Cirádan
13.03.2011, 15:31

[FONT=courier new]In einer ruhigen Minute...[/FONT]


Das mit dem Varg war schon eine beunruhigende Neuigkeit. Überhaupt war die ganze Situation mehr als nur bizarr.
Selbst wenn Cirádan nicht wusste, wie es eigentlich richtig gehörte, weil es im letzten Jahr auch schon falsch war, fühlte er doch, dass das alles einfach schrecklich und einfach furchtbar war und es überhaupt nichts mehr stimmte.

Aber es schien ihm zu helfen. Schien ihm zu helfen zu wachsen, nur wie und warum und was... das wusste er nicht.
Und dann gab es noch eine Sache die der Jungwolf nicht verstand.
Diese Sache hatte mit Takashi und seinem Bruder zu tun.

Ihm war aufgefallen, dass Takashi seinem Bruder furchtbar ähnlich war. Oder dass Krolock Takashi furchtbar ähnlich war, doch warum wusste er nicht.

Im Grunde war Takashi ein völlig fremder für Cirádan und der graue Jungwolf wusste nicht, wo er diesen einordnen sollte.
Ja, er kannte ihn und er wusste dass Takashi schon sehr lange da war. Zumindest schon vor seiner Geburt im Rudel war, aber mehr war da nicht.
Er wusste weder wer er genau war, noch warum er sich so sehr um Cirádan sorgte...

Cirádan fand während der ganzen Turbulenzen eine ruhige Minute. Er musste es so schnell wie möglich verstehen, was mit Takashi war. Immerhin gab es noch so viele andere Sachen, die er nicht klären konnte und er hatte Angst dass sonst sein Kopf platzen würde.

Mit federnden Schritten hatte er den Schwarzen schnell entdeckt und war sofort bei ihm.
“Äh... Takashi.“, begann Cirádan etwas unsicher. Nicht wissend, wie er eigentlich anfangen sollte und was er eigentlich vor hatte ihn zu fragen. Dass da irgendwas war, das fühlte er. Aber er wusste nicht, wie er es benennen sollte, oder gar wie er es Takashi erklären sollte was in seinem Kopf so vor sich ging.
“K-Kann ich dich für einen Moment mal sprechen?“

Erstmal sehen, ob Takashi überhaupt mit ihm reden wollte. Wenn nicht, dann würde er noch sehr viel mehr Zeit haben seine Gedanken zu formulieren.
Wenn nicht, dann musste die Zeit die er durch diese Frage hatte ausreichen.

Takashi
13.03.2011, 15:59

Der Hüne hielt Ausschau, nahm sein Umfeld in Augenschein. Er war sich dem bewusst, dass jeden Moment wieder eine gewaltige Kreatur auftauchen und töten konnte. Wenn er etwas verdächtiges sehen würde, wäre es seine Pflicht, die Anderen rechtzeitig zu warnen.
Es war ein ruhiger Moment, dem der Schwarze aber nicht abgeneigt war. Er wollte nicht, dass wieder etwas passierte; etwas, was niemand unter Kontrolle bekommen würde.

Ganz in der Nähe hatte sich Cirádan aufgehalten, welcher zuvor nicht Takashis Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. Doch jetzt kam der Jungwolf auf seinen Onkel zu. Was war geschehen? Hatte er etwas gesehen?

"Cirádan, was gibt es denn?"

Geduldig setzte sich der hünenhafte Rüde, wartete mit lauschenden Ohren ab, was Cirádan auf dem Herzen lag.
Es war nie oft vorgekommen, dass Cirádan zu seinem Onkel gekommen war, um mit ihm zu reden. Eigentlich lebten sie die meiste Zeit aneinander vorbei und hörten nicht oft voneinader. Sollte sich dies nun ändern?
In letzter Zeit hatten die Beiden viel mehr als zuvor miteinander zu tun gehabt. Vielleicht hatte Cirádan gelernt, Takashi zu akzeptieren. Vielleicht hatte der Jungwolf auch verstanden, dass Takashi für ihn die Verantwortung übernommen hatte und somit für ihn da war.
Dass Cirádan ziemlich unsicher war, musste wohl darauf deuten, dass er über etwas reden wollte, was vielleicht gar nicht so einfach war. Was war es nur?

Cirádan
13.03.2011, 16:24


Wie sollte er nur anfangen?
Cirádan setzte sich neben den großen Schwarzen und senkte den Kopf.
“Nichts. Es ist alles in Ordnung. Also, es ist nichts passiert mein ich.“, erklärte er zunächst, da er dachte Takashi nehme an, dass Cirádan etwas Verdächtiges aufgefallen war. Aber das war es nicht.

Er seufzte und blickte hoch zu Takashi und lies dann seinen Blick schweifen. Er lies sich Zeit, aber nur deshalb weil er immer noch nicht recht wusste, wie er anfangen sollte.
“Du und Krolock, mein Bruder...“, begann der Jungwolf aber schlussendlich.
“Ihr... seid euch so ähnlich, also auch... nicht nur vom Äußeren.“
In dem Moment in dem er es sagte wurde es ihm erst recht bewusst. Als das mit Nihil passiert war, gab es mit Krolock eine Veränderung und eine ähnliche war kurz darauf auf bei Takashi zu sehen, nur sehr viel schwächer.

“Und ich verstehe das nicht. I-ich wollte wissen.. also, was mit euch ist und so. Ich weiß auch nicht so genau... es ist komisch, verstehst du?“
Cirádan sah wieder fest auf Takashi, sein Blick fragend. Verstand der große überhaupt was Cirádan sagen wollte, wenn er es doch selbst nicht genau wusste?

Takashi
14.03.2011, 19:59

Der Schwarze blickte beruhigt auf, als Cirádan erzählte, dass hier in der Umgebung alles in Ordnung war. Sein Anliegen bestand in etwas anderem. Takashi konnte nicht ganz verstehen, was der Jungwolf da meinte. Er kam nicht zum Punkt, redete vorsichtig drum herum.
Hatte er etwa Angst, Takashi die Wahrheit zu sagen, was denn los war?
Der Schwarze sah angestrengt aus, überlegte, was Cirádan denn meinen könnte. Der Helle hatte Krolock und Takashi miteinander verglichen und Gemeinsamkeiten festgestellt.

"Das scheint wohl in der Familie zu liegen. Das ist eine längere Geschichte."

Der Schwarze begann ruhig und langsam zu sprechen. Für ihn war es nicht besonders einfach, sich an all das vergangene zu erinnern. Die Erinnerungen Takashis waren ziemlich verblasst und umso mehr musste er sich konzentrieren, um wieder alles in sein Gedächtnis zu rufen.

"Alles begann mit dem Vater meines Bruders Urion und mir."

Zudem war Urion der Vater von Krolock, Liel und vor allem Cirádan, der gerade bei ihm saß. War es etwa falsch, solch ein schweres Thema zu beginnen? Der Hüne legte vorerst eine Pause ein; wollte die Reaktion seines Schützlings abwarten.

Cirádan
27.03.2011, 12:41


Aufmerksam lauschte Cirádan Takashis Worten. Er wollte ihn nicht unterbrechen, schien doch auch der Schwarze Probleme haben sich genau zu erinnern.
Zuerst dachte sich der Jungwolf nichts dabei, als Takashi meinte, es läge in der Familie.
Doch als er den Namen Urion erwähnte, weiteten sich seine Augen. Sein Bruder?
Aber hieße das nicht...

“Wir sind verwandt?!“, rief Cirádan verwundert. Nein, er dachte er hätte nur noch seine Geschwister. Seinen Bruder Krolock der ihn nicht so Recht leiden konnte und seine Schwester Liel, die er so selten sah.
Er hatte niemals erwartet, dass er mit noch mehr Wölfen hier im Rudel blutsverwandt war.
“Aber... nein. Aber was war dann mit euch? … Ich glaube.. mein Vater. Er hatte auch so was, oder?“

Cirádan wusste nicht genau was er mit so was meinte. Er spürte viel mehr dass da irgendwas war. Irgendwas seltsames, worüber Takashi ihm gerade erzählen wollte. Und er wollte wissen was es war, was da mit seinem Bruder passierte.

Takashi
28.03.2011, 18:50

Takashi erstarrte und blickte zutiefst verwundert drein. War es denn wirklich wahr, was er da so eben von seinem Neffen gehört hat? Hat Cirádan es wirklich in Frage gestellt, dass die beiden Rüden miteinander verwandt waren?
Was war nur mit Cirádan geschehen, dass er vergessen hat, dass Takashi sein Onkel war und die Verantwortung für ihn trug?

Der Hüne war völlig aus seinem Konzept gebracht, ließ seine Erzählung über familiäre Ereignisse einfach links liegen. Er war einfach so verwirrt und gleichzeitig enttäuscht, dass seine Erinnerungen gar nicht wieder kommen wollten.

"Warum...warum...weißt du es denn nicht mehr?"

Das Stottern in seiner Stimme war nicht zu überhören und auf die Frage Cirádans würde er einen Moment später antworten. Takashi blickte in die Leere und schien dieses Mal nachdenklicher als zuvor. Der Rüde konnte es einfach nicht begreifen, welches einschneidende Erlebnis Cirádan vergessen lassen hat.
Er brauchte noch einen Moment, um die richtigen Worte zu finden.

"Ja, das stimmt. Dein Vater hatte das auch. So etwas nennt man einen Fluch."

Wusste der Jungwolf überhaupt, was ein Fluch war und was er anrichten konnte? Hoffentlich hatte Takashi seinen Schützling nicht in Angst und schrecken versetzt. Ansonsten blieb ihm noch die wesentlich angenehmere Option, Cirádan den Sachverhalt eines Fluchs schonend beizubringen.

Cirádan
30.03.2011, 21:57


Der junge Wolf fühlte sich unwohl in seinem Pelz als er Takashis verletzten Blick sah. Er wollte sich so gern erinnern, aber alles was vor dem Nichts war, das lag im Nebel und er konnte sich nur noch an einschneidende Ereignisse erinnern.
„Tut mir Leid.“, flüsterte er kleinlaut.
Mehr sagte er nicht, sondern wartete bis Takashi von sich aus weiter sprach. Cirádan schien es wie eine quälende Ewigkeit vorzukommen, als die zwei Rüden nur so da saßen und nichts sagten.
War Takashi jetzt böse auf ihn? Oder enttäuscht...
Als der Schwarze endlich weiter sprach, machte Cirádans Herz einen Spruch. Er dachte schon, Takashi würde gar nicht mehr weiter reden.

Doch seine Worte verwirrten ihn nur. Der Jungwolf hatte noch nie was von einem Fluch gehört. Zumindest erinnerte er sich nicht daran.
„Uuh... Was ist ein Fluch? Und wieso ist er da?“, wollte er dann gleich darauf wissen.
Aber so wie Takashi davon sprach, würde es wohl nichts gutes sein.

Takashi
30.03.2011, 22:17

Der Hüne schüttelte nur sachte und beruhigend den Kopf. Cirádan musste rein gar nichts leid tun. Viel lieber würde Takashi wissen, was seinem Schützling zugestoßen war, dass er so vergesslich war. Anschließend fasste er aber den Entschluss, Cirádan weiterhin über fimiliäre Ereignisse zu berichten.
Es war nicht einfach, denn der Hüne hatte da einen jungen Wolf vor sich, der zudem auch noch sehr ängstlich sein konnte. Auf eine schonende und sanfte Weise musste sich der Schwarze nun eine Definition eines Fluches ausdenken.

"Ein Fluch...naja...das ist nichts Gutes."

Ganz zaghaft begannen seine Worte.

"Er kann dich verändern - geistig, aber auch sogar körperlich. Aber du kannst ihn nicht sehen. Und er ist eine wirklich seltene Begebenheit, mit der kaum ein Lebewesen Bekanntschaft gemacht hat. Das ist auch besser so."

Immerhin schien Cirádan ganz interessiert zu sein, was die Sache schon sehr einfacher gestaltete.

Cirádan
01.04.2011, 19:46


Cirádan spürte, dass sich Takashi entspannte. Warum genau, konnte er nicht sagen. Ein beschwichtigendes Lächeln huschte über die Lefzen des Jungwolfes.
Er war erleichtert darüber, dass der Schwarze nicht länger so... verletzt war, sondern wieder von dem erzählte was seine Familie so verband.

Ein Fluch war also nichts Gutes. Darauf nickte der Helle. Ja, das dachte er sich schon fast, dass es nichts Gutes sein konnte.
Aber es war etwas was man nicht sehen konnte.

„Kann man es denn riechen oder schmecken?“. fing er dann laut an zu überlegen.
„Und mein Vater... also... dein Bruder. Urion. Und du. Ihr habt... hattet es?“
Cirádan stotterte, als er seine Worte suchte und hatte immer noch Schwierigkeiten es zu verinnerlichen dass Takashi sein Onkel war.
Aber ihm gefiel der Gedanke, immerhin …

Sein Blick schweifte über den Rudelplatz in die Ferne, doch plötzlich sog er erschrocken die Luft ein und sah Takashi wieder fest in die Augen.
„Und .. mein Bruder. Krolock. Und ich? Also Krolock und ich, haben wir auch... also diesen Fluch da, haben wir den auch?“ Seine Stimme zitterte bei den Worten. Es war eine Sache, wenn die Älteren von etwas unsichtbaren Verändert wurden. Die konnten damit umgehen. Aber was war mit ihm? … Und noch auch mit seinem Bruder.

Takashi
03.04.2011, 22:48

Inzwischen hatte sich Takashi nieder gelassen, da er ahnte, dass dieses Gespräch noch ein Weilchen in Anspruch nehmen würde.

"Urion hatte es auch, das stimmt. Durch diesen Fluch konnte er seine Launen kaum noch unter Kontrolle halten und fuhr regelmäßig aus der Haut. Bei ihm war diese Besessenheit schon sehr stark fortgeschritten.
Ich war ebenfalls von diesem Fluch besessen. Aber auf eine wundersame Weise, die ich bis heute nicht verstehe, wurde ich von ihm erlöst. Aber schau mich an, ich bin noch immer von ihm gezeichnet."


Bestimmt würde man das rote Flackern in Takashis Augen nicht übersehen können. Es war ein Überbleibsel des Fluches und würde wohl immer zu dem Rüden gehören. Die Flamme würde erst aufhören zu flackern, wenn Takashis Leben endgültig erlischen würde.
Auch die vielen Narben konnte man bei genauerem Hinsehen erkennen. Sein Fell war unregelmäßig und nur, weil der Fluch den Hünen in unzählige Kämpfe getrieben hatte. Viele von ihnen waren unsinnig und sogar völlig unbegründet.

"Was in dieser Hinsicht mit Krolock geschieht, kann ich dir leider nicht genau sagen. Ob der Fluch vererbbar ist, weiß ich nicht. Jedenfalls klammert er sich an die Seelen unserer Familie; ja, in unserer Familie ist dieser Fluch weit verbreitet.
Ob du diesen Fluch hast? Bis jetzt ist mir nichts außergewöhnliches aufgefallen, was darauf schließen lässt."


Viele Worte und ein wirklich komplexes Thema. Ob Cirádan das alles schon verstehen konnte? War es wirklich schon der richtige Zeitpunkt, um ihn in die Geschichte seiner Familie einzuweihen?

Cirádan
08.05.2011, 15:06


Krolock war immer mies gelaunt. So wie sein Vater es gewesen war. Oder etwa nicht?
War das der Fluch? Würde auch Krolock erst dann gut sein, wenn er kurz davor war zu sterben? Das wollte er nicht. Krolock wirkte nicht glücklich. Er wirkte wütend. War das auch der Fluch?

Cirádan betrachtete seinen Onkel, sah ihn sich genau an, bemerkt auch das Flackern in seinen Augen und erinnerte sich daran, dass auch Krolocks Augen so ausgesehen haben, als Nihil von dem Bären verletzt wurde.

Der Jungwolf überlegte. Also schien bei ihm der Fluch nicht da zu sein.
"Und Liel? Was ist mit Liel?", wollte er wissen. Es war immer noch so, dass er dabei war zu begreifen ... oder zumindest halb zu begreifen was sein Onkel ihm da erzählte.

"Und Krolock...", fügte Cirádan traurig hinzu und senkte wieder den Blick. "Er hat ihn ja?" Es war keine wirkliche Frage. Eher so etwas wie eine Feststellung.
"Is er deshalb immer so wütend? Kann man den Fluch vertreiben?... Nein... Du weißt nicht wie, oder?"
Sonst hätten sie den Fluch ja schon längst vertrieben. Das leuchtete ihm ein und so schüttelte er schnell den Kopf.
"Ich wünschte ich könnte den Fluch vertreiben, dann wär Krolock vielleicht nicht mehr so gemein zu mir. Und vielleicht wär auch nicht so gemein zu anderen und nicht mehr so wütend.", erklärte der junge Wolf seinem Onkel was in seinem Kopf vorging.

Ja, er wünschte sich wirklich er könnte den Fluch vertreiben.

Takashi
09.05.2011, 19:06

Der schwarze Hüne bemerkte den Blick seines behüteten Neffen. Jetzt musste Cirádan wohl auch das Lodern in Takashis Augen wahrgenommen haben. Woher es überhaupt kam, konnte sich selbst der Hüne nicht erklären. Er hatte nie von so einem Fall gehört, auch nicht in Verbindung mit dem Fluch. Trotzdem war sich Takashi ganz sicher, dass wenn er Hass verspürte oder einen ähnlichen Gefühlszustand annahm, sich seine Augen mit dem flackernden Rot füllten. Ab und an kam es auch in sehr unterschiedlichen Situationen zum Vorscheinen; in letzter Zeit öfter und würde vielleicht bald zu Takashis Erscheinungsbild gehören.

"Liel? Liel...ich muss gestehen, dass ich nie wirklich etwas mit ihr zu tun hatte. Ich sehe sie manchmal und gebe mich damit zufrieden, wenn es ihr gut geht...aber...ich bin mir gar nicht sicher, ob sie weiß, dass ich ihr Onkel bin."

Sachte senkte Takashi sein Haupt. An die kleine Liel dachte er nur sehr selten und um sie gesorgt hatte er sich noch nie. Für sie war der Rüde gar kein guter Onkel, wenn die kleine Fähe überhaupt von ihm wusste. Der Hüne richtete sich wieder auf, holte tief Luft und erholte sich von seinen niederschlagenden Gedanken.

"Bei Krolock wüsste ich nicht, wer oder was ihn sonst so wütend stimmen würde. Leider habe ich nirgends davon gehört, dass man einen Fluch vertreiben kann, denn er tut, was er will. Es mag zwar sehr unheimlich klingen, aber dieser Fluch ist in der Lage, eigenständig zu denken."

Mit der Schnauze strich der Hüne seinem Neffen sanft über die Stirn. Der Kleine sollte sich nicht den Kopf darüber zerbrechen, da es kein bekanntes und wirksames Mittel gegen einen Fluch gab.

Cirádan
04.06.2011, 14:08


"Liel weiß bestimmt, dass du unser Onkel bist. Sie ist viel klüger als ich. Sie wird es wissen!",

versuchte der Jungwolf seinen Onkel aufzumutern. Nur kurz hatte er es eingeworfen und dabei sehr schnell gesprochen, bevor Takashi auch nur weiter reden konnte. Dann war er wieder still.

Er kniff die Augen leicht zu, als Takashi ihm über die Stirn strich. Doch vertreiben konnte er diesen Gedanken dennoch nicht.

"Aber du... du hast den Fluch doch auch besiegt! Und mein Vater... er auch. Am Ende. Du bist doch nicht immer wütend und.... so."

Vielleicht müsste auch Krolock sich nur ein wenig anstrengen, dann wäre er nicht mehr so wütend, wenn er gar nicht wütend zu sein brauchte.

Takashi
13.06.2011, 14:21

"Ich würde Liel gerne genauer kennen lernen. Aber selbst für mich ist das gar nicht mal so einfach."

Musste sich Takashi nun als ein schlechter Onkel fühlen? Er hatte sich nie um die kleine Liel gekümmert und hatte nie den Mut gehabt, auf sie zuzugehen. Es war die Angst vor einer Ablehnung und die Sorge, dass sie auch verflucht sein könnte.
Der kleine Cirádan meinte es wirklich nur gut, aber dennoch verstand er nicht wirklich. Aber wie sollte man sich auch einen Fluch vorstellen, wenn man ihm nie begegnet war?

"Wahrscheinlich befindet sich Krolock gerade am Anfang des Fluches und er bemerkt gar nicht, wie falsch seine Taten sind. Außerdem fällt mir gar nicht ein, wie man ihn zu dieser Erkenntnis bringen kann..."

Krolock ließ einfach nicht mit sich reden und dabei würde es auch höchstwahrscheinlich bleiben. Jeden seiner Artgenossen stempelte er törichter Weise als dumm und idiotisch ab. Wie sollte man solch einem Sturkopf nur helfen? Er würde sowieso nicht verstehen können, was das Problem ist und als nächstes wieder wütend werden.

Cirádan
29.06.2011, 17:43


"Du bist dennoch ein guter Onkel ... ",
meinte der Jungwolf aufmunternd, auch wenn er es seltsam fand dass es für Takashi nicht einfach war Liel anzusprechen. Immerhin war Liel doch so liebevoll und nett. Wie konnte man sie nicht ansprechen können?

Und Krolock...
"Ja ...",
winselte er nur leise. Mehr wusste er auch nicht. Was sollte er schon groß hinzufügen.

Etwas unsicher stand Cirádan neben Takashi, bevor er sich aufrichtete und das Fell durchschüttelte.

"Ich denke ... ich werde jetzt ein wenig mir die Beine vertreten. Danke das du mir das mit dem Fluch erzählt hast.."
Unsicher stand der Jungwolf da und tappte mit den Vorderpfoten auf der Stelle, bevor er näher zu seinem Onkel ging und nur ganz kurz mit der Nase und der Flanke dessen Schulter streifte.
Unsicher ob das überhaupt okay war. Aber er wollte es im Moment auch nicht herraus finden, also trabte er wortlos von Takashi fort.

Takashi
29.06.2011, 21:17

Die Worte Cirádans hatten Takashi wie versteinert da stehen lassen. Er war ein guter Onkel und das klang für ihn nahezu rührend. Denn obwohl Onkel und Neffe sich noch nicht allzu gut kannten, hatten sie in kürzester Zeit ein gutes Verhältnis zueinander aufbauen können. Außerdem hatte ihm Cirádan Mut gemacht, vielleicht doch den Kontakt zu Liel aufzubauen.
Cirádan war längst verschwunden, als der Hüne sich wieder regte. Er hatte ihn gehen lassen, er konnte nicht immer bewacht und beschützt werden. Noch eine Weile blickte er seinem Schützling nach, worauf er sich auch langsam in Bewegung setzte. Es gab keinen Grund mehr hier länger zu verweilen.


Gespräch abgeschlossen?

Cirádan
29.06.2011, 21:28

Jup ^^
Dieses schon xD

Irgendwann werden sie bestimmt wieder miteinander plappern =D