03.11.2010, 19:58
Inzwischen hatte Takashi seine Artgenossen aus seinem Blickfeld verloren und entschied sich deshalb dazu, sich selbst vor dem Gewitter etwas zurückzuziehen. Er fand eine Erdkuhle, die er etwas weiter aushob und sich in ihr versteckte. Obwohl der Rüde eigentlich riesengroß war, konnte man aus der Ferne nur krauses Nackenfell erkennen, was aus einem Erdloch abstand und sich hin und wieder eigenständig zu bewegen schien. Musste wohl sehr witzig aussehen, dachte sich Takashi.
Allmählich war etwas Ruhe eingekehrt, dass Unwetter war sich am zurückziehen. Aus bloßer Langeweile hatte sich der Schwarze einen Ast geschnappt, den er zwischen den Pfoten hielt und ihn anschließend energisch zerkaute. Währenddessen war ein leises knacken im Geäst zu hören, worauf Takashi seinen Ast sofort desinteressiert wegwarf und aufblickte.
Aus der Erdkuhle war plötzlich der Rüde zu erkennen, unter dessen Kopf sich seine Vorderpfoten hervor schoben. Er hatte eine Beobachterposition eingenommen und scannte mit seinem Blick die Umgebung von links nach rechts ordentlich durch. Der Blick des Dunklen blieb an einem weiß schimmernden Wolf hängen, welcher Takashis Aufmerksamkeit auf sich zog. So erhob sich der Große rückartig, sodass er sich einen großen Satz vorwärts ermöglichte und auf allen Vieren stand. Den Rest des Weges ging der Rüde gemütlicher an. Entspannt trabte er Ruten wedelnd der weißen Fähe entgegen. Es stimmte Takashi deutlich fröhlicher, wieder jemanden begegnet zu sein.
"Hey, was machst du hier?"
Vorwitzig verdrehte der Große den Kopf und zuckte mit dem linken Ohr. Er hatte eine ganze Weile faul herumgelegen, sodass er nun gar nicht mehr still halten konnte.
03.11.2010, 20:15
Langsam trottete Lyerra durch den Regen. Was für ein schönes Gefühl, wie der Regen sanft auf ihr Fell fiel und ab perlte. Eigentlich mochte sie diesen seltsamen Regen nicht, aber jetzt genoss sie es alleine durch den regen zu gehen und die Tropfen zu hören wenn sie auf Steine oder Pfützen klatschten.
Ihre Pfoten trugen sie über den feuchten Boden und die Weiße dachte an nichts, sie war entspannt, dachte weder an vergangenes, noch an zukünftiges.
Glücklich seufzte sie, bis sie, ganz schwach, den Geruch eines Wolfes wahrnahm. In langsamen Trab lief sie dem Geruch hinterher bis sie schwarzes Nackenfell und schließlich einen ganzen Wolf sah.
Der Fremde war ziemlich groß und auffällig, jedoch schien er nicht bösartig oder unfreundlich zu sein. Als der Schwarze auf sie zu trabte setzte Lyerra ein Lächeln auf ihre Lefzen und nickte dem Rüden freundlich zu.
„Ich bin einfach ein wenig unterwegs, lassen den Regen auf mich einwirken“
Für den Fremden musste sich dies seltsam und durchgedreht anhören, doch für die Fähe war es in diesem Moment einfach logisch und das was ihr als erstes in den Sinn kam.
„Und was machst du hier?“
Fragte sie den großen Schwarzen, die freundlich blitzenden Augen auf ihn gerichtet. Was tat er hier alleine und dann auch noch in einem Erdloch?
03.11.2010, 20:29
Takashi hatte besonders gute Laune, da die weiße Fähe auf ihn eingegangen und ihm sogar entgegen gekommen ist. Der Schwarze blieb fest an seinem Standpunkt stehen, streckte nur seine Nase neugierig der Fähe entgegen. Dabei grinste er sanft; wollte der Weißen einfach nicht zu nahe kommen, damit sie sich nicht von einem fremden Rüden bedrängt fühlte.
Auf die Frage der Fähe hin blickte Takashi für einen Moment hin und her, als ob er gar nicht gemeint wäre.
"Ich? Ich...ich habe hier einfach nur das Unwetter abgewartet. Die Anderen sind nach und nach verschwunden, weil sie anscheinend Angst vor dem Unwetter hatten. Und da habe ich einfach hier einen Unterschlupf gesucht."
Erklärte der dunkle Rüde ganz aufgeregt. Danach kam er wieder zur Ruhe, grinste lieb und betrachtete die Fähe.
"Sag mal...kennen wir uns eigentlich? Ich heiße Takashi. Aber wie heißt du denn?"
Geduldig wartete der Rüde eine Antwort ab und wedelte gemächlich mit der Rute. Er hatte inzwischen Platz genommen und wedelte hin und wieder ein Blättchen auf, was aufgrund des Unwetters von den Bäumen gerissen wurde.
03.11.2010, 20:47
Kurz schien der Rüde nicht ganz zu wissen, on sie überhaupt mit ihm redete, dann antwortete er auf ihre Frage.
„Unterschlupf in einem Loch? Alleine?“
Die weiße Fähe grinste amüsiert, aber nicht böse. Der Fremde schien etwas aufgeregt und ziemlich kraftvoll zu sein, dann war sein Blick aber freundlich und liebevoll und Lyerra hörte mit aufgestellten Ohren zu. Takashi also. Ein schöner Name, stark.
„Ich bin Lyerra“ Antwortete sie. „Ich bin mir nicht sicher ob wir uns kennen. Warst du bei Ethelion als er… starb? Warst du es der da war?“
Die Weiße erinnerte sich nur noch dunkel daran, sie war so verzweifelt gewesen, hatte ihr Umfeld nicht wahrgenommen. War es Takashi gewesen der bei ihr und Ethelion war?
Der Dunkle hatte platz genommen und auch Lyerra setzte sich hin, machte es sich bequem, blickte sich kurz um und richtete ihre grünen Augen auf Takashi.
„Warum hast du nicht jemanden gesucht und.. wie lange bist du jetzt schon ganz alleine?“
Fragend blickte sie dem Rüden ins Gesicht, betrachtete ihn genau. Er schien wirklich nett und freundlich zu sein, kein Grund so aufmerksam und genau zu sein.
Der Wind wirbelte einzelne Blätter durch die Luft, pustete sie durch das Tal. Ob bei Ethelion wohl auch Blätter waren?
Aber das war nicht wichtig. Es war derselbe Mond, eine Sache die das Paar verband außer die Liebe, die sie wohl für immer im Herzen zusammen ketten würde.
03.11.2010, 21:03
Der Große konnte sich das breite Grinsen seiner Lefzen einfach nicht unterdrücken. Die Frage der Fähe Lyerra, die durch einen amüsanten Unterton untermalt wurde, klung in seinen Ohren einfach nur lustig.
"Naja - ja, in einem Loch!. Warum auch immer alleine. Ich weiß nicht mehr genau. Ich wollte einfach nur ein wenig Schutz finden, da es schon ziemlich stürmisch war, was man auch noch durch die dichten Bäume spüren konnte."
Langsam drehte der Rüde seinen Kopf ein kleines Stück zur Seite und drückte verlegen drein. Seine Antwort musste sich wahrscheinlich ziemlich außergewöhnlich anhören. Aber die nächste Frage der Fähe war alles andere als angenehm.
"Ob ich bei Ethelion war als...? Nein, nein, das war ich nicht...Nicht ich... ."
Die zuvor fröhliche Stimme des Rüden wurde langsamer und ruhiger, bis sie schließlich ganz verstummte. Seine letzten Silben waren nur noch rau und kratzig, sodass er sich leise räuspern musste, um seine Stimme wieder in Ordnung zu bekommen. Er hatte den Kopf etwas gesenkt und die Ohren einfach schlapp herab hängen lassen.
"Da, wo es noch sehr laut gedonnert hat - von da an bin ich hier. Also schon etwas länger. Ich wollte hier einfach nur das Gewitter abwarten, nichts weiter. Nachdem ich es mir gemütlich gemacht hatte, war ich...naja...einfach nur zu faul, um wieder aufzustehen. Wo kommst du jetzt eigentlich her?"
Jetzt konnte Takashi wieder fröhlich lachen. Er blickte nun wieder der Fähe gegenüber in die Augen und hatte die Ohren aufmerksam in ihre Richtung gespitzt.
04.11.2010, 19:40
Bei dem Gedanken, dass der riesige Rüde wirklich in einem Loch gewesen war musste Lyerra schmunzeln, ein feines Lächeln auf ihren Lefzen.
Sie bemerkte den Stimmungswandel des Rüden, hörte seine Antwort. Er war es nicht gewesen, es wäre schön fragen zu können was mit ihrem Geliebten gewesen war.
„Achso“ sagte sie leise. „Dann bist du aber schon sehr lange hier. Warst du dabei als… Tyraleen gesprochen hat?“
Fragend blickte sie ihm in die Augen, konnte es sein dass er dies alles, alles was passiert war, gar nicht mitbekommen hatte?
Dann fragte Takashi wo sie herkam. Sie überlegte kurz, dachte nach von wo sie eigentlich wirklich kam, sie streunte jetzt schon länger umher..
„Ich war bei der Rudelversammlung, dann allein, bei Volk Zubami, vielleicht kennst du ihn, danach bin ich einfach nur noch alleine umher gelaufen, dem Regen gelauscht und ihn auf mein Fell platschen lassen.“
Kurz warf Lyerra dem Schwarzen einen Blick zu. War nicht auch diese Erklärung dumm und albern? Verunsichert lächelte sie. Eigentlich kannten die beiden sich ja noch nicht, hatten noch nie wirklich etwas gemeinsam gemacht oder geredet. Aber wenn sie jetzt schon einen verrückten Eindruck gemacht hatte war es doch egal.
04.11.2010, 20:32
Takashi rutschte für einen Moment unruhig hin und her und blickte leicht beschämt drein. War Lyerra da etwa über den Rüden am Lachen, weil dieser sich eine ganze Weile lang in ein langweiliges Erdloch verkrümelt hatte? Der Schwarze musste selbst zugeben, dass das vielleicht nicht das klügste war, was man hätte tun können, aber in diesem Moment war ihm einfach keine andere Möglichkeit eingefallen.
"Als Tyraleen gesprochen hat...!?"
War der Rüde denn nun dabei gewesen oder auch nicht? Verwundert über seine eigene Vergesslichkeit grummelte der Schwarze leise in sich hinein und schüttelte den Kopf energisch. Wurde Takashi denn etwa schon alt? Alt und senil? Schrecklich, wie schnell doch die Zeit verging und, dass er sich an etwas nicht erinnern konnte, was doch erst vor kurzem geschehen war! Takashi blickte Lyerra an, aber nicht direkt in die Augen. In diesem Moment war er einfach zu nachdenklich.
"Was hat dich denn dazu gebracht, alleine umher zu laufen? Ich wäre die ganze Zeit lieber nicht ganz alleine gewesen. Und nein...diesen Volk...Zu-Zubami kenne ich noch gar nicht."
Erneut grinste Takashi mit breiten Lefzen.
04.11.2010, 21:10
„Du.. du warst also nicht da? Alle waren da, das ganze Rudel und du.. nicht?“
Verwirrt schaute Lyerra den Schwarzen an, war er wirklich nicht da gewesen? Sie hatte gedacht, dass das komplette Rudel anwesend war.
„Dann weißt du also nicht, was passiert ist, weißt wirklich nichts..“
Nachdenklich blickte die Fähe Takashi an. War er wirklich unwissend?
„Soll ich es dir erzählen? Dann bleib aber sitzen, ich weiß nicht wie es für dich ist..“
Sagte sie, lächelte müde und traurig. Dann begann sie:
„Ethelion, mein Gefährte, ist gestorben. Sie brachten ihn an den Fluss, Tyraleen rief das ganze Rudel, doch nicht wegen ihm, nicht wegen meinem Liebsten, sondern um etwas zu verkünden.“
Die Stimme der Weißen schien nicht zu ihr zu gehören, ihre Augen blickten ins Leere, als schauten sie direkt in die Vergangenheit.
„Tyraleen erzählte uns, dass sie ihren Sohn, Tascurio, wieder gefunden hatte. Er schien sie zu erwarten. Dann war sie in einer schwarzen Welt, so erzählte sie, gefangen und hatte so etwas wie eine Prophezeiung. Tascurio würde ihren Gefährten in einem Kampf töten, sie müsste sich entscheiden und entschied. Sie entschied sich für ihren Gefährten.!“
Langsam schüttelte die Fähe ihren Kopf. Hätte man sie gefragt ‚Du oder dein Gefährte’ Hätte sie sich dem Tod mit Freude in die Arme gelegt.
„Tyraleen hat Tascurio getötet und sich für Averic entschieden, wollte ihn retten, doch auch ihre Wege haben sich nun getrennt. Tyraleen ist nicht alleine, viele verstehen ihre Handlung, unter anderen ich. Sie bereut es, versprach nie wieder einen solchen Fehler zu machen.“
Lyerras Blick kehrte zurück, huschte kurz über den Dunklen Rüden. Wie würde er auf diese Informationen reagieren?
05.11.2010, 17:03
Beschämt senkte der Rüde den Kopf und hielt sich seine Pfote vor das Gesicht. Unentspannt kniff Takashi seine Augen zusammen, während er sich wieder an diese schlimme Verkündung erinnerte. Vorsichtig öffneten sich wieder die tiefblauen Seelenspiegel, die nun eindeutig Trauer in sich trugen.
"Doch, doch...sicher war ich dabei."
Murmelte er leise und ließ seine Pfote sachte wieder zu Boden sinken. Die zurückgelegten Ohren schnippten schüchtern nach vorne und hatten an Spannung verloren. Mit seinen schlaffen Öhrchen sah er eher wie ein trotteliger Welpe aus, als ein großer ausgewachsener Rüde, der schon manch einem Artgenossen einen großen Schrecken eingejagt hat. Auch seinen Kopf hob er wieder langsam. Zuerst musste der Schwarze Lyerra bedrückt von unten in die Augen schauen, dann war er wieder auf Normalhöhe angelangt und wirkte wieder etwas selbstbewusster.
"Ich weiß wirklich, wie du dich nun fühlst. Es ist schrecklich jemanden zu verlieren, den man geliebt hat, und der einen so hohen Stellenwert hatte! ... Weißt du...ich habe vor einiger Zeit meinen Bruder verloren..."
Takashi rückte ein wenig näher in Lyerras Richtung, damit er für sie da sein und ihr Trost spenden konnte. Der Rüde streckte seine Schnauze in Richtung der Weißen aus und vergrub sie in dem plüschig weißem Fell.
07.11.2010, 15:49
Takashi schien etwas verwirrt zu sein, senkte beschämt den Kopf, doch Lyerra fand das nicht schlimm. Vielleicht hatte er sich eben nur versprochen..?
„Das tut mir leid. Wer war dein Bruder?“
Fragte sie leise, die Stimme sanft, vielleicht wie die einer Mutter. Er verstand sie, dass wusste sie nun, aber was brachte das? Hatte sie nicht gesagt sie wolle leben und es genießen?
Kurz schüttelte sie den Kopf, vertrieb diese Gedanken, wollte für den Rüden da sein. Als dieser näher rückte und seine Schnauze in ihrem Fell vergrub war die weiße Fähe erst sehr verwirrt. War er nicht mit Jumaana zusammen? War er nicht ihr Gefährte?
Trotzdem genoss sie diese Berührung, die so vertraut und doch so fremd erschien, mit einem Rüden der ziemlich fremd und doch etwas vertraut war.
Sanft schob se ihre eigene Schnauze in sein Fell, spendete ihm Wärme und hoffte ihn zu trösten.
Sie saß da, dachte an nichts, fühlte die Wärme Takashis und hörte sein Herz schlagen.
Wie schön es war ein Herzschlag zu hören. Wie beruhigend, ein Rhythmus der ihr vertraut war, sie kannte ihn, auch ihr Herz schlug in einem solchen Rhythmus.
„Wie geht es dir jetzt?“
Fragte sie, ihre Stimme sanft und leise.
07.11.2010, 21:40
Für einen kleinen Moment schien der Schwarze zu spüren, wie Lyerra verwirrt war. Was hatte sie denn bloß auf einmal? Verwirrte sie es, dass Takashi Körperkontakt und Wärme eines nahezu fremden Wolfes suchte? Vielleicht mochte dies ein wenig ungewöhnlich klingen; aber so war er nun eben, der Rüde mit den tiefblauen Augen.
"Mein Bruder hieß Urion. Durch einige Umstände haben wir uns verloren und sind hier im Tal der Sternenwinde wieder aufeinander getroffen. Doch allzu lange gönnte man uns dies nicht und so ein Scheusal, was im Wald auftauchte, tötete ihn! Die Zeit mit ihm verging zu schnell...ich hätte sie einfach mehr schätzen sollen! Mit ihm mehr Zeit verbringen sollen...dann wäre das vielleicht nicht...!"
Vorwürfe. Angst. Schlechte Erinnerungen. Alles negative lebte in Takashi nun in vollen Zügen wieder auf. Im selben Atemzug hieß das auch heftiger Herzensschmerz. Er erinnerte sich wieder genau an diesen einen grausamen Tag, an dem er Urions Leib leblos im Wald vorfand und auch noch einen fremden Wolf für dessen Tod verantwortlich machte. Vor Emotionen drohte der Rüde damals überzukochen. Man konnte von Glück reden, dass nicht wieder der volle Hass in ihm aufgekommen wär, sodass er jemanden verletzt hätte. Der Große war zu gutmütig und ist es heute noch immer.
Könnten Wölfe weinen, so würde der Schwarze dies wohl nun tun. Sowohl vor Trauer, als auch vor Wut und Hass. Starr fiel des Rüden Blick zu Boden. Alles, was er nun sah, spielte sich in seinem Kopf ab. Erinnerungen an Urion, sein leiblicher Bruder. Bevor Takashis Ohren wieder sinken konnten, fragte Lyerra ihn, wie es ihm denn ginge.
"Ooohh...mir geht es gerade nicht so gut. Schreckliche Erinnerungen, weißt du!? Aber...es ist schön, dass du für mich da bist...!"
Die ersten Worte ein verzweifeltes Krächzen und gegen Schluss eine Stimme, die immer leiser wurde. Entspannt vielen des Schwarzen Augen zu, er genoss die Wärme und, dass die Fähe ihn nicht einfach verstoßen hatte. Doch die Gedanken wollten nicht lange ruhen, sodass Takashi ein böses grollendes Knurren ausstieß, um diese förmlich zu verjagen. Im selben Moment fiel es ihm auf, wie erschreckend dieser Laut auf seine Artgenossin wirken könnte.
"Entschuldige!...Ich wollte dir keine Angst machen...Es sind einfach nur die falschen Gedanken."
08.11.2010, 20:23
Leise stieß sie einen Seufzer aus, dachte daran wir kompliziert doch alles war. Abermals sagte sie:
„Es tut mir so leid für dich“
Und drückte ihre Schnauze tiefer in sein Fell. Es war angenehm und er roch gut, nach Freiheit.
Die Weiße bemerkte den Schmerz in der Stimme des Rüden, wollte ihm helfen, ihn von seinen Qualen befreien. Ihre Stimme klang ruhig und sanft als sie begann zu sprechen.
„Takashi, du konntest es nicht ahnen. Du wusstest nicht was passieren wird, ich wette mit dir niemand wusste das. Du kannst es nicht ändern, es ist geschehen, aber du kannst es akzeptieren, es verstehen. Bestimmt hast du es genossen, ich glaube dass du es sehr genossen hast deinen Bruder endlich wieder zu sehen und Zeit mit ihm zu verbringen, vielleicht weißt du jetzt nur nicht mehr wie sehr du die Zeit eigentlich genossen hast. Und wenn du bei ihm gewesen wärst… ich denke nicht dass es viel geändert hätte, vielleicht wärst du jetzt auch tot, nicht hier. Du brauchst keine Schuldgefühle zu haben, wirklich nicht, vetrau mir. Dein Bruder ist dir nicht böse, es weiß dass du ihn vermisst. Und es ist gut zu vermissen, aber man muss auch loslassen können. Wie willst du richtig leben, wenn du immer an der Vergangenheit festhältst?“
Ihre Stimme war mittlerweile voller Verzweiflung. Sie wollte doch nur, dass Takashi glücklich sein konnte, eben so wie Volk Zubami. Mit ihm hatte sie über ein recht ähnliches Thema gesprochen.
„Es darf dir schlecht gehen, aber blicke in die Zukunft, lass vergangenes ruhen, du kannst es nicht mehr verändern“
Diese Worte waren sehr leise gewesen, fast nur ein Atemhauch, doch Lyerra hoffte, dass der Schwarze es gehört hatte.
Als dieser plötzlich knurrte zuckte sie erschrocken zusammen, doch er entschuldigte sich sofort und erklärte ihr, dass das Knurren nur seiner Gedankenwege halber war.
Gutmütig lächelte sie, hoffte zu diesem Thema nichts mehr sagen zu müssen.
14.11.2010, 18:42
Das Mitleid Lyerras ließ Takashi für einen kurzen Augenblick noch trauriger wirken. Dann seufzte er aber ebenfalls, spitzte die Ohren wieder und sein Blick wurde klarer und sicherer als zuvor.
Lyerra hatte mit ihren Worten wirklich recht, aber dennoch ist alles immer viel einfacher gesagt, als getan. Bis man sich von einer schrecklichen Erfahrung losgerissen hatte, dauerte es eben einige Zeit. Irgendwann konnte man sich dann ganz einfach mit dem Problem abfinden. Irgendwann. Denn Zeit heilt alle Wunden.
"Lyerra, du hast wirklich Recht, aber ich denke, dass ich noch etwas Zeit brauchen werde. Es ist nicht allzu einfach für mich, weil ich mich auch nie wirklich darüber ausgesprochen habe."
Deutliche Erleichterung war in des Rüden Stimme wahrzunehmen. Aber dennoch hatte der Schwarze selbst wahrgenommen, dass Lyerra dieses schwere Thema gar nicht gut bekam. Sie klang verzweifelt, wurde immer ruhiger. Der Rüde wollte nicht, dass es der Weißen schlecht geht. Darum ging er mit seiner Schnauze vorsichtig durch ihr Fell, um ihr zu zeigen, dass er für sie da war.
14.11.2010, 20:23
Lyerra bemerkte, dass der Blick des Rüden klarer wurde, atmete erleichtert auf. Doch der Rüde musste ja wieder etwas sagen, musste sie daran erinnern, dass auch sie sich mehr Zeit hätte lassen können.
„Takashi, es ist okay. Ich weiß nicht wie lange Urion schon verloren gegangen ist, aber versuch ihn dir vorzustellen. Versuch ihn dir vorzustellen wie er vor dir steht, ein sanftes Lächeln auf den Lefzen, wie er dir sagt dass es okay ist und wie du ihm versprichst ihn für immer im Herzen zu tragen. Genau das habe ich bei Ethelion gemacht. Ich habe mir vorgestellt wie er vor mir stand als ich ihn das erste Mal sah, wie er mich angeschaut hat. Ich habe ihm erklärt, dass ich für immer bei ihm sein werde, dass er für immer in meinem Herzen bleiben wird und dass ich ihn nie vergessen werde und gleichzeitig habe ich ihn darum gebeten mich weiter leben zu lassen, mich glücklich sein zu lassen. Ich habe ihm versprochen, dass wir uns in der Ewigkeit wieder finden und dann hat er gelächelt und mich verlassen. Ich weiß dass er da ist, aber er lässt mich leben, lässt mich glücklich sein. Er vertraut mir, weiß dass ich kommen werde wenn es soweit ist. Er weiß dass ich ihn nie vergessen werde und dass er für immer in meinem Herzen bleibt.“
Beschämt sah Lyerra weg. Das alles was sie gerade erzählt hatte klang nach solchem Schwachsinn…!
Sie genoss Takashis Berührung, atmete seinen Geruch ein und schluckte die Tränen hinunter die sich aus ihren Augen schleichen wollten.
21.01.2011, 21:10
Irgendwie schien Lyerra sich nicht ganz wohl zu fühlen. Sie sah weg, ein schwieriges Thema eben.
"Es ist nicht einfach. Es funktioniert nicht. Als hätte ich eine Blockade im Kopf. Ich kann Urion nicht in meinen Gedanken treffen. Und wenn, dann ist es etwas schlechtes, was ich sehe. Ich erinnere mich an diesen Tag...wie er da leblos lag. Oder diese Vorwürfe kommen wieder...aber ich will ihm es doch sagen, dass ich ihn niemals vergessen werde und...und..."
Takashi verstummte. Das war nun einfach zu viel für ihn und seine Nerven. Zuvor hatte er niemals dieses Thema so intensiv angerührt und dann gleich so! Da kam es schon Mal vor, dass sich die ein oder andere Emotion blicken ließ.
"Es ist so, weil er auf diese Art und Weise gestorben ist. Er wurde ermordet, er brauchte Hilfe...ich war nicht da!"
Der Rüde atmete tief ein und aus. Er versuchte sich zu beruhigen, doch es wollte ihm nicht so recht gelingen. Allmählich verspannte sich sein Körper. Mit der Muskelspannung konnte der Schwarze etwas des Ärgers und der Erinnerung erfolgreich verdrängen.
23.01.2011, 14:51
Lyerra bemerkte, wie das Thema langsam immer ungemütlicher wurde, wie eigentlich niemand mehr darüber reden wollte und wie Takashi sich versteifte. Vorsichtig erhob sie sich, nahm einigen Abstand zu ihm, blickte ihn nachdenklich an.
„Ich glaube… nicht dass es viel bringt weiter darüber zu reden”
Sagte sie sanft. Es hätte keinen Sinn gemacht, dennoch hoffte sie inständig, dass Takashi nach und nach damit zu Recht kommen würde. Unsicher streckte sie sich, blickte den Rüden an. Was wollte er nun tun? Weiter hier bleiben? Denken ohne zu vergessen oder lieber etwas unternehmen um sich abzulenken? Sie wollte ihm die Entscheidung überlassen, also tat sie nichts weiter, wartete einfach was er jetzt tun würde. Wollte er überhaupt dass sie noch hier war, oder war er alleine glücklicher? Vorsichtig blickte sie ihn an, dann lächelte sie sanft, aufmunternd. Hoffentlich würde es ihm bald besser gehen… Lyerra blinzelte kurz, blickte sich dann um. Wie lange war sie jetzt schon bei diesem Rudel, in diesem Tal? Wie viel war seit dem geschehen, wie viel hatte sie verloren? Immer noch war sie so wie früher und dennoch hatte sie sich verändert. Plötzlich fühlte sie sich taub, irgendwie dumpf. Wie sehr hatte sie sich in Wahrheit verändert? Was war passiert, was sie nicht bemerkt hatte, dass sie jetzt so war, etwas anders als früher? Würde ihr Gefährte sie noch erkennen und lieben, so wie er es früher getan hatte? Dumpf schlugen die Gedanken in Lyerras Kopf aneinander, dumpf dröhnten sie in ihren Ohren. Warum war sie früher eigentlich nochmal losgezogen? Warum…? Besorgt blinkte sie zu Takashi. War er hier geboren, oder war er auch von seinem Rudel fort gegangen? Hatte er es ihr schon gesagt, hatten sie darüber geredet? Sie wusste es nicht mehr.
23.01.2011, 19:46
Der Rüde saß noch einen Augenblick wie erstarrt da, zuckte mit keinem Muskel. Danach blickte er zu Lyerra herauf, die sich bereits erhoben hatte.
"Was hast du denn? Hab ich etwas falsches gesagt?"
Murmelte der Schwarze leise, bevor, Lyerra erneut sprach. Die Fähe meinte bloß, dass es nichts bringen würde, dieses Thema auszuweiten. Nicht sehr aufmunternd oder gar motivierend. Noch einen Moment saß Takashi da, dachte an seinen verstorbenen Bruder und sah dabei ziemlich unglücklich aus.
"Vielleicht hast du ja Recht."
Langsam erhob sich der Rüde, schnaubte schwerfällig und blickte zu der Weißen. Sein Blick schien leer zu sein, kein bisschen Freude war aus ihm zu erkennen.
24.01.2011, 21:21
Unsicher blickte Lyerra Takashi an. Vielleicht hätte sie das Gespräch doch nicht so plötzlich abbrechen sollen…
„Takashi, auch wenn wir uns kaum kennen, wenn du mal reden willst kannst du gerne zu mir kommen…“
Flüsterte sie. Der Rüde schien so verloren zu sein… Als er ihr plötzlich zustimmte und sich erhob blickte sie ihn vorsichtig an. Wie sollte man in einer solchen Situation denn reagieren…? Was wollte er jetzt tun? Sie bat alle Götter die es gab oder auch nicht inständig darum, dass sie etwas tun würden, irgendetwas damit sie wusste, was sie tun konnte. Sie blickte Takashi an. Warum konnte er nicht einfach sagen was er nun tun wollte? Hatte er denn momentan gar keine Meinung? Ein wenig auffordert blickte sie ihn an, vielleicht würde er verstehen. Eben noch, vor ein paar Augenblicken noch waren sie sich erst begegnet und schon jetzt hatte sie das Gefühl, dass eine Ewigkeit vergangen war. Lag das an dem Thema, über das sie geredet hatten?
02.02.2011, 21:02
Takashis Blick war leer und er schwieg. Nur ganz langsam würde er seinen Kopf wieder frei von den Gedanken bekommen. Aber nun schien plötzlich gar nichts mehr zu sein. Gab es denn nichts mehr zu sagen? War das Gespräch etwa hiermit schon beendet?
"Danke, Lyerra. Ich Weiß dein Angebot zu schätzen. Wirklich."
Der Rüde nickte mit sichtbarer Dankbarkeit auf den Lefzen der Weißen zu. Danach senkte er den Kopf, versuchte irgendeine interessante Fährte aufzunehmen, während er dabei um Lyerra herum schlich. Doch da war nichts. Nichts. Oder wollte er einfach nur nichts finden?
Langsam blickte er wieder auf. Was würde nun geschehen? Der Rüde atmete tief ein und aus, blickte hin und her. Zuletzt landete Takashis Blick wieder bei Lyerra.
"Wenn du auch mal ein Problem hast, darfst du natürlich auch zu mir kommen."
Dies versicherte der Schwarze der Fähe. Er lächelte sanft, was aber leider nicht vom Herzen kam. Der Rüde musste sich zur Fröhlichkeit zwingen.
08.02.2011, 18:04
Lyerra war so erleichtert dass dieses Thema anscheinend abgeschlossen war, dass all die Gefühle nun wegkonnten, dass nun alles wieder schön werden würde. Sie nickte dem Rüden zu als dieser sich für ihr Angebot bedankte. Ein sanftes Lächeln verzog ihre Lefzen, ein sanfter Glanz schimmerte in ihren Augen. Sie sah dass Takashi eine Spur suchte, irgendwas Interessantes. Ein Grinsen schlich sich in ihr Gesicht und sie flüsterte:
„Wie lange hast du schon nicht mehr fangen gespielt?“
Ein kindliches Lachen erklang aus ihrer Kehle, da schaute der Schwarze sie schon wieder an, erwiderte ihr Angebot freundlich. Das Lachen der Weißen endete urplötzlich, dann lächelte sie und stupste ihn dankbar an. Es war schön jemanden zu haben dem man sich anvertrauen konnte. Sie sah den Zwang in dem Lächeln Takashis, dennoch hoffte sie es würde ihn ablenken wenn sie spielen würden. Warum auch nicht, das machte doch immer Spaß, oder etwa nicht?
13.03.2011, 15:39
Lyerra versuchte für Ablenkung zu sorgen, was Takashi ganz und gar nicht störte. Doch was sie da von dem Rüden wollte, machte ihn wirklich stutzig. Der Schwarze war nie wirklich ein verspielter Wolf gewesen. Als er noch klein war vielleicht, aber dennoch nicht lange, weil sich dort vieles für ihn geändert hatte.
Der Hüne verdrehte den Kopf zaghaft zur linken Seite.
"Fangen? Ich...?"
Takashi schaute mächtig verdutzt drein. Scherzte Lyerra etwa? Auf den Lefzen des Rüden breitete sich ein warmes Lächeln aus.
Aber dann verengten sich die Augen des Schwarzen und sein Lächeln barg etwas herausfordernes in sich. Dabei sah er keines Fall böse es, er wollte bloß sein Interesse am Spiel kund geben.
Aufgeregt begann Takashis Rute zu wedeln, während er Lyerras Reaktion abwartete. Wahrscheinlich würde sie sich sehr darüber freuen, dass Takashi auf ihre Idee eingegangen war.
14.03.2011, 18:38
Lyerra war unglaublich froh, dass Takashi ihr nicht böse war, als sie ablenkte. Das Thema gefiel ihr wahrlich nicht mehr, es vermieste den Tag mehr und mehr, ließ sie an all das Leid der Welt denken. Sie bemerkte den anfangs eher zaghaften Blick, bemerkte seine leichte Unsicherheit, als der Rüde dann so verdutzt blickte und eine, doch irgendwie sehr dumme Frage stellte lachte die weiße Fähe fröhlich.
„Ja, fangen..“
Das Lächeln auf seinen Lefzen deutete sie als sehr gutes Zeichen, das Wedeln seiner Rute ebenfalls. Abermals lachte die kleine Fähe, dann begann auch ihre Rute zu schlagen und sie duckte sich ein wenig, bereit sofort loszuspringen wenn es nötig war.
„Los, du musst anfangen“
Ein welpenhaftes Lachen erklang aus ihrer Kehle, immer noch sehr fröhlich bewegte sie sich leicht von links nach rechts und zurück. Hah, da würde Takashi gleich aber staunen, denn obwohl sie so klein war, hatte Lyerra ein ganz schönes Tempo drauf. Das herausfordernde Lächeln quittierte sie mit einem Grinsen, ihre Augen funkelten unternehmungslustig. Jetzt wurde es also doch noch schön und lustig.
14.03.2011, 18:53
Der Hüne nickte, lächelte noch immer; es kam dieses mal von Herzen.
"Na, gut. Dann mal los!"
Aber was tat er denn da? Unbeholfen machte der Schwarze einen mächtigen Satz auf Lyerra zu. Wahrscheinlich konnte die Fähe von Glück sprechen, dass Takashi sie nicht unter sich begraben hatte.
Für ein solches Spiel war der Hüne wohl viel zu grobmotorisch und seine Instinkte ließen ihn wie bei einer wilden Treibjagd handeln. Missmutig wich der Schwarze zurück, er musste Lyerra einen großen Schrecken eingejagt haben. So irrsinnig, wie er auf die kleine Fähe zugepoltert war, konnte sie nur denken, dass er verrückt war.
Außerdem sollte der Rüde fair zu der viel kleineren Fähe sein. Takashi neigte sich nach hinten, streckte die Vorderpfoten aus und forderte somit zum weiteren Spiel auf. Für seinen Fehler blickte der Schwarze ziemlich verlegen drein.
14.03.2011, 18:59
Sie fühlte das Lächeln des Rüden beinahe in der Luft schweben. Wie schön es war, dass es ihm offensichtlich besser ging. Als Takashi dann plötzlich auf sie zugeflogen kam machte sie einen Satz nach hinten.
"Waaahh.. ! "
quitschte sie erschrocken, doch einige Sekunden später hatte sie sich wieder gefasst und lachte glücklich, wedelte mit der Rute, sprang auf und ab. Sie sah dass auch Takashi weiter machen wollte, lachte.
"Na gut, dann beginne ich.. los, lauf, ein paar Sekunden gebe ich dir"
sie grinste ihn spielerisch an, das Verlegene in seinem Gesicht überging sie einfach, denn meistens vergaß man es so schneller. Vorsichtig duckte sie sich, diesmal um gleich zum Sprung anzusetzten. Sie würde nicht auf dem Rüden landen, sondern neben ihm und dann konnte sie sich auf ihn stürzen ohne Angst haben zu müssen, ihn zu verletzen, er war nämlich wirklich größer als sie und außerdem viel schwerer, es würde ihm kaum, wohl eher gar nicht wehtun wenn sie ihn anrempelte oder ähnliches tat.
14.03.2011, 19:20
Lyerra war sichtlich erschrocken. Takashi hatte sich aber wirklich wie ein Trottel aufgeführt! Zum Glück hielt der Zustand der Fähe nicht allzu lange an, so dass sie sich schleunigst wieder glücklich zeigte.
Takashi tat sein Fehlverhalten leid, das hatte er so nicht gewollt, er würde sich auch Mühe geben, dass es nicht mehr vorkommen würde.
"Tut mir leid!"
Der Hüne hatte nur leise gemurmelt, während er allmählich seine Schritte beschleunigte, um Distanz zu gewinnen. So wusste er nicht, ob Lyerra ihn überhaupt noch gehört hatte. Aber sie würde ihn wohl nicht böse sein.
Takashi und Lyerra waren bereits ein gutes Stück voneinander entfernt. Der Rüde selbst hatte aber nicht vor, diese Distanz weiter zu vergrößern. Deshalb beschloss er allmählich langsamer zu werden und blickte schelmisch nach hinten.
14.03.2011, 20:02
Die leise Entschuldigung des Hünen entging Lyerra nicht, aufmunternd lächelte sie ihm zu, dann machte sie einen schnellen und flinken Satz und wetzte dem Schwarzen hinterher.
Er hatte schnell einen Vorsprung, doch die Weiße wollte ihn nicht einfach so davonkommen lassen. Mit voller Energie schoss sie ihm hinterher. Ihre Läufe bewegten sich schnell und geübt, beinahe schien sie über die Ebene zu fliegen. Sie lacht laut, konzentrierte sich dann aber auf das Laufen. Hah, gleich würde sie bei ihm sein. Ihr Körper spannte sich an als sie zu einem gewagten Sprung ansetzte, streckte sich während sie flog und krümmte sich zusammen als sie die Wucht ihres Aufpralls abfing. Der Rüde blickte genau in diesem Moment zurück, wurde schon langsamer. Vermutlich hatte Takashi nicht damit gerechnet, dass sie schon so schnell bei ihm sein würde. Sie sah das schelmische Grinsen auf seinen Lefzen, spornte ihren Körper zu ihrer maximalen Geschwindigkeit auf, lachte abermals als sie beinahe neben ihm lief. Gleich würde sie ihn haben. Einmal noch spannte sie alle Muskeln an, ließ ihren Körper für einige Sprünge fast schon fliegen. Ein wunderbares Gefühl, endlich wieder frei und unendlich schnell zu laufen, wie erlöst man sich dabei fühlte. Frei und schnell zu laufen ohne zu jagen, ohne gejagt zu werden. Ein letzter Sprung und schon setzte die dazu an den Rüden leicht anzurempeln um diesen aus dem Gleichgewicht zu bringen. Er lief langsam, würde sich also nicht verletzen. Um nicht an Takashi vorbei zu laufen wurde Lyerra nun auch langsamer, lachte lautlos, dann rempelte sie ihn leicht an, unsicher wie schmerzempfindlich er war.
14.03.2011, 20:39
Kaum hatte Takashi sich auch nur kurz umgeblickt, war ihm Lyerra auch schon ganz nah. Viel zu nah. Die leise federnden Schritte der Fähe hatte der Rühe in weiter Ferne vermutet. Sie war so leise, so leicht, sodass sie nahezu über den Boden schwebte. Aber jetzt war sie direkt hinter ihm, nein, neben ihm!
Der Schwarze hatte keine Chance mehr noch schneller werden zu können und musste sich somit geschlagen geben. Vorerst. Takashi hatte Lyerra wohl eindeutig unterschätzt und musste für sich zugeben, dass sie gar nicht langsam war.
Das sachte Anrempeln der Weißen machte dem Hünen nicht viel aus. Mit einem halben Schritt zur Seite glich er sein Gleichgewicht im Nu wieder aus und war nicht in großes Taumeln geraten. Wäre er schneller gewesen, hätte er sehr viel größere Probleme gehabt, sich am Laufen zu halten.
Den Rempler von Gerade wollte der Schwarze aber nicht auf sich sitzen lassen, hüpfte um Lyerra herum und stupste ihr mit seiner Schnauze in die Seite.
14.03.2011, 20:51
Kaum überrascht dass Takashi sich an ihrem sachten Gerempel nicht störte blinzelte sie. Als der Rüde dann plötzlich um sie herum hüpfte brachte sie dass komplett aus der Bahn. Er war vor ihr, dann neben ihr, dann wieder vor ihr und einige Sekunden später stupste er sie an. Was für ein Durcheinander. Lyerra lachte fröhlich, stupste den Rüden ihrerseits an.
Wie zwei verrückte, tobende Welpene mussten sie aussehen, obwohl sie doch beide schon längst erwachsen sein sollten...
Lyerra lief einige Schritte schneller, war nun vor Takashi, grinste ihn herausfordern an. Hah, jetzt würde er stolpern. Gezielt warf die kleine Gähe sich vor die Läufe des Schwarzen.
Nun würde er fallen, er konnte gar nicht anders. Es konnte nicht anders kommen. Er würde sich auch jetzt nicht wehtun, höchstens sein Stolz würde etwas Schmerzen haben, aber das war jawohl nicht schlimm.. ! Lyerra lachte. Das hatte er jetzt davon, jawohl.
"Tja Takashi, so birngt man also Riesen aus dem Gleichgewicht.."
Ein Lächeln schwang in ihrer Stimme mit. Ja, dieser Tag war schön.
18.03.2011, 16:43
Es war lustig, alle Sorgen waren vergessen und Takashi lachte fröhlich, als er um Lyerra herum hüpfte. Wahrscheinlich sah es mächtig verrückt aus, wie sich der Hüne verhielt. Der Schwarze mochte vielleicht wie ein gigantischer Welpe aussehen, der aber deutlich eleganter gebaut war und sich kraftvoll bewegte. Das alles störte Takashi jedoch nicht.
Der letzte Sprung sollte Takashi dann wohl völlig aus dem Gleichgewicht bringen: Er hatte ganz und gar nicht damit gerechnet, dass Lyerra plötzlich vor ihm stehen würde und somit musste er so abrupt stehen bleiben, dass er stürzte. Er stürzte auf die Vorderbeine, die ihm nach hinten wegknickten und blickte ein wenig verärgert drein. Die tiefblauen Augen schielten nach oben und suchten den Blick der Weißen.
Das Hinterteil in die Höhe gestreckt und die Schnauze auf dem Boden liegend musste der Schwarze wohl verdammt albern aussehen.
Mit einer Eleganten Rolle drehte sich Takashi auf den Rücken und setzte erneut sein schelmisches Lächeln auf. Erst schnappte er bloß verspielt nach Lyerra, dann packte er sie sachte am Brustfell und zog sie zu Boden.
18.03.2011, 18:42
Lyerra freute sich unheimlich, dass sie es tatsächlich geschafft hatte Takashi zu überraschen. Ein freundliches und fröhliches Lachen erklang aus ihrer Kehle. Ihr Blick ruhte auf dem Rüden. Es sah wirklich zu lustig aus, als der schwarze Rüde da irgendwie auf dem Boden kniete, der Blick ein wenig verärgert, beinahe zerknirscht. Es belustigte Lyerra ihn so zu sehen, daher hielt sie dem Blick des Schwarzen stand, ein glückliches Lächeln verzog ihre Lefzen. Das Beste an der Pose des Hünen war aber, dass sein Hinterteil samt Rute in den Himmel zeigte, und seine Nase auf dem Boden war. Das sah wahrhaftig unheimlich lustig uas. Befriedigt schnaubte Lyerra leise, grinste Takashi zu. Als dieser sich plötzlich auf den Rücken rollte und spielerisch nach ihr schnappte machte die weiße Fähe einen schnellen Sprung nach hinten um sich vor dem Fang des rüden in Sicherheit zu bringen, doch ihr Plan ging nicht ganz auf, denn Takashi schaffte es sie am Brustfell zu packen, so dass er sie zu Boden ziehen konnte. Lachend plumste die kleine Fähe neben dem schwarzen Hünen auf den Boden. Sie grinste, blickte ihn an, ein sanftes und fröhliches Glitzern in den Augen. Einige augenblicke sah sie ihn bloß an, dann stieß sie ihm die Nase ins Gesicht, schnappte sanft nach seinem Ohr, zog leicht daran.
Wie lange hatte sie so etwas nicht mehr getan? Jahre. Drei? Vielleicht etwas weniger? Es war wirklich lustig, es gefiel ihr. Lyerra war vollkommen fasziniert von all der kindlichen Euphirie. Hoffentlich konnte Takashi nun vergessen, was ihn vorhin noch so bedrückt hatte.
23.03.2011, 17:31
Der Hüne grinste und hatte es ebenfalls geschafft, seine Spielgefährtin zu Boden zu ziehen.
Ziemlich unvorbereitet kniff er die Augen zusammen, als Lyerra ihm plötzlich ganz nah kam und ihre Nase ins Gesicht stieß. Es tat aber gar nicht weh und war sogar ziemlich lustig. Somit schnappte Takashi nach der Weißen, während er immer wieder lustig nach ihr pfotete.
Ein wenig panisch entriss Takashi sein Ohr aus Lyerras Fängen. Das war sehr unklug, da genau dieses Ohr stark vernarbt und wohl nur durch ein Wunder wieder verwachsen war. Der Hüne hatte sich einfach nur zu sehr erschrocken. Ein wenig unbeholfen strich er mit seiner riesigen Pfote über sein Ohr. Hoffentlich würde die alte Narbe nie wieder aufreißen. Wahrscheinlich würde sein Ohr nach einer erneuten Verwundung nicht mehr die narben verbergen können und vielleicht von ihnen gezeichnet sein.
Der Schwarze atmete erleichtert auf und konnte endlich wieder sein schelmisches verspieltes Lächeln aufsetzen. Früher oder später würde ihn Lyerra wohl noch fragen, warum er so eigenartig reagiert hatte. Trotzdem sollte ihm dies egal sein und er versuchte das soeben geschehene gekonnt zu überspielen.
Danach fing der Rüde wider an, nach Lyerra zu schnappen und lachte dabei fröhlich.
23.03.2011, 17:50
Es war wirklich lustig mit Takashi. Laut lachte die kleine Fähe, drehte sich weg um nicht von ihren Spielgefährten gezwickt zu werden.
Ihre grünen Augen funkelten, glitzerten voll Freude. Abermals lachte sie, machte eine seltsame Rollbewegung um ein wenig auf Abstand zu kommen.
Als Takashi sich nach ihrem kleinen Ohrkneifer mit der Pfote über sein Ohr stich sah Lyerra ihn ein wenig verwirrt an, spürte dass seine Gedanken plötzlich in eine andere Richtung gingen, dennoch wollte sie nicht fragen, wollte nicht die schöne Stimmung verderben.
Sie sah sein Lächeln, sah dass es ihm wohl wieder gut ging. Seinen Versuchen sie zu schnappen wich sie geschickt aus. Nur um nicht die ganze Zeit hier zu liegen und zu toben rief sie:
„Los, lass uns noch einmal laufen… du musst fangen..“
Sie grinste ihn an, sprang nun endgültig auf, machte einen Satz nach vorne. Es war sehr schön zu spielen, ein Welpe zu sein. Das Glitzern aus ihren Augen wich nicht, wenn dann wurde es noch etwas stärker. Eine sanfte Brise umspielte ihren Körper, wirbelte ihr Fell auf. Lyerra lachte, lief einige Schritte und verließ sich darauf, dass der Rürde weiterhin mitspielte.
17.04.2011, 13:19
Natürlich hatte Lyerra Takashis eigenartige Reaktion mitbekommen, was aber niemanden zu stören schien. Weiterhin konnten beide Wölfe fröhlich sein und einfach nur das Leben genießen.
Takashi lächelte seine Spielgefährtin an, während diese ihn erneut aufforderte, weiterhin mitzuspielen. Dieses Mal war der Hüne wieder mit dem Fangen dran. Hoffentlich würde es nun gut gehen!
"Okay, dann mal los!"
Ganz gemütlich setzte sich Takashi in Bewegung, um Lyerra einen gewissen Vorsprung zu lassen. Danach aber beschleunigte er seine Schritte, stürmte aber nicht so los wie zuvor. Dieses Mal ging er alles ganz ruhig an, damit er später nicht wieder ganz unbeholfen da stand.
Der Hüne befand sich einige Meter hinter Lyerra, was nicht weiterhin bedrohlich für die Fähe war, das Spiel zu verlieren. Mal hüpfte der Rüde zur Seite, mal beschleunigte er seine Schritte für einen kurzen Moment mehr, als zuvor. Er war glücklich und lachte. Für diese Zeit konnte der Hüne wirklich alle seine Sorgen vergessen und einfach nur das Leben genießen.
11.05.2011, 20:46
Lyerra lachte. Takashi folgte ihr tatsächlich. Wie leicht das Leben plötzlich schien, wie leicht und wundervoll alles war. Ihre Sorgen waren vergessen, ihre Gedanken wirbelten bloß um das Spiel. Es tat gut mal an nichts Wichtiges denken zu müssen. Ihre Pfoten donnerten auf den Boden während sie ihre Geschwindigkeit erhöhte, so schnell wurde wie sie nur konnte. Der Rüde schien nur einige Meter hinter ihr zu sein, auch recht schnell zu laufen. Abermals lachte sie auf. Wie verrückt dieser Tag war, wie wundervoll verrückt.
Vor ihr tauchte der Wald auf, kam schnell näher, doch das war egal. Der Wald war doch sowieso schön, warum also nicht dorthin rennen? Schneller, ein kleines bisschen schneller trommelten ihre Pfoten auf den Boden. Die ersten Bäume kamen, geschickte lief Lyerra um sie herum, freute sich über die kühle Waldluft. Hinter einem Baum, der etwas breiter war blieb sie stehen, versteckte sich quasi vor Takashi. Er würde sie schnell finden, aber das war nicht schlimm. Sie konnten liegen, lachen, reden, einfach irgendetwas tun. Es war so schön, so vertraut mir ihm hier zu sein, mit ihm zu rennen, zu spielen, zu reden und zu lachen.
Sobald Takashi kommen würde könnten sie sich hinlegen, reden, den Wald erkunden, irgendetwas tun. Der Tag sollte nie vergehen, es sollte immer so weiter gehen, was auch immer geschah.
„Takashi..! Lass uns etwas anderes machen…“
Ihre Stimme klang hell, beinahe verloren in all dem Rauschen der Blätter. Wie klein sie sich vorkam, so klein und verloren und dennoch war das einer der schönsten Momente ihres Lebens.
22.05.2011, 12:08
Mit ungewöhnlicher Leichtfüßigkeit war Takashi Lyerra dicht auf den Versen. Der eigentlich so schwere Hüne fühlte sich federleicht und frei, während Baum um Baum an den Spielgefährten im Laufen vorbei zog. Die Beiden hatten den Wald erreicht, wo nun ein größeres Geschick erforderlich war, um nicht gleich mit dem nächsten Baum zu kollidieren. Auch die aus dem Boden hervorstehenden Wurzeln stellten ein plötzlich überraschendes Hindernis dar.
Allmählich verlangsamerte Takashi seine Schritte wieder, als er bemerkt, dass Lyerra einen geeigneten Baum suchte, um sich hinter ihm zu verstecken. Die Bäume standen dicht beieinander und im Grunde genommen sahen sie alle sehr gleich aus. Der Hüne setzte ein schelmisches Lächeln auf, während er den Kopf zu Boden senkte und dank seines Geruchssinns Lyerra schnell ausfindig machen konnte. Der Schwarze schlich zu der Fähe, stand plötzlich neben ihr und stupste ihr sanft ihn die Seite. Takashi lächelte fröhlich und war seiner Spielgefährtin sehr dankbar für diesen Tag.
"Was willst du tun?"
Takashi atmete die angenehm kühle Waldluft ein, die dafür sorgte, dass er wieder ruhiger werden konnte. Sein Herz schlug noch immer schnell und laut in seiner Brust, während sein Atmen allmählich wieder seinen normalen Rhythmus einnahm.
Der Schwarze setzte sich neben Lyerra und lachte fröhlich.
26.05.2011, 21:24
Lyerra fühlte sich so federleicht wie eine kleine, taumelnde Feder im Wind. Sie hörte den schwarzen Hünen der hinter ihr war, der ihr folgte. Ein Lächeln verzog ihre Lefzen. Verdammt, wie hatte sie es bloß aushalten können ohne den lieben, verrückten Takashi? Sie konnte so unendlich gut mit ihm reden und lachen, weinen und trauern. Er verstand sie, sie verstand ihn und sie hatten Spaß zusammen, was konnte man sich von einem Freund mehr wünschen?
Als Takashi plötzlich neben ihr stand und sie an stupste zuckte sie zusammen, doch als sie den Schwarzen erblickte lachte sie laut, warf sich leicht gegen ihn um ihn ins Wanken zu bringen.
„Was ich machen will? Ganz ehrlich? Keine Ahnung..”
Sie lacht leise, stieß den Hünen abermals an. Ja es tat gut hier zu sein, mit ihm! Sie genoss sein Lachen, seinen Atem Rhythmus, einfach alles.
„Was.. würdest du den gerne machen?”
Ihre Augen blitzen fröhlich. Die Waldluft tat so gut, sie liebte es hier zu sein, genoss sie Ruhe und die Klarheit de Luft.
29.07.2011, 21:08
Der Hüne regenerierte sich allmählich und atmete auf. Sein Atem hatte sich beruhigt und auch sein Herz schlug ganz ruhig und gemächlich. In diesem Moment war Takashi mit allem zufrieden und genoss sein Dasein mit einer freundlichen Artgenossin. Lyerra. In den Beiden hatten sich wohl innerhalb kürzester Zeit Freunde gefunden.
In diesem Moment schien alles so einfach, als gäbe es keine Probleme mehr. Völlig unbeschwert setzte der Hüne ein Lächeln auf.
"Nun...ich bin mir nicht sicher."
Das Spielen und die viele Bewegung hatte dem Rüden wieder ein Mal sehr gut getan. Ausgepowert war er noch lange nicht, aber dennoch war es vielleicht nun an der Zeit, zur Ruhe zu kommen. Ihm war nicht mehr nach völligem Austoben, obwohl er schon lange nicht mehr an seine Grenzen gegangen war. Ansehen tat man es dem Rüden dennoch nicht; nach wie vor war er einer der Stärkeren - galt es etwa als ein kleiner Bonus des Fluches, nie an Stärke zu verlieren?
"Lass uns...irgendwas machen."
Nicht gerade einfallsreich und deshalb erhob sich der Rüde umso motivierender. Vielleicht würden sie noch etwas spannendes im Wald finden können...