.
"Nunja ich war nur einmal am Rudelplatz. Ich bin nicht lange hier. Einen Mond vielleicht."
Lighto sah die Fähe an.
"Wer ist deine Familie?"
Der Rüde setzte sich hin und sah zu Banshee rüber. Und dann hörte er die Stimme von diesem unfreundlichen Rüden. Lighto schüttelte sich und knurrte leise. Er mochte diesen Rüden nicht.
Kaedes Augen weiteten sich vor Schreck... Immer wieder diese Menschen. Verzweifelt schaute sie Bastar an...
"Mir... mir wurde ein Mord angehängt... Der Mord an einem unserer Rudelmitglieder... Sie haben mich verjagt.. Ich weiß, wer unseren Alpha umgebracht hat.. Ich weiß es.. Ich war es nicht!"
Verzweiflung blitzte in Kaedes Augen auf
"Nein. Ich war es nicht und doch wurde in davongejagt. Ich weiß nicht, wieso sie mich nicht leiden konnten.. Ich war noch so jung... 1 Jahr alt war ich.. noch nichtmal ganz ein jahr... Ich soll ihn im Schlaf umgebracht haben... Sie haben mich gebissen und verletzt"
Sie drehte sich ein wenig auf die Seite und brachte eine lange Narbe an der Bauch seite zum Vorschein.
"ICh habe mich davon geschleppt.. Sie verfolgten mich...Lange Zeit... Sie waren immer vor mir bei verschiedenen Rudeln... Immer erzählten sie, was geschehen war.. Niemand nahm mich auf... Sie meinten ich verdiene Verachtung und bränge nur Unheil... aber ich war es doch nicht..."
Sie blickte ihn an. Glaubte er ihr? Sie konnte es nur hoffen.. Wenn nicht.. Dann wäre sie verloren...
"Ich zog lange umher... Nun bin ich 3... So lange bin ich unterwegs... Musste Gefahren ausweichen.. Konnte kaum kämpfen... Dann lernte ich.. Für mich selber... Ich denke ich kann jetzt ganz gut kämpfen.. Doch vermeide ich es.. Wenn es nicht sein muss... Eigentlich will ich gar nicht mehr kämpfen und wollte es auch nicht, aber als mich dann ein Wolf aus meinem alten Rudel angriff konnte ich nicht anders.. Ich verletzte ihn schwer.. Er schwor Rache und ich rannte um mein Leben.. Soetwas passierte immer wieder und ich kann nur hoffen, dass die wölfe nicht auch dieses Rudel hier finden..."
Unglücklich ließ sie die Ohren hängen.. sie hatte wirklich fast vollstes Vertrauen zu diesem Wolf... Sie konnte nur hoffen, dass sie richtig lag und er ihr nichts tun würde.. Er ihr glauben würde.. Sie war es doch nicht gewesen ...
Inuki war anscheinend genauso neugierig wie der weisse und das passte. Sie hörte der Frage von Lighto aufmerksam zu und atmete tief ein ehe sie den Kopf etwas hochhob und leicht schieflegte.
"Nunja ich wurde hier in dem Rudel von Hanako in gewisser weise grosgezogen aber so wirklich familie habe ich nicht."
Sagte die weisse mit leichtem traurigen unterton und sah kurz zum Himmel ehe sie sich wieder an den Rüden wand.
"Wie ist es mit dir hier..und familie? hasst du hier irgendwelche bekannten?"
Fragte Inuki hinterher und spielte wieder leicht mit den Ohren. Der Wind strich ihr sanft durchs fell und wehte um ihre Schnauze. Die Fähe gähnte einmal und schlckte sich anschliesend über die Lefzen. Sie saß auf den Hinterläufen und hatte den Kopf wieder etwas gesenkt.
Alduran tapste vorsichtig auf weichen Pfoten in ein neues Revier. Er hatte die neue Umgebung sofort gerochen, und dass hier andere waren. Doch anscheinend waren sie etwas weiter weg. Würden sie gleich über ihnher fallen oder ihn freundlich bei sich aufnehmen? Würden sie überhaupt freundlich gesinnt sein? Er war äußerst unsicher, was eigenlich abnormal für ihn war, da er eher ein Hitzkopf war, als ein Hasenfuß.
Was mache ich hier eigentlich?, schoss es dem Grauen immer wieder durch den Kopf. Zuerst war er von zu Hause, seinem alten Rudel, siner Familie, weggelaufen, hatte sich im Wald verirrt, und jetzt auf einmal traf er endlich etwas Leben.
Aber auf einmal war er sich unsicher, er war ängstlich - warum war er nur weggelaufen? Es hatte doch alles gestimmt. Er hatte genug zu fressen gehabt, einen höheren Rang, doch irgendwie... Wollte er Abenteuer erleben. Genau, denn Alduran wollte in die weite Welt, neue Wölfe kennen lernen, vielleicht Fähen, aber auch Rüden und Welpen.
Aber er musste sich bemerkbar machen, sonst konnte er auf ewig hier herum spuken, und man würde ihn am Ende noch für einen Spion halten.
Sein lautes, kräftiges Heulen erklang und hallte wider. Nun wartete der weniger kräftige, dafür aber draufgängerische und waghalsige Rüde auf eine Antwort.
Bastar sah die Wölfin an. Wieder mit einem irgendwie leehren Blick. Und dennoch besorgt. Vorsichtig schmiegte er seinen Kopf an ihren Hals. Dann sprach er leise:
Ich glaube dir...du kannst es garnicht gewesen sein...dafür bist du zu lieb!
Der Rüde lächelte sie fürsorglich ,aber irgendwie ...naja...
Vorsichtig stuppste er eines ihrer Ohren an, als zeichen, das sie ,sie wider aufstellen sollte. Er mochte es nicht, wenn Fähen, die er gerne hatte,traurig waren. Er mochte es so oder so nicht wenn jemand traurig war.
Auch wenn er manchmal etwas schnell aggressiv wurde.Trotzallem hatte er es noch nicht gezeigt.Diese unruhe,diese Reizbarkeit,und alles, was sonst noch so in ihm lebte.Der Rüde hatte ja auch noch gar keinen grund dazu. Aufmunternt drückte er seine Nase an ihre...doch nur ganz kurz. Dann musste er grinsen. Er strahlte sie an.Irgendwie glücklich und doch....
Es tut mir sehr leid für dich....
Das sagte er zwar nur sehr leise, aber glaubwürdig.
Der kleine unterton in seiner Stimme, deutete darrauf hin, das er es sehr ernst nahm..alles..was sie ihm erzählt hatte.
Banshee öffnete die Augen, als ein Heulen eines Fremden ertönte, sie seufzte leise, senkte den Blick nd drückte die Schnauze an die Schulter Acollons. Sie mochte Fremde, sie mochte die Geschichten, die ihre Augen udn ihr Verhalten erzählten, sie mochte es, wenn man in einer ruhigen Stunde sich mit ihnen unterhielt und man von einer fremden Welt erfuhr, aber leider hatten Fremde auch die Angwohnheit ab und an zu sehr ungünstigen Zeiten aufzutauchen. Trotzallem würde sie dem fremden Rüden antworten müssen und sie würde ihn auch empfangen und ihn anhören ... und Acollon wieder alleine lassen.
"Nur kurz, Liebling, nur ganz kurz."
Sie wandte sich ab, trat ein wenig weg von ihrem Gefährten und hob dann die Schnauze, ihre helle, klare Stimme klang laut und trotzdem sanft durch das Tal.
"Fremder, ich erlaube dir unser Revier zu betreten und bitte dich zu uns zu kommen.
Sie setzte sich, warf einen Blick zu Acollon, ihr Blick war sehnsüchtig und auch ungeduldig, trotzdem schien sie sonst ruhig und gefasst, als hätte sie nichts anderes zu tun und würde auch nichts lieber tun als auf den Fremden zu warten udn ihn dann in Empfang zu nehmen.
Erschreckt schaute Kaede Bastar an. Sein Blick war so leer geworden... Er hatte sich plötzlich verändert... sie rückte ein wenig von im weg. Schaute ihn traurig und besorgt an. Stellte einer ihrer Ohren auf. Schaute ihn an.. Was war denn passiert? War es falsche gewesen zu erzählen? Was war nur passiert. Kurz spürte sie seine Schnauze an ihrer.. Verwirrung machte sich in ihren Augen breit. Kurz schloss sie diese.. wollte einfach nur alles Vergessen... Es wäre sicher besser.. Für ein paar momente klappte dies auch immer.. Wie oft sie dies schon getan hatte.. Einfach vergessen.. Nicht alles aus ihrer Vergangenheit hatte sie vergessen aber genügend.. Dann öffnete sie die Augen.. Auch diesmal hatte es einigermaßen geklappt.. Was immer blieb war die Verwirrung...
Wer seid ihr?"
Sie wusste zwar noch, dass sie einen Wolf getroffen hatte... Im Unterbewusstsein wusste sie noch alles, doch wollte sie es nicht wissen.. wollte nicht wissen, warum sie ihm diesen Ausdruck in das Gesicht gesetzt hatte. Nun war nur noch Verwirrung in ihren Augen zu sehen... Sie beschimpfte sich dafür, dass sie es schon wieder getan hatte...
~Ich wollte doch nicht mehr vergessen...~
Demütig senkte sie den Blick und unterwarf sich vor Bastar. Sie machte sich so klein wie sie konnte, ließ die Ohren seitlich runterhängen. Trotzdem ging es ihr nicht aus dem Kopf, dass sie diesen Wolf mochte, doch wusste sie nicht mehr genau warum... Ja man konnte schon fast meinen, sie sehnte sich nach ihm.. Doch davon ließ sie sich nichts anmerken.. Was sie nicht verstand ging niemanden sonst etwas an.. Verwirrt blickte sie ihn aus der geduckten Haltung an und wartete darauf, dass der Wolf ihr erlaubte wieder normal zu stehen oder sich zu bewegen... Solange würde sie so stehen müssen. So verlangte sie es von sich...
Leise jaulte sie auf. Kaum hörbar zwar.. sie wusste nicht warum.. Traurigkeit überfiel sie und doch duckte sie sich nur noch mehr... Die Verwirrung würde nie mehr ganz aus ihren Augen verschwinden ...
Bastar sprang erschrocken einen schritt zurrück.
"Was soll das?"
Jetzt war auch er sehr verwirrt.Was sollte das? Machte sie es mit absicht, um ihn zu ärgern? Damit hatte der Rüde nicht gerrechnet.
"Los ... steh wieder auf!"
Er versuchte ruig zu bleiben, obwohl das nicht so direkt gelang.Seine dunklen Augen blitzten auf. Vorsichtig stupste er sie nochmal an. Er seuftzte....sah zum Himmel...schwieg... Was hatte er nur getan?Wieso hatte er es wider geschaft jemanden mit einer dämlichen Art so zu veriwrren....Bastar viel es schwer..doch jetzt unterwarf er sich der Wölfin. Das tat er nur den Alphas gegenüber. Unterworfen hatte er sich nur zweimal...Einmal in seinem alten Rudel..und einmal vor Banshee. Es schien ihn auch sehr viel überwindung zu kosten, doch hatte er keine andere Wahl. Er war ja schlieslic hdafür verantwortlich gewesen. Dafür, dass die Fähe jetzt so verwirrt war. Er sah sie an ... wartete ab ... schwieg noch immer.
Ihr blick hob sich wieder... die Verwirrung war nun vollständig zu sehen... sie blickte ihn an... Dann unterwarf er sich.. Sie sah, wie viel überredung es ihn selber kostete... Sie verstand nicht wieso er dies tat
"Was...w..Was tust du?"
Verzweifelt blickte sie ihn an.. War es ihre Schuld.. Gewiss wessen Schuld auch sonst. Traurig und verwirrt blickte sie ihn an
"Es tut mir Leid... Bastar..."
Sein Name.. Sie kannte seinen Namen.. Sie mochte diesen Wolf... Kannte seine Vergangenheit.. Doch ihren Teil hatte sie vergessen... Vergessen, weil sie vergessen wollte...
Sie stupste ihn an... Ihre Schnaute an seiner Schnauze... Blieb stehen.. blickte ihn mit ihren verwirrten Augen an. Wusste nicht was sie tun sollte... So hingezogen fühlte sie sich zu dem Wolf... Doch sie wusste nicht wieso... Im freundschaftlichen Sinne? Im Geschwisterlichem sinne? Verwirrt wie sie war, wusste sie kaum noch etwas...
"Bastar.. Es tut mir so leid.. Ich vergaß..."
Schweigend blickte sie ihn an. Wusste nicht, was sie tun sollte... Hörte das Heulen eines fremden wolfes... Ihe Augen blitzten leicht auf.. Ein neier Wolf... Vielleicht sollten sie zwei langsam zurück kehren... Abwartend musterte sie Bastar.. Sie gehörte wahrscheinlich zum Rudel.. also musste sie auch zu den neuen Mitgliedern.. Sie nahm Banshees antwortruf war. Sie spürte, wie ungeduldig die Wölfin war... Doch es war ihre Pflicht als Alphawölfin...Ein Grund, warum Kaede niemals Alpha werden wollte.. Gewiss es war eine Ehrenvoll Aufgabe und doch.. Seufzend sah sie Bastar wieder an... Verwirrt.
Der Graue sah zu ihr auf...Doch blieb er so wie er war...mit eingeklemmter Rute .
"Es braucht dir nicht leidzu tun..es wra meine schuld."
Dan nsah er kurz in richtung Banshee. Auch er hatte den ruf wahrgenommen. Er winselte kurz. Dann standt er auf.Doch ncoh etwas gebügt. Die Rute immernoch eingeklemmt. Er unterwarf sich ihr nicht aus Angst,aber aus schuldgefühlen.Er wolle sie ja garnicht verwirren.Es wra nicht seine absicht gewesen.
Kaedes Blick war voll Trauer und Verwirrung.
"Du hast mich nicht verwirrt. Steh auf! Ich war es... Ich wollte und habe vergessen und es tut mir leid."
Sie schmiegte sich abermals an ihn ... Dann blickte sie in Richtung Banshee ...
"Sollen wir zurück oder?"
Das sollte er nun entscheiden... Es würde nicht an ihr iegen... Erstmal sollte sie einigermaßen versuchen wieder richtig durchzublicken... Vieles hatte sie wieder vergessen.. eben dass was sie vergessen wollte.. Doch manches war auch ungewollt vergessen worden... doch nicht so viel...
Sie blickte kurz hoch in den Himmel... die Wolken zogen nicht allzuschnell... doch sah es ein wenig grau aus... Das sollte Kaede nicht stören.. bald würde der Frühling kommen.. Der Frühling mit vielen Stürmen und viel Regen... So war das Jahr eben.. Niemals wurde es einem gerecht... abwartend mit ihrem Verwirrten Blick sah sie Bastar an
"Lass dich von meinen Augen nicht irritieren... Sie sind so... verwirrt..!"
Der Rüde seuftzte, nickte und erwiderte das anschmiegen.Schlieslich standt er vorsichtig auf..unsicher...aber nicht eingeschüchtert oder gar Ängstlich.Das war er nie. Nur verwirrt. Zum erstenmal zeit langem.Der graue warf seinen kopf in den Nakcne und stieß ein lautes und doch klägliches Heulen aus,als ankündigung für Banshee, das die beiden zurrück kommen würden. Abermals spürte er , wie der Wind mit seinem Fell zu spielen begann.An manchen stellen ,war garkein schnee mehr und der dichte waldboden kahm zum vorschein.Auch auf den wiesen war schon langsam das Gras zu sehen.Er schüttelte sein graues Haarkleid und blintzelte kurz. Wieder bekahm er diesen seltsamen schelierblick mit dem er sich kurz umsah und seine umgebung musterte. Er prägte sich alles gut ein.Den standtort, das gespräch und den Wolf, mit dem er hier gewesen war. Der Rüde schnüffelte kurz und genoss die frische Luft. Seine Ohren zuckten.Dann sah er wider zu Kaede.Er glaubte ihr nicht das ihre Augen so waren.Das konnte garnicht sein.Irgendwann, und da war er sich ganz sicher, würde er Kaedes Augen zum strahlen bringen.Obwohl er noch nicht so ganz wusste wie er das anstellen sollte. Aber er würde einen Weg finden. Das musste einfach so sein. Er lies sich eigentlich nie verwirren,und schon garnicht,von anderen Wölfen.
AUch diesmal war es nicht Kaedes schuld gewesen, sondern seine.Er selbst hatte sich verwirrt.Das war ihm auch noch nie passiert.Doch es gab immer ein erstes mal.
"Danke."
meinte der Graue leise und lächelte Kaede sanft an, ehe er sich langsam umdrehte und in richtung Banshee lief. Ganz langsam, ind er annahme Kaede würde ihm folgen. Gewiss würde sie das tun.
Lauschte dem kläglichen und doch lautem heulen von Bastar und es zog sich ihr Herz zusammen. Betrübt schaute sie auf den Boden... wieso hatte sie es ihm nur erzählt.. Warum war er jetzt so... so anders? Sie sah, wie er kurz stehen blieb... Sich nicht bewegte.. Kaede wusste nicht genau, was er machte aber fragen wollte sie nicht. Sie sah, wie er sich zu ihr umwand und eine leises Danke flüsterte. Dies verwirrte Kaede nur noch mehr. Warum dankte er ihr? Er hatte nichts, was er bedanken musste... sie blickte ihn an, doch schon wand er sich um und lief in die Richtung von Banshee. Er lief langsam... Nahm an, dass Kaede ihm folgen würde, doch kurz blieb sie noch sitzen. Ließ alles, was sie nnoch im Kopf hatte abspulen... Es war nicht mehr so viel. Der Rest war tief in ihr... sie lauschte den Klängen des Waldes... Lauschte dem Wind, der ihr von der weiten Welt erzählte... Seufzte leise auf und erhob sich dann. Kurz streckte sie sich, erst dann schüttelte sie sich und vertrieb so den Ausdruck der hilfslosigkeit in ihren Augen. Nun zeigten diese nur noch ihre Verwirrung. Sie glänzten kein bisschen mehr.. Nein eher sahen sie stumpf fast schon tot aus. So sah Kaedes Fell jedoch gar nicht aus. Das Dunkle, teilweise helle grau glänzte nur so. Der Wind fuhr seichte durch ihr Haarkleid und lockerte es da auf, wo sie gelegen hatte. Es sah fein und weich aus, genauso war es auch. Glatt, fein und weich. Leichtfüßig begann sie nun Bastar zu folgen. Sie hielt ein wengi Abstand zu ihm. Sie spürte die Tannennadeln unter ihren Pfoten, die ihre Schritte abfederten. Sie schien kaum den Boden zu berühren, so leichtfüßig lief sie. Kaum ein Laut war zu hören. nur wie der Wind durch die Bäume fuhr. Wie Kaede dieses Geräusch liebte. Und doch änderten sich ihre Augen nicht. Die kleinen und zierlichen Ohren hatte sie nun jedoch nach vorne aufgestellt und sie musterte interessiert die Umgebung... Es war fremd für sie, dass ein Wolf sie anscheinend mochte... Ja gewiss viele Wölfe hatten ihr nachgeschaut, als sie verjagt wurde.. Manche wollten sie auch dort behalten, doch war da immer die angst vor dem Unglück, dass sie bringen wollte. Niemals war ihr ein Wolf nahe gekommen nur ein mal... Sie schüttelte energisch den Kopf. Das ging entschieden zu weit...Seufzend blieb sie stehen und heulte ebenfalls einmal leise auf.
"Banshee wir sind gleich da... Bitte Entschuldige unser Verhalten... "
Das heulen kam kräftig und melodisch aus ihrer Kehle und war gewiss weit zu hören. Nochmals heulte sie auf. Diesmal, um dem fremden Wolf schon zu begrüßen. Sie hoffte, Banshee würde nichts dagegen haben, doch sollte eine Begrüßung eigentlich nicht gegen die Regeln eines rudels verstoßen, doch hatte auch jedes Rudel seine eigenen Regeln...
"Sei gegrüßt fremder Wolf!"
Ja sie würde ihn gleich abermals begrüßen, jedoch kam es ihr höflicher vor, wenn sie ihn ebenfalls schon vorher begrüßte. So hatte sie es zumindest gelernt, als sie noch bei ihrem Geburtsrudel gewesen war... Das waren nocht zeiten gewesen.. Ihr fast ganzens erstes Lebensjahr war so behütet gewesen.. Ihre Eltern hatten sie so sehr geliebt doch... Wieder schüttelte Kaede den Kopf und setzte sich wieder in Bewegung Bastar hinterher.
Alduran hörte gleich zwei Antworten. Er nahm an, dass die erste die Alpha gewesen sein musste. Freudig antwortete er erneut, es klang hell und fröhlich. Der Rüde schüttelte sich und lief beinahe übermütig, wie ein junger Wolf, geradewegs in die Richtung, aus der er das Heulen vernommen hatte. Wenn ihn seine Ohren nicht getäuscht hatten, waren die Wölfe ganz in der Nähe.
Ich komme! Ich komme!, rief er immer wieder und murmelte freudig vor sich hin,
Ein Rudel, ein Rudel!
Der Wind kühlte seine Übermut aber rasch ab, er früstelte. Hunger und Durst plagten ihn, denn jagen konnte er noch nicht so gut und hatte auf dem ganzen Weg nur einen Fasan erwischt, und diesen nur, weil er zu spät weggeflogen war. Durst, weil er keinen Bach gefunden hatte, und hoffte, dass er nun endlich wieder normaler leben konnte.
23.12.2009, 19:29
Der Rüde schloss seine Augen eine ganze Weile, öffnete sie jedoch wieder. Langsam lief er weiter, bis er bei Banshee und den anderen Wölfen angekommen war. Er begrüßte alle mit einem recht leisen, aber hörbaren Heulen und gab Banshee ein Zeichen, dass er bald widerkommen würde. Dann zog er los.Er wusst enicht, ob kaede ihm folgen würde.Auch wenn er es selbst nich merkte, wünschte er sich dsa doch.Er lief seine Runden, wie er es eigentlich immer tat.Er kahm auf eine schöne Lichtung, vorsichtig beschnupperte er den Boden, dmait auch ja nichts gefährliches in der Nähe war, ehe er sich fallen lies. Er überkreutzte die Forderpfoten, und legte seinen kopf darrauf. Bastar starrte ins leehre.Wie sonst auch immer.Seine flauschigen ohren standen gerade nach vorne gerrichtet, und er sah kurz zu, wie sein atem kleine wölkchen bildete. Er gähnte leise. Schließlich hob der Graue doch den Kopf und sah zurrück ... er war sich nochimmer nicht sicher ob er auch wirklich alleine war.Doch legte er den Kopf schon bald wider zurrück und dachte intensiev nach.Über das was geschehen war.Heute wie auch damals.
Jeden moment versuchte er nocheinmal zu erlebenn.Auch die schlimmen und schweren momente die er hatte.Die grausamen.Ohne es zu bemerken frabbelte er unverständliche Worte vor sich her. Bis die Worte:
"... bitte hilf mir ..."
zu vernehmen waren. Aber seine Traurigkeit lies er sich nicht anmekrne.Wenn jetzt jemand kommen würde, würde er wider ganz der alte sein.
Kaede hörte die freudige Antwort des Rüdens, der neu hier war und lächelte... Sie hatte sich auch gefreut hier her kommen zu dürfen ja, aber als sie die übermut des Wolfes vernahm, errinerte es sie an einen jungen Wolf. sie kamen bei Banshee an und sie bekam gerade noch mit, wie Bastar ihr zu jaulte, dass er nochmal kruz wegmusste. Verwundert schaute sie ihm kurz nach, bis sie den Kopf schüttelte und Banshee zu verstehen gab, dass sie ihm kurz folgen würde, dann jedoch wiederkommen würde, wenn der andere Wolf da war, wenn Banshee dies wünschte. Ihr wurde gelehrt, dass man neue Wölfe begrüßen sollte. sonst brächte dies Unglück und das wollte Kaede gewiss nicht. Sie wusste, wo Bastar hingelaufen warun folgte einfach seiner schon vertrauten aura und blieb jedoch am Rande der Lichtung stehen und bekam gerade noch seine Worte mit, die sagten. "Bitte hilf mir" Erschrocken blickte sich Kaede um. sollte sie dies hören oder sollte sie feige sein und zu Banshee zurück laufen. Nein das konnte sie nicht. Bastar musste sie schon gewittert haben. Der Wind hatte sich gedreht, sodass Kaedes Duft ihm sofort augefallen sein musste. sie war jedoch froh, dass dies nicht schon früher passiert war, und dass sie so seine Worte gehört hatte. Mit gesenktem Kopf trat sie also auf die Lichtung, erhob dann ihren Kopf und heulte
"Banshee ruf mich doch bitte, wenn der Wolf da ist, dann werden wir kommen und ihn begrüßen!"
Dann trat sie auf Bastar zu, während sie ihren Kopf wieder senkte. Sie stupste ihn zaghaft an der Schnauze an und meinte
"Verstelle dich nicht und erzähl mir was los ist kleiner!"
Sie blickte ihn liebevoll und Fürsorglich an. Gleich, wie ein Muttertier seinen Wurf betrachtete, und doch war die Verwirrung in ihren Augen. Sie legte ihre Pofte auf die seine, während sie sich gemütlich hinlegte, da sie spürte, dass keinerlei Gefahr drohte. Sie blickte ihn nun aus ihren toten augen an und hoffte, dass er ehrlich sein würde. Hoffte, dass er ihr erzählen würde warum er hilfe braucht. Gewiss.. Bald würde sie es sein, die Hilfe brauchte das spürte sie, jedoch ließ sie sich nichts davon anmerken und hielt ihre Augen unabhängig auf den Rüden fixiert ...
Banshee lauschte auf die Antwort des Fremden und nickte leicht, als könnte er es sehen, er schien sich zu freuen, also offensichtlich nicht nur ein Durchreisender. Entspannt setzte sie sich und sah dann ertsaunt auf, als Kaede und Bastar auftauchten, beide etwas sagten, dann lief Bastar wieder weg, Kaede folgte ihm, nicht ohne eine erneute Entschuldigung. Banshee schnippte leicht mit den Ohren, die beiden Wölfe waren zwar etwas seltsam, wie sie ständig auftauchten und verschwanden, aber ihre stetige Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit ihr gegenüber erfreuten und erstaunten sie gleichermaßen. Selten waren Wölfe so, die meisten verschwanden einfach mal udn tauchten dann wieder auf, gerade wie es ihnen gefiel udn Banshee hatte gelernt dies zu akzeptieren, auch wenn sie imemr wissen wollte, wo in etwa der Aufenthaltsort eines jeden Wolfes war. Bei Bastar und Kaede musste sie sich darum nicht bemühen und die beiden stiegen trotz ihres etwas merkwürdigen Verhaltens noch ein wenig in ihrer Anerkennung. Sie hob die Schnauze um Kaede zu antworten, wo sie doch bis jetzt nei etwas auf ihre Fraen udn Erklärungen hatte antworten können, zu schnell waren die beiden wieder fort.
"Ich werde dich rufen, Kaede."
Sie nahm sich vor den beiden später für ihr Verhalten zu danken, zuerst einmal schienen sie etwas klären zu müssen und da würde sie sie nicht unterbrechen. Geduldig wartete sie nun auf den Fremden, sien Geruch hing bereits deutlich in der Luft.
Der Rüde zuckte heftig zusammen als Kaede ihn berührte.Irgendwie viel ihm erst jetzt auf, das er das vermisst hatte.Auch er begann langsam sich nach zärtlichkeit und liebe zu sehnen.Doch dieses Gefühl versuchte er langsam zu verdrängen.Kaedes Geruch war ihm garnicht richtig aufgefallen, da er so sehr in Gedanken vertieft gewesen war. Bastar drehte den Kopf zurseite und versuchte , dem Blick der Fähe auszuweichen.
"Es ist ... nichts ..."
murmelte er, seine Ohren lies er hängen. So genau wusste er eigentlich auch nciht was er hatte.Aber er hatte einen vertauten freund gebeten, ihm zu helfen.Seine Angst, seinen Schmerz und seine Hilflosigkeit zu vergessen.
Er hat mir immer geholfen, wenn ich in schwierigkeiten steckte oder Probleme hatte. Er war immer für mich da ... hat immer auf mich aufgepasst. Auch wenn ich ihn nie gesehen habe ..."
Er hatte nur zögernd angefangen zu sprechen.Die Rede schien aber nicht von seinem Bruder, oder seinem vater oder soetwas zu kommen.Bedauerlicher weise verriet ihn seine Stimme.Der leichte unterton in seiner Stimme, der von härte und kühle gesprochen hatte,lies langsam nach, brach aber nicht ganz ab.Ein unbehagliches gefühl machte sich in ihm breit.Aber auch dies zeigte er nicht.Es war ein Gefühl von unsicherheit und Angst.
Woher kahm das?Auch versuchte der Graue, seine Tränen unterzuschlucken, was nur mit viel mühe geschafft wurde.Er spürte Kaedes pfote auf seiner ...und war auf seine Weise froh darüber, das sie da war und ihm zuhörte.Doch berreute er es, ihr soviel zu erzählen,immerhin hatte sie selbst genug probleme, und er wusste ja,was eben passiert war. Darum schüttelte er hastig den Kopf und standt auf.
"Arrgg ... vergiss einfach was ich gesagt habe."
Er drehte ihr den rücken zu, steckte die nase in den wind und lies sich sein Fell zerzausen.Ein durchdringendes Sefutzen durchfuhr den,scheinbar wider verschlossenen Rüden. Er wollte Kaede einfach nicht nochmehr belasten.
Sie hörte mit einem leichten lächeln auf den Lefzen den Antworteruf von Banshee und freute sich darüber. Sie schien nicht sauer zu sein, und sie würde den neuen begrüßen können, wenn er ankam. Dann hörte sie Bastar zu. Hörte, wie seine stimme immer weicher wurde, bis er sich plötzlich umdrehte und meinte sie solle Vergessen.. Doch sie hatte schon genug vergessen. nicht schon wieder wollte sie vergessen und damit anderen wehtun... Wenn er nicht erzählen wollte.. Zwingen konnte sie ihn nicht. Traurigkeit durchflutete ihren Verwirrten blick und setzte sich ebenfalls fest. Sie wusste.. Lange würde sie ihre Augen nicht mehr offen haben... Jedoch noch ging es... Der leichte grau schimmer, der sich wie ein schleier über sie gelegt hatte, störte sie nicht mehr. Mit ihm hatte sie sich zurechtgefunden seitdem sie geboren war. War das der Grund, warum das Rudel sie hatte loswerden wollen? Weil sie ein zu schwacher Wolf war. Weil sie Hilfe benötigen würde? Sie wusste nicht, wie lange sie das Augenlicht noch haben würde. Sie wusste auch nicht, ob sie überhaupt ganz blind werden würde, doch was Gewiss war, war, dass sie immer schlechter sehen würde. Seufzend meinte sie
"Dann erzähl mir eben nicht... Dann lass ich dich in Ruhe... "
Mit diesen Worten wand sie sich um und wollte gehen. Ihr Herz schrie innerlich auf, doch sie ignorierte dies und wollte los. Doch plötzlich war es wie schon rfüher. Kurze Zeit, sah sie schwarz und schon spürte sie den Schmerz. Sie jaulte kurz auf, als sie in dem Dornenbusch hing und riss sich jedoch einfach raus. Leicht blutend wand sie sich nochmals zu Bastar. Sie sah in an. Sah sein graues Fell, was vom Wind leicht zerzaust wurde. Sie schämte sich für den Vorfall und begann dann zu rennen. Zu rennen in Richtung Banshee. Sie spürte, wie das warme Blut, was aus der winzigen Wunde sickerte, ihr grau weißes Fell verklebte und anfing zu trocknen. Panisch aufgerissene Augen zeichneten dieVerwirrung noch mehr, doch wurde sie langsamer. Wollte sie nicht so bei den anderen ankommen und blieb schließlich auf der hälfte des Weges Verwirrt stehen ...
Bastar drehte sich um.Schien jedoch keine Notiz von dem schmerlichen aufheulen der Fähe zu nehmen.Er drehet sich einfach wider um und starrte in die Ferne.Doch die zuneigung zu der Fähe lies ihn umkehren. ER rannte mitten in den wald..nicht dahin, wo Kaede war. Diesen Weg nahm er gewiss nihct, doch sprang er plötzlich aus dem Busch, vor Kaedes Pfoten. Er sah sie leicht kühl aber vertrauenswürdig an, und leckte ihr dann etwas schüchtern das Blut von der Pfote. In diesem moment hätte alles passieren können.Kaede hätte ihn vor schreck sogar töten können.Doch das vertrauen zu der Fähe war zu groß,um sie als eine Gefahr dazustellen. Unschlüssig auf die reaktion der Wölfin leckte er weiter, bis das ganze Blut verschwunden war.Dann lächelte er leicht, zwinkerte ihr zu und machte sich berreit wider zu gehen. Diesmmal nahm er den weg, den Kaede auch gewählt hatte ,und verfiel in einen weichen Trab.Sein Blick viel auf den ,mitlerweilen sdunkleren Himmel.Langsam brach die Nacht in das Taal.Ob dieses Rudel nachts auch den Mon anhuelen gehen würde? Er schon. Er würde es immer tun.Ob gemeinsam, oder allein ...
Der schwarze Rüde wartete erst gar nicht auf ein Zeichen von Lighto, welches ein wenig von Verständnis hätte zeigen können. Es war nicht sonderlich typisch, dass Acollon versuchte, seiner Fähe zu imponieren und ihr zu zeigen, dass er da war. Doch nun, oder gerade deswegen, war die Ranzzeit, ein deutliches Zeichen an jeden Rüden seiner geliebten Fähe den Wunsch der vollkommenen Verschmelzung zu verdeutlichen. Schnell, dennoch geschickt und vorsichtig lief er immer in Richtung Hirsch, der, zu seinem eigenen Unglück, zu dicht an einem Rudelplatz seiner gefürchteten Feinde stand. Sein Geweih war prächtig, ragte in den Himmel, imposant und warnend. Der Schwarze hätte sicherlich als normaler Wolf gezögert, doch der Tod kannte keine Angst vorm Tod, nur vor der Vorstellung niemals ein Ende finden zu können. Der Hirsch wetzte sein riesiges Geweih an der Rinde einer Tanne. Acollon drückte sich tiefer an den Boden, dennoch geschmeidig vorankommend, grub er sich durch den Schnee- doch zu seinem Pech hatte der Hirsch gerade aufgesehen und ließ ein Röhren hören. Er floh nicht, so wie es eigentlich Fluchtiere taten, er stellte sich zum Kampf auf. Der Schwarze schätzte seine Lage ein, bevor ihm wieder einfiel, dass der Tod keine Angst vor einem Hirsch zu haben brauchte. Dieses Zögern machte sich der Hirschbulle zu Nutze, mit gesenktem Kopf lief er geradewegs auf Acollon zu. Nun wurde dem Rüden trotz seiner eigentlich so guten Position etwas mulmig. Er starrte nur auf den Koloss der auf ihn zu raste. Der Schwarze empfand plötzlich dass Bedürfnis zu spielen, zu spielen mit dem Leben dieses Hirsches. Und anstatt sich dem Hirsch an den Hals zu werfen, drehte er sich um und lief auf den Rudelplatz zu, dort, wo alle Wölfe waren, das Spektakel sicherlich gut verfolgen konnten. Das interessierte Acollon dennoch recht herzlich wenig. Dies war sein Spiel, und der Preis wäre das Geschenk seiner Fähe Banshee.
Ruckartig machte der schwarze Wolfkörper Halt und sprang zielstrebig auf die Kehle des Bullen zu. Aber mitten im Sprung stoppte der Schwarze. Dieser Geruch, der vertraute gehasste Geruch. Ein Rüde den er kannte und dessen Rivale er war. Diablo Dé Amés Noir. Der Rüde, der seine Gefährtin den gleichen Wunsch zu stellen versucht hatte, wie Acollon ihn immer noch in sich hegte. Die Zorneswelle brach in ihm aus. Er war sein Rivale. Und zu aller größten Bedeutung trug die Ranzzeit etwas dazu bei, hier war es jedem Rüden gestattet um die Fähe zu kämpfen, die er liebte, die er begehrte. Acollon kannte zwar das begehren nicht, aber er kannte zum Teil die Liebe. Und er war nicht bereit diesen Wolf Banshee lieben zu sehen. Sicher, am Geruch war deutlich zu erkennen, dass der Rüde erwachsener und kräftiger geworden war. Ein weiterer Grund, diesem Rüden gleich die Regeln auf die Stirn zu gravieren.
Dieses weitere Zögern war einer der größten Jagdfehler die Acollon je begangen hatte, nein, es war der einzige Jagdfehler den er je fabriziert hatte. Der Hirsch bohrte sein prächtiges Geweih in die Flanken des Schwarzen. Acollon stöhnte vor Schmerz auf. Verdrehte entnervt die Augen und machte einen Luftsprung zur Seite.
“Dein Spielzug ist beendet“,
grinste Acollon und machte einen Satz auf den Hirschbullen zu, täuschte eine Beißattacke in die rechte Flanke an und sprang an die linke Kehlenseite. Das riesige Geweih war sicherlich hübsch und gut gegen Angreifer, doch wenn das Gewicht genauso imposant war, wie die Schönheit, so war es mit Nichten eine leichte Aufgabe das Geweih mit einem Ruck aus der Wucht eines Schlages zu befördern. Dies nutzte Acollon und biss zu. Schön war es zu spüren, wie das warme Blut an seinen Lefzen runtertropfte. Der Hunger war schon seit Tagen unerträglich gewesen, und dieses Blut gab Hunger auf Fleisch. Doch es war ein Geschenk für Banshee. Und so ließ er sofort ab, als der Hirsch seine letzten nervlichen Zuckungen hatte.
.oO(Und jetzt nur noch Diablo)Oo.
Doch sein Blick suchte Banshee, kurz heulte er auf, wollte sie zu ihrem Geschenk führen. Etwas mitgenommen setzte er sich neben seine Beute in den Schnee und ließ die frische Wunde erst einmal ausbluten.
Der graue Wolf zeigte als Zeichen seines Dankes ein leichtes Kopfnicken und sprach leise, dennoch deutlich:
“Habt dank“.
Ein Grinsen konnte Diablo sich dennoch nicht verkneifen, bei dem Gedanken, dass sich Acollon nicht gerade Freunde gemacht hatte, um es der Aussage der Roten zu entnehmen. Wortlos und genauso lautlos drehte er sich um und schritt in die Richtung wo der Geruch des Schwarzen Teufels war. Diesen kühlen, von Tod durchforsteten Geruch würde Diablo auf Meilen wieder erkennen. Zu oft hatte er seinen Hass ganz allein auf den Schwarzen gerichtet gehabt. Doch dieser Hass war nur eine weitere Lehre des Lebens, die ihm dazu gedient hatte, so zu werden, wie er war. Wieder verschmolz der Graue mit seiner Umgebung, nur der verräterische Salzduft, der an seinem Fell klebte, machte seine Anwesendheit klar.
Mit aufgestellten Ohren, leicht erhobener Rute und einem seichten, aber nicht zu aufdringlichen Lächeln traf er auf dem Rudelplatz ein und sah sofort, wo der schwarze Teufel war. Neben einem blutigen Tier saß er und schien sein Dasein zu genießen, er hatte das Spiel des Todes gespielt.
Der Geruch des Rüden Diablos war nun so stark, dass Acollon fast hätte niesen müssen. Er sah kurz über den Rudelplatz, und dort, geradewegs aus dem Waldrand marschierte der graue Wolf. Ein kurzes zögerndes Lächeln huschte über die Lefzen des schwarzen Wolfes. Es war schon irgendwie ungewohnt, lange hatten sich die beiden Rüden nicht mehr gesehen, doch jetzt wo Acollon die Visage Diablos sah, war es gerade so, als hätte er auf ihn gewartet. Langsam erhob er sich, seinen Kopf stolz erhoben, die Rute leicht nach oben gerichtet, die Augen kalt, dennoch voller Kampfeifer. Nein, der Schwarze hatte sich in einem Punkt nicht geändert, sein Leben war der Kampf und der Tod anderer. Aber der Kampf den er mit Diablo haben würde, wäre nicht einer der dem reinem Spaß dienen sollte, nein, dabei ging es um die Gunst Banshees. Und der Schwarze würde gewiss nicht verlieren.
“Diablo dé Amés Noir, was für eine Freude Dich in so guter Verfassung zu sehen“,
gegrüßte er den Grauen, gerade so, als seien sie alte Freunde, die sich nach einer langen Zeit des Nichtsehens wieder gefunden hatten.
Ihre Augen öffneten sich. Blinzelnd nahm sie die vertraute Wirklichkeit in Empfang. Vor sich sah sie den beruhigenden Wald. Die Blätter rauschten im sachten Wind. Die alten Eichen vor ihr knarrten leise, als ein kräftiger Wind aufkam. Leé schloss wieder die Augen und lauschte. Nur das Rauschen des Windes war zu hören und das Knarren der alten, dicken Bäume. Immer wieder rief eine Stimme in ihr:
.oO(Verrückt....verrückt...du bist verrückt...!)
In Leés Kopf drehte und wirbelte alles wild herum. Es wurde immer lauter und lauter das dröhnen in ihrem Schädel. Die Fähe japste laut, doch sie hörte es nur ganz leise, wie wenn sie meilenweit entfernt von sich wäre. Plötzlich wurde es schlagartig still. Der Wind hatte aufgehört, das knarren der Eichen ebenso. Leé öffnete die Augen und hob den Kopf. Sie stand auf und lief, die Rute dicht an den Bauch gedrückt, Richtung Rudelplatz. Den Kopf gesenkt haltend, traf sie auf dem gut vertrauten Platz. Die anderen Wölfe sah sie nicht. Schutz suchend legte sich die Braune Fähe unter einen Baum und rollte sich zusammen. Der Versuch einzuschlafen gelang der jungen Fähe nicht, doch zumindest tat sie so, als wäre sie bereits ins Reich der Träume und der Fantasie gereist.
Lighto hielt die Luft an. Inuki hatte ihn an der Wunden stelle getroffen. Doch er antwortete gelassen:
"Ich hatte eine Gefährtin... Storm... Doch leider ist sie gegangen.. Sie hat das Rudel verlassen."
Lighto brach ab, er konnte nicht mehr über Storm reden. Zu groß und neu war dieses Wunde. Er lächelte die Fähe an und meinte.:
"Da passen wir aber gut zusammen, beide keine richtige Familie."
Lighto lächelte wieder und nickte mit dem Kopf.
Stand da, uns sah wie ihre Pfote immer mehr verklebte... Plötzlich sprang ein wolf von vorne an sie heran. Kurz dachte sie daran ihn anzufallen und fletschte die Zähne, doch dann erkannte sie Bastar und beruhigte sich wieder. Er begann schüchtern ihr die Pfote abzulecken und erstaunt blickte sie ihn an. Er leckte ihre Wunde soweit, bis sie aufhörte zu bluten. Er lächelte sie an und sie meinte leise...
"Warum hast du das getan? Hab Dank!"
Dann sah sie ihm hinterher, wie er in einem weichen Trab vor ihr her lief und in den dunkler werdenden himmel schaute. Sie blickte nur kurz hinauf und begann dann weiter in Richtung Banshee zu laufen. Sie hörte ein jämmerliches Aufheulen, jedoch kannte sie den Wolf noch nicht, der heulte. Jedoch roch sie, dass immer mehr Wölfe auf dem Rudelplatz eintrafen. Ebenso sah sie nun Banshee, die auf den Neuling wartete. Danach würden sie gewiss zum Rudelplatz gehen und sie würde die anderen Wölfe begrüßen. sie musste sie einfach überzeugen, dass sie ihr nichts tuen müssten, dass sie ihnen unterlegen war. So gerne wollte sie in diesem Rudel bleiben. Sie stoppte in der Nähe von Banshee und blickte sie leicht geduckt an.
"Der wolf ist fast da.. Gehen wir dann weiter zum Rudelplatz?"
Ihr bittender und fragender Blick passte nicht ganz zu der Verwirrung in ihren Augen, jedoch glaubte sie, dass Banshee dies sowieso vor hatte. Sie wollte soweit Kaede es einschätzen konnte jemand ganz bestimmtes sehen. Lächelnd setzte sich Kaede neben die alphawölfin. Leicht geduckt war ihre Körperhaltung noch immer. Man konnte schon fast meinen sie freue sich auf die anderen Wölfe. Durch ihr Vergessen, hatte sie zwar die verwirrten Augen bekommen.. Die augen die von einem seichten grau schleier überdeckt waren, jedoch hatten sie in Kaede auch einen Moment der Freude ausgelöst
~Ja ich Freue mich die anderen Wölfe kennen zu lernen...~
Sie roch, wie noch ein weiterer Wolf den Rudelplatz betreten haben musste. Er roch nach Salz. Diesen Geruch liebte Kaede. Er war bestimmt vom Meet gekommen.. Das Meer. Kaede hatte es riesig in erinnerung. Sie konnte sie an die Wogenden Wellen erinnern, sowie den Salzigen Geruch und die Möwen, die kreischend am Himmel umhergeflogen waren. Doch das Meer war ein Ort gewesen, was sie gemocht hatte... Ein Ort von vielen, die sie bereist hatte. Diesen Wolf musste sie kennen lernen.. Sie wollte wissen, ob er wirklich am Meer gewesen war. Da der neue Wolf noch immer nicht angekommen war, blickte sie zu Banshee und meinte
"Der Wolf, der nach Salz richt... War er amMeer? Wisst ihr das?"
Abwartend sah die junge Wölfin die alphawölfin an und war gespannt auf ihre Antwort ...
~Das Meer~
Sie seufzte leicht.
Inuki merkte, dass sie irgendwas falsch gemacht hatte leicht legte sie die Ohren bereuend zurück und senkte den Kopf.
"Es tut mir leid, wenn ich was falsches gefragt habe..."
Sagte die weisse kleinlaut und sah etwas bedrückt aus. Es war nicht ihre Absicht falsches zu fragen,... Nur das sie halt Neugierig war.. Sie wandte den Kopf zum Boden und sah diesen an. Ihre Ohren hingen etwas herab. Schlieslich hob sie den Blick leicht an und sah den Rüden von unten her an. Ihr Blick hatte etwas entschuldigendes an sich und das sollte auch so sein..
Lighto lächelte. Dann meinte er entschuldigens:
"Nein, du hast nichts falsch gemacht ... Ich vermisse Storm ... Ich verstehe nicht wieso sie mich einfach verlassen hat."
Lighto lächelte traurig.
"Du musst wissen, Storm und ich wir sind schon mehrmals getrennt gewesen, mehrmals sind wir in einem Rudel zusammen gewesen und jedesmal hat sie mich alleine gelassen."
Lighto schüttelte seinen weißen den sonst so stolz erhobenen Kopf. Es muss endlich ein Ende haben. Der Rüde hatte es satt. Stom tauchte in seinem Leben auf wann sie wollte und sie verschwand auch wenn es ihr passte. Lighto horchte auf. Er hörte den Wind in den Blättern rauschen. oO(Der Frühling kommt)Oo dachte sich der Rüde.
Der Graue lachte, es war kein falsches Lachen, aber auch kein fröhliches Lachen, es war eher eines, das man neutral oder sogar überflüssig nennen könnte. Es war ein Lachen, welches ehrlich, dennoch mit Distanz zu betrachten war. Seufzend neigte der Graue den Kopf und sagte in einem fast vor Freundlichkeit überschlagenden Ton:
“Oh Acollon, die Ehre Dich wieder zu sehen ist ganz meinerseits! Du hast Dich prächtig gemacht, auch wenn Du jetzt schon älter als das Leben sein müsstest, aber wie sagt man? Unkraut vergeht nicht!“
Diablo war sich sicher, dass es nun endlich zu einem Kampf kommen würde, auf den er schon so lange gewartet hatte, er würde sich mit dem Tod messen, auch wenn er wusste, dass er nicht die geringste Chance hatte, dennoch war es seine tiefste Sehnsucht gewesen, gleichend der Sehnsucht, die man beim Anblick des Meeres bekam. Ja, das Meer war die reinste Form der Sehnsucht. Dennoch, das Meer schenkte einem nichts, es verlangte nur, nur eines blieb Diablo, der Geruch des Meeres, und die Tiefe seiner Augen, so wie das Meer ihre Geheimnisse darin verbarg.
“Aber genug mit dem Gerede, weder Du noch ich haben uns was zu sagen. Ich bin hier um meinen Kampf zu fordern, den Du mir einst versprachest. Und der Lohn des Sieges dieses Kampfes wird hoch sein, die Gunst Banshees. Du weißt, ich liebe sie nicht, nur ihre Schönheit, nur ihren Anmut. Meine Faszination zu ihr.“
Doch eigentlich wusste er, Diablo es besser, er wollte nicht um die weiße Fähe kämpfen, er wollte den Kampf, das war sein Ziel, auch Acollon musste dies wissen. Auch wenn er den schwarzen Teufel mehr als auf den Tod nicht leiden konnte, hatte er eine Art Sehnsucht in ihm gefunden.
Diablo schritt auf den Schwarzen zu, der Ausdruck des Träumens war verloren, nun war nur der Stolz und die Bereitschaft in den Augen des Grauen zu lesen.
Alduran lief weiter. Er konnte es kaum erwarten,. den Wölfen dieses Rudels zu begegnen. Sein Herz schlug schneller. Sein Atem ging stockweise. Wann nur war er endlich da?
Da!
In der Ferne konnte er sie wahrnehmen. Er rannte schneller, seine Beine flogen nur s durch die Luft. Sein altes Rudel war weg, aber nun würde er allein und eigenständig eine neue Zukunft aufbauen! Hier, hier in diesem neuen Revier.
Sein Heulen dröhnte durch den Wald, als er schlitternd zum Stehen kam.
Der Geruch der Wölfe gefiel ihm. Es roch nach Frieden.
Guten Tag, meinte er aufgeregt. Seine Rute wedelte, doch er zeigte sich unterwürfig.
Banshee sah auf, als Kaede und Bastar wieder auf sie zu kamen, jetzt musste sie leise lachen, doch ihre Augen blitzten freundlich. Auf Kaedes Frage hin legte sie leicht den Kopf schräg und sog erneut die frische Luft ein, die schon nach Frühling duftete. Tatsächlich, sie roch Salz, doch es kam nicht aus der Richtung des immer nährer kommenden Fremden ... und da war ein anderer Geruch, der Geruch eines Wolfes, dem sie schon so lange nicht mehr begegnet war, dass sie überzeugt gewesen war, er wäre verschwunden. Diablo, der schwarze Teufel, dessen Augen sich so tief in sie hinein gebohrt hatten, dass sie zumersten mal das Gefühl befallen hatte schutzlos zu sein. Sie spürte bei dem Gedanken an ihn keine Angst, viel eher Erstaunen und Abneigung, der Wolf war schon immer seltsam gewesen und seine Blicke waren ihr nie entgagen, so oft sie auch auf ihr gelegen waren. Das Heulen Acollons klang klar und dunkel durch den Wald, er rief sie, doch aus seiner Umgebung kam auch der Geruch Diablos und eine dunkle Vorahnung beschlich sie. Sorge keimte in ihr, obwohl sie sich wohl am wenigtsen von allen Wölfen um Acollon Sorgen machen musste, trotzdem spürte sie die Abneigung ihres Gefährten gegenüber Diablo noch immer so deutlich, als wären sie sich erst gestern begegnet. Die Sorgen unterdrücktend sah sie zu Kaede.
"Kaede, bitte sag du zu mir, wir sind ein Rudel, zwar versuche ich euch alle zusammen zu halten, doch bin auch ich nur ein Wolf unter vielen. Und der Wolf, der nach Meer riecht war lange verschwunden, Diablo ist sein Name, ich weiß nicht, woher er kommt ..."
.oO(... du weißt nur, wo er ist und das gefällt dir nicht.) Nach wenigen Sekunden des Nachdenkens wurde ihr sogar klar, dass sie mehr um Diablo fürchtete, denn auch wenn sie den Rüden nicht mochte, so wusste sie doch, wie grausam und aggressiv Acollon werden konnte, schließlich war sie selbst es doch gewesen, die als einzige versucht hatte diese Aggressivität zu dämpfen. Jäh wurde sie von einem erneuten, freudigen Heulen aus den Gedanken gerissen und sie sah den Fremden auf sich zu stürmen. Er schien glücklich und voller Freude, unwillkürlich schlich sich auch das Lächeln Banshees wieder auf ihre Lefzen.
"Willkommen Fremder, es freut mich, dass du so schnell zu uns gefunden hast. Wie ist dein Name und was führt dich zu uns? Ich bin Banshee und Leitwölfin dieses Rudels.
Sie waf einen kurzen Seitenblick zu Kaede und Bastar, überließ es aber den beiden sich vor zustellen, wenn sie an der Reihe waren.
Kaede hörte Banshee gespannt zu. Diablo hieß der Wolf mit dem Meer Geruch also. Jedoch hatte sie auch Banshees Gesichtszüge verfolgt und diese gefielen Kaede nicht sonderlich. Irgendetwas musste mir diesem Wolf nicht stimmen und doch wollte Kaede ihn so gerne kennen lernen.. wollte etwas über das Meer hören. Der Duft des Salzes war schon lange aus ihrem Fell verschwunden. Sie sah den neuen Wolf auf sie zu rennen und beobachtete ihn, wie er schlidernd zum stehen kam. Sie hörte, wie Banshee sich vorstellte und dann schwieg. Sie dachte wahrscheinlich, es wäre besser, wenn sie und Bastar sich selber vorstellen würden. So begann sie langsam und überlegt zu sprechen.
"Sei gegrüßt Fremder! Ich bin Kaede. Ebenfalls neu und erst vor kurzem hier angekommen"
Mit diesen Worten schwieg sie und blickte den Fremden neugierig an. Sie musterte ihn, konnte jedoch nicht herausfinden wie alt er war. Jedoch würde sie ihn auf mittelalt schätzen. Nicht viel älter oder jünger als sie. Dann wand sie ihren Blick kurz Banshee zu
"Meinst du ich kann mit dem Meer Wolf sprechen? Oder.."
Verzagt hörte sie auf zu sprechen. Sie hatte die Mimik der alpha Wölfin nicht vergessen. Sie blickte durch den grauen Schleier der augen auf Banshee. Immer noch in geduckter Haltung, die sie eben auch dem neuen entgegen gebracht hatte und wartete ab.
Ein höhnisches Grinsen huschte über Acollons Lefzen, seine kalten Augen blitzten auf und der jähe Zorn erwachte von neuem. Seine Gesichtszüge wandelten sich, sie würde hart, roh, kalt und seltsam mordlustig. In jeder Furche, in jeder Narbe seines Gesichts spiegelte sich die Erinnerung, der Hass der vergangenen Jahre wieder. Wenn der Graue einen Kampf wollte, so wäre der Preis nicht nur die Gunst seiner Fähe, sondern auch der des Lebens. Würde Diablo sich nicht wehren können, so musste er die Konsequenzen tragen und stolz zu seiner Schwäche stehen. Acollons Nackenfell richtete sich unheimlich steil auf und seine weißen, ebenso ungewöhnlich langen Fangzähne blitzten gefährlich hervor, seine Miene war umspielt von einem einzigen Ziel, der geschlossen aus einem beißenden Gedanken entstanden war.
“Du kennst meine Spielregeln, Diablo?,
er sah den Grauen schon jetzt fast mitleidig an, dennoch wagte er es nicht, ihn zu unterschätzen, zu oft war mehr hinter einem Wolf, als man es von Außen sehen konnte. Langsam schritt auch Acollon auf den Grauen zu, mit einem gespielt höflichen Ausdruck auf dem Gesicht.
Banshee merkte sofort an dem Zögern und dem Blick Kaedes, dass die Grau auch ihre Gedanken, zumindest teilweise, erkannt hatte. Sie alleine zu Acollon und Diablo gehen zu lassen war vollkommen unmöglich, wenn gerade das geschah, was sie vermutete und das seltsam schwer in der Luft hing, dann würde von Keade, wenn sie sich dumm verhielt, nach ihrer Begegnung mit Diablo nicht mehr viel übrig sein. Die Fähe schien zwar die Sorgen bemerkt zu haben, doch wusste sie nicht, was für ein Wolf Diablo war und noch weniger wusste sie, was für ein Wolf Acollon war. Banshee wurde bewusst, dass gerade diese beiden gefährlichen Rüden am meisten Faszination auf sie ausübten. Sie mochte Diablo nicht, aber er hatte erwas fazinierendes, etwas, das Acollon ebenfalls besaß. Ihr lief ein kurzer Schauer über den Rücken, die ersten Worte, die ihr zu den beiden Rüden einfielen, waren Rücksichtlosigkeit, Kälte, Grausamkeit und Aggressivität ... .oO(Engaya, was willst du mir damit sagen?). Doch wie als wäre es ein weiteres Zeichen kamen ihr jetzt wieder die Gedanken an Welpen, Welpen von Acollon und ihr, verbotene Welpen und trotzdem so offensichtlich erhoffte. Sie schüttelte sich.
"Kaede, ich kann dich dort unmöglich alleine hingehen lassen. Niemand von euch allen wird zu Diablo und Acollon gehen, nur in meiner Begleitung. Kaede, du kennst die beiden nicht und ich fürchte dort im Wald, wo die beiden sich gerade befinden würde uns nichts schönes erwarten. Trotzdem spüre auch ich das Verlangen dorthin zu gehen ..."
Sie hatte schon zu viel gesagt, doch der Gedanke an einen Kampf, der so deutlich in der Luft zu liegen schien machte sie nervös und die Sorgen wurden größer. Niemand würde sterben, das glaubte sie einfach nicht, aber auch eine Verletzung wäre schon schlimm genug ... und es wäre Blut auf dem Boden dieses Tals, in das bald Welpen geboren werden sollten.
Blickt Banshee an. Die wölfin hatte mitbekommen, dass Kaede einiges verstand, was Banshee nicht aussprach. Sie hörte ihr auch aufmerksam zu, was sie damit zeigte, dass ihre kleinen wohlgeformten Ohren gespitzt nach vorne standen. Dann wiegte sie leicht den Kopf...
"Sie wollen also kämpfen. Warum können Wölfe sich nicht vertragen?"
Traurigkeit umhüllte nun wieder die Erscheinung von Kaede. Traurigkeit und noch immer Verwirrung. Ihre verschleierten Augen deuteten ebenso darauf hin, wie auch ihr restlicher Körper und ihre Ausstrahlung.
"Banshee du willst ebenfalls dort hin.. Wenn du nicht möchtest, dass wir mitkommen.. Dann bleiben wir selbstverständlich hier.. Geh du nur.."
Dann schwieg Kaede wieder. Wenn Banshee wollte würde sie mit den anderen hier bleiben. Sie würde es verstehen. Sie waren neu hier.. Kannten sich noch nicht aus... Und wenn sie ihr erlauben würde, würde sie mitkommen.. Kaede wusste, dass mitkommen falsch sein würde. Sie würde an vieles erinnert werden, was sie verdrängt hatte und doch wollte sie mit. Hoffte nur, das keiner der Wölfe seinen Tod finden würde. Warum sie kämpfen wollten wusste Kaede nicht. Konnte sie nicht wissen. Wie auch. Sie war keinen Tag hier und schon liefen solche schlimmen dinge ab. Kaede erschauderte.
Hanako lächelte Hidoi wie immer viel sagend an und genoss die raue Zungen an ihrem Hals, für einen Moment schloss die weiße Fähe die Augen und wartete auf irgendein Geräusch, dass sie aus diesen Gedanken wecken würde, aber der Traum an die Welpen änderte alles schlagartig und Hanako lächelte zu Hidoi. In ihren Augen konnte man vieles erkennen, aber vor allem war es das Freudengefühl und das Glück, welches sie spürte und genoss. Wie es wohl in den Kopf ihres Gefährten umher ging? Sie hoffte so sehr, dass sein Vatergefühl noch immer stand, sie liebte ihn so sehr, sie wusste, dass man es schaffen konnte.
„Ich liebe Dich.“
Flüsterte ihm sanft in sein spitze stahlgraues Ohr, dann stupste sie ihn sanft an und führte ihn etwas in eine kleine Sackgasse, wo sie nicht jeder Wolf sehen konnte. Mit einem verführerischen Lächeln und dem betörenden Duft der hinter ihr her flog lockte sie Hidoi in ein kleines Versteckt, dort schob sie sanft ihre Rute beiseite und gab Hidoi somit den Weg frei…
Die Ranz zwischen Hanako und Hidoi erfolgte problemlos und wohl für das verliebte Pärchen zu schnell, der Wunsch nach den Welpen hatte sie hierzu gebracht und nun erhofften sie sich den Erfolg daraus.
Hanako hatte sich mit einem Lächeln nieder gelegt und zog sanft an dem Ohr ihres Gefährten. Liebevoll schleckte sie ihm über die Schnauze, legte sich auf den Rücken und sah ihn fast dankend an.
"Oh das ist nicht schön...Naja ich kenne es nicht und meine Neugierde ist noch immer da.. Ich bin noch jung und habe noch viel vor mir.. Auch wenn ich nur ein klizekleiner teil dieser zeitspanne bin in der sich diese Welt dreht..Ich werde noch vieles kennenlernen und sehen.. Ich habe meine Welpenzeit hinter mir und bin zu einer jungfähe herangewachsen.. Dennoch bleibt es noch ein langes Stück bis ich soviel erfahrung haben werde wie ein Rüde der schon herumgekommen ist.. Ich kenne nur dieses Rudel und ein ganz klein wenig von meinem alten wobei ich mich kaum noch daran erinnere...Soviel ich weis kenne ich meine Mutter nicht mal.. Was mein Vater mir erzählte weis ich nicht ob ich das glauben soll oder nicht..."
Sprach die Weiße und sah zu dem Rüden auf. Es kam Inuki so vor als ob diese Sätze nicht von ihr kommen würden. Innerllich schüttelte die Fähe den kopf und seufzte leise. Ihre Ohren spielten im und mit dem Wind. Der Windzug der über ihre Schnauze fuhr brachte eine art ruhe in die Fähe. Inuki sah den Rüden mit ihren brauinen augen an und wartete auf seine reaktion.
Der Schwarze sprach von seinen Spielregeln, und erst jetzt erkannte Diablo, dass es Acollon nicht um eine Abmache oder um sein gegebenes Versprechen ging, sondern um das Spiel des Todes. Vielleicht wusste der Graue nicht, was auf ihn zukommen würde, doch auch er besaß ungeahnte Kräfte, schließlich hatte er vom Meer gelernt, als Wüstenwolf von dem Meer.
Ohne Antwort für Acollon stellte sich Daiblo direkt vor dem Schwarzen auf, ließ ebenfalls sein Nackenhaar aufrecht stehen, seine Augen funkelten gefährlich und der Ausdruck der Ruhe, der Tiefe des Meeres verschwanden, was übrig blieb war die Gischt des aufschlagenden Wasser an einer Brandung. Ohne es wirklich kontrollieren zu können, hoben sich die Lefzen des Grauen, ein unweigerlich tiefes und lautes Knurren drang seine Kehle hinauf.
Und ohne weiteres Zögern griff er an. Er stürzte sich vielleicht in seinen eigenen Tod, aber es war nicht relevant für seine Taten, er griff einfach an, und das war das Ausschlaggebende. Er geriet kopflos in einen Kampf, den er so ersehnt hatte. Mit dieser Gefühlstaubheit verbiss er sich sofort in Acollons Flanke und riss und zog daran, ungewöhnlich kalt war der Körper des Schwarzen, es schien, als sei kein Leben darin, auch ein Herzschlag konnte man nicht hören. War dieser Rüde wirklich der Tod?
Mit aller Kraft die der Graue aufbringen konnte versuchte er den Schwarzen umzuwerfen, trotz dieses schmächtigen Körpers des Schwarzen, schien dort eine große Kraft zu hausen, dennoch schaffte es Diablo Acollon auf den Boden zu zwingen, ließ jedoch nicht von der Flanke zwischen seinen Zähnen ab.
Der Schwarze hätte einen Angriff erwarten können, und dennoch wehrte Acollon ihn nicht ab sondern genoss den leichten stichigen Schmerz in seiner Flanke. Acollon hatte kurzen Prozess mit dem Grauen, das war sicher. Er schloss die Augen, ermutigend für Diablo. Doch er würde den Rüden nicht allzu viel Zeit und Gelegenheit geben, ihm ernsthaft zu schaden, auch wenn das so gut wie unmöglich war. Doch es war die Ranz, der Schwarze musste fit sein, für das, was er Banshee bieten wollte, musste und konnte. Mit einem kurzen Knurren signalisierte der Schwarze, dass er noch am Kampf beteiligt war.
“Diablo, mein Lieber, dieser Kampf wird mir gehören, Du hast leider keinerlei Chance gegen mich. Es wäre zu schade, Dir den Kopf abzureißen, obwohl aus Dir ein guter Kämpfer werden könnte. Geh lieber trainieren, sammle mehr Erfahrungen und dann fordere mich noch einmal heraus!“,
sagte Acollon gewohnt lässig, und mit einer ebenso lässigen Bewegung warf er den Grauen zu Boden und stürzte sich auf ihn, biss direkt in die Kehle, merkte, wie die Adern unter seinen Zähnen nachgaben. Das Blut sickerte hervor, und zu Acollons eigenem Entsetzen spürte er das Verlangen diesen Rüden zu töten, damit all der Hass mit sterben konnte.
Doch er ließ es, ließ von Diablo ab. Der Graue lag blutend am Boden.
“Mein alter Freund, ich bin wirklich der Sohn des Todes. Das solltest Du Dir lieber merken“,
der Schwarze stürzte ein letztes Mal, mit aller Aggressivität und Brutalität, die in ihm war, auf Diablo zu und biss erneut in seine Kehle, diesmal spritzte das Blut an seinen Lefzen hoch und blieb an seinem Fell kleben. Ungeahnter Zorn kochte in Acollon hoch, und er hatte Mühe sich zurück zu halten. Er musste daran denken, dass er Banshee mit dem Tod Diablos nicht wirklich glücklich machen konnte. Egal wie sehr sie ihn verabscheute, sie würde nicht wollen, dass er stirbt, dass überhaupt jemand stirbt.
Lighto sah Inuki an. Er wusste nicht was er dazu sagen sollte. Also knuffte er die junge Fähe in die Seite und sah sie verschmitzt an.
"Nun soviel mehr Erfahrung hab ich auch nicht... Ich habe einiges von der Welt gesehen, bin in vielen Rudeln gewesen und hatte selber eins geführt... Das alles hat mir gezeigt das unser Leben grausamm ist.... Und trotzdem lebe ich."
Lighto schüttelte den Kopf. Er hatte es schon längst aufgegeben über das Leben nachzudenken. Er ist ein Mitläufer geworden. Hatte aufgehört für das Leben zu kämpfen. Lighto lächelte traurig.
"Und seit Stom wieder weg ist ..."
Der Rüde brach ab. Er wollte nicht mehr weiter erzählen. Er spürte die Sonne auf seinen weißem Fell und er schüttelte sich.
Banshees Ohren zuckten nun sehr nervös, sie spürte die Aggressivität Acollons so plötzlich und allumfassend, dass es ihr kurz den Atem raubte. Jetzt war sie sich siche,r dass die beiden Rüden kämpften, es konnte gar nicht anders sein, sie spürte es so deutlich, als würde sie selbst angegriffen werden. Sie sah Kaede an, schien jedoch halb duchr sie hindurch zu sehen.
"Es gibt immer etwas, das jemandem gehört und das andere begehren. Kaede, hör mir zu, ich muss zu ihnen, nehme du dich dem Fremden an, ich vertrau dir ihn an, erkläre ihm alles, falls er Fragen hat und sollte er ins Rudel aufgenommen werden wollen, so kannst du es ihm in meinem Namen erlauben, wenn er sich an die Regeln eines Rudels hält."
Sie erlaubte sich ein flüchtiges Lächeln in Kaedes Richtung, stand schon auf den Pfoten und sah sich etwas zu gehetzt um, als wisse sie nicht, wo sich die beidne Rüden aufhielten. Mit schnellen Sätzen verschwand sie dann im Wald, schon bald stieg ihr Blutgeruch in die Nase, ein Hirsch war getötet worden, doch es stellte sich keine Erleichterung ein, auch das Blut eines Wolfes hing in der Luft. Sie erreichte die beiden Rüden bald, Diablo lag blutend auf dem Boden, das braune Fell am Hals tiefrot, Acollon stand ganz in seiner Nähe, Blut überall an seinem Maul, die Wut und Aggressivität in seinen Augen flackernd. Wie um den ganzen Bild noch mehr in die Klauen des Todes zu ziehen, lag nich weit von den Rüden entfernt ein Hirsch, tot und reglos, die gebrochenen Augen gen Himmel gerichtet. Sie atmete erstaunlich ruhig, empfand weder Angst noch Wut, nur Erschrecken über den leblosen Körper Diablos.
"Acollon ...
Ihre Stimme war leise, fast traurig, sie trat neben Diablo, das Fell an ihren weißen Pfoten färbte sich langsam rot. Doch jetzt sah sie die langsamen Atemzüge in der kräftigen Brust des Braunen, das leise Pfeifen beim Ausatmen ... er lebte.
Kaede hörte Banshee aufmerksam zu. sie bemerkte die Nervosität der Fähe und als sie ihr die Verantwortung übertrug meinte sie nur leise
"Lauf."
Dann wand sie sich von der Wölfin ab, die sofort in den Wald preschte. Sie blickte den Fremden neugierig an.
"Du hast sie gehört... Hast du irgendwelche Fragen? Ich werde versuchen sie so gut wie möglich zu beantworten ..."
Ihre Augen ruhten auf dem wolf. Äußerlich schien sie ruhig zu sein, doch auch sie roch den Geruch des Blutes intensiv in der Luft. Beigemengt der Duft, des Salzes. Also musste es derjenige sein, der vor kurzem angekommen war. Bekümmert zog sich ihr Herz zusammen und doch konzentrierte sie sich auf den neuen. Blickte ihn aufmunternt an. Sicher es war hart er hatte sich anscheinend sehr gefreut und nun hatte er gleich so einen Einstieg hier. Auch sie fand es nicht sonderlich aufbauend so etwas, doch ließ sie sich nichts anmerken und lächelte den Rüden sanft an.
"Wie heißt du?"
Meint sie einfach und schaut ihn fragend an. Für ein paar Momente ist sogar die Verwirrung in ihren grauen Augen verschwunden und sie strahlt ihn leicht an. Sie lässt alles andere hinter sich liegen. will ihn nicht noch mehr verunsichern...
Inuki lächelte den Rüden sanft an und atmete dtief ein ehe siie wieder Wort fasste.
"Nun das ist schon mehr als ich vielleicht je erleben werde.. Ich hoffe, dass du dich nicht aufgibst..Das leben ist viel zu kurz als nicht um das Überleben kämpfen zu wollen..Es hat zwar gute und schlechte seiten aber man kann immer wieder neue entdecken und neues erleben.. Nicht allen wird das leben gegönnt..denk mal an die Welpen die schon bei geburten oder bei einem winter sterben..Sie werden nhie das leben kennenlernen..Vielleicht ist es besser vielleicht aber auch schlechter.. "
Die weisse stuzte...Kamen diese Worte gerade von ihr?? Das konnte nicht wirklich sein oder doch? Sie schüttelte kurz den Kopf und spielte mit den Ohren..Sie war nicht gerade klar im kopf im moment? Sie konnte sowas sagen obwohl sie jünger war? Inuki wurde daraus nicht schlau und blickte nur etwas irritiert drein.
Lighto lächelte die junge Fähe an. Er sah sie an und merkte das die Fähe irritiert war.
"Du hast Recht aber trotzdem habe ich keine Lust mehr. Früher hatte ich für alles gekämpft. Doch jetzt habe ich die Lust verloren. Das Leben ist nunmal nicht fair und überleben tuen nur die starken. Das ist Gesetz!"
Lighto fühlte das er wieder zu dem Herzlosem Rüden wurde. Zu viel hatte er Inuki erzählt. Lighto schloss die Augen. Er hatte wieder das Gefühl alles hassen zu müssen. oO(Ich hasse den Frühling)Oo
Der Graue hatte nur noch den Schmerz vor Augen, wahrlich, der schwarze Teufel war der Tod, er hatte es bewiesen, mit all seinem Auftreten, mit all seiner Kälte. Richtig, Diablo war noch zu schwach, dennoch ließ er sich nicht den Sieg nehmen, seine Grenzen waren ihm bewusst, seine Schwächen kannte er, er musste nur den Schwarzen einschätzen lernen, doch wie wollte man den Tod einschätzen lernen, wenn selbst der Tod sich nicht einmal kannte. Eine Ewigkeit blieb der Graue so da liegen und versuchte zu erahnen, wie schwer er verletzt war, erst als er einen vertrauten und ihm so faszinierenden Geruch wahrnahm, und Banshees Stimme vernahm, sprang er auf. Schwer keuchend. Seine Augen waren dumpf und die Tiefe des Meeres war wieder in ihnen zu finden. Der Salzgeruch seines Fells mischte sich mit dem üblen Geruch des Blutes.
Er stand still und verharrte so wie er es meist tat.
Der Schwarze stand da und ließ die Wut abschwellen, dennoch war das Verlangen groß wieder auf den Grauen zu zuspringen und ihm die Kehle erneut aufzureißen. Doch nur ein höhnisches und fast mitleidiges Lächeln huschte über seine Lefzen.
Als Banshee an der Lichtung eintraf, wo die beiden Rüden ihren Kampf führten, besann sich Acollon und entspannte sich ein wenig. Seine Schultern erschlafften wieder etwas, sodass es gerade so wirkte, als könne er die Wunde Diablos gar nicht verursachen. Er betrachtete seine Fähe liebevoll, während das Blut Diablos seinen Hals herunter rann und sich den Weg durch sein dichtes Fell bahnte. Er hätte zu gern dem Grauen noch eine Lektion verpasst, denn als er wieder aufstand und versuchte, sich auf den Beinen zu halten, wurde dem Schwarzen bewusst, dass dies nur wegen Banshee geschah.
“Bleib lieber liegen, sonst wirst Du verbluten“,
meinte er kalt zu Diablo gewannt, dabei sah er ihn nicht einmal richtig an.
“Es wird Zeit, dass Du richtig kämpfen lernst, und wenn es Dir beliebt, kannst Du es von mir erlernen, und zum Schluss wirst Du gegen mich antreten“,
Acollon dachte nicht daran, dem Grauen einen Gefallen zu tun, er war eher darauf aus, einen spannenden Kampf zu erleben, einen würdigen Gegner zu haben.
Schließlich sah er wieder zu Banshee. Er beachtete den Grauen nicht mehr, schritt zu seiner weißen Fähe.
Er nickte kurz mit dem Kopf in Richtung Hirsch, zeigte ihr damit, sein Geschenk.
“Zu Deiner Bereitschaft“,
flüsterte er ihr in die weißen puscheligen Ohren.
Banshee zuckte keinen Schritt zurück, als Diablo plötzlich und offensichtlich bemüht sich auf den Pfoten zu halten aufsprang. Sie kkam sogar einen Schritt auf ihn zu, er blutete noch immer und seine Wunde sah gefährlich aus. Sie spürte Acollon hinter sich, seine Schnauze an ihrem Ohr und die leise Stimme; ein Schauer jagte ihren Rücken hinab, trotz des screcklichen Anblicks vor ihr. Sie versuchte Diablo fest anzusehen, kurz ihren Gefährten zu vergessen, dem sie sich zuwenden wollte, bei dem sie sein wollte, mit dem sie Welpen bekommen wollte. Ihr Blick flackerte.
"Diablo, hör mir gut zu, deine Wunden sind gefährlich, wenn du meiner Sppur nach zurück läufst wirst du das Rudel finden, bei ihnen ist eine Heilerin, Inuki ist ihr Name. Sie wird dir helfen, alle dort werden dir helfen und ich bitte dich inständig dorthin zu gehen. Lass dir helfen."
Sie kannte ihn gut genug, um zu wissen, dass er möglicherweise sich so von seinem Stolz leiten lassen könnte, dass er jede Hilfe ablehnen würde ... nur das würde seinen Tod bedeuten. Sie wandte sich von ihm ab, hoffte er würde nun von alleine gehen und hob noch einmal die Schnauze.
"Inuki, ein Verletzter wird zu euch kommen, ich bitte dich, sich ihm anzunehmen, seine Wunden sind schwer, helfe ihm."
Sie sah den Braunen nicht mehr an, verlor sich nun endlich in den Augen Acollons, trotz des Blutes an seiner Schnauze, trotz all dem, was passiert war konnte sie ihr Verlangen nicht zügeln, es waren die Instinkte, seit der Geburt der Wölfe da um ihren Fortbestand zu sichern. Sie ging auf den Hirsch zu rührte ihn jedoch nicht an, lockte Acollon viel mehr von der Lichtung weg, weiter in den Wald.
Lighto horchte auf.
"Inuki, ist das Banshees Stimme? Lass uns dem Verletztem entgegen laufen."
Lighto blickte die junge Fähe an. Er war darüber erstaunt das Inuki in diesem Alter schon eine Heilerin war. oO(Naja es fangen alle früh an)OO Lighto lief los. Er wollte den Verletzten sehen. Er wollte sehen wie er ums Leben kämpft. Lighto roch das Blut. oO(Er scheint stark verletzt zu sein)Oo Lighto grinste fieß. Er freute sich den Kampf um das Überleben zu sehen.
Inuki hob die Schnauze und antwortete Banshee.
"Ich werde mich um ihn kümmern."
Nach diesem Satz sah sie dem weissen hinterher und schüttelte nur den Kopf.. Sie ahnte nichts gutes, denn wenn Banshee schon bescheidsagte dürfte es was ernstes sein. Kurz überlegte sie und erhob sich dan. Schlieslich lief sie schnell zur Höhle zurück und sah sich um.. dan lief sie schnell in den Wald und holte ein paar größere Blätter sowie ein paar Grashalme. Diese dinge brachte sie zu dem Platz an dem sie gerade noch gesessen hatte und wartete auf den Verletzten.. Wenn er stark bluten würde müsste sie nocheinmal los um das Kraut zu holen dass sie damals im Sturm für die Mutter Hanakos suchte.
Lighto blieb vor dem Rüden stehen. Er hatte ihn noch nie gesehen und kannte daher seinen Namen nicht. Doch Lighto sah die Wunden bei dem Rüden. oO(Der Lebt nicht mehr lange)Oo dachte er und grinste. Dann setzte er sich hin und beobachtete den Rüden.
"Fremder, wo willst du hin?"
Lighto sah den Rüden kalt an. Er hatte kein Mitleid mit ihm. Am liebsten hätte Lighto dem Rüden die Kehle durchgebissen doch er würde dann den Kampf verpassen. Den Kampf um das Überleben. oO(Will der überhaupt noch leben?)Oo fragte sich Lighto und schüttelte den Kopf. Er würde sich an der Stelle von diesem Rüden das Leben selber nehmen.
Irgendetwas stimmte mit dem weißen Rüden nicht.. Lighto hatte so ein komischen Blick als er von Inuki ging. Mit einem nachdenklichen Blick erhob sich die weisse wobei ihr fell leicht verweht wurde. Sie hatte den Platzb erreicht wo der Fremde verletzte war und vor dem Lighto saß.. Mit schräg gelegtem Kopf sah die fähe zu dem weissen und hatte die Frage mitgehört.
"Ich glaube er will zu mir, wenn ihm geholfen werden soll und er das will.."
Sagte die fähe und sah von hinten an Lighto vorbei zu dem Fremden und blickte diesen gleichzeitig aussagend und fragend an.
Der Rüde bekahm von der ganze Aufruhe im Rudel garnichts mit.Alleine lag er da im gras, das langsam seine farbe annahm.Seine pfoten waren überkreutzt und sein kopf war aufrecht.Seine Ohren standen gespitzt und sein leehrer Blick gerade ausgerichtet.Wider dachte er nach.So still....Langsam erhon er sich und schüttelte sein grau schimmerndes Fell und ging noch einige Schritte vorwärts.Irgendwie hoffte er, das Banshee ihm für seine Abwesenheit nicht böse sein würde,auf der anderen Seite war es ihm auch egal.Er wollte nicht direkt allein sein,aber er wollte auch keinen der bei ihm war.ER war sehr durcheinander,wusste nicht,was er überhaupt noch wollte.Der Rüde hob den Kopf,blickte in den Himmel und stieß ein lautes,klägliches und doch ungeduldiges Heulen aus.Er erwartete keine Antwort...wollte nur spüren,dsa er noch hier war.Traurig blickte er in die Ferne und musste dann doch lächeln.Wie schön er es hier hatte.Und doch...Bastar seuftzte,und drehte sich um, mit kriegerischem blick, und auf alles berreitgestellt, lief er los.Er ging richtung Wald,doch nahm er nicht den Weg zu Banshee und Kaede, sondern er lief tiefer hinein.Sehr viel tiefer als er erwartete hatte.Seine dunklen Augen suchten nach Futter.Der Graue hörte seinen Magen knurren, dennoch lief er lautlos weiter.Wenigstens einen Hasen wollte er fangen.Oder wenn schon keinen Hasen, dann wenigstens eine kleine Fledmaus oder so....
Eris blickte Akái dankbar an. Sie würde der Roten irgendwann etwas viel besseres bieten, als so einen mickrigen Waldspaziergang. Ein richtiges Abenteuer, an das sie später zurückdenken und sich darüber freuen konnte. Am besten, wenn endlich Frühling war, denn diese Zeit, so fand die Schwarze, passte doch am besten zu der aufgeblühten Gestalt neben ihr.
Jetzt wandte sie den Blick entschlossen in die Dunkelheit, allerdings nicht in die Richtung, aus der die beiden Fähen gekommen waren. Ein intensiver Geruch, hatte ihn woanders hingelenkt. Der Geruch von Blut ... vermischt mit dem sonderbaren Duft des Fremden, der sich zum Rudel aufgemacht hatte.
"Akái, nimm mal Witterung auf, es gab einen Kampf beim Rudel. Der Fremde ist verwickelt ..."
Eris hielt die Schnauze in die kalte Nachtluft. Falk war nicht näher gekommen, aber er war noch immer im Revier. Vielleicht hatte er Ayala getroffen, denn auch der Duft der Weißen hing schwach in der Luft.
"Wollen wir nachsehen, was los ist?"
Sie sah Akái mit ihren klaren grauen Augen an. So langweilig würde es wohl doch nicht werden.
Der Graue begann schließlich hinter einem relativ großen Feldhasen her zu jagen. Seine Pfoten breschten auf den weichen Waldboden ein und seine schritte wurden immer schwere.Er reckte den Hals so weit wie möglich nach vorne,und schnappte zu.Er wirbelte den Hasen wild hin und her ,bis er schlieslich keine regung mehr von sich gab.Bastar suchte nach einer geeigneten Stelle ,und legte sich dann schlieslich in die Nähe eines See´s.Genüsslich grub er seine weißen, aber schwarfen Zähne in das weiche Hasenfell und riss es auf.Nach einer Weile hatte er den Hasen schlieslich gefressen.Zufrieden legte er sich auf die Seite.Doch dan roch auch er den Geruch von frischem Blut.
Etwas träge hiefte der Rüde sich hoch,und nahm vorerst einen großen schluck Wasser.Schlieslich trottete er allmählich in die Richtung, aus der er gekommen war.
Als er dann fast schon bei Kaede angekommen war, und ihren Geruch war nahm ,blieb er stehen.Er überlegte.
Etwas gerreitzt verdrehte er die Augen, schüttelte den Kopf und trottete weiter. DOch blieb er bei ihr nicht stehen, sondern lief schnurstrax an ihr vorbei, in die Richtung, in die auch Banshee gelaufen war.Er sah sich um.Suchte nach neuen Gerüchen..hoffte...auf jemanden zu treffen...
Hidoi hatte sich mit aufrecht gehobenem Kopf neben seine Gefährtin gelegt. Ein sanftes Lächeln lag auf seinen Lefzen, wie es zu dem einst so kalten und brutalen Rüden gar nicht mehr passte. Zumindest nicht für die, die ihn nicht anders kannten. Vielleicht würde nur Hanako es je richtig sehen können. Friedlich und ein wenig matt brummend ließ er das ziehen an seinem Ohr über sich ergehen. Auch als sie ihm über die Schnauze schleckte, er schloss bloß kurz die Augen. Lächelnd sah er zu wie sie sich auf den Rücken drehte und er drückte seine kalte Schnauze sacht in ihr Bauchfell. Aufmerksam stellte er die Ohren auf, als in der Ferne kurz Banshees Heulen ertönte. Doch wirklich interessierte es ihn nicht. Er kannte Verletzte, er kannte ihre Verletzungen. Manchmal schwerer und manchmal bloß übertriebene Sorge. Mal verheilten sie, mal blieben Narben und mal starb auch der Träger. Er kannte dieses Spiel um das Überleben. Er hatte es oft mit angesehen und einmal sogar selbst gespielt. Nur war er nicht der gewesen, der es verloren hatte. Doch jetzt interessierte es ihn nicht. Es war nicht mehr der Reiz in ihm, wo es Verletzte gab, könnte er vielleicht mitmischen, es zählte nur seine Hanako. Und wenn sich hier wirklich ein feindlich Gesinnter herum treiben würde, dann käme er keinen Schritt weiter. Er würde die Weiße bei sich mit seinem Leben beschützen und verteidigen. Aber er machte sich keine Sorgen, denn Banshees Stimme nach zu Urteilen bestand keine Gefahr.
Der Stahlgraue war nie ein Wolf vieler Worte gewesen und so genoss er auch jetzt einfach nur stumm die Zweisamkeit mit seiner Gefährtin. Bald würde sie vorbei sein. Wenn sie wieder zum Rudel kamen, wenn die Welpen da waren...
Noch immer ein so unrealistisch klingender Gedanke für ihn. Hidoi Zangyaku, ein Wolf mit einem Namen, der grausamer nicht von Bedeutung sein konnte, würde also Vater werden, wenn alles gut ging... Ungewohnte Vorstellung, doch er würde sich daran gewöhnen, auch wenn damit ihre Zweisamkeit wirklich erst mal Verloren war. Aber diese Gemeinsamkeit könnte ja auch sehr schön werden.
Ruhig schleckte er ihr kurz über den Bauch und legte seinen Kopf dann so seitlich nieder, dass er zu ihrem Kopf sehen konnte.
Acollon und Banshee zogen sich flüsternd und lächelnd in den Wald zurück, im Schatten der Trauerweiden auf der Lichtung am Berg Engayas paarten sie sich und blieben danach noch einige Zeit lang dort liegen, genossen ihre Zweisamkeit und die Gedanken an die Zukunft. Derweil kümmerten sich Inuki und Lighto um den verletzten Diablo und versuchten ihm so gut wie möglich zu helfen. Kaede redete mit Alduran und weiste ihn in das Rudel ein, Eris und Akai näherten sich dem Rudel und Hanako und Hidoi lagen ebenso entspannt nd glücklich wie Acollon und Banshee alleine zusammen und genossen ihr Leben. Ein aufregender Tag ging zu ende, Welpen waren gezeugt worden und Verlorene wiedergefunden, Fremde aufgenommen und bei all dem hatte der sanfte Wind um sie gestrichen und den Frühling angekündigt.