Atalya
13.11.2013, 19:50
13.11.2013, 19:50
There’s nothing left for us to do
Find the strength to see this through
We are the ones who will never be broken
With our final breath
We’ll fight to the death
We are soldiers
((<3))
Einige Zeit vor „Und schlafend wird ein Herz zu Stein“
Turién & Atalya
Mit einem kurzen Zucken der grauen Ohren erhob Atalya sich von ihrem Platz unter einem Baum, wo der Schnee nicht ganz so hoch war, wie an den anderen Stellen. Sie waren seit einigen Tagen wieder unterwegs, für den Moment jedoch rasteten sie. Niemand wußte, wie lange sie noch wandern würden, und mit jedem Tag schien die Unruhe der grauen Fähe noch einmal zuzunehmen. Sie war gespannt auf das Tal der Raben, und irgendwo tief in ihrem Inneren hoffte sie auch darauf, dass dieser Ort sie befreien würde, von all den Gedanken, die sie seit Beginn dieser Reise immer wieder belasteten. Bis dahin musste sie sich wohl irgendwie mit dieser Unruhe zufrieden geben, die sie jeden Tag aufs Neue heimsuchte. Auch wenn dieser Gedanke nicht wirklich aufbauend war, so schien sie doch keine andere Möglichkeit zu haben.
Suchend bewegte sich die graue Fähe vorwärts, ließ den Blick suchend schweifen. Oft hatte sie die Nähe ihres Bruders gesucht, er verstand, wie es ihr ging. Nerúi war noch immer fort – und wer wußte schon, ob sie die Tochter Nyotas je wiedersehen würden? Es war schwierig, so sehr sie sich auch darum bemühte, daran zu glauben, so sehr wurde sie immer wieder daran erinnert, dass das Leben nicht so einfach war, wie man es sich manchmal wünschte. Umso glücklicher war die graue Fähe darüber, dass sie sich zumindest auf Turién verlassen konnte. Und genau dieser war schnell gefunden, lag ruhend im Schnee und hatte Atalya wahrscheinlich längst bemerkt, als sie bei ihm angekommen inne hielt und seine Schnauze kurz mit der Nase berührte. Mit einem erneuten Zucken der Ohren deutete sie schließlich auf den schwarzen Wolf, der etwas entfernt von ihnen lag. Es war noch nicht all zu lange her, dass Krolock Malik angegriffen hatte – und seitdem wünschte sich die Graue noch viel mehr, dass er einfach verschwand. Ihr war egal, wohin. Hauptsache er war nicht mehr bei ihnen.
„Man sollte ihn verjagen, oder nicht?“
Kurz hob die Graue die Lefzen an, schnaufte dann aber wieder und blickte erneut zu ihrem silbernen Bruder, der selbst schon Erfahrung mit dem Dunklen gemacht hatte.