Volk Zubami
12.11.2010, 01:31

Als Lyerra sich so an ihn lehnte und sich an ihn kuschelte, da war das für den Rüden eine Art, zuhausesein. Er spürte ihren Herzschlag und passte seinen danach an, völlig unbewusst. Volk strich mit seiner Schnauze an ihrem Fell entlang, seidigweich und kuschelig war es. Dieser kurze Moment lies die Zeit für ihn still stehen, Sekunden wurden zu Minuten. Es war einfach nur schön, sodass er sich diesen Moment einprägte, um ihn für immer festhalten zu können. Endlich hatte er als Beschützer wieder eine Aufgabe gefunden und in Lyerra eine neue Freundin gewonnen. Sie fragte ihn ob er noch jagen wöllte und natürlich, er hatte ja Hunger.

„Na komm, bevor wir die Fährte noch verlieren. Ich hab einen Bärenhunger.“

Sagte er und lächelte dabei. Es war ja auch nicht mehr weit entfernt, Volk konnte schon wieder Witterung aufnehmen und die Spur war frischer als vorhin. So hielt er seine Nase in die Richtung aus der, der Geruch kam und gab Lyerra die Richtung an.

Lyerra
12.11.2010, 18:39

Lyerra spürte wie Volk Zubamis Herzschlag sich dem ihren anpasste. Ein sanftes Lächeln huschte über ihre Lefzen. Sie kannte Volks Gedanken nicht, wünschte sich aber von tiefstem Herzen einen besten Freund gefunden zu haben, jemandem mit dem sie lachen und weinen konnte. Jemand, der ihr wie ein Bruder war, der auf sie aufpasste und auf den sie aufpassen musste.
Sie hörte das Lächeln aus der Stimme des Rüden, als er sagte er würde die Fährte gerne suchen und jagen.
Es widerstrebte ihr jetzt zu jagen, aber sie trottete brav hinter Volk her, der die Richtung angab.
Sie war immer nur einen Schritt, vielleicht etwas weniger hinter ihm, lief teilweise neben ihm.
Nach mehreren Schritten nahm auch sie die Fährte war, hob ihre Nase kurz in den leichten wind und senkte sie dann auf den Boden, folgte der Spur schnell und zielsicher, überholte dabei sogar Volk.
Einige Meter vor dem Ziel blieb sie stehen, wartete auf den Rüden und grinste.

„Tja, Volk. Da war ich wohl schneller..“

Lachte sie.

Volk Zubami
21.11.2010, 17:59

Da war Lyerra ihm wieder voraus, natürlich war sie wieder mal schneller. Sie hatte die Hirsche ausfindig gemacht, leider vor ihm. Aber es waren ein paar gute Beutetiere dort auf der Wiese standen. Endlich etwas zu fressen, der Rüde dachte nicht lange nach und schlich sich an, versuchte eine gute Position zu finden und suchte sich das schwächste Tier aus. Dieses begab sich, glücklicherweise zur Ruhe, etwas entfernt von der übrigen Rotte. Er näherte sich langsam und vorsichtg um das Tier nicht aufzuscheuchen. Dennoch bemerkte sie ihn und der Schwarze sprintete los, wie im Rausch folgte er der Spur. Die anderen rannte verschreckt davon, Dreck schoss während des Sprints in die Höhe. Und dann, Stille, Volk hatte sich in der Kehle des Tieres verbissen, blut ronn aus seinem Maul. Die Atmung der Hirschkuh flachte ab und während das passierte bedankt sich der Rüde bei ihr, so wie er es von seiner Mutter gelernt hatte. Sie gab ihr Leben um das seinige zu verlängern, um ihn zu stärken, der Lauf des Lebens und der Dinge, wie sie schon so lange Zeiten existierten.

"Hierher Lyerra, hier du darfst als erstes wenn du willst. Ich kann noch warten."

Er war stolz darauf, endlich konnte er beweisen das er ein guter Jäger war.

Lyerra
21.11.2010, 18:31


Stumm sah Lyerra Volk zu. Es sah so brutal aus, wie er das arme Tier tötete, es jagte und ihm die Kehle durch biss. Kurz kniff die weiße Fähe die Augen zu, da rief Volk Zubami allerdings schon, sie solle kommen und dürfe als erste fressen.
Die Weiße stupste die tote Hirschkuh mit der Nase an, roch das frische Blut und das warme Fleisch. Stumm dankte sie dem Tier und deren Familie, die diese Kuh bestimmt vermissen würden. Konnten Hirsche vermissen?
Wölfe konnten es, andere Tiere auch. Konnten Hirsche ebenfalls vermissen?
Sie wandte den Kopf zu dem schwarzen Rüden, lächelte.

„Danke Volk, aber ich bin nicht so hungrig. Fang ruhig an.“

Sagte sie leise. Schaute den Rüden an. Dieser schien sehr glücklich darüber zu sein, dass er nun doch seine tollen Jagdkünste präsentieren konnte.
Freundlich lächelte sie ihn an, zeigte ihm damit, dass er seine Sache ganz toll gemacht hatte.
Würde es bald wohl wieder regnen?
Ihre Gedanken schweiften umher, ebenso wie ihr Blick.

„Volk, glaubst du es regnet bald wieder?“

Hoffnungsvoll sah sie den schwarzen Rüden an.

Volk Zubami
30.11.2010, 23:39

Lyerra schien irgendwie bedrückt, sie war eben anders als andere Wölfe, dass merkte der Rüde schon früh. Sie lächelte Volk an, sagte das sie nicht hungrig sei und er anfangen könnte zu fressen. Erstmal musste er seinen Hunger los werden und der Schwarze genoss jedes Stück des frischen Fleisches, es tat gut keinen Hunger mehr zu haben, ausserdem musste er wieder zu alter Form gelangen, also seinen dicken Bauch und so. Volk hatte sich an diesen dicken Körper gewöhnt, er konnte sich so immer gut einschätzen und Masse konnte im Kampf sehr hilfreich sein. Als der grobe Hunger gestillt, war konnte der Rüde sich in den Fresspausen mit Lyerra unterhalten.

"Irgendetwas bedrückt dich doch, ich seh es an deiner Nasenspitze an, dein Lächeln von eben hat sich von einem ehrlichen, glücklichen Lächeln unterschieden. Hab ich dich irgendwie unglücklich gemacht?"

Das er es an ihrer Nasenspitze erkannte, hatte er natürlich nur witzelnd gemeint, dennoch wollte er wissen was Lyerra so unglücklich gemacht hatte. Die Fähe schaute zum Himmel auf und fragte dann den Rüden ob es bald wieder regnen würde. Daraufhin hielt er seine Nase in den Wind, aber Volk wusste keine Antwort, aber aufmunternde Worte.

"Sollte es regnen stellen wir uns einfach unter oder suchen eine Höhle und spielen dann ,Ich sehe was, was du nicht riechst´"

Lyerra
01.12.2010, 19:53


Die weiße Fähe schaute Volk Zubami stumm beim fressen zu, beobachtete ihn während er seinen Hunger stillte.
Er schien glücklich zu sein, glücklich hier zu sein. Als er eine Fresspause einlegte und zu ihr sprach wandte sie ihren Kopf in seine Richtung, blickte ihm in die Augen.
Lyerra war so glücklich einen so guten Freund gefunden zu haben, der mehr ein Bruder zu sein schien. Er kannte ihre Gefühle, ohne dass sie sie aussprach.
Ein feines Lächeln überzog ihre Lefzen bevor sie sagte:

„Weißt du Volk.. ich habe überlegt, ob andere Tiere auch vermissen. Meinst du, dass die Familie der Hirschkuh“ sie deutete mit der Nase auf die angefressene Kuh „Meinst du ihre Familie vermisst sie? Wie vermissen doch auch. Vielleicht trauert ihr Gefährte um sie, vielleicht trauern ihre Eltern um sie..!“

Sie hörte auf zu sprechen als sie bemerkte, dass sie ein dicker Knoten in ihrem Hals bildete. Sie blickte ihren Beschützer nur stumm an, versuchte sich ein Lächeln für ihn abzuringen.
Als er dann meinte, falls es beginnen würde zu regnen würden sie sich unterstellen und ein Spiel spielen musste sie ehrlich lachen.
Wie süß er doch war, wie lieb Volk Zubami doch war. Trotzdem verstand sie nicht, warum er nicht im Regen bleiben wollte, es war doch ein herrliches Gefühl wenn die Tropfen einem auf das Fell prasselten..!

„Sag mir Volk, warum willst du dich unterstellen..? Der Regen ist so schön..“

Sie blickte ihn an, verträumt, leicht lächelnd.


Volk Zubami
03.12.2010, 18:10

Die Frage, die Lyerra stellte war sehr kompliziert. Schon darauf zu antworten fiel Volk schwerer als darüber nachzudenken. Es war eine sehr gute und zugleich schwere Frage. Wie konnte der Rüde darauf antworten, ohne ihr mit der Antwort weh zu tun oder sogar ihre Frage nicht beantworten zu können? Er wusste es nicht, der Schwarze könnte nur das erzählen, was seine Mutter ihm erzählt hatte. Die Geschichten von Mutter Gaya, das Leben, die Erde und die Geschöpfe die auf ihr lebten .

„Weißt du, deine Frage ist schwer zu beantworten, aber wenn du willst kann ich dir die Geschichte erzählen die meine Mutter mir erzählte. Jedes lebende Wesen fühlt und denkt egal ob es ein kleiner Vogel ist oder ein Wolf, nur die Komplexität der Gedanken ist anders. Doch aus Respekt vor dem Leben müssen wir uns bei unserer Beute bedanken, dass sie ihr Leben geben um unseres zu sichern. Gaya gab uns das Leben, uns allen, daher müssen wir jedes Leben ehren egal ob wir als Raubtier oder Beutetier geboren wurden. Jeder hat eine Rolle in dieser Welt, so ist es nun der Fall, dass wenn wir leben wollen, müssen wir töten, aber wenn wir dabei den Respekt nicht verlieren, dann bleiben wir auf dem richtigen Pfad. Ich denke du verstehst was das bedeutet.“

Volk Zubami hoffte ihre Fragen beantwortet zu haben und ihr einen guten Weg zu zeigen.

„Aber, wenn ich fragen darf, warum bist du eigentlich so. So nachdenklich, warum denkst du über alles so nach. Ich meine es nicht böse, ich wundere mich nur, weil mir bis jetzt kein Wolf begegnet ist, der über so etwas nachgedacht hat.

Das wäre doch nicht schlecht wenn es jetzt wieder regnen würde.

Lyerra
03.12.2010, 18:23


Ein Moment der Stille, ein Moment ohne Geräusche. Lyerra hörte nicht mehr, nur ihr Herz, nur ihr Herz welches ihr zeigte, dass sie lebte. Sie blickte ihren treuen Freund an, lächelte sanft, hörte sich seine Antwort an. Der Moment der Stille hatte geendet, als Volk Zubami zu sprechen begonnen hatte.
Ihre Ohne schnippten nach vorne, kleine dampfende Wölkchen stiegen aus ihrer Nase.

„Danke Volk, danke für die Geschichte. Ich habe Respekt gegenüber den anderen Tieren, ich ehre sie, bedanke mich bei ihnen wenn ich sie töte um weiter zu leben, wenn ich sie fresse um mein Leben zu verlängern. Aber… glaubst du nicht, dass auch Hirsche Tränen weinen? Dass die Herde um die Hirschkuh trauert? Unser Rudel trauert doch auch, wenn jemand stirbt.“

Sie blickte ihren Freund aus den grünen Augen an, welche in dem Licht der Morgendämmerung funkelten. Ein kleiner Schauer durchlief die Fähe, ließ sie kurz frösteln und die Ohren nach hinten legen. Als Der schwarze Rüde dann noch etwas sagte schnippten Lyerras Ohren sofort wieder nach vorne, stellten sich lauschend auf.
Ein Lächeln legte sich auf ihre Lefzen. Warum sie so war, so viel fragte.

„Entschuldige Volk, ich weiß nicht warum ich mich soviel Frage, es ist einfach so. Manchmal kommen mir diverse Fragen in den Sinn, die ich mir nicht beantworten kann…“

Sie blickte ihn an, hoffte auf Verständnis.


Volk Zubami
03.12.2010, 19:39


"Ich denke schon das sie trauern werden, aber sie werden ebenso viel Verständis haben. Es ist einfach der Lauf der Dinge, das Leben. Jede Rolle des lebens ist wichtig für das Leben selbst. Es ist schön das du ihnen auch soviel Respekt entgegen bringst wie ich."

Volk streichte sanft seine Schauze in Lyerra´s Fell. Sie schien zu frieren, denn ein Schauer durchzog sie. Volk Zubami trat noch einen Schritt näher, um sie zu wärmen.

"Ich finde es toll das du so nachdenklich bist und dir solche Gedanken machst. Es ist manchmal schwer antworten zu bekommen, dass weiß ich, aber wenn man fragt, bekommt man auch antworten."

Er wollte ihr Verständnis gegenüber bringen und sie nicht mit seinen Worten verunsichern. Er nahm noch einen Bissen, danach nahm er ein Stück Fleisch, legte es vor ihre Pfoten und stupste sie mit der Nase an.

"Nimm einen Bissen, mir zu Liebe und in Erinnerung an die Kuh und ihrer Familie. Denkst du, dass ich hier ein neues Zuhause haben könnte? Denkst du, ich könnte hier glücklich werden?"

Lyerra
03.12.2010, 20:10


Lyerra blickte Volk Zubami dankend an, lächelte sanft. –als er einen Schritt auf sie zu machte und mit seiner Schnauze durch ihr Fell fuhr erwiderte sie die Geste, versteckte ihre Nase in seinem schwarzen Fell, vergrub sie an seiner Schulter.
Dankend lehnte sie sich gegen ihn, spürte wie seine Wärme ihr Herz heller schlagen ließ. Auf seine Worte hin schwieg sie, doch als er ihr dann Fleisch vor die Füße legte, und meinte sie solle es für ihn essen, für die tote Hirschkuh und deren Familie fühlte sie sich seltsam umnebelt.
Warum sollte sie für ihn fressen, wenn sie doch gar keinen Hunger hatte? Unsicher starrte sie auf das Fleisch, blickte dann ihren guten Freund an, starrte noch einmal auf das Fleisch, bevor sie zögernd hinein biss. Es war noch war, noch nicht von der Kälte besiegt.
Als ihr treuer Freund dann wieder sprach, schnippten Lyerras Ohren hin und her, und ihr Blick hob sich von dem Fleisch.

„Ich hoffe es doch. Ich wünsche es mir für dich, ich wünsche mir, dass du hier deinen Frieden und neue Freunde finden kannst.“

Ein zärtliches Lächeln eroberte ihre Lefzen.


Volk Zubami
15.01.2011, 15:17

Sie wünschte ihm alles gute für die Aufnahme, was ihn sehr freute. Es war ihm wichtig, schon alleine um bei Lyerra bleiben zu dürfen. Ausserdem will der Rüde beweisen was er kann, er will wichtig für andere werden. Ein Rangwolf werden und alles für seine neue Familie geben und tun. Es ist schon komisch, erst verliert alles was man hatte, dann muss alles wieder von vorn erarbeitet werden, aber ob man es schafft steht in den Sternen.

"Ich muss aufgenommen werden, schon allein wegen dir. Mit Einsatzstärke und ein bisschen Vorbereitung auf die Prüfung klappt das. Ich werde alles machen um hier bleiben zu dürfen."

So viele verschiedene Wölfe und Gerüche, alles hier war so interessant. So viele Charaktere auf die er sich schon freute, mit ihnen zu raufen und sich mit ihnen auseinander zu setzen. Aber auch den ein oder anderen in die Schranken zu weisen.


(Hab endlich mal wieder Zeit gefunden ^^
P.S. Ich lass dich nicht im Stich)

Lyerra
15.01.2011, 20:41

Lyerra wusste nicht genau, was sie auf Volk Zubamis Worte erwidern sollte, also schwieg sie vorerst und nickte nur. Es freute sie, dass ihr Freund sich engagieren wollte, lernen wollte und zum Rudel gehören wollte, es würde alles vernünftig und gute werden. Alles würde wieder schön und gut werden. Volk Zubami würde sie nicht verlassen. Nie. Das wusste sie. Lyerra fühlte es in ihrem Herzen. Ihr Freund würde sie nicht einfach verlassen. Ein warmes Gefühl durchflutete sie erfreute ihr Herz. Liebevoll lächelte sie den jüngeren Rüden an und betrachtete ihn immer noch schweigend. Viele Sorgen schienen ihr plötzlich unbegründet und sinnlos. Plötzlich dachte sie wieder an das Fleisch welches zu ihren Füßen lag. Sie blickte nach unten, zögerte kurz bevor sie abermals in den Brocken biss. Wieder musste Lyerra an die Familie der Hirschkuh denken, doch vorerst war es wichtiger hier zu sein, mit ihrem guten Freund. An die Familie der Kuh konnte sie später auch noch denken, doch den Moment konnte sie nur jetzt leben.

das freut mich. Ich habe dich schon vermisst.